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Vespa LX 50 2T FL - Orange Taormina 938/A 



 

 

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Und da Vespa Fahrer, entgegen landläufiger Meinung, nicht alle Macken ihres Rollers dulden bzw. darüber hinwegsehen - nach dem Motto Hauptsache Vespa, Kult und Lifestyle -  möchte ich hier ein Techniktagebuch einrichten und neben all dem Positiven auch über die Probleme und Ärgernisse sowie deren Beseitigung an meiner Vespa LX 50 2T FL berichten. Auch meine Erfahrungen mit dem Original Zubehör sollen Erwähnung finden. Darüber hinaus werde ich regelmäßig über Sprit- und Ölverbrauch sowie über Wartung und Verschleißteile, wie z.B. Reifen, berichten.

 

Leider habe ich den km-Stand 02014,0 nicht im Bild festgehalten - da wußte ich noch nichts von unserem weiteren Kinderglück.


November 2010

Hätte vor der Auslieferung eine komplette Hohlraumversiegelung machen lassen sollen - siehe weiter unten Mai / Juni 2011, Rost an der Innenseite der Karosserie. Aus Unkenntnis habe ich bei der Auslieferung den Unterboden meiner Vespa nicht in Augenschein genommen und somit die Lackratzer, direkt nach dem Übergang des Beinschildes in den Unterboden, sowie Lackabplatzer am Ende des Unterbodens vor dem Hinterrad nicht entdeckt. Diese Kratzer gingen bis aufs Blech und sind wahrscheinlich durch unsachgemäßen Transport während der Überführung meiner LX 50 entstanden. Um Korrosion vorzubeugen, habe ich diese Stellen erst einmal mit Klarlack versiegelt. Im Frühjahr wird meine Werkstatt die Kratzer professionell ausbessern.


Januar 2011

Beim Wiedereinbau der Batterie zum Saisonstart hatte ich so einige Schwierigkeiten - siehe hierzu auch Kapitel Termine & News. Allerdings ist meine Vespa nach über sieben Wochen Stillstand, ohne vorheriges Einmotten, bereits beim ersten Startversuch angesprungen. Habe die Batterie nach sechs Wochen zur Erhaltung ans Ladegerät angeschlossen - siehe hierzu auch Kapitel Wissenswertes.

Nach meiner ersten Regenfahrt - über 20 km - war anschließend die Scheibe des Cockpits von innen naß. Nach Auskunft meiner Vespa Werkstatt gibt es zwei Lösungsmöglichkeiten. Die einfache hat damit zu tun, dass sich in der Cockpiteinheit, die nicht komplett abgedichtet ist, bei Fahrten im Regen und / oder niedrigen Außentemperaturen, Kondenzwasser bildet - durch die Wärme, die die Lampen abgeben. Dieses Kondenzwasser legt sich schlierenartig von innen an der Scheibe des Cockpits nieder. So wie bei meiner LX 50. Der Tacho wird im Rahmen der ersten Wartung ausgebaut und abgedichtet. Die teurere Lösung ist eine Undichtigkeit der Cockpiteinheit, die nicht abgedichtet werden kann, erkennbar an Wassertropfen innen an der Scheibe. Dies kann durch Abwaschen mit Schwamm und Wasser getestet werden. Sind anschließend Wassertropfen unter der Cockpischeibe, dann ist die gesamte Einheit auszutauschen. In den ersten zwei Jahren auf Garantie. Auf jeden Fall ein Foto vom Wasserschaden machen, dieses benötigt Vespa im Rahmen der Abwicklung der Garantie.

Leider läßt die Verarbeitungsqualität einiger Karosserieanbauteile aus Kunststoff zu wünschen übrig. Auch weist der Lack der Karosserie einige Staubeinschlüssen auf. Habe bisher je eine Delle in der vorderen und hinteren Lenkerverkleidung sowie im vorderen Kotflügel festgestellt. Ob diese Dellen bereits bei Herausnahme der Kunststoffteile aus der Spritzgußform oder erst bei der Lackierung entstanden sind, läßt sich nicht eindeutig sagen. So oder so, die Fertigungsqualität von Vespa oder eines ihrer Zulieferer ist in oben genannten Punkten mangelhaft. Die Qualitätssicherung von Vespa ist es, in Bezug hierauf, auf jeden Fall. Da nach Bekunden erfahrener Vespa Mechaniker nicht zu erwarten ist, das die Qualität etwaiger Ersatzteile besser ist bzw. diese Teile feherfrei sind, verzichte ich auf einen Austausch - dies umso mehr, als zum Austausch des vorderen Kotflügels, das komplette Steuerohr einschließlich oberes und unteres Lenkkopflager ausgebaut werden müssen.

Die Transportschäden, das von innen nasse Cockpit sowie die schlechte Qualität einiger Kunststoffteile und die Lackmängel sind sehr ärgerlich, zumal Vespa einen entsprechenden monetären Gegenwert beim Neuerwerb verlangt. Hierbei ist es wenig tröstlich, dass z.B. auch mein Audi A4 Avant im Jahr 2008 nicht fehlerfrei ausgeliefert wurde. Hauptkonkurrenten von Vespa zeigen, wie in unzähligen Vergleichstest bewiesen, dass zu günstigeren Preisen bessere Qualität an die Kunden ausgeliefert werden kann. Nicht, dass ich falsch verstanden werde, ich liebe meine Vespa, trotz all ihrer Macken. Nur als begeisteter Vespa Fan finde ich es sehr schade, wie die Vespa Verantwortlichen mit dem Erbe der eindrucksvollen Vespa Vergangenheit umgehen und wegen Pfennigfuchserei bei Einkauf und Produktion sowie Nachlässigkeit in der Qualitätskontrolle der Konkurrenz vollkommen unnötig das Feld überlassen. Roller gleich Vespa, war einmal - siehe hierzu auch Marktanteile Roller auf dem deutschen Markt im Kapitel Sonstiges & Impressum. Nicht share holder value, sondern viele zufriedene und weiterhin begeisterte Kunden sichern die Zukunft. Siehe hierzu auch weiter unten - Mai 2011 - Rost an der Karosserie.

Ansonsten bis jetzt alles prima. Sitzposition, Platzangebot, Bremsen, Licht (bis auf Fernlicht), Antrieb und Beschleunigung - paßt. Die Federung schlägt nur bei fiesen Frostaufbrüchen und tiefen Schlaglöchern durch, was mir persönlich durch Mark und Bein geht. Das Volumen des Helm- und Handschuhfaches reicht für einen kleinen Einkauf locker aus. Nur die Tankanzeige ist etwas ungenau, zeigt zumindest nicht proportional zum tatsächlichen Spritverbrauch, sondern wie folgt an. Erstes Viertel 30 km, zweites Viertel 80 km, drittes Viertel 110 - 120 km, das letzte Viertel 190 - 200 km.

Da bei Schmuddelwetter unweigerlich Wasser und Dreck auf Trittbrett bleibt und nicht von alleine abläuft, habe ich mir und meiner LX 50 die Fußmatte aus den original Vespa Zubehör Programm gegönnt.


Februar 2011

Um den Alltagsnutzen sowie die Tourentauglichkeit meiner LX 50 zu erhöhen habe ich mir das original Top Case in Fahrzeugfarbe sowie die getönte Sportscheibe bestellt. Beide waren innerhalb weniger Tage da und werden bei der ersten Wartung montiert - siehe weiter unten. Den im Top Case Set mitgelieferten, lackierten Gepäckträger werde ich eventuell verchromen lassen. Gefällt mir besser, als die alternativ bzw. separat zu bestellende, verchromte Gepäckbrücke. Kostenmäßig sollte ich dabei auch deutlich günstiger wegkommen.

Bin entgegen der Reifenluftdruckangaben im Bordbuch - 1,6 bar vorne und 2,0 bar hinten im Solobetrieb - der Empfehlung aus dem Scooter Werkstatt-Handbuch von www.scooterundsport.de gefolgt. Mit 2,0 bar vorne und 2,5 bar hinten ist das Fahrgefühl um einiges besser und das Reifenlaufbild sieht prima aus. Nicht nur für Touren der richtige Luftdruck - siehe hierzu auch Kapitel Vespa / Touren & Treffen sowie Kapitel Wissenswertes.

Die Auslieferungsfüllung mit 2 Takt Öl hat bei meiner LX 50 genau bis km 278,2 ausgereicht - ab da hat die Ölkontrollleuchte mit Flackern auf sich aufmerksam gemacht. Bei km 329,9 habe ich einen Liter mineralisches Motul 100 Motomix 2T www.motul.de nachgefüllt - siehe hierzu auch Kapitel Wissenswertes und Sonstiges & Impressum. Übrigens, auch die Erstbefüllung erfolgte mit einem hochwertigen mineralischen 2 Takt Öl.

Die Fahrten bei aktuellen Straßenbedingungen bieten einige Gefahrenquellen, wie Split gerade in Kurven, oder auch teilweise rutschige, weil feuchte Fahrbahnstellen, auf denen sogar das ESP meines Autos anschlägt - siehe hierzu auch Kapitel Vespa / Touren. Gerade der Split hat noch eine weitere negative Auswirkung, da durch die vom Vorderrad hochgeschleuderten Steinchen der Lack am unteren Beinschild sowie am Unterboden in Mitleidenschaft gezogen wird - dies auch bei den geringen Geschwindigkeiten einer 50er. Bei all den Vorzügen der Blechkarosse der Vespa, ist dies mit Sicherheit ein Nachteil, umso mehr, wenn die Steinschläge bis aufs Blech gehen. Werde mir deshalb von Foliatec eine Steinschlagschutzfolie besorgen und die gefährdeten Bereiche damit abkleben. Leider bietet Foliatec, zumindest im Internet, kein passendes Set für Vespa Modelle an. Ein Anruf bei Foliatec hat ergeben, dass es dies auch nicht gibt, man solle einfach ein im Handel gebräuchliches Set - Breite 17,5 oder 30 cm, Länge 165 cm - kaufen und entsprechend zuschneiden. Werde mir deshalb eigene Schablonen anfertigen und die Folie entsprechend zuschneiden. Vorher werde ich die Steinschläge mit Klarlack versiegeln.

Vespa sollte von Haus aus alle Modelle mit Steinschlagschutzfolie an den gefährdeten Stellen ausrüsten - würde später viel Ärger und Arbeit ersparen und Vespa von der Konkurrenz abheben. Werde diese Idee für mich weiter verfolgen. Ärger mich saumäßig über die vielen Steinschläge, die meine LX 50 in den wenigen Tagen bereits abbekommen hat - verdirbt einem den Spaß und die Freude am Vespa Fahren bei diesem Wetter. Oder ist die Lackqualität der Konkurrenz mal wieder besser, als die von Vespa? Vespa lieben heißt offensichtlich auch leiden.

Seit km 398,6 - nach einer Fahrt von 13 km und einer Pause von 1 Stunde - springt meine Vespa LX 50 2T erst beim dritten Startversuch an. Dabei qulamt sie sehr stark und stinkt nach Öl und Benzin. Bis km 467,3 dreimal das gleiche Spiel, nachdem ich den warmgefahrenen Motor jeweils für eine halbe bis eine Stunde nicht in Betrieb hatte. Bei der ersten Wartung bei km 473,5 wurde die Vergasereinstellung sowie die Einstellung der Ölzufuhr überprüft. Seitdem ist das Startproblem behoben - Danke Nobs.

Im Rahmen der ersten Wartung habe ich auch das Top Case in Fahrzeugfarbe mit Rückenlehne - siehe hierzu auch Kapitel Anhänger & Beiwagen - und die getönte Sportscheibe montieren lassen. Hab es mir vorher nicht so richtig vorstellen können, sieht aber einfach Klasse aus. Meine LX 50 wirkt nun noch vollwertiger und harmonischer und gefällt auch meiner Frau noch besser als vorher. Darüber haben ich nun deutlich mehr Stauraum und der Winddruck auf dem Oberkörper ist minimiert. Nur die Schutzhülle für meine LX 50 ist jetzt zu klein. Werde mir das Original von Vespa zulegen müssen.

Einen Tipp für Allwetterfahrer habe ich von Franz www.vespa-prima.de erhalten. Einfach die nicht lackierten Gehäuseteile der Triebsatzschwinge mit einem dünnen Ölfilm versehen, damit beugt man wirksam der Korrosion durch Streusalzreste von den Straßen vor. Gilt auch für andere exponierte Metallteile - außer Bremsscheiben, Auspuff und ähnliche Teile. Nobs www.reinhardt-kfz.de empfiehlt die Reinigung des Rollers immer mit reichlich Wasser und einem weichen Bauwolltuch. Dies trifft auch auf die Sportscheibe zu, die auf keinen Fall mit einem Microfasertuch und schon gar nicht mit einem Glasreiniger gereinigt werden darf, da hierdurch Kratzer und Spannungsrisse sowie Blindstellen entstehen können. Gleiches trifft auch auf die Scheibe des Cockpits sowie Scheinwerfer, Rückleuchte und Blinker zu. Zur Entfernung von Insektenresten habe ich im Scooter Werkstatt-Handbuch vom www.scooterundsport.de den Tipp mit den angefeuchteten Papiertüchern einer Küchenrolle gefunden. Allerdings würde ich bei Plexiglas, wie bereits erwähnt, die Finger von Glasreiniger lassen. Der rostanfällig Auspuff der Vespa sollte regelmäßig mit klarem Wasser abgewaschen werden. Darüber hinaus gibt es ein spezielles Thermolackspray zur Versiegelung und Rostvorsorge - werde ich demnächst ausprobieren.

Da mir bei den ersten längeren Touren der Hintern ordentlich weh getan hat, werde ich meine Sitzbank aufpolstern und damit den Absatz zu Soziussitz ausgleichen lassen. Durch meine Körperlänge sitze ich genau auf diesem Absatz von Fahrer- zu Soziusplatz. Durch das Aufpolstern sollte ich auch noch zwei bis drei Zentimeter mehr Sitzhöhe und dadurch einen noch angenehmeren Kniewinkel für meine Beine erhalten. Termin für die Aufpolsterung am 14.03. - siehe unter März.

Absolut positiv und deutlich besser als die Werksangabe gestaltet sich der Spritverbrauch. Nach dem ersten Volltanken habe ich auf den folgenden 770 km exakt 27 Liter Superbenzin getankt - kein E 10, siehe hierzu auch in meinem Kapitel Wisssenswertes. Dies ergibt einen Verbrauch von fast genau 3,50 Liter auf 100 km. Die genauen Werte während der letzten 335 km bewegen sich zwischen 3,47 und 3,54 Liter pro 100 km - stramm gefahren. Während der ersten 470 km habe ich mich an eine Einfahrgeschwindigkeit von 35 - 40 km/h laut Tacho gehalten. Seitdem situativ "Vollgas". Beim Tanken den Zapfhahn zur Hälfte in den Tankstutzen stecken und die Zapfpistole nicht auf Automatikbetrieb stellen, sondern manuell tanken und beim ersten Abschalten der Zapfpistole den Tankvorgang beenden. Dann läuft kein Sprit über und der Tank ist bis auf wenige Zentel randvoll. Zur Sicherheit lege ich noch ein Stück Papier um den Tankstutzen, um eventuelle Spritzer gleich aufzusaugen. Hierdurch verliert das in der Fachpresse viel gescholtene, schlechte Betanken moderner Vespa seinen Schrecken. Im Kapitel Wissenswertes gibt es einen weiteren Tip zum spritzfreien Betanken moderner Vespa.


März 2011

Die ersten 1.000 km sind absolviert - meine LX ist erst 20 Tage in Fahrbetrieb (02.03.). Seit der Einführung von Super  E 10 tanke ich Super Plus, da preisgleich mit bisherigem Super Benzin E 5. Der Spritverbrauch liegt zwischen 3.40 Liter pro 100 km - hauptsächlich Überland - und knapp unter 3,60 Liter pro 100 km - viel Stadtverkehr mit häufigen Motorstarts. Bis km 1.500 am 10.03.2011 in Summe 52,32 Liter getankt, nach dem ersten Volltanken - ergibt fast genau 3,50 Liter pro 100 km.

Das Helmfach der Vespa LX liegt ohne Dämmung direkt auf der Karosserie auf und hat während der letzten 1.500 km seine negative Arbeit am Lack verrichtet und diesen zum Teil oberflächlich beschädigt. Deshalb habe ich den Karosseriefalz, auf dem das Helmfach aufliegt, mit einem gummierten Kantenschutz versehen und in die Nut, mit der das Helmfach auf dem Karosseriefalz aufliegt, ein Stück Aquariumschlauch eingelegt. Dieser Schlauch, in den ich einen alten Schnürsenkel eingefädelt habe, hat eine Wandstärke von 1 mm und einen Durchmesser von 4 mm. Damit beabsichtige ich, die direkte Auflage und damit das Scheuern des  Helmfaches auf dem Lack zu verhindern. Sollte dies nicht funktionieren, werde ich die betreffenden Lackflächen mit Steinschlagschutzfolie abkleben. Wie bei dem ungeschützten Lack am Unterboden könnte Vespa diese gefährdeten Bereiche bereits ab Werk kostengünstig schützen und den Vespa Fans damit späteren Ärger und Arbeit ersparen. Werde meinem Vespa Händler diese Vorsorgemaßnahmen auf jeden Fall ans Herz legen und hoffe auf ein offenens Ohr. 

Nach kompetenter und freundlicher Beratung habe ich die Sitzbank meiner Vespa bei der Autosattlerei der Firma Markisen Weichelt www.markisen-weichelt.de in Ahorn professionell und kostengünstig aufpolstern lassen. Dabei wurde die Höhe des Fahrersitzplatzes auf das Niveau des Soziussitzplatzes angeglichen. Dadurch habe ich nicht nur vier Zentimeter an Sitzhöhe gewonnen, sondern kann auch, je nach Bedarf, einfach ein Stück weiter nach hinten rücken, um meinen Beinen mehr Platz zu verschaffen - und das ganz ohne störende Stufe. Da der Original Vespa Sitzbezug genug Stoffreserven hatte, war auch einen neuer Sitzbezug entbehrlich, obwohl es einen Stoff gibt, der dem Original von Vespa in Optik und Funtionalität sehr nahe kommt. Schöner Nebeneffekt, es hat nur die Hälfte gekostet und lediglich einen Vormittag gedauert. Die ersten Kurven waren, wegen des höheren Schwerpunktes, etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar km ein prima Fahrgefühl, einfach genial - platzmäßig auf dem Niveau einer serienmäßigen Vespa GTS, auch wenn diese gut 10 Zentimeter mehr Radstand hat.

Fahre seit fast 1.500 km mit der letzten Füllung 2 Takt Öl - siehe oben. Werde langsam etwas nervös, obwohl meine LX noch sicht- und riechbar Öl verbrennt. Möchte gerne ausprobieren, wie lange eine Füllung reicht, bis sich die Kontrolleute bemerkbar macht. Nervosität vs. Freude über geringen Ölverbrauch. Bei km 1.816,1 am 19.03. 2011 wich die Nervosität, durch Aufleuchten der Ölkontrolleuchte, der Freude über 1.486,2 km mit 1 Liter 2 Takt Öl. Damit hat meine LX 50 einen Ölverbrauch von nur 0,67 Liter auf 1.000 km bei gut 3,50 Liter Spritverbrauch auf 100 km. Das widerum bedeutet einen um 22 % geringeren Ölverbrauch bei 17 % weniger Spritverbrauch im Vergleich zu den Verbrauchsangaben, die z.B. das Testteam des Magazins Scooter & Sport www.scooterundsport.de regelmäßig ermittelt hat. Aber es wird noch besser - siehe weiter unten.

Bei km 1.967 hat sich das Trittbrett meiner LX beidseitig mit deutlich hörbaren Knarzgeräuschen zu Wort gemeldet. Als Abhilfe kann entweder etwas Silikon oder ein Streifen Moosgummi unterlegt werden. Das Geräusch tritt nicht großflächig, sondern nur punktuell auf. Die Lösung mit dem Moosgummi könnte auch beim Helmfach hilfreich sein . siehe oben.

Inzwischen sind die ersten 2.500 km absolviert (30.03.2011). Der Spritverbrauch hat sich auf etwas über 3,5 Liter pro 100 km eingependelt.


April 2011

Bei höheren Außentemperaturen wirkt meine LX 50 etwas gehemmt, sowohl in der Beschleunigung, als auch in der Geschwindigkeit. Der Grund für die objektive Leistungsminderung, bei Außentemperaturen über 20 Grad Celcius, liegt in der Technik von luftgekühlten Vergasermotoren begründet und läßt sich physikalisch wie folgt erklären: Durch den geringeren Sauerstoffgehalt von warmer Luft fehlt Vergasermotoren ein Quäntchen frische Luft. Dies wiederum führt zu etwas schlechtern Fahrleistungen, sowohl in der Beschleunigung, als auch bei der Geschwindigkeit - danke Nobs. Im Gegenzug gönnt sich meine Kleine 0,2 Liter Sprit auf 100 km mehr als vorher - jetzt 3,75 Liter auf 100 km. Abhilfe würde eine, der jeweiligen Außentemperatur entsprechende Vergasereinstellung, einschließlich angepaßter Bedüsung, bringen - utopisch.

Und was lernen wir daraus? Eine Vespa ist auch nur ein Mensch. Allerdings die einzige Italienerin, die ich kenne, die keine Wärme mag und bei höheren Außentemperaturen das Saufen anfängt ;-)

Dennoch haben wir heute (10.04.2011) zwischen Meeder und Beuerfeld, auf Höhe von Moggenbrunn, einträchtig die ersten gemeinsamen 3.000 km, ganz entspannt und voller Freude, absolviert.

Bei km 3.486 flackerte die Ölkontrolleuchte erneut auf. Dies bedeutet 1.666,9 gefahrene km mit 1 Liter 2 Takt Öl, was im Ergebnis einen Verbrauch von nur knapp 0,6 Liter auf 1.000 km ergibt. Die Feinjustierung von Nobs und das Motul 100 Motomix 2 T www.motul.de zahlen sich aus.

Will es nicht beschreien, aber nach der letzten Feinjustierung mag meine LX 50 auch wärmere Temperaturen über 20 Grad Celcius wieder. Auch der Spritverbrauch hat sich mit gut 3,50 Liter auf 100 km wieder normalisiert. Tanke inzwischen nur noch Super Plus, da meine Vespa damit subjektiv besser läuft und etwas weniger verbraucht, obwohl sie keinerlei Klopfsensor oder ähnliches aufweist. Auch egal, einzig Ergebnis und Erlebnis zählen. So macht Vespa Fahren richtig Spaß - einfach genial.

Nach 3.880 gefahrenen km hat meine LX 50 ihren bisher geringsten Spritverbrauch von 3,31 Liter pro 100 km - während der letzten 200 km - realisiert.


Mai 2011

Nach 4.000 gefahrenen km weist der Hinterreifen noch gut 2 mm Profiltiefe auf. Sollte auf jeden Fall bis zur Wartung bei km 5.000 und etwas darüber hinaus ausreichend sein. So lange wie die, im Reifentest von Scooter & Sport Ausgabe 4/2009 www.scooterundsport.de, ermittelten 8.000 km Laufleistung werden es aber auf keinen Fall werden. Dies liegt zum einen daran, daß meine LX 50 mit mir und mit montiertem Top Case mindestens 100 kg Zuladung zu bewegen hat und zum anderen daran, daß ich, auf Grund meiner Körpergröße, ein ganzes Stück weiter hinten sitze und sich damit die Gewichtsverteilung zu Lasten des Hinterrades verschiebt. Der Voderreifen weist noch ca.4 mm Profiltiefe auf - finde meinen Profiltiefenmesser leider nicht.

Werde auf jeden Fall wieder die Michelin Pilot City montieren lassen. Die Heidenau K58 (vorne) und K62 (hinten) mögen etwas länger halten, sind aber nicht so agil, wie die Michelin und durch das lautere Abrollgeräusch sowie die härtere Karkasse eine Spur weniger komfortabel - siehe die Reifenvergleichstests in den Ausgaben 5/2005 und 4/2009 von Scooter und Sport www.scooterundsport.de sowie Kapitel Wissenswertes.

Jetzt hat der Rost den Auspuff meiner LX 50 auch erwischt. Derzeit zwar noch wenig und noch nicht auf den ersten Blick sichtbar, aber dennoch ärgerlich - obwohl ein bekanntes Vespa Problem. Hätte das Thermolackspray - siehe oben - doch schon ausprobieren sollen. Werde ich bei der anstehenden 5.000er Wartung nachholen. Schade nur, daß Vespa die Thematik mit den leicht rostenden Auspuffanlagen nicht abstellt - dürfte an sich nicht sonderlich viel kosten.

Hatte meine LX vor kurzem den geringsten, so hat sie nach über 4.500 gefahrenen km den bis dato höchsten Spritverbrauch von 3,78 auf 100 km - während der letzten 165 km - realisiert. Extremer Kurzstreckenverkehr mit vielen Startvorgängen fordert nun mal seinen Tribut, da der automatische Choke hierbei häufig in Aktion tritt. Dies wiederum führt zu einem höheren Anteil von Sprit im Benzin- / Luftgemisch, wodurch der Spritverbrauch steigt. Abhilfe schafft, die Kleine auf einer längeren Strecke einmal wieder richtig frei zu fahren.

Nun sind fast 5.300 km absolviert. Bei km 5.254,7 flackerte die Ölkontrolleuchte erneut auf. Dies bedeutet einen "neuen Rekord" 1.762,3 km mit einen Liter 2 Takt Öl, was einen Verbrauch von knapp 0,57 Liter auf 1.000 km ergibt. In der Tat ist das Motul 100 Motomix 2 T ein ganz besonderer Stoff für eine Vespa - siehe Kapitel Wissenswertes.

Leider mußte ich Rost an der Innenseite der Karosserie feststellen. Unterhalb bzw. hinter den Punkten, an denen die Sitzbank mit der Karosserie verschraubt wird, ist das Blech an zwei Stellen fast ganz blank und hat folglich Oberflächenrost angesetzt. Habe die beiden Stellen vorerst mit Korrosionsschutzöl behandelt. Bin auf die Lösung meiner Werkstatt gespannt. Werde mich parallel an Vespa Deutschland www.vespa.de wenden und meinem Unmut Ausdruck verleihen. Mit derartiger Nachlässigkeit verscherzt sich Vespa / Piaggio die Sympathie selbst der größten Vespa Fans. Dabei ist es egal, ob es sich hierbei um Schlamperei während der Produktion oder um Vorgaben des Rotstiftes handelt. Selbst bei einer Jahresproduktion von ca. 133.000 Vespa - im Jahr 2010 - kann eine ordentliche Lackierung und Rostvorsorge nicht die Welt kosten. Bei einem Neupreis von inzwischen € 2.899,-- für die günstigste Vespa auf dem deutschen Markt kann man das auch erwarten - siehe hierzu auch weiter oben Januar 2011.

Obwohl der Hinterreifen noch für einige Kilometer - bis ca. 6.000 - gut gewesen wäre, habe ich ihn im Rahmen der 5.000er Wartung bei km 5.536 wechseln lassen. Dient nun mal der eigenen Sicherheit, gerade bei Regen. Im demontierten Zustand ergab die genauere Betrachtung des alten Hinterreifens, daß die Verschleißmarker an zwei, drei Stellen bereits mehr als nur angekratzt waren. Hätte bei einer Verkehrskontrolle zumindest für eine Mängelrüge ausgereicht.

Habe, nachdem ich meinen Profiltiefenmesser wieder gefunden habe, das Profil des Altreifens nachgemessen. Es waren noch knapp 2 mm Restprofiltiefe vorhanden. Dies hätte dann doch für eine Laufleistung von gut 6.500 km ausgereicht. Siehe hierzu auch August 2011. 

Im Rahmen der 5.000er Wartung wurden unter anderem folgende Arbeiten ausgeführt. Zündkerze neu - mehr zum Thema Zündkerze im Kapitel Wisenswertes -, Luftfilter und Trommelbremse gereinigt, Bremse hinten nachgestellt, Bowdenzüge geschmiert, Getriebeöl- und Bremsflüsigkeitsstand sowie Stärke der Bremsbeläge und -schiebe kontrolliert. Die Einstellung des Vergasers war entbehrlich, da das Zündkerzenbild vorbildlich war und meine LX 50 prima läuft. Die Reklamation des Oberflächenrostes an der Innenseite der Karosserie wurde aufgenommen. Werde meine Vespa mit Hohlraumwachs komplett konservieren lassen. Wäre schön, wenn sich Vespa kostenmäßig hieran beteiligt oder gar die gesamten Kosten übernimmt. Bisher hat Vespa Deutschland automatisiert geantwortet und auf meinen Händler verwiesen. Darüber hinaus kam per e-mail eine Umfrage, wie zufrieden ich mit meiner Anfrage beim Kundenservice von Piaggio gewesen sei. Im Anschluß an die Beantwortung der Umfrage wurde ich auf www.piaggio.com/en weitergeleitet. Eine interessante Seite.


Juni 2011

Vespa Deutschland hat rasch reagiert und meinem Händler Kostenübernahme zugesagt. Nach Entrosten, Grundieren und Lackieren der beiden schadhaften Stellen wurden die gefährdenden Bereiche und die Hohlräume der Karosserie mit Korrosionsschutzwachs behandelt. Kann ich jedem beim Kauf einer Vespa nur empfehlen - siehe auch oben Steinschlagschutzfolie.

Nachdem ich den Auspuff entrostet hatte wurde auch dieser, im ausgebauten Zustand, neu lackiert. Hatte die Möglichkeit mir das ganze in meiner Werkstatt mit anzusehen und hierbei einige interessante und kurzweilige Stunden verlebt - danke Jungs.

11.06.11, 100 Fahrtage, km Stand 6.170,5. Vespa Fahren macht richtig Spaß. Die Laune hierbei wird lediglich durch die mangelnde Rostvorsorge ab Werk etwas getrübt - kann aber vom Händler oder auch in Eigenregie leicht behoben werden. Vespa könnte sämtliche Konkurenten in Grund und Boden fahren, würde hier bereits ab Werk etwas mehr in Sorgfalt und Vorsorge investiert. In Bezug auf Ergonomie, Agilität, Fahrstabilität, Alltagsnutzen,Tourentauglichkeit und Zuverlässigkeit braucht sich eine Vespa vor keinem Konkurrenten verstecken - trotz des hohen Preises.

Vorschlag an Vespa / Piaggio: Die bei der Produktion regelmäßig hinter dem Handschuhfach oder unter dem Trittbrett vergessenen Schrauben, Muttern oder Kabelbinder einsparen und stattdessen ein paar Cent mehr in Lackierung und Hohlraumkonservierung stecken. Kostet unter dem Strich kaum mehr, dient aber der Langzeitqualität. Übernehme diese Aufgabe gerne ;-)

:-) Weniger geht offensichtlich immer. Auf den letzten 149,5 gefahrenen km ein Spritverbrauch von 3,277 Litern auf 100 km. Das ausgerechnet auf der Fahrt nach Schleusingen und retour sowie mit zu geringem Luftdruck auf dem Hinterreifen - siehe Kapitel Vespa / Touren & Treffen. Ideales Fahrwetter 16 - 20 Grad Celcius und trocken.

So auch beim Ölverbrauch. Erst nach 1.778,2 km verlangte meine LX wieder nach einem Liter Motul. Dies bedeutet lediglich 0,56 Liter auf 1.000 km.

Damit sollte meine Vespa die geringst möglichen Verbrauchswerte in Bezug auf Benzin und Öl erreicht haben. Noch weniger wäre phantastisch und würde mich überraschen.

Temperaturen in Richtung 30 Grad Celcius und darüber hinaus mag meine Vespa nun gar nicht. Nimmt man die erreichbare Geschwindigkeit als Referenzgröße, so muß man bei Temperatuten +/- 30 Grad Celcius mit etwa 10 % Leistungsminderung rechnen. Kleinvolumige, luftgekühlte Vergasermotoren reagieren auf die sehr warme und damit dünnere Luft spürbarer, als Motoren mit größerem Hubraum. Mehr zum Thema Hubraum siehe Kapitel Wissenswertes.


Juli 2011

Die ersten 7.500 km sind erfolgreich absolviert mit einem sensationell niedrigen Spritverbrauch von nur 3,27 Liter auf 100 km, erzielt auf einer Fahrstrecke von 152,6 km.

8.37x,x km. Nach etwa 20 km Fahrt bei starkem Regen und kurzer Gaswegnahme verschluckt sich meine LX bei erneutem Gasgeben regelrecht und verliert spürbar an Fahrt. Anschließend stottert sie beim Anfahren und Gasgeben in verschiedenen Geschwindigkeitsbereichen und nimmt sekundenlang kein Gas an. Folgende Vermutungen stehen nun im Raum. Zuerst die beiden harmlosen - Aussetzer durch Feuchtigkeit in der Zündanlage oder Unterbrechung der Spritzufuhr auf Grund Verunreinigung des Vergasers. Weniger schön wären - Kolbenklemmer oder ein defekter Katalysator. Da meine LX nach mehrstündiger Standzeit wieder ohne Schwierigkeiten läuft, um nach weiteren gut 20 km im Regen und kurzer Standzeit an einer Ampel erneut oben beschriebene Aussetzer zu zeigen, spricht, aus meiner Sicht, sehr viel für ein Problem der Zündanlage bei / mit Nässe. Wird meine Werkstatt, im Rahmen der Garantie, überprüfen und instandsetzen.

Ursächlich für die Aussetzer war mangelnde Spritzufuhr. Allerdings nicht durch Verstopfung des Vergasers, sondern weil der Bezinhahn und der Unterdruckschlauch vom Vergaser zum Bezinhahn undicht waren. Hierdurch wurde Feuchtigkeit angesaugt, was zur Bildung eines sulzigen Propfens im Unterdruckschlauch geführt hat. Dies hatte zur Folge, daß die Spritzufuhr zum Vergaser zeitweise unterbrochen war. Neuer Benzinhahn und -schläuche werden über Garantie abgewickelt. Reparatur war zwar etwas aufwendig, jetzt läuft die Kleine aber wieder einwandfrei - Danke Nobs.

Erfreulicher (Neben-) Effekt vorbeschriebener Reparatur - meine Vespa startet besser, läuft insgesamt ruhiger und verfügt über einen etwas besseren Durchzug. Der Defekt am Benzinhahn bzw. Unterdruckschlauch war wohl schon länger vorhanden.

8.888 km mit viel Spaß und Fahrfreude absolviert. Spritverbrauch über mehr als 200 km bei knapp unter 3,27 Liter auf 100 km und erst nach 1.782,9 km erneut einen Liter 2 Takt Öl nachgefüllt, was erneut nur 0,56 Liter auf 1.000 km entspricht.

Ein seit den Zeiten der Vespa ET 2 / 4 (ab 1996) bekanntes Leiden hat nun auch meine LX 50 ereilt. An dem Falz zwischen Beinschild und Trittbrett reißt der Lack beiseitig auf etwa 5 bis 10 cm Länge ein. An dieser Stelle sind die beiden Teile der selbstragenden Karosserie miteinander punktverschweißt. Diese Schweißnaht ist mit einer Dichtmasse abgedichtet, über die letztendlich lackiert wird. Durch die beim Fahren auftretenden Kräfte kommt es u.a. an der Nahtstelle zwischen den beiden Karosserieteilen zu Verwindungen und damit zu den Rissen im Lack. Nach Auskunft meiner Werkstatt, sei dies ein bekanntes Problem, welches aber nur sehr aufwendig instandzusetzen wäre. Es sei noch kein Fall bekannt geworden, in dem durch die Lackrisse an oben beschriebener Stelle Rost an der Karosserie entstanden wäre. Es gäbe keine moderne Vespa, die, ab einer gewissen Laufleistung, nicht dieses Problem hätte. Auch wenn es nicht zu Rostbefall an dieser kritischen Stelle kommt, so kommen doch insgeheim Zweifel an der Langzeitqualität meiner Vespa auf.

Die Freude über den abermals niedrigsten Spritverbrauch von nur 3,20 Liter auf 100 km ist durch vorbeschriebenes Problem allerdings nachhaltig getrübt. In Bezug auf den Spritverbrauch zu vermerken ist, daß die niedrigen Werte jeweils auf langen Touren erreicht wurden, auch im bergigen Geläuf.

Auch mit einem Tag Abstand und trotz der Bestätigung aus berufenem Munde, daß es an besagter Stelle zwischen Beinschild und Trittbrett wohl nicht zu Rostbefall kommen wird, ist es für mich absolut unverständlich, warum sich Vespa / Piaggio des einzigen wirklich vorhandenen Mängelpunktes an modernen Vespa - und dies kann ich nach fast 10.000 gefahrenen km in weniger als 6 Monaten sehr wohl beurteilen - der schludrigen Verarbeitungsqualität von Lackierung und Karosserie - in Bezug auf Rost- und Steinschlagschutz -, was durch überschaubaren, um nicht zu sagen geringen Kostenaufwand von vorn herein zu vermeiden wäre, nicht annimmt und diesen ein für alle mal ausmerzt. Vielleicht hilft dabei ein Blick in die Seele eines Vespa Fahrers / Fans. Ein überzeugter Vespa Fahrer kauft sich eher noch eine zweite oder gar dritte Vespa. Ein enttäuschter Vespa Fahrer gibt seine Vespa bei der Konkurrenz in Zahlung und kehrt dem Piaggio Konzern für immer den Rücken zu. Komme mir damit allerdings vor, wie der Prediger in der Wüste - Schade :-(

 

 

Nicht nur die modernen smallframe, sondern auch die modernen largeframe Vespa weisen den Falz zwischen Beinschild und Trittbrett auf und folglich auch die Risse im Lack an dieser neuralgischen Stelle. Allerdings liegt diese bei GTS & Co. tiefer als bei LX & Co. und ist damit eventuellem Spritzwasser vom Vorderrad direkter ausgesetzt. Dies würde auch erklären, daß sich bei zwei von zwei GTS von Vespa Freunden an dieser Stelle bereits die braune Pest eingenistet hat. Hoffe, daß meine Vorsorge durch Aufbringen von Hohlraumwachs hilft, Rostbefall zu verhindern. Es ist, aus meiner Sicht, ein Armutszeugnis für Vespa, daß deutlich weniger als fünf Jahre alte Vespa bereits mit Rost an der selbsttragenden Karosserie zu kämpfen haben. Da scheinen die Rohrrahmen Plasteroller deutlich resistenter zu sein. Mein Unverständnis und meine Enttäuschung sind um so größer, als eine gute Rostvorsorge heute zu Tage problemlos und kostengünstig machbar ist. Vespa verspielt in diesem Punkt sein ganzes Renommee aus alten Tagen. Wie man es besser machen kann zeigt die Neuauflage der Lambretta, bei deren Chassis verzinkte Stahlbleche zum Einsatz kommen - siehe Kapitel Blechroller.


August 2011

Habe inzwischen eine LXV 50 (1. Serie) mit ähnlicher Laufleistung wie meine LX 50 näher unter die Lupe nehmen können. Zu meiner Enttäuschung hat diese LXV 50 an besagter Stelle bereits Rost angesetzt. Bin mal auf die Wirkung meiner Prophylaxe sowie die Rückmeldung von Vespa / Piaggio in Bezug auf meine Reklamation gespannt. Bei einer nochmals älteren ET 2 mit der Hälfte der Laufleistung meiner LX 50 und einer ET 4 mit vergleichbarer Laufleistung habe ich allerdings keine Risse und folglich keinen Rost an besagter Stelle gefunden. Dies liegt mit großer Sicherheit daran, daß bei den ET 2 und 4 noch keine Wasserbasislacke zum Einsatz gekommen sind, sondern Acryllacke Anwendung fanden. Neben Hohlraumwachs zur Vorbeugung bzw. Konservierung habe ich den Tipp erhalten, Owatrol Oil www.owatrol.com zu verwenden - Danke Franz.

Nachdem ich nun eine Woche lang mit meiner Enttäuschung und meinem Ärger in Bezug auf die mangelhafte Rostvorsorge an meiner LX 50 gehadert und erfolgreich nach einer Alternative zu meiner Vespa - einem Aprilia Scarabeo 125 i.e. - gesucht habe, habe ich mich entschieden, meiner Vespa die Treue zu halten. Dies um so mehr, als meine LX 50 prima läuft und wir in 6 Monaten gemeinsam fast genau 10.000 km zurückgelegt haben und dabei viel Spaß hatten. Werde dennoch den Scarabeo als Zweitroller im Auge behalten, - gehört übrigens auch zum Piaggio Konzern - da ich auf ihm auch hervorragend Platz finde.

Habe inzwischen etwas mehr als 10.000 km an nur 155 Fahrtagen - innerhalb von 6 Monaten und 1 Woche - mit meiner Vespa zurückgelegt. Außer meiner Sorge wegen der mangelhaften Rostvorsorge ist alle prima. Bin ursprünglich von einer Laufleistung von gut 1.000 km pro Jahr ausgegangen. 3.000 km pro Jahr erschienen mir vollkommen utopisch. Nun sind es, in nur einem halben Jahr, bereits mehr als 10.000 km geworden. Es werden hoffentlich noch viele km mehr werden. 2011 ist mein Vespa Jahr. Übrigens hat meine Frau meiner Vespa den Namen Emma gegeben.

 

 

Ob es nun an dem Namen liegt oder der Tatsache geschuldet ist - was nicht sein dürfte - , daß ich statt Super Plus die letzten beiden Tankfüllungen Super getankt habe, weiß ich nicht. Meine LX 50 scheint sich nach der 10.000er Wartung, zumindest aber nach einer fachkundigen Hand am Vergaser zu sehnen. Sie springt erst nach 2 - 4 Startversuchen an, die Fahrleistungen - vor allem am Berg - sind eher mäßig, dafür verbraucht sie gut 0,3 Liter auf 100 km mehr Sprit. Hatte ich so ähnlich schon mal im Februar bei einer Laufleistung von ca. 400 km. Mal schaun, was Nobs da machen kann. Möchte die Wartung noch etwas hinauszögern, um dann bei ca. 12.000 km gleich einen neuen Hinterreifen aufziehen und einen neuen Antriebsriemen montieren zu lassen. Das Hinterradgetrieböl hält bis dahin auf jeden Fall - die LX 50 4T 4V muß ja auch nur alle 6.000 km zur Wartung - und die Variatorrollen sind spürbar auch noch in Ordnung. Da ich auf Grund der hohen Fahrleistungen ohnedies mehrmals pro Jahr bei der Wartung bin, hat meine Werkstatt mit der Verlängerung des Wartungsintervalls kein Problem, zumal ich den Antriebsriemen wie den Riemen der 2-Taktölpumpe deutlich vor der vorgegebenen Laufleistung wechseln lasse. Dies macht grundsätzlich Sinn, wenn der Antriebsgehäusedeckel, wegen des Austausches der Variatorrollen, ohnedies demontiert werden muß. Darüber hinaus habe ich dann auf längeren Touren ein besseres Gefühl.

Die Reifen weisen vorne gut 3,5 mm und hinten knapp 3 mm Restprofiltiefe auf. Werde den Hinterreifen diesmal versuchen bis zur Wartung bei ca. 12.000 km, was dann 6.500 km für den Reifen bedeutet, zu fahren. Der Vorderreifen wird vermutlich bis zu einer Laufleistung von mindestens 15.000 km durchhalten.

Wie auch immer es zu erklären ist - nach zwei Tankfüllungen Super Plus und einer Tour von gut 130 km läuft meine LX wieder wie in den besten Tagen. Auch der Spritverbrauch hat sich normalisiert - freue mich einfach nur.

Bei km 10.613 hat die Ölkontrolleuchte erneut nach Nachschub geleuchtet. 1.783,4 km mit 1 Liter Motul 2 Takt Öl, oder 0,56 Liter auf 1.000 km - paßt.

Km 10.700, habe mich zu früh gefreut. Komme keine größere Steigung mit vernünftiger Geschwindigkeit rauf. Heute hat mich ein mit zwei Personen besetzter 50er Roller am Festungsberg fast überholt. Konnte ihm auf der Geraden zwar deutlich davon fahren, aber bei der Steigung zum Flugplatz hat er mich sofort wieder eingeholt - meiner LX 50  fehlen gut 10 km/h am Berg. Dafür verbraucht sie mit fast 3.7 Liter auf 100 km erneut 0,3 Liter zuviel. Die Geschwindigkeit auf der Geraden ist in Ordnung. Werde die Wartung, entgegen ursprünglicher Planung, nun wohl doch früher durchführen lassen.

Die Leistung am Berg ist inzwischen eine Katastrophe. Komme den Judenberg nur mit Mühe und den Festungsberg, die letzten 100 Meter unterhalb der Veste, fast gar nicht hoch. Muß anhalten und mit Schwung erneut anfahren. Auch das Anspringen des Motors, ob kalt oder warm, erfolgt mehr nach dem Prinzip Zufall, denn zuverlässig. Meine Kleine scheint zu fett zu laufen bzw. in gewissen Fahrsituationen zu überfetten. Spritverbrauch zwischen 3,7 und 3,8 Liter auf 100 km und damit deutlich zu hoch. Bei kühlen Temperaturen auf der Geraden läuft sie, wie vom Teufel gejagt. Im Idealfall ist nur eine Vergasereinstellung von Nöten. Könnte aber auch ein defekter Auspuff sein. Macht schon seit einiger Zeit durch Klappergeräusche auf sich aufmerksam - ein bekanntes Problem bei Langstrecken- und Vielfahr- Vespa.

Habe bei km 10.932,4 die 10.000er Wartung durchführen lassen. Luftfiltereinsatz und Vergaser wurden gereinigt, Bremshebel und Lenkkopflager geschmiert, Bremsflüssigkeit, Hinterradgetrieböl und Antriebsriemen gewechselt sowie die Hinterradbremse nachgestellt. Darüber hinaus hat Nobs die Kanten der Kupplungsbeläge mit einer Feile angeschrägt und die Flächen der Belege mit Schmiergelpapier etwas aufgerauht. Die Variatorrollen haben keine erkennbaren Abplattungen und die Zündkerze ist auch noch tadellos. Ob der Auspuff in Ordnung ist, wird erst eine ausgiebige Testfahrt nach der Wartung ergeben. Der Grund für die Leistungsschwäche am Berg könnte der verdreckte Luftfilter oder der Unterdruck Benzinhahn sein, dessen Membran nach längerer Fahrt mit hoher Leistung manchmal bergauf nicht genung Druck aufbaut. Die Bremsflüssigkeit habe ich wechseln lassen, da meine Vespa Modelljahr 2009 und die Bremsflüssigkeit damit zwei Jahre alt ist. Der Antriebsriemen hätte spätestens bei km 15.000 gewechselt werden sollen und damit nach nur weiteren 4.000 km. In der Breite hatte der Antriebsriemen einen Verschleiß von gut 1 mm.

Wie befürchtet ist der Lack an der Nahtstelle zwischen Beinschild und Trittbrett weiter gerissen. Also weiterhin Prophylaxe mit Hohlraumwachs versuchen. Wie es ohne Vorsorge aussehen kann, konnte ich an einer ET2 sehen, bei der der Lack über die gesamte Breite der Nahtstelle gerissen ist und dort fast überall Rostspuren aufweist. Die Laufleistung dieser in Summe recht ungepflegten ET2 lag bei knapp unter 15.000 km. Aber auch eine gut gepflegte ET4 mit etwas mehr als 14.000 km auf dem Tacho hat die Risse an der neuralgischen Stelle. Eine weitere ET4 mit fast 20.000 km hat bereits dicke Rostblasen unter dem Lack am Trittbrett. :-(

Bei km 11.100 ist es amtlich, der Auspuff ist der Grund für die Leistungsschwäche meiner LX 50. Sobald eine Steigung steiler wird, fällt die Geschwindigkeit rapide ab. Auch das Gaswegnehmen und erneute Aufdrehen des Gashahnes bei etwa 30 km/h bringt keinen Erfolg. Die Geschwindigkeit fällt auf 20 km/h ab und meine Vespa fühlt sich wie zugeschnürt an. Der Auspuff, der seit geraumer Zeit vernehmlich rasselt und klappert, wird über Gebühr heiß und tut sich hörbar schwer, die Absage auszustoßen. Ein bei Vespa bekanntes Problem und vermutlich durch losgerüttelte Kat- oder Blechteile verursacht, die bei Erwärmung das Ausströmen des Abgases behindern. Unerfreulicher Nebeneffekt, der Spritverbrauch liegt zwischen 3,7 und 3,8 LIter auf 100 km - Tendenz steigend. Bekomme einen neuen Auspuff und hoffe auf Kostenübernahme durch Vespa im Rahmen der Garantie. Laut Vespa hat meine LX 50 in zu kurzer Zeit bereits zu viele km, deshalb keine Garantieleistung - auch ne Logik, offensichtlich sollen Vespa nicht soviele km bewegt werden ;-(

Steile Steigungen außen vor gelassen, läuft meine LX 50 nach der 10.000er Wartung - je nach Fahrsituation - gut 2 bis 5 km/h schneller als vorher :-) und startet wieder ohne Probleme.

Km 11.234,1 der neue Auspuff ist montiert. Wie sich der Spritverbrauch entwickelt, werden die nächsten 200 - 300 km ergeben. Meine LX 50 hat, noch mit dem alten Auspuff, den bisher höchsten Verbrauch mit 3,85 Liter auf 100 km erzielt. Sollte wieder deutlich weniger werden. Mit dem neuen Auspuff ist der Fahrspaß aber wieder da. Läuft prima :-). Daran ändert auch der Defekt am Anlasservorgelege nichts, der bei km 11.280 aufgetreten ist. Der Freilauf ist verklebt und wird auf Garantie getauscht.

Auch wenn einige der Einträge in den Monaten Juli und August nicht so positiv sind, so ist das alles nicht dramatisch, sondern normaler Verschleiß, dem auch andere Roller unterliegen. Die bisherige Fahrleistung meiner LX erreichen viele andere 50er Roller erst nach vielen Jahren. Würde mir deshalb, trotz der Rostgeschichte - siehe oben - immer wieder eine Vespa LX oder eine Vespa GTS kaufen. Das Gesamtpaket paßt einfach und macht riesig Spaß. Andere bisher von mir Probe gefahrene Roller kommen da nicht ran, schon gar nicht an das Platzangebot und die Ergonomie.


September 2011

Der Spritverbrauch hat sich wieder bei etwa 3,50 Liter - nur Langstrecke - und  3,70 bis 3,80 Liter - mit Kurzstrecke - auf 100 km eingependelt. Verbrauchswerte darunter werde ich nicht mehr erreichen, da ich den Vespa Serienauspuff durch einen Sito Plus Auspuff mit E-Kennzeichnung habe ersetzen lassen. Dieser ist für den Straßenverkehr zugelassen und bringt dennoch gut 10 % mehr Leistung gegenüber dem Vespa Serienauspuff sowie ein spürbar deutlich höheres Drehmoment. Für diese Leistung ist der Spritverbrauch absolut in Ordnung. Die Spannbreite des Spritverbrauchs auf 100 km lag, während der letzten knapp 13.000 km, zwischen 3.20 und 3,85 Liter.

Der Ölverbrauch hingegen hat sich auf  0,52 Liter pro 1.000 km reduziert, konkret 1.909,3 km mit einem Liter 2 Takt Öl.

Der zweite Hinterreifen hält inzwischen seit über 7.000 km und hat noch gut 2 mm Restproifiltiefe. Wird wohl Richtung 8.000 km halten. Werde dann aber auch den Vorderreifen wechseln lassen, obwohl dessen Restprofiltiefe noch für einige tausend  km gut ist. Allerdings haben sich am Vorderreifen, durch die geringe Belastung, Zägezähne gebildet, was zu einem leicht unruhigen Lauf des Vorderrades führt.

Leider ist der passende Hinterreifen von Michelin - Pilot City - erst wieder Ende Oktober lieferbar. Michelin hat nach eigenem Bekunden dieses Jahr einfach zu wenige Reifen produziert. Werde deshalb übergangsweise einen Michelin SM 100 hinten aufziehen lassen und diesen zusammen mit dem Vorderreifen im nächsten Frühjahr gegen einen Komplettsatz Michelin Pilot City austauschen. Alternativ wäre ein Komplettausch auf Heidenau K58 vorne und K62 hinten. Sind aktuell verfügbar, mir im Vergleich zu den Michelin Pilot City aber zu teuer.

Der Michelin SM 100 hat zwar nicht ganz die Qualitäten des Michelin Pilot City, aber für die nächsten gut 3.000 km wird er seinen Zweck erfüllen. War als Michelin VM 100 S im übrigen Erstausrüsterreifen der Vespa ET2 und ET4.


Oktober / November 2011

Nach 8.180 km war der 2. Hinterreifen - Michelin Pilot City - reif zum Austausch, hat damit aber deutlich länger gehalten als der erste Hinterreifen. Restprofiltiefe z.T. nur noch 1 mm und damit am gestzlichen Limit für 50 ccm Zweiräder.

Die Erfahrungen mit dem Michelin SM 100 nach über 2.000 gefahrenen km sind - von einer Ausnahme abgesehen - durchweg positiv, wenn auch nicht so gut, wie mit den Michelin Pilot City. Die SM 100 sind etwas härter von der Gummimischung her und deshalb nicht ganz so geschmeidig über Kanten und Verwerfungen im Straßenbelag federnd wie der Michelin Pilot City. Im Vergleich zu diesem soll der SM 100, laut Michelin internen Vergleichsstudien, etwas weniger Naßgrip, sprich Haftung, aufweisen. Ist mir bis jetzt (Temperaturen um die zehn Grad) allerdings noch nicht negativ aufgefallen. Nur bei sehr niedrigen Temperaturen (um die null Grad) vermittelt der Michelin SM 100 in der Tat etwas weniger Grip, als der silicaverstärkte Michelin Pilot City. Kommen aber sehr kalte Temperaturen und feuchten Straßen zusammen, werden die SM 100 leider sehr tückisch - siehe auch Kapitel Wissenswertes.

Bei km 14.514,8 nach 1.982,6 gefahrenen km will meine Vespa erneut einen Liter Motul 100 Motomix 2T. Damit hat sich der Ölverbrauch auf 0,50 Liter pro 1.000 km reduziert.

Nicht nur 16.000 km Gesamtkilometer, seit dem 20.11.2010, sondern über 16.000 gefahrene km mit meiner Vespa LX 50 2T FL in diesem Jahr - seit dem 07.02.2011. Bin mal gespannt, wieviele km es in diesem Jahr noch werden, bevor mich Schnee, Eis und Streusalz zur Winterpause zwingen. Auf den derzeit zum Teil auch tagsüber gefrorenen Straßen ensteht, gerade in Kurven, doch die ein oder andere kritische Situation - besonders mit dem Michelin SM 100 auf der Hinterachse. Im Vergleich dazu ist der Michelin Pilot City um Klassen besser und sicherer. 

Auf einer Strecke von 174,9 km hat meine LX 50 mit 3,865 Liter den bisher höchsten Spritverbrauch auf 100 km eingefahren. Läuft zwar prima, aber kurze Strecken und kalte Temperaturen fordern ihren Tribut.

Km 16.471,3 nach gefahrenen 1.944,3 km hat meine LX 50 wieder Öldurst. Dies entspricht einem Verbrauch von gut 0,51 Liter 2 Taktöl auf 1.000 km.

Da in den letzten Tagen die ersten Streufahrzeuge die Straßen bereits wieder mit Streusalz bereichert haben, habe ich mich schwerren Herzens entschieden meine Vespa Saison in diesem Jahr zu beenden, denn Streusalz mag eine Vespa so gar nicht. Nach gründlichem Abwaschen mit reichlich Wasser, Pflege der Chromteile und Lackpolitur mit Wash & Wax von Motul www.motul.de, beginnt nun das lange Warten auf den Start zur nächsten Saison.

Bei der ausgiebigen Pflege mußte ich leider feststellen, daß sich jemand mutwillig an meiner Vespa zu schaffen gemacht hat. Anders läßt sich ein Lackratzer an der oberen Lenkerverkleidung hinter der Sportscheibe nun mal nicht erklären - sterben denn solche Idioten niemals aus? Keine Achtung und Respekt vor dem Eigentum anderer!

Bei 16.628,9 Gesamtkilometer ergibt die Bilanz der gefahrenen km im Jahr 2011 genau 16.497,9 km.

Habe nach drei Tagen richtig Vespa Entzug. Wenn es mein Geldbeutel hergibt, werde ich mir einen Winterroller zulegen, um meine Sucht zu befriedigen. Dabei schwebt mir ein Aprilia Sport City One oder Scarabeo 50 vor. Der Piaggio Liberty ist leider zu klein für mich - Spinnerei! Aber wozu Autofahren, wenn man auch Roller fahren kann ;-) ?


Januar 2012

Quod erat demonstrantum - oder er kann´s nicht lassen (frei nach Pater Brown).

Nicht, daß mich nicht interessiert, was ich letztes Jahr zum Thema Vespa Fahren vor März eines Jahres geschrieben habe. Aber die letzten Tage hat es ordentlich geregnet, die Temperaturen waren im Plusbereich und gestern waren alle Straßen fast komplett trocken. Folglich konnte ich nicht widerstehen und habe meine LX 50 aus dem vorläufigen Winterschlaf befreit.

Der Empfehlung der Vespa Bedienungsanleitung folgend hatte ich Ende November den Benzintank nicht gefüllt - kann ich definitiv nicht empfehlen. Auf Grund des Benzinstandes auf Reserve sprang meine Vespa erst mit dem fünften Versuch an. Offensichtlich hat der Unterdruckbenzinhahn nicht ordentlich fördern können. Habe gleich getankt und Luftdruck geprüft. Dabei gab es zwei Überraschungen. Zum einen haben die Reifen in den letzten sieben Wochen kaum Luft verloren. Auch die Batterie hat beim Anklemmen an das Ladegerät volle Ladung angezeigt. Zum andern war nach dem Tanken klar, daß meine LX 50 den bisher höchsten Spritverbrauch hatte - 4,086 Liter auf 100 km. Werde bei der nächsten Wartung mal den automatischen Choke prüfen lassen.

Die letzten sieben Wochen Standzeit haben dem Auspuff ordentlich geschadet - hat gut Rost angesetzt. Werde deshalb im Frühjahr den Tipp aus den Scooter & Sport Forum ausprobieren, den Pott abschleifen, mit Fertan behandeln und dann mit Hitzeschutzlack neu lackieren. Dauert etwa einen Tag.

Erstaunt war ich, wie dreckig meine Vespa nach nur 80 gefahrenen km war. Besonders Hinterrad und Triebsatzschwinge. Daß das Fahrlicht auch bei Dauergas erst dunkler und dann wieder heller wird und vs., liegt wohl am Spannungsregler. Dieser wird bei der nächsten Wartung geprüft und so defekt, auf Garantie getauscht.

Hoffentlich bald Frühling und kein Streusalz mehr auf den Straßen. Bis dahin ist leider Winterpause angesagt, anders als bei meiner PK, obwohl mir auch bei dieser, trotz derzeit trockener Straßen, die Streusalzreste auf den Straßen Sorge bereiten.


März 2012

Endlich geht die Saison für meine LX wieder los. Nachdem ich die letzten 700 km ausschließlich meine Vespa PK 50 XL gefahren bin, habe ich die Unterschiede zwischen meinen beiden Vespa auf den ersten km deutlich gespürt. Zum einen läuft meine LX deutlich leiser, flotter und auch schneller als meine PK. Auch die Bremsen sind um Klassen besser. Zum anderen hat die LX einen höheren Schwerpunkt, was in (den ersten) Kurven deutlich nachteilig zu spüren ist.

Auch vermittelt der Michelin SM 100 auf der Hinterachse meiner LX weitaus weniger Vertrauen, als die SM 100 auf beiden Achsen meiner PK. Deshalb werde ich bei der anstehenden Wartung meiner LX 50 auf einen komplett neuen Satz Michelin Pilot City wechseln. Hätte zwar lieber die brandneuen Michelin City Grip, nur habe ich den Satz Pilot City bereits seit Herbst im Keller liegen.

Bei der Wartung werde ich neben dem Wechsel des Getriebeöls, die Variogewichte und den Ölpumpenriemen austauschen sowie den elektrischen Choke und den Spannungsregler prüfen lassen. Zündkerze ist bereits erneuert.

Die Winterpause hat der Sito Plus leider gar nicht gut überstanden, kaum eine Stelle ohne Rost.

Abermals hat meine LX 50 mit knapp 4,2 Liter auf 100 km den höchsten Spritverbrauch während der letzten 16.768,6 km realisiert. Gut, sie läuft prima, aber das ist dann doch etwas zuviel des Guten.

Der hohe Spritverbrauch hat sich wieder auf unter 3,8 Liter pro 100 km normalisiert und die ersten 17.500 km sind bestens absolviert. Meine LX 50 2T fährt wie am ersten Tag - nur ein bißchen besser :-)


April 2012

Sie mag eindeutig Touren. Auf der ersten längeren Tour in diesem Jahr hat mich meine LX 50 2 T mit einem "traumhaft" niedrigen Spritverbrauch von 3,42 Liter auf 100 km belohnt - trotz jeder Menge Steigungen.

Und so ganz neben bei haben wir Ostern, trotz Schneefall und eisiger Temperaturen, die ersten 18.100 km "voll" gemacht.

Im Rahmen der Wartung bei km 18.174,5 wurden der Luftfiltereinsatz und das Antriebsgehäuse innen gereinigt, die Beläge der Kupplung angeschrägt und aufgerauht, der Ölpumpenriemen, die Variogewichte und das Anlasservorgelege erneuert sowie ein neuer Michelin Pilot City aufs Vorderrad aufgezogen und das Vorderrad gewuchtet.

Der alte Vorderreifen war nicht nur ausgewaschen und ausgehärtet, sondern hat zwischen den Profilblöcken bereits feine Risse aufgewiesen und war an einigen Stellen fast bis zur Verschleißgrenze abgefahren. Läuft jetzt viel geschmeidiger und ruhiger.

Die vorderen Bremsbeläge sind noch ausreichend stark, die Hinterradbremse wurde nachgestellt. Das Hinterachsgetriebeöl wird beim anstehenden Wechsel des Hinterreifens in ca. 3.000 km gewechselt und die hinteren Bremsbeläge kontrolliert. Die Zündkerze habe ich bei Saisonstart im März bereits erneuert.

Dank der neuen Variogewichte haben auch starke Steigungen ihren Schrecken verloren. Das Anlasservorgelege sowie ein Benzinschlauch wurden auf Garantie ereuert. Die nächste Wartung wird bei ca. km 25.000 stattfinden.

Nach 1.905,9 km hat erneut die Kontrolleuchte für 2 Taktöl aufgeleuchtet. Dies bedeutet einen Verbrauch von 0.52 Liter auf 1.000 km.


Mai 2012

Die ersten 19.000 km sind mit Bravour geschafft. Macht Spaß, wie am ersten Tag. Und trotz großem Mopedschein kommt an dieses Fahrspaßgefühl kein anderes Moped ran, egal ob Motorrad oder Roller. Einzig die große GTS kommt als Alternative in Frage - eventuell 2013 mit 330er Motor wobei auch der aktuelle 278er Motor nicht von schlechten Eltern ist. Beim direkten Vergleich kommt die LX 125 i.e. allerdings noch besser weg, da ich auf ihr einfach besser sitze und mich angenehmer fühle, auch wenn sie nur knapp 11 PS hat - reicht.

Die ersten 20.000 km sind geknackt - Pfingstsonntag zwischen Watzendorf und Seßlach. Könnten aktuell schon mehr sein, nur bin ich die letzten zwei, drei Touren mit dem großen Moped gefahren, um eben damit in Übung zu bleiben.


Juni 2012

Nach 1.763,3 km bei km-Stand 20.151,4 hat meine LX 50 wieder Öldurst signalisiert. Dies bedeutet einen Verbrauch von 0,567 Liter 2 Taktöl auf 1.000 km.

Es werden zukünftig etwas weniger km als bisher mit meiner LX 50 werden, da ich mir noch eine ET4 125 zugelegt habe und für reine Stadt- sowie Anhängerfahrten meine PK 50 XL nutze. 

Der hintere Reifen - Michelin SM 100 - wird wohl noch gut 600 km bis zum Austausch des Hinterachsgetriebeöls halten und dann wieder gegen einen Michelin Pilot City getauscht. Später werde ich die Michelin City Grip aufziehen lassen. Leider gibt es die beiden letzt genannten Michelin nicht in der Vorderradgröße für meine ET4 125 - 100/80-10.


Juli 2012

Leider lädt das Wetter in diesem "Sommer" alles andere als zum Touren ein und es gibt einige Verpflichtungen mehr als im letzten Jahr. Hoffe, meine LX 50 steht sich nicht die Reifen platt ;-) 

Bin mal gespannt, ob ich dieses Jahr die 25.000 km noch knacke.

So wie es aussieht, werde ich die 25.000 km in diesem Jahr nicht mehr schaffen, zumal mir gestern ein Busfahrer die Vorfahrt genommen hat, ich gestürtzt bin und mir eine Fraktur des tuberculum majum zugezogen habe - siehe auch Kapitel Vespa / PK 50 XL AE.

Nach Einschätzung des Unfallchirurgen darf ich mindestens 6 Wochen lang keine Vespa mehr fahren. Damit rückt das Ziel, die 25.000 km in diesem Jahr noch voll zu machen, in weite Entfernung. Auch meine aktive Teilnahmne an unserem Vespa Jubiläumstreffen fällt leider ins Wasser. Hätte die offizielle Vorstellung meines Vespa Gespannes - PK 50 XL mit Anhänger - werden sollen. Gott sei Dank halten sich die Schäden an meiner PK 50 in uberschaubarem Grenzen. Nur, ob ich mit meiner lädierten Schulter meinen Vespa Bike Port noch rechtzeitig fertig bekomme, kann ich derzeit leider nicht abschätzen.

Kennt Ihr das Gefühl, der ganzen Welt mit dem nackten Hintern ins Gesicht hopsen zu wollen? So geht es mir zur Zeit - herrlichstes Wetter und jede Menge Zeit, da keine anderweitigen Verpflichtungen - nur ich darf nicht Vespa fahren :-(


August 2012

Immer noch Zwangspause - wird wohl fast solange wie die Winterpause dauern. Wobei ich vorhabe, Ende August wieder zu fahren - Daumen drücken. Nur lassen mich die aktuellen Bewegungseinschränkungen zweifeln, ob dies funktioniert.

Ende August wird leider immer unwahrscheinlicher. Die Verletzungsfolgen sind ärger als zuerst angenommen :-( Hoffe nur, dass die Saison dann noch nicht zu Ende ist.

35 Grad im Schatten - herrlichstes Vespa Fahrwetter - und ich kann nicht fahren. Weiß nicht, ob ich eher wütend oder depremiert bin. Alles nur, weil dieser D... nicht geschaut hat.

Werde meine LX wohl erst im September wieder aus ihrem unfreiwilligen Dörnröschenschlaf erwecken und mich bis dahin fahrtechnisch auf meiner ET4 fit machen. Damit die Batterie bis dahin nicht schlapp macht, werde ich sie in den nächsten Tagen an das Ladegerät hängen.


September 2012

Kann es kaum erwarten, meine LX 50, nach über 9 Wochen Zwangspause, wieder zu fahren. Als Belohnung für die lange, unfreiwillige Standzeit "spendiere" ich ihr im Laufe der Woche einen neuen Hinterreifen sowie neues Hinterachsgetriebeöl. Vielleicht kann ich noch einige km mit ihr in diesem Jahr abspulen, auch wenn es nicht die anvisierten 25.000 km werden.

Mit dem dritten Startversuch ist meine LX 50 2T angesprungen - die Batterie hat also durchgehalten. Wie nach der letzten Winterpause hat sich während der mehrwöchigen Pause etwa 1,5 Liter Sprit verflüchtigt - zumindest mußte ich diese Menge mehr nachtanken, als nach den zuvor gefahrenen km angezeigt gewesen wäre. Liegt eventuell an dem zusätzlich gebohrten Entlüftungsloch im Tankdeckel. Allerdings habe ich keinen Spritgeruch wahrgenommen. Die Reifen haben nach der Standzeit gleichmäßig etwa 0,5 bar Luftdruck verloren. Auf der ersten Tour, nach 142 km, lag der Spritverbrauch bei 3,42 Liter auf 100 km. Im Übrigen haben wir die 21.000 km geknackt.

Nach 7.335,6 km bei km-Stand 21.053,2 habe ich am Hinterrad wieder einen Michelin Pilot City aufziehen und bei dieser Gelegenheit das Hinterachsgetriebeöl wechseln lassen. Der Michelin SM 100 wäre zwar noch für einige km gut gewesen, bin aber froh, wieder komplett auf Spitzenreifen unterwegs zu sein. Im direkten Vergleich ist der Pilot City mindestens eine Klasse besser und vermittelt weitaus mehr Vertrauen und Sicherheit. Das Getriebeöl war nach etwas mehr als 10.000 km reif zum Wechsel. Wie immer war der Service und die Leistung von Nobs bei www.reinhardt-kfz.de erstklassig - danke.


Oktober 2012

Mit bis dato 5.000 km in dieser Saison habe ich mit meiner LX 50 nicht einmal ein Drtttel der Laufleistung des letzten Jahres erreicht. Meine PK 50 und meine ET4 125 weisen eine Laufleistung von je 3.000 km in dieser Saison auf. Zusammen immer noch ein Drittel weniger als 2011. Benötige ich dafür wirklich drei Vespa? Antwort eines Freundes: "Warum weniger" :-)

Übrigens, mit etwas Glück überwintern alle drei zusammen mit dem Anhänger in einer eigenen Garage - zumindest so lange, bis im nächsten Jahr der Bikeport steht. Werde in der Garage aber auf die Schutzhüllen verzichten, um darunter keine Feuchtigkeit zu stauen.

Nach 1.724,1 km bei km-Stand 21.878,3 hat sich die Ölkontrolleuchte erneut zu Wort gemeldet und nach 1 Liter Motul 2 Taktöl verlangt. Dies bedeutet einen Verbrauch von 0,58 Liter auf 1.000 km.

22.000 km, sehr zur Freude meiner Tochter, auf dem Weg zum Kindergarten, da sie Papas oranges Rollerchen so mag :-)

Viel mehr km werden es in dieser Saison wohl nicht mehr werden, da einige Kommunen bereits fleißig mit Streusalz um sich werfen - vollkommen unnötig, siehe auch Vespa / ET4 125 M04.


November 2012

Die Fahrleistung mit meiner LX 50 betrug in diesem Jahr, auf Grund des unnötigen Ausbringens von Streusalz durch die Kommunen bereits seit Ende Oktober sowie der unsäglichen Zwangspause in diesem Sommer, lediglich 5.398,1 km. Und damit nicht einmal ein Drittel der Fahrleistungen des Jahres 2011 :-(

Die Gesamtfahrleistung der Saison 2012 - mit allen meinen drei Vespa - betrug mit 13.211,1 km auch deutlich weniger, als in der vorangegangenen Saison.

Nach dem üblichen Prozedere des Einwinterns - siehe Kapitel Vespa / ET4 125 M04 - ist nun Warten auf einen möglichst frühen Saisonstart 2013 angesagt. Inzwischen werden die Batterien geladen und die Chromteile noch versiegelt.


Dezember 2012 / Januar / Februar 2013

Hatte ich erwähnt, daß ich den Winter nicht mag, trotz Weihnachten :-(

Nach dem vielen Regen der letzten Tage und den aktuell trockenen Straßen reizt es, meine LX 50 auszuwintern. Nur wenn des Nachts wieder Streusalz ausgebracht wird, dann ist der Spaß nur von kurzer Dauer. Die Nachtemperaturen lassen dies zumindest vermuten.

Da sich der Winter erneut zu Wort gemeldet hat und wieder ordentlich Salz gestreut wird, bleibt meine LX 50 weiterhin in der Garage.


März 2013

Nach über vier Monaten habe ich meine LX 50 2T FL zum ersten mal wieder richtig gefahren. Wie bereits nach der letzten Winterpause haben sich auch diesmal etwa 1,5 Liter Benzin verflüchtigt. Der Vorderreifen hat etwas mehr Luft verloren, als der Hinterreifen. Auf den ersten 500 m hat meine LX etwas widerwillig Gas angenommen, ist danach aber gerannt, wie weiland am jüngsten Tag. Auch die Startprozedur, nach der Winterpaus am besten per Kickstarter, hat prima geklappt.

Ende März und schon wieder Schneefall - ich krieg die Krise - vor allem, weil weiterhin wohl noch Salz gestreut wird.


April 2013

Km-Stand 22.222,2 auf einer Tour, zusammen mit meiner Familie, zwischen Sambachshof und Altendorf unweit des Grabfeldblickes erreicht. Der Spritverbrauch über eine Strecke von 168,9 km lag bei 3,55 Liter auf 100 km.


Mai 2013

Die km kommen langsamer zusammen, als aus der Vergangenheit gewohnt. Dennoch haben wir am 18.05. km 23.000 geknackt. Nach nur einem Tag Standzeit läßt das Anlasservorgelege im Negativen von sich hören, indem es beim ersten Druck auf den Startkopf nicht das tut, was es soll - nämlich starten. Nach dem zweiten Versuch springt meine LX dann an, um auf den ersten gut 200 m schlecht Gas anzunehmen und zu stottern. Vermute, daß das Vorgelege, obwohl noch keine 5.000 km alt, erneut zeitweise verklebt und der Vergaser mal wieder gereinigt werden muß. Werde ich im Rahmen der Wartung bei km 25.000 erledigen lassen - dann ist auch wieder ein neuer Variomatikriemen fällig.

Darüber hinaus läuft meine LX 50 2T wunderbar. Lediglich der häufige Kurzstreckenverkehr treibt den Verbrauch auf über 3,8 Liter pro 100 km.


Juni 2013

Die schlechte Gasannahme nach dem Kaltstart könnte auch auf einen Defekt des elektronischen Choke hindeuten. 

Bei km 23.593,8 macht die Ölkontrolleuchte, durch zaghaftes Flattern, auf erneuten Öldurst meiner LX 50 aufmerksam. Damit liegt der Verbrauch an 2 Taktöl nach 1.710,1 km bei knapp 0,585 Liter auf 1.000 km.

Auf Strecke, konkret knapp 130 km, verbraucht meine LX 50 2T FL lediglich 3,35 Liter Sprit auf 100 km - ein guter Wert.

Meteriologischer Sommeranfang - die ersten 24.000 km sind abgespult. Der vierte Hinterreifen ist seit etwas mehr als 3.000 km, der zweite Vorderreifen seit 4.900 km montiert. Die Profiltiefe vorne beträgt gut 4 mm, die Profiltiefe hinten knapp 3 mm. In Summe fahren sich die agilen und geschmeidigen Michelin Pilot City angenehmer, als die Heidenau K58 und K62 auf meiner ET4 125, obwohl diese einen Tick mehr Haftung bei Nässe aufweisen.


Juli 2013

24.500 km - was soll ich sagen? Sie läuft phantastisch. Ob die elektrische Kaltstarthilfe nun funktionieret oder nicht, wird die nächste Wartung ergeben.


August 2013

Es ist vollbracht - die ersten 25.000 km :-)

Just der Wert, der von angeblichen Fachmagazinen als kritischer Wert für die Haltbarkeit von 50 ccm 2 Taktmotoren ins Feld geführt wird.

Alles kein Problem. Meine LX 50 2T FL läuft 1á. Sind wohl im Wesentlichen zwei Faktoren. Zum einen im kalten Zustand sowie bergab nicht Vollgas fahren und zum anderen das richtige 2 Takt Öl verwenden. Nicht zwingend teil- und schon gar nicht vollsynthetisches, sondern qualitativ hochwertiges mineralisches 2 Takt Öl, wie das Motul 100 Motomix 2T, welches neuerdings als Motul 100 2T verkauft wird.

Mal sehen, wie viele Fahrtage ich für die nächsten 25.000 km benötige. Die ersten 25.000 km haben meine LX 50 2T und ich an 393 Fahrtagen abgespult, was einem Durchschnitt von 63,61 km pro Tag entspricht. Die längste Tagesetappe hingegen betrug mehr als 260 km.

Während der Spritverbrauch während der letzten 25.000 km zwischen gut 3,2 und 4,2 Liter auf 100 km lag, hat sich der Verbrauch an 2 Takt Öl bei 0,57 Liter auf 1.000 km eingependelt. Alles eine Frage der richtigen Einstellung in einer guten Werkstatt - danke Nobs.

Wartung bei km 25.156,0. Was soll ich sagen - außer Spesen nichts gewesen. Konkret, Bremsflüssigkeit gewechselt, Bremsscheibe und -beläge kontrolliert, Bremshebel und Lenkkopflager geschmiert, Lampe Scheinwerfer und Zündkerze erneuert, Luftfilter gereinigt, Kupplungsbeläge angeschrägt, Variomatikriemen, -rollen und Gleitstücke erneuert, Antriebsgehäuse gereinigt, Hinterradbremse nachgestellt. Und das ganze zu einem Preis, da bekommt man bei einem Mittelklassemoped grad mal einen Hinterreifen - wenn man Glück hat ;-)


September 2013

Läuft und läuft und läuft ... ;-)

Nach 1.811,2 km bei km 25.405,0 mahnt die Ölkontrolleuchte mal wieder zum Nachfüllen vom einem Liter 2 Takt Öl. Dies bedeutet einen Verbrauch von 0,55 Liter 2 Takt Öl auf 1.000 km. Der Spritverbrauch liegt aktuell bei 4,0 Liter auf 100 km, was angesichts der Fahrleistungen noch akzeptabel ist ;-) Allerdings darf man hierbei keinen Quervergleich zu deutlich stärkeren Vespa, wie der GTS 300i.e. oder gar Mittelklasse Mopeds anstellen, die man auch mit gut 4 Liter auf 100 km bewegen kann.


Oktober 2013

Wie bei meiner PK und meiner ET4 hat die Vernachlässigung der Reifenluftdruckkontrolle, auf Grund der inzwischen deutlich reduzierten Fahrleistungen, zu einem deutlich zu niedrigen Luftdruck geführt. Gut vier Wochen zwischen den einzelnen Kontrollen sind einfach zu lange, zumal wenn in dieser Zeitspanne die Temperaturen gut  20 Grad Differenz aufweisen. Werde zukünftig wieder spätestens alle 14 Tage kontrollieren.

Mit dem korrekten Reifenluftdruck kann man mit den Michelin ordentlich schräg fahren und dies bei deutlich besserer Laufkultur im Vergleich zu den Heidenau auf meiner ET4.

Die ersten 26.000 km haben meine LX 50 und ich gemeinsam hinter uns gebracht. Der Hinterreifen weist nach 5.000 km noch knapp die gesetzliche Mindestprofiltiefe auf. Wird wohl noch 500 km halten und ist dann austauschreif. Das der Reifen gut 3.000 km weniger Laufleistung schafft, als das letzte Exemplar, liegt vermutlich daran, daß ich mich, seit dem Besitz des großen Mopedscheins, traue, einen etwas heißeren Reifen zu fahren ;-)


November 2013

Das erste Mal in dieser Saison, daß ich dazu gekommen bin, meine LX 50 zu waschen - und dies kurz vor dem Einwintern. Da ich mit meiner LX 50 in dieser Saison fast nicht bei Regen gefahren bin, hat sich die Verschmutzung in Grenzen gehalten. Dennoch ist eine regelmäßige Pflege alle vier Wochen definitiv besser und zukünftig auch wieder angesagt  - auch wenn die Zeit zum Fahren während der Saison deutlich knapper ist, als in den vergangenen Saisons.

Dennoch habe ich mit meiner LX 50 in der aktuellen Saison bis einschließlich heute (1. November) 4.118,4 km zurückgelegt. Im Vergleich zu meiner ersten Vespa Saison gerade noch ein Viertel der Fahrleistung. Selbst unter Einberechnung der Fahrleistung meiner PK 50 in Höhe von 2.222 km und meiner ET4 125 in Höhe von 4.204 km komme ich nicht annähernd auf die Fahrleistung mit meiner LX 50 in deren ersten Saison in Höhe von knapp 16.500 km.

Da bereits erneut Streusalz auf die Straßen gebracht wird, hat sich die Saison für meine LX 50 2T demnächst wohl erledigt. Mit 4.207,7 km liegt meine LX 50 in der aktuellen Saison knapp unter der Laufleistung meiner ET4 125 mit 4.211 km. 

Km 26.237,3 vorläufige Winterpause. Fahrleistung in diesem Jahr 4.300,3 km. Die Lampe des Abblendlichtes hat sich nach nicht einmal 1.200 km verabschiedet und ist durchgebrannt. Bei den derzeit niedrigen Temperaturen empfiehlt es sich nicht, die Lenkerverkleidung zu demontieren, da die Gefahr recht hoch ist, daß die Kunststoffnasen abbrechen.


Dezember 2013

Sollten sich nicht noch eine paar trockene und streusalzfreie Tage - dann mit meiner PK 50 XL - ergeben, so wird die Gesamtfahrleistung meiner drei Vespa in der Saison 2013 mit 11.032,3 km abermals geringer ausfallen, als 2012 - von der Saison 2011 ganz zu schweigen. Sind zwar immer noch gut 3,7 mal mehr km, als die durchschnittliche Jahresfahrleistung der Mopedfahrer in Deutschland, für mich allerdings etwas zu wenig ;-).

Mal sehen, was die Saison 2014 bringt - fünfstellig wäre schon schön :-)

Leider sind die Straßen, trotz des milden Wetters in den letzten Tagen, nicht Vespa geeignet gewesen. Streusalz in Kombination mit feuchten Straßen, sind nun mal Gift für die Vespa Karosserien.

Ganz anders, zumindest kurzfristig, u.a. an Heilig Abend. Dadurch ist meine Vespa Gesamtfahrleistung in diesem Jahr auf 11.086,3 km gestiegen - meiner PK 50 XL sei Dank ;-).


Januar 2014

Trotz der milden Temperaturen ist an Fahren nicht zu denken. Es liegt einfach zuviel Streusalz auf den Straßen. Wenn diese dann noch feucht sind, dann entsteht eine aggressive Salzbrühe, die jedem Zweirad über Gebühr negativ zusetzt. Deshalb ist jetzt Akkupflege angesagt. Ausbauen, aufladen und die Zellen der Batterie dann mit destilliertem Wasser auffüllen. Wenn nicht gefahren wird, den Akku alle 6 Wochen an das Ladegerät hängen, gilt als ideal zum Erhalt des Stromspenders. Dann hält die Batterie auch mehrere Jahre.

Inzwischen ist leider schon seit 8 Wochen zwangsweise Schlechtwetterpause.

Werde demnächst einen neuen Hinterreifen und eine neue Lampe für den Frontscheinwerfer besorgen, um bei Saisonstart wieder stratklar zu sein. Auch das neue schwarze Versicherungskennzeichen für den 01.03. steht die nächsten Tage an.

Mein Freundlicher hat inzwischen den Lieferanten für die Scheinwerferlampen gewechselt. Sollten jetzt länger halten und der Austausch ist natürlich kostenlos.

Das neue Kennzeichen ist besorgt, nur ist derzeit weder der Michelin Pilot City noch der Michelin City Grip als Hinterreifen lieferbar. Sollte Mitte bis Ende Februar aber wieder anders aussehen. Preiserhöhungen für Rollerreifen stehen aktuell wohl nicht an. Die Michelin sind in den letzten beiden Jahren bereits gut 20% teurer geworden. Dennoch sind die Heidenau, trotz Preisstabilität, immer noch deutlich teurer, als die Michelin.


Februar 2014

Zur Zeit befindet sich immer noch regelmäßig Streusalz auf den Straßen. Dies ist in zweierlei Hinsicht unschön. Zum einen ist Fahren mit meiner LX noch tabu und zum anderen liege ich permanent auf der Nase, was bei regelmäßigem Fahren in der Vergangenheit nicht der Fall war. Es fehlt einfach der Ausgleich, Sonnenlicht und frische Luft. Hoffe, das dies im / ab März besser wird.


März 2014

Das Vespa scheinbar höheren Beistand genießt, hatte ich bereits an anderer Stelle vermutet. Kaum ist der meterologische Frühlingsanfang da, ist das Wetter richtig zum Vespa fahren. Nach Montage des schwarzen Versicherungskennzeichens sowie der voll geladenen Batterie, sprang meine LX 50 beim vierten Startversuch per Elektrostarter an. Den Reifenluftdruck geprüft und aufgefüllt, was dringend geboten war, und nach dem bekannten Stottern auf den ersten Metern, nach längerem Stillstand, läuft meine LX wie ein Uhrwerk. Macht einfach nur Spaß. Wie schon so oft mehr, als mit dem großen Moped. Die Verdunstung des Sprits aus dem Kunststoffbenzintank hat sich erstaunlich in Grenzen gehalten.

Jetzt fehlt nur noch ein neuer Hinterreifen - vermutlich Michelin City Grip, da der Michelin Pilot City leider nicht mehr produziert wird - und eine neue Glühbirne für den Scheinwerfer, da auch der Glühwendel für das Fernlicht seinen Geist aufgegeben hat, dann kann die Saison kommen.

Wie es mit meiner LX 50 weitergeht - demnächst hier.

Nach knapp 26.500 km sind die Tage meiner Vespa LX 50 2T FL in meinem Besitz gezählt - sie steht zum Verkauf.

Eine Entscheidung, die vor knapp zwei Wochen nicht mal ansatzweise denkbar war. Zu den Gründen möchte ich mich an dieser Stelle allerdings nicht äußern - ein kleiner eingeweihter Kreis weiß Bescheid. Hoffe, meine Kleine kommt bald in gute Hände und der / die neue Besitzer/in hat ebenso viel Spaß mit ihr, wie ich.

Ob ich mit www.vespa-coburg.de weitermache, steht noch in den Sternen.

Es wird weitergehen mit meiner homepage. An dieser Stelle herzlichen Dank am Matthias und Frank für Eure aufmunternden Einträge in mein Gästebuch. Es gibt zwar eine Zäsur in Bezug auf meine LX 50, aber dafür geht es mit meiner "neuen" LML Vespa NV SPL 150 - einer indischen PX 150 - in einer anderen Vespa Dimension weiter.

Meine LX führt zur Zeit ein etwas stiefmütterliches Dasein, was mir auch sehr leid tut. Werde sie in der nächsten Zeit wohl kaum noch fahren, da sie nach erfolgter Zwangs-"reparatur" mit gebremsten Schaum nur noch halb soviel Spaß macht.

Da sie zum Rumstehen aber viel zu schade ist, findet sie hoffentlich bald ein neues zu Hause.


April 2014

Da meine Kleine immer noch im Dornröschenschlaf liegt, werde ich die Batterie alle 6 Wochen ans Ladegerät hängen, um den Akku fit zu halten.


Juni 2014

Denke aktuell über einen Umbau auf 125 ccm nach. Eine Unfall LX 125 steht gerade zum Verkauf. Wenn der Preis stimmt ... Wobei der Besitzer nicht wirklich an einem Verkauf interessiert zu sein scheint. Vielleicht sollte ich dies als ein Zeichen nehmen und die Finger davon lassen.


Oktober / November / Dezember 2014

Die Saison ist nun fast rum und meine geliebte LX 50 2T seit Monaten nicht mehr bewegt worden. Werde zum Beginn der nächsten Saison eine Entscheidung treffen müssen, ob ich sie wieder reaktiviere oder schweren Herzens doch verkaufe.

Wobei die letzte Messe hierüber noch nicht gelesen ist. Konnte heute nicht umhin, als meiner LX 50 2T FL ganz sanft die Sitzbank zu streicheln. Das nennt mal wohl Entzugserscheinung, obwohl ich mit ihren Schwestern in dieser Saison wohl wieder 5-stellig unterwegs war. Nur wie heißt es so schön, die erste Liebe rostet nicht. Vielleicht erlaube ich mir auch die Dekadenz und fahre meine LX 50 in der nächsten Saison nur so zum Vergnügen, so hie und da einmal, so ganz wenig... .

Für mich ist es amtlich, ich werde meine LX 50 2T FL im nächsten Jahr wieder aktivieren und auf die Straßen lassen.

Benötige hierzu lediglich einen neuen Hinterreifen und hoffe, daß die lange Standzeit dem Vergaser nicht zu sehr zugesetzt hat und meine LX 50 ohne große Probleme starten wird. Bin mal gespannt, ob der Michelin City Grip in der nächsten Saison lieferbar sein wird. Zum Beginn der laufenden Saison war dies leider nicht der Fall.

Mit km-Stand 26.437,5 und damit beschämenden 110,2 gefahrenen km in dieser Saison, geht der Dornröschenschlaf meiner LX nahtlos in den Witerschlaf über.

Die Gesamtfahrleistung  meiner Vespa beträg in dieser Saison bis dato 11.810,6 km. Davon mit meiner NV/PX  6.618,4 km, mit meiner ET4 125 4.008 km und mit meiner PK 50 XL 1.074 km.  Freue mich auf die neue Saison.

Trotz monatelangem Nichtgebrauch hat die Batterie meiner LX 50 keinen Schaden genommen. Ein Tag am Ladegerät und der Akku ist wieder fit.

Seit dem 20.11.2010 - dem Beginn meiner Vespa Leidenschaft - habe ich 52.737,9 km mit meinen 4 Vespa zurückgelegt. Davon mehr als die Hälfte mit meiner LX 50 2T FL. Bin mal gespannt, wie sich diese Relation in den nächsten Jahren darstellen wird.


Januar / Februar 2015

Vorerst ist die Entscheidung gefallen, meine LX 50 2T FL in der kommenden Saison wieder zu fahren. Habe heute das neue Versicherungskennzeichen, gültig ab 1. März 2015, von der Versicherung geholt :-)

Überlege derzeit, meine Vespa LX 50 2T FL mit einem amtlichen Kennzeichen zuzulassen. Inzwischen ist in Coburg die Buchstabenkombination CO-FL erhältlich. Damit wären die Anfangsbuchstaben der Vornamen meiner vier Kinder möglich. Vorteil des amtlichen Kennzeichen, ich könnte Versicherungsprozente für meine Kinder erwerben. Grundlage hierfür bieten § 3 Abs. 3 FZV sowie § 29 StVO. Mehr demnächst hier.

Werde, auf Anraten eines guten Freundes, erstmal Abstand von dem Ansinnen nehmen, da die Nachteile einer amtlichen Zulassung deren Vorteile überwiegen - danke Franz.


März 2015

Meteorologischer Frühlingsanfang, neues Versicherungskennzeichen und Schneefall - wer braucht denn so was :-(

... und Schnee und Eis und immer noch Unmengen an Streusalz ... .

Nach Überprüfung von Zündkerze und Zündfunken sowie Fluten des Vergasers ist meine LX 50, nach einem Jahr und einem Tag Standzeit, beim ca. 6. oder 7. Versuch per Elektrostarter angesprungen.

Ein unbeschreibliches Gefühl, nach so langer Zeit, wieder mit meiner LX unterwegs zu sein. Jetzt weiß ich wieder, wie es zu meiner Vespa Leidenschaft gekommen ist :-).

Wenn sie wieder "ordentlich" läuft, wird sie mir auch wieder sehr viel Spaß machen. Meine Verkaufsabsichten sind erstmal vom Tisch.

Der Sprit war nach der langen Zeit fast vollständig verdunstet, so daß ich 5,75 Liter nachtanken mußte und die Reifen hatten etwa 0,6 bar zuwenig Luftdruck.

Ein neuer Michelin City Grip für die Hinterhand liegt bereit. Sobald sich der Winter ganz verabschiedet hat, kann es losgehen.

Nach nur 5.399,1 km war bei km 26.452,3 ein neuer Hinterreifen fällig. Der vorherige Michelin SM 100, der bei Nässe und Kälte eine Katastrophe war, hielt zwar 2.000 km länger als der jetzt ersetzte Michelin Pilot City, doch beide sind Geschichte. Bin mal gespannt, wie lange der Michelin City Grip hält. Fahrtechnisch ist der City Grip absolut top. Sehr geschmeidig, super Haftung und äußerst agil - fällt fast von allein in Schräglage.

Wegen der langen Standzeit noch einen Wartungscheck gemacht und dabei neben der Variomatik, die Zündkerze und die Kompression des Motors geprüft. Der Kolben und der Zylinder scheinen noch fit für weitere 25.000 km zu sein.

Gleichzeitig den Auspuff geschwärzt - danke Nobs - und hinter dem Handschufach einen oberflächlichen Rostfleck oberhalb des vorderen Kotflügels beseitigt. Nach dem Wegschleifen zweimal überlackiert und mit Hohlraumwachs versiegelt. Sollte dauerhaft das Wiederaufblühen von Rost an dieser Stelle verhindern.

Obwohl die Lenkerverkleidung demontiert war, habe ich vergessen, die Bremsflüssigkeit wechseln zu lassen. Da diese aber erst vor 19 Monaten gewechselt wurde, werde ich den erneuten Wechsel erst in der nächsten Saison durchführen lassen.

Die nächste Wartung ist bei etwa 30.000 km - Wechsel des Hinterachsgetriebeöls - bzw. 33.000 km - Erneuerung der Rollen der Variomatik - fällig. Der Wechsel des Riemens der Ölpumpe sowie der der Variomatik steht bei km 35.000 an.

Jetzt ist meine Vespa  LX 50 2T FL erst mal wieder fit und ich freue mich auf die kommenden km. Ziel für diese Saison ist, die 30.000 km zu knacken. Km-Stand  26.500 ist bereits überschritten :-)

Auch die Fahrleistung der letzten Saison (110,2 km) haben wir bereits eingestellt ;-)


April 2015

Es geht stark auf Ostern zu - und es schneit und graupelt mal wieder. Vespa Saison sieht irgendwie anders aus. 

Kaum sind bei vorliegenden Witterungsbedingungen leichte Minustemperaturen für die Nacht vorhergesagt, werden wieder Unmengen an Streusalz auf die Straßen aufgebracht. Ich frage mich, ob das wirklich notwendig ist?!

Im direkten Vergleich zu meinen anderen Vespa haben die Federelemente meiner LX 50 inzwischen spürbar nachgelassen. Es fühlt sich alles etwas weich und unterdämpft an.

Im Gegenzug bietet meine LX 50 aber den mit Abstand besten Sitzkomfort aller meiner Vespa für mich. So macht touren, auch mit geringer Geschwindigkeit, so richtig Spaß. Darüber hinaus ist meine LX 50 auch die mit Abstand Leiseste aus meinem "Stall".

Die zweite Tankfüllung nach dem einen Jahr Stillstand hat einen Benzinverbrauch von 3,79 Liter auf 100 km ergeben. Dies liegt auf dem Niveau vor dem "Dornröschenschlaf".

Die 27.000 km sind geknackt und gleichzeitig mehr als 600 km nach dem einen Jahr Fahrpause. Meine LX 50 2T hat sich freigefahren und läuft jetzt wieder ordentlich. Der hintere Michelin City Grip macht sich ebenfalls phantastisch.

Nach genau 1.691,0 km hat sich meine LX bei km 27.102,0 einen Liter des guten Motul 100 gegönnt. Damit ist der Verbrauch an Zweitaktöl zwar leicht auf 0,59 Liter alle 1.000 km gestiegen, liegt aber immer noch deutlich unter den Meßwerten, die in einschlägigen Scooter Zeitschriften publiziert werden.

6,66 Liter Benzin nach 182,6 gefahrenen Langstreckenkilometern nachgetankt - ergibt einen Verbrauch von knapp 3,65 Liter auf 100 km. Ein Wert, der gut in der Mitte aller Benzinverbräuche meiner LX 50 2T FL liegt. Damit schafft meine Vespa locker 200 km Reichweite mit einer Tankfüllung.

Die ersten 1.000 km seit etwas mehr als einem Jahr sind gefahren. Fast die gleiche Strecke ist der Michelin City Grip auf dem Hinterrad im Einsatz. Ein mehr als adäquater Ersatz für den Michelin Pilot City. Ein Spitzenreifen ohne Fehl und Tadel.


Mai 2015

Nach 200,6 gefahrenen km genau 6,98 Liter Benzin getankt. Dies ergibt einen Spritverbrauch von 3,48 Liter auf 100 km :-).

Die 28.000 km sind überschritten. Die gestrige Tour mit meiner Familie war ein Stück weit auch Erinnerung an Günter Luther, verstorben am 11.05.2015 im Alter von 77 Jahren. Günter war nicht nur Teil von Vespa Prima Franken, sondern auch einer der Gründungsväter des ehemaligen Vespa Club Coburg, der am 15.05.2015 sein 55. Gründungsfest hätte feiern können.

31.05.15 - seit langer Zeit mal wieder ein vier Vespa Tag. Mit zwar nur wenigen km, hat aber dennoch Spaß gemacht :-).


Juni 2015

Das Geilste von allem ist das Fahren mit meiner LX - sorry :-).

Bilux Scheinwerfer und Fahren bei Dämmerung mit Wildwechsel vertragen sich nicht so ganz. Wobei es alle 5 Karnickel des heutigen Abends sowie meine Vespa und ich unbeschadet überstanden haben ;-).


Juli 2015

Ebenso, wie der Verbrauch an 2 Takt Öl - siehe April 2015 - ist auch der Spritverbrauch meiner LX mit 3,95 Liter auf 100 km leicht angestiegen.

Von den 6.668,8 km, die ich in diesem Jahr bereits gerollert bin, entfallen 2.398,4 km auf meine LX 50. Damit ist meine erste Vespa, erwartungsgemäß, die Spitzenreiterin :-).

Nach 1.758,1 gefahrenen km hat sich meine LX 50 2T erneut 1 Liter Motul 100 gegönnt. Dies ergibt einen Verbrauch von knapp 0,57 Liter 2 Taktöl auf 1.000 km.

Schock bei km 28.936,2. Nach 184,6 km 7,72 Liter Benzin nachgetankt - bei einem Tankvolumen von ca. 8,5 Liter. Dies ergibt einen Spritverbrauch von 4,18 Liter auf 100km. Bin, bis auf eine 70 km Tour mit zum Teil 17 % Steigung, nur Kurzstrecken bis zu 3 km gefahren - dennoch sind fast 4,2 Liter Kraftstoffverbrauch eindeutig zu viel des Guten und Teuren.

20.07.15 die ersten 29.000 km sind gerollert :-). Außer sehr viel Spaß und einem Jahr Fahrpause sind in den gut 3½ Jahren Fahrzeit unter dem Strich nur Spesen gewesen. So kann es weiter gehen, oder besser rollern ;-).

Mit 3,77 Liter Benzin auf 100 km hat sich der Spritverbrauch wieder normalisiert.


August / September 2015

Sie läuft und läuft und läuft - am 26.08.15 die 30.000 km vollgemacht. Und sie säuft und säuft und säuft - bei der letzten Tankfüllung 4,04 Liter. Vermutlich ist ein neuer Luftfiltereinsatz fällig.

Meine LX 50 2T stellt erneut einen Negativrekord beim Spritverbrauch auf. Aktuell 4,30 Liter Benzin auf 100 km. Also Luftfilter und Zündkerze sowie alle Anschlüsse vom Tank zum Vergaser prüfen. Eventuell ist aber auch der Benzinhahn defekt. Auf jeden Fall muß der Grund für diesen exorbitanten Verbrauch gefunden und abgestellt werden.

Obwohl die Zündkerze erst 4.864 km gelaufen war, habe ich sie bei km 30.020 durch eine neue ersetzt. Der alte Luftfiltereinsatz hingegen war bereits spürbar gesättigt, so daß ich ihn ebenfalls durch einen gut gebrauchten ersetzt habe. Der Benzinhahn funktioniert einwandfrei. Ob all dies zu einem niedrigeren Benzinverbrauch führt, wird sich bei der nächsten Tankfüllung herausstellen.

Wenn ich meine LX nach einigen Tagen Standzeit, aktuell 10 Tage, wieder fahre, erlebe ich erneut das unbeschreibliche Gefühl, wie ehedem, als ich durch meine LX 50 2T vom Vespa Virus befallen wurde.


Oktober 2015

Egal, wie gut und toll irgendwelche Motorräder sind, es geht nichts über das Fahren mit einer Vespa. Schon gar nicht, wenn ich dabei auf meiner LX 50 2T FL sitze.

So ganz nebenbei, während einer schönen Feierabendtour, standen 30.303,0 km auf dem Tacho.

Der Spritverbrauch hat sich nach Ersatz von Zündkerze und Luftfiltereinsatz wieder normalisiert und liegt aktuell bei 3,73 Liter Benzin auf 100 km.

Nach 4.085,2 gefahrenen km in dieser Saison wird es bei km 30.522,7 erstmal eine Fahrpause geben, die vermutlich nahtlos in die Winterpaus übergehen wird.

Damit bin ich mit meinen vier Vespa in dieser Saison bis dato 11.451,2 km gerollert.

Der "goldene" Oktober hat mir, nach dem ersten Schnee am 12.10.2015, noch eine kleine Tour von knapp 70 km gegönnt. Somit hat sich die Fahrleistung meiner LX 50 2T in dieser Saison auf 4.154,9 km und die meiner Vespa zusammen auf 11.573 km erhöht.

Zum Ende dieser kleinen Tour hat sich meine Vespa LX, nach 1.729,5 gerollerten km, bei km 30.589,6 erneut einen Liter Motul 100 2T gegönnt. Dies ergibt einen Verbrauch von knapp 0,58 Liter 2 Taktöl auf 1.000 km.

Da für die nächsten Tage zum Teil noch gutes Wetter vorhergesagt ist, hoffe ich auf noch einige Mehrkilometer.

Übrigens, Ziel für die nächste Saison ist es, die 33.333,3 km mit meiner LX 50 2T FL zu knacken :-).


November 2015

Da der Winter, nach einem kurzen ersten Versuch zur Mitte Oktober, erneut an die Türe klopft, ist es an der Zeit, abermals ein Saisonresümee zu ziehen.

Genau 4.212,6 km haben meine LX 50 und ich in der laufenden Saison unter die Räder genommen. Zusammen mit meinen anderen Vespa und Jane´s Liberty sind es 12.284,0 km in 2015.

Jetzt noch die Batterie ausbauen und die Winterpause einläuten. Anders, als in den vorangegangenen Saisons wird bei schönen Wintertagen nicht eine meiner Vespa, sondern Jane´s Liberty zum Einsatz kommen.

Wie zur Bestätigung der von mir eingeläuteten Winterpause, wurde in der letzten Nacht zum ersten mal in diesem Herbst mit Salz gestreut. Auch der heute gefallene Schnee blieb liegen.

Jetzt beginnt das Warten auf die nächste Saison.


Dezember 2015

Mildes Wetter mit zum Teil trockenen und salzfreien Straßen - traumhaft für einen Dezember. Dennoch bin ich seit eineinhalb Monaten nicht mehr mit meiner LX 50 2T FL gerollert, da an den Wochenenden, neben den notwendigen Erledigungen, meine Kinder im Mittelpunkt stehen.

So wird der nächste Einsatz meiner LX 50 bis zur nächsten Saison warten müssen.

Dank der Heiligabendtour mit meiner PK 50 XL hat sich meine dies jährige Vespa Fahrleistung auf 11.959,1 km erhöht - nicht mitgerechnet die 355,9 km mit Jane´s ehemaligem Liberty.

Wenn der geplante Alt-Jahres-Vespa-Run am 27.12. zum Geburtstag von Josef stattfindet, werden es in diesem Jahr über 12.000 Vespa km werden.

Ein Wert, den ich in der nächsten Saison überbieten möchte - meine tägliche Wegstrecke zur Arbeit hin und zurück bietet sich hierfür geradezu an.

Die Touren mit meiner ET 4 und meiner PK 50 über die Weihnachtsfeiertage haben die Laufleistung meiner 4 Vespa in der Saison 2015 auf 12.141,1 km erhöht.

In den letzten 5 Jahren habe ich 64.879 km mit meinen Vespa zurückgelegt.


Januar 2016

Habe meiner großen Vespa Liebe heute das neue grüne Versicherungskennzeichen, gültig ab März diesen Jahres, gekauft.

Der Start in die neue Saison mit meiner LX 50 2T FL muß allerdings noch etwas auf sich warten lassen.


März 2016

Von Frühling weit und breit keine Spur. Nicht nur, daß der März zu Beginn gefühlt mehr Schnee gebracht hatte, als alle anderen Wintermonate bisher, ist Streusalz das Problem. Das zur Sicherheit aufgebrachte Streugut ist nun mal Gift für unsere Vespa. Deshalb prangt das grüne Versicherungskennzeichen auch noch nicht an meiner LX, die auf ihren ersten Saisonauftritt in diesem Jahr noch warten muss - leider.


April 2016

Nach langen 5 Monaten und 2 Tagen Winterpause die aufgeladene Batterie eingebaut und auf den ersten Starversuch mit dem Elektrostarter ist meine LX 50 2T angesprungen. Die ersten 300 Meter ruckelte sie noch etwas, lief aber dann ruhig zu alt bekannter Höchstform auf.

Meine LX 50 2T FL ist zwar nicht die Schnellste, macht auf ihre Art aber am meisten Spaß. Da verzichte ich gerne auf egal welches Motorrad.

Der Luftdruckverlust in den Reifen betrug vorne und hinten jeweils 0,6 bar. Aus dem Tank sind gut zwei Liter Benzin verdunstet, was einem Gegenwert von etwa 60 km entspricht. Dies ist dem Entlüftungsloch im Tankdeckel geschuldet.

Obwohl Lust auf 300 km sind am ersten Tag nach der Winterpause, aus zeitlichen Gründen, nur knapp 53 km geworden. Dennoch, jetzt ist die Saison eröffnet.

Die im letzten Jahr noch als relativ weich empfundenen Stoßdämpfer vorne wie hinten geben aktuell keinen Anlaß zur Kritik. Meine LX 50 2T macht einfach nur Spaß. Inzwischen stehen 30.802,0 km auf dem Tacho.


Mai 2016

05.05. die ersten 31.000 km sind gemeinsam gerollert. Bis zum selbst gesteckten Saisonziel fehlen nur noch 2.332,8 km - sollte unter normalen Umständen erfahrbar sein :-).

Der hintere Michelin City Grip hat seit März 2015 gut 4.800 km abgespult. Das Laufbild ist sehr schön gleichmäßig und das Restprofil läßt locker auf weitere 2 - 2.500 km Laufleistung schließen. Das Beste, die Fahreigenschaften sind noch genauso gut, wie im Neuzustand.

Ein kurzer Stop bei km 31.560 förderte starken Bezingeruch zu Tage. Ursache hierfür ist ein undichter Benzinschlauch direkt am Benzinhahn. Der Zusatz von Ethanol zum Benzin härtet Benzinschläuche in schnellster Zeit aus, was unweigerlich zu Undichtigkeiten führt.

Auf einer kleinen 100 km Tour durch drei Landkreise und zwei Bundesländer lief meine LX 50 2T, trotz der Undichtigkeit am Benzinschlauch, -hahn, einfach nur phantastisch.

Bei km 31.601,5 einen neuen Benzinschlauch verbaut und der Benzingeruch, -verlust gehört vorerst der Vergangenheit an. Der alte Bezinschlauch hat etwas über 4 Jahre und knapp 13.400 km dicht gehalten.

Das der undichte Benzinschlauch zu einem etwas höheren Benzinverbrauch geführt hat, war zu erwarten.

Nicht zu erwarten war, daß ich bei ca. km 31.645 am hellerlichten Tag einen Wildunfall mit einem Hasen hatte. Dieser lief mir vors Vorderrad und wurde dadurch von unten gegen den Lenkkopf meiner LX 50 geschleudert. Durch den Aufprall auf den Lenkkopf wurde dessen obere Verkleidung rechs am Gasgriff ausgeclipst. Darüber hinaus hat sich zwischen Scheinwerfer und unterer Lenkkopfverkleidung auf einer Länge von ca. drei cm ein kleiner Spalt gebildet. Ob weitere Schäden entstanden sind, wird demnächst eine Demontage der Lenkkopfverkleidung ergeben. Der Mai hätte schöner zu Ende gehen können :-(.


Juni 2016

Eine Demontage der Lenkkopfverkleidung ist entbehrlich. Die Nachsicht bei meinem "Freundlichen" hat keine weiteren Schäden ergeben. Der Spalt zwischen Scheinwerfer und unterer Lenkkopfverkleidung ist unbedenklich, da nur minimal. Lediglich die Halterung der Cruiser Scheibe mußte rechts wieder ganz in die Führung geschoben werden - danke Nobs. Alles in allem noch einmal Glück gehabt.


Juli 2016

Km-Stand 32.222,3 - nur noch 1.111 km bis zum erklärten Saisonziel für meine LX 50 2T FL.

Während einer schönen Tour, im Rahmen unseres Vespazierens zum Italiener Treffen in Mährenhausen, hat meine LX 50 2T bei km 32.281,2 nach einem Liter Motul 2T verlangt. Dies bedeutet einen Verbrauch von 0,59 Liter 2 Taktöl auf 1.000 km, verbraucht auf den letzten 1.691,6 km.


August 2016

Bei all den schönen Vespa Touren hätte ich beinahe den wichtigen Wechsel des Hinterachsgetriebeöls vergessen. Nach über 11.500 gerollerten km erfolgte bei km 32.606,1 der überfällige Ölwechsel. Das reguläre Intervall liegt bei 10.000 km. Dem Getriebeöl war zwar deutlicher Verschleiß anzumerken, dennoch sollte dies für das Hinterachsgetriebe folgenlos bleiben.

10.08.16 Km-Stand 33.000,0 - noch 333,3 km :-).

Punktlandung am 13.08.2016 - am Ende der Tour zu Hause - exakt 33.333,3 km :-).

Der Hinterreifen ist seit nun mehr 6.881 km montiert und weist inzwischen deutliche Auswaschungen auf. Dieses Sägezahnprofil läßt auf einen defekten hinteren Stoßdämpfer schließen. Trotzdem ist die Performance des Michelin City Grip immer noch erstaunlich gut, zumindest im Trockenen. Bei Nässe lasse ich es aber lieber etwas langsamer angehen. Nach weiteren maximal 500 km ist der City Grip allerdings austauschreif. Werde zeitgeich auch vorne auf den Michelin City Grip wechseln. Der Michelin Pilot City, aktuell 15.158,8 km gelaufen und noch für weitere ca. 2.000 km gut, wird leider nicht mehr produziert.

Ob der aktuelle Spritverbrauch von 4,22 Liter Benzin auf 100 km den zum Teil extremen Kurzstrecken geschuldet ist, oder sich so langsam aber sicher ein Verschleiß der Kolbenringe bemerkbar macht, werden die nächsten Touren zeigen. Das der Benzinverbrauch mehr als einen Liter über dem meiner LML liegt, sei nur am Rande erwähnt.


September 2016

War ich immer etwas kritisch, da Michelin den Pilot City aus dem Programm genommen hatte, so bin ich nun "versöhnt". Inzwischen ist meine LX 50 2T vorne und hinten mit den Michelin City Grip besohlt. Und wie bei meiner ET4 ist dies die ultimative Reifenkombination für meine Vespa. Extrem geschmeidig, agil und überaus haftfreudig.

Zeitgleich, bei km 33.683,1, wurden die Bremsbeläge vorne (Sinter) und hinten (organisch) sowie die Bremsflüssigkeit erneuert. Die Beläge hatten zwar noch etwas Fleisch, vorne mehr als hinten, waren aber komplett ausgehärtet und z. T. verglast. Das Bremsvermögen ist nun wieder über jeden Zweifel erhaben und deutlich besser als zuvor.

Gleiches gilt, nach Einbau eines neuen originalen Vespa Federbeins, für die hintere Federung. Ein Unterschied wie Tag und Nacht und wohl etwas überfällig. Und wenn das neue Federbein wieder gut 30.000 km hält ... .

Nach der Demontage der Lenkkopfverkleidung, die bei dem Wildunfall im Mai leider doch einen leichten Schaden erlitten hatte - die Plastiköse, welche die beiden Verkleidungsteile seitlich verklipst, war auf der rechten Seite abgebrochen - wurde noch das obere Lenkkopflager geschmiert.

Der vordere Michelin Pilot City war nach 15.508,6 km noch nicht an seiner Verschleißgrenze angelangt, sondern hätte noch gut 2.000 km gehalten. Der hintere Michelin City Grip war, durch den verschlissenen hinteren Stoßdämpfer, nach 7.230,8 km aber restlos am Ende. Bin mal gespannt, wie lange der hintere City Grip mit intaktem Federbein hält.

Ein gefühlt schlechteres Leistungsvermögen, dafür ein ca. 10% höherer Kraftstoffverbrauch, läßt bei vorliegender Laufleistung folgende Rückschlüsse zu. Zum einen ein Verschleiß der Kolbenringe, zum anderen ein verkokter Auspuff. So oder so werde ich versuchen, die laufende Saison erfolgreich zu Ende zu rollern. Und im nächsten Frühjahr wird mit neuem Zylinder und neuem Auspuff "aufgerüstet".

Der einen Vespa Leid, der anderen Vespa Freud. Nachdem meine PX bei unserem Vespa Prima Franken Ausrollern auf halber Strecke wegen Zündungsproblemen ausgefallen ist, habe ich mit meiner LX 50 2T die ersten 34.000 km voll gemacht.

Nach dem ersten zaghaften Aufflackern der Ölkontrolleuchte bei km 33.995,7 hat meine LX 50 2T FL bei km 34.001,6 einen Liter Motul 2T erhalten. Dies ergibt einen Verbrauch von 0,58 Liter 2 Taktöl auf 1.000 km, erfahren auf den letzten 1.720,4 km.


Oktober / November / Dezember 2016

Zum Ende meiner diesjährigen Vespa Saison ist meine LX 50 2T FL nach 3.503,3 km in die Winterpause gerollert.

In Summe durfte ich in diesem Jahr 13.699,5 km mit meinen Vespa genießen und freue mich bereits jetzt auf den Start in die neue Saison.

Seit Beginn meiner Vespa Leidenschaft sind bisher 78.578,5 (meist unbeschwerte) Vespa Kilometer zusammen gekommen, was einen Ø von 13.096,42 km p.a. während der letzten 6 Jahre ergibt :-).

Die ausgebaute Batterie wird während der Winterpause, nach dem Auffüllen der Zellen mit destilliertem Wasser, alle 6-8 Wochen für jeweils einen Tag ans Ladegerät gehängt.


Februar 2017

Das neue schwarze Versicherungskennzeichen für die neue Saison ab 1. März ist gekauft - wie immer bei der HUK Coburg. Jetzt kann es zügig Richtung Frühlingsanfang gehen.

Die geladene Batterie eingebaut und beim 2. Versuch ist meine LX 50 2T aus dem Winterschlaf erwacht. Hat auf den ersten paar hundert Metern zwar kaum Gas angenommen und folglich keine Geschwindigkeit aufgebaut, kenne ich nach langer Standzeit von meiner LX 50 nicht anders. Vermutlich ist der Vergaser dicht und müsste mal durchgeblasen bzw. freigefahren werden. Leider war für mehr als 400 Meter auf dem Garagenvorplatz keine Zeit. Ob das bereits der Saisonstart ist, werden die nächsten Tage zeigen.


März 2017

Das neue schwarze Versicherungskennzeichen ist montiert - jetzt kann es losgehen. Hoffe, es wird trotz nächtlicher Minustemperaturen kein Streusalz mehr gestreut.

Jetzt hat die Saison tatsächlich begonnen, nachdem die ersten km mit meiner LX 50 2T FL gerollert sind. Sie ist und bleibt, trotz deutlichen Leistungsdefizites, im Vergleich zu meinen "großen" Vespa, eindeutig meine LieblingsVespa. Da paßt einfach alles.

Nach fünf Monaten Winterpause haben die Reifen ca. 0,6 bar Luftdruck verloren und damit das Doppelte der Schlauchreifen meiner PX. Das einiges an Benzin aus dem Kunststofftank diffundiert ist, ist keine neue Erkenntnis. Wieviel es während der Winterpause in etwa war, werde ich nicht mehr ermitteln.

Nach knapp einem km war der Vergaser wieder frei gefahren. Die "Kleine" macht so richtig Spaß. Sie läuft, wie die wilde 13! 100 km am Stück flutschen einfach mal so durch.

Trotz Spannungsrissen im Tachoglas (nach gut 34.300 gefahrenen km) ist meine LX zur Zeit die einzige uneingeschränkt fahrbereite Vespa. Zwar unschön, aber aktuell ohne Funktionseinschränkung, weil noch dicht. Das Tachoglas gibt es als Ersatzteil von Piaggio.


Mai 2017

Die ersten 80.000 Vespa km sind gerollert, was zwei Erdumrundungen entspricht. Den größten Anteil hieran hat immer noch meine LX 50 2T.

Leider stehen auf Grund des aktuellen Sauwetters fast alle meiner 2 Räder still. Wenn es so weiter geht, wird es eine magere Saisonausbeute.

Zur Zeit säuft meine LX wie ein Loch. Bei der letzten Tankfüllung waren es 4,59 Liter Benzin auf 100 km. Aktuell sieht es mit 4,19 Liter Benzin auf 100 km auch nicht besser aus. Entweder sind die Kolbenringe nach knapp 35.000 km verschlissen, oder der Auspuff ist nach gut 24.000 km verkokt. Dagegen spricht allerdings die Tatsache, daß meine LX wunderbar läuft und kaum Leistungseinbußen feststellbar sind. Bleibt noch die Möglichkeit, daß der Vergaser einer kleinen Revision bedarf.

Vermehrte, artgerechte Fortbewegung goutiert meine LX 50 2T FL mit einem deutlich verringertem Ø-Verbrauch von 3,73 Liter Benzin auf 100 km. Sie wollte einfach mehr auf die Straße.

So ganz nebenbei hat der km-Zähler die ersten 35.000 km angezeigt.

Viel Stadtverkehr und Kurzstrecken treiben den Benzinverbrauch wieder in unverhältnismäßige Höhen von über 4 Liter auf 100 km.


Juni / Juli 2017

Bis zur Saisonhalbzeit habe ich 5.469,8  km mit meinen Vespa gerollert. Bin gespannt, was die zweite Hälfte der Saison zu bieten hat.

Zuerst einmal einen exorbitant hohen Spritverbrauch von 4,76 Liter Benzin auf 100 km. Habe deshalb das ehedem in den Tankdeckel gebohrte Loch zugeklebt, um einer entsprechenden Verdunstung von Sprit entgegenzuwirken. Wie sich der Verbrauch entwickelt, werden die nächsten Tankfüllungen zeigen.

Der Verbrauch an 2 Taktöl ist leicht auf 0,61 Liter auf 1.000 km gestiegen, was die Reichweite mit 1 Liter Motul 2T auf 1.618,9 km reduziert hat.


August 2017

Die Kompressionsprüfung des Motors bei km 35.941,9 hat einen Druck von 5,5 bar ergeben. Nicht mehr ganz optimal, aber kein Grund vorzeitig den Kolben zu wechseln, zumal meine LX immer nocht sehr gut läuft. Vermutlich sind die Kolbenringe etwas verschlissen. Deren Austausch ist ein Fall für die nächste Wartung in etwa 10.000 km. Ebenso der Austausch der Kupplung, deren Mechanik bei der aktuellen Wartung, auf Grund von Schwergängigkeit, geschmiert wurde. Die Variorollen waren, wie die Zündkerze und der Luftfilter noch in Ordung und wurden folglich nicht gewechselt. Anders der Varioriemen und der Riemen der Ölpumpe. Die abschließende Probefahrt ergab noch ein gutes Zeugnis für das vordere Federbein, so daß meine LX 50 2T wohlgemut die 50.000 km ansteuern kann.

Die ersten 36.000 km hat sie bereits "geschafft" und läuft aktuell traumhaft.


September 2017

Seitdem ich meiner LX 50 einen neuen Tankdeckel spendiert habe, hat sich den Spritverbrauch wieder normalisiert. Offensichtlich war durch die Bohrung doch einiges an Sprit verdunstet.

Die siebte Saison in Folge ist die Laufleistung mit allen meinen Vespa fünfstellig. Alles was bis zum Saisonende noch kommt ist die Kür - 88.888,8 dürfen es zum Ende der Saison aber schon sein :-).


November 2017

11.000 km in dieser Saison werden es wohl nicht mehr werden, ebensowenig 90.000 Vespa km gesamt, obwohl ich im Oktober die ersten 88.888,8 Vespa km gerollert bin.

Die letzte Fahrt mit meiner LX 50 ist jetzt auch schon vier Wochen her. Nun hat der erste Schnee meine diesjährige Vespa Saison beendet.

In Summe sind es in meiner 7. vollen Vespa Saison "nur" 10.864,5 km geworden. Davon mit meiner LX 50 2 T (2.253,9), mit meiner PK 50 XL (194), mit meiner ET4 125 (2.336), mit meiner NV SPL 150 / PX (2.262,1) und mit meiner GT 200 L (3.818,5).

Rückblickend kommt mir die zu Ende gegangene Saison recht kurz und wenig ereignisreich vor, was sich auch in den Einträgen auf meiner homepage wiederspiegelt - wohl aber täuscht, denn es gab eine ganze Reihe toller Vespa Ereignisse in 2017.

Seit dem 20.11.2010 bin ich stolze 89.443 km mit meinen Vespa gerollert - mehr als die Hälfte davon (46.293,3 km) mit meinen 50ern. Der Ø mit allen meinen Vespa von 12.777,57 km pro Jahr kann sich immer noch sehen lassen (da muss manch Mopedfahrer lange für stricken) - und das ganze ohne eine einzige wirklich lange Vespa Tour.

Die meisten km bin ich mit meiner LX 50 2T gerollert (36.407,3), gefolgt von meiner ET4 125 (23.347), meiner NV SPL (15.982,1), meiner PK 50 XL (9.886) und meiner GT 200L (3.820,6).

Für meine 8. Vespa Saison 2018 strebe ich die ersten 100.000 Vespa km an - 50.000 davon mit meinen Fuffis.


Januar 2018

Später als in der Winterpause üblich, habe ich die Batterie meiner LX 50 2T ausgebaut, den Säurestand geprüft und an das Ladegerät gehängt. Je nach Dauer der Winterpause erfolgt diese Prozedur noch 1 oder 2 mal, bevor es in meine 8. Vespa Saison geht.


Februar 2018

Das neue Versicherungskennzeichen ist da. Jetzt kann der Winter seine Abschiedsvorstellung geben und die neue Saison beginnen. Mit der Vespa zu unserem Wintertreffen scheitert leider an zu viel Salz auf den Straßen sowie erneutem Schneefall - wie passend für ein Wintertreffen.


März 2018

Mit Grippe im Bett und vermutlich noch jeder Menge Streusalz auf den Straßen ist, trotz meterologischem Frühlingsbeginn, an den Saisonstart noch nicht zu denken.

Dennoch gilt, ab dem 1. März das neue blaue Versicherungskennzeichen zu verwenden.

Nach fast fünf Monaten Winterpause ist meine LX beim 2. Versuch gestartet und gleich schön rund gelaufen. Auf den ersten gut 200 m war die Gasannahme noch etwas verzögert. Die anschließenden knapp 100 km haben, wie eh und je, sehr viel Spaß gemacht.


April 2018

Nachdem die Saison nun endlich wohl doch beginnt, "fehlen" mir nur noch 10.370,6 km zu meinen ersten 100.000 Vespa km und damit zu dem von mir erklärten Saisonziel 2018. Dies bedeutet knapp 1.500 km pro Monat mit meinen 5 Vespa während der nächsten 7 Monate.


Mai 2018

Waren die ersten 16.500 km in einer Saison gerollert, so hat es für die folgenden 21.500 km mit meiner LX 50 FL 2T sieben Saisons gebraucht.

Trotz ihrer mehr als 37.000 km auf dem Tacho, mit dem ersten Kolben und Zylinder, läuft meine LX fast so gut, wie am ersten Tag. Nur der vordere Stoßdämpfer scheint deutlich weicher und dadurch etwas schwammiger geworden zu sein, was dem Fahrspaß aber keinen Abbruch tut.

Seit langem hat meine LX 50 2T mal wieder einen Verbrauch von nur 3,50 Liter Benzin auf 100 km erreicht. Dabei läuft die Kleine wie die "Hölle". Regelmäßig auf Strecke gefahren und dabei ordentlich gefordert sowie das gute Motul 100 2 T bei regelmäßiger Wartung scheinen das Erfolgsrezept zu sein.

Nach 1.797,6 km (bei km 37.429,4) hat sich meine LX 50 2T einen Liter Motul 100 2T gegönnt. Dies bedeutet einen Verbrauch von nur 0,55 Liter 2-Taktöl auf 1.000 km.


Juni / Juli 2018

Die letzten vier Wochen haben mir über 1.000 wunderbare km mit meiner LX 50 beschert - sie läuft und läuft und läuft ... .

38.500 km und sie läuft und läuft und macht richtig viel Spaß!


August 2018

Nach den ersten fünf Monaten in dieser Saison fehlen mir noch 2.302,5 km, davon 909,5 km mit meinen Fuffis, zu Erreichen des selbstgesteckten Zieles von 100.000 Vespa km in acht Saisons - sollte machbar sein :-).

Bei km 39.266,1 hat sich meine LX 50 2T einen Liter Zweitaktöl gegönnt. Bei einem Verbrauch von 0,54 Liter auf 1.000 km hat sich diesmal eine Reichweite von 1.836,7 km ergeben.

Die ersten 10.000 km in dieser Saison sind gerollert. Damit fehlen mir nur noch gut 500 km zum Erreichen der ersten 100.000 km mit allen meinen fünf Vespa.

Auch wenn ich während der letzten 8 Saisons des öfteren einmal zu Mopeds hinüber geschielt habe, so werde ich meinen Vespa dennoch treu bleiben - auch wenn aktuell eine interessante Honda Deauville 650 in gutem Zustand und aus vertrauenwürdiger Quelle zum Verkauf steht.


September / Oktober / November 2018

Die ersten 100.000 Vespa km - gerollert am 10.09.2018 mit meiner LX 50 2T FL.

Meine LX 50 2T FL steht kurz vor ihren ersten 40.000 km und damit kurz vor meinem zweiten Saisonziel. Sollte, trotz der eisigen Frühtemperaturen um den Gefrierpunkt, noch klappen.

Und das hat es auch. Seit dem 14.10. stehen mehr als 40.000 km auf dem Tacho meiner LX 50.

Dank des milden Klimas wird es im November noch den einen oder anderen Fahrtag geben. Vielleicht erreiche ich dadurch auch noch mein drittes Saisonziel von mehr als 13.000 km in dieser Saison. Wie auch immer, Hauptsache noch etwas Vespa fahren.

Am 18.11. war die vorerst letzte Fahrt in der zu Ende gehenden Saison. Wie die Jahre vorher kommt irgendwann der Zeitpunkt, am dem wieder das Streusalz das Regiment auf der Straße übernimmt und das tue ich meinen Vespa nicht an.

In den nächsten Tagen wird es Zeit für die km Abrechnung, wobei ich davon ausgehe, mein drittes Saisonziel knapp verpaßt zu haben.


Februar / März / April 2019

Das neue grüne Versicherungskennzeichen ist gekauft und harrt auf seinen ersten Einsatz am 1. März. Noch aber hat uns der Winter mit glatten Straßen und Streusalz im Griff.

Das Kennzeichen ist gewechselt - das Warten geht weiter.

Werde zwischenzeitlich die Batterie zum zweiten mal ans Ladegerät hängen.

Zu meiner Schande steht meine Lieblingsvespa immer noch im Winterschlaf in der Garage.

Endlich, nach fast 4½ Monaten Standzeit, hat auch die Saison mit meiner ersten Vespa gestartet - ein lange vermisstes Fahrgefühl - einfach großartig. Die Batterie hat zwar beim ersten Startversuch geschwächelt, auf den anschließend ersten Tritt mit dem Kickstarter ist meine LX aber gleich gestartet.


Mai 2019

Mitte Mai vorbei und 40.500 km auf dem Tacho. Noch hat die neue Saison keine 1.500 km gesehen - mit all meinen fünf Vespa. Fünfstellig wird dieses Jahr eher schwer, aber nicht unmöglich.

Aber nur dann, wenn es mir gelingt, die bisherige Fahrleistung in dieser Saison von etwas mehr als 1.700 km, bis zum Saisonende jeden Monat abzuspulen. Irgendwie scheint sich das dieses Jahr aber nicht realisieren zu lassen.

Die Luft scheint raus - arbeiten rund um die Uhr, in der wenigen Freizeit kaum Zeit für die Familie / Kinder und inzwischen ein schlechtes Gewissen, wenn ich alleine auf einer meiner Vespa sitze und unterwegs bin. Vielleicht wird es besser, wenn das Wetter wieder besser wird und bleibt und Vespa Fahren wieder ein integraler Bestandteil meines Alltagslebens wird.

Wage kaum von einer Vespa Tour über ein verlängertes Wochenende zusammen mit Jochen zu träumen, was ich mir für dieses Jahr als dringenden Ausgleich vorgenommen hatte.

Mal schaun, wie es kommt. Vielleicht doch alle Vespa weg und auf ein Moped reduzieren. Für mehr scheint kein Raum (mehr).


Juni 2019

Um dem oben beschriebenen Blues zu entgehen, werde ich mich mit der bisherigen Wartungshistorie und den anstehenden Wartungsarbeiten meiner Vespa beschäftigen.

Erinnern kann ich mich, ohne meine Aufschreibungen zu konsultieren, an Getriebölwechsel bei meiner LX 50 und ET4 zusammen mit dem jeweiligen Wechsel der Hinterreifen. Ebenso an Bremsflüssigkeitswechsel bei beiden und Ventilspielkontrolle bei meiner ET4. Riemen- und/oder Variomatikrollenwechsel oder andere Wartungsarbeiten, wie Zündkerzenwechsel, bei welcher meiner fünf Vespa? - zumindest im Moment!

Werde die jeweils anstehenden Arbeiten demnächst im Kapitel meiner jeweilgen Vespa aktualisieren.

Anfang Juli bekommt meine LX 50 einen neuen Hinterreifen, neue Bremsflüssigkeit, neues Hinterachsgetriebeöl sowie neue Variorollen und Gleitstücke und eine neue Zündkerze.

Aktuell hat meine LX 50 2T ihre ersten 41.000 km gerollert - kurz hinter Hellingen in Richtung Maroldsweisach. Werde mich nach neuen Stoßdämpfern umschauen. Die alten vermitteln ein etwas schaukeliges Fahrgefühl. Vielleicht hat BGM etwas Passendes im Angebot.

Demnächst wird auch wieder ein Liter Motul 100 2T fällig.

Bei km 41.088,8 und damit nach 1.822,7 km hat die Ölkontrolleuchte nach neuem 2-Takt-Öl verlangt, was einen Verbrauch von gut 0,54 Liter auf 1.000 km bedeutet.

Wenn ich den 30.06. als Halbzeit heranziehe, dann gestaltet sich die bisherige Saison, wie erwartet, als reichlich mau. Spitzenreiter ist, wie so oft, meine LX mit gerade einmal 1.010,8 km, gefolgt von meiner ET mit 959 km, meiner NV SPL mit 836,6 km und meiner GT mit 580 km. Meine PK hat in dieser Saison noch nicht einen einzigen Meter gesehen. In Summe 3.386,4 km - kaum Aussicht auf ein fünfstelliges Saisonergebnis :-(


Juli 2019

Bei km 41.222,7 und damit nach genau 7.539,6 km hat meine erste Vespa einen neuen Michelin City Grip als Hinterreifen erhalten. Gleichzeitig wurde nach 11.202,7 km die NGK Zündkerze erneuert, die Bremsflüssigkeit und das Hinterachsgetriebeöl gewechselt, die Variorollen (die nach 16.066,7 km noch ohne Befund waren) sowie die Gleitstücke der Variomatik ersetzt. Das bei dem Service auch der Luftfilter sowie die Hinterradbremse gereinigt, das Reifenventil erneuert, der Bolzen des Hauptständers sowie das Lenkkopflager, der Brems- und Kupplungshebel geschmiert wurden, versteht sich fast schon von selbst.

Seither läuft meine LX 50 2T FL wieder traumhaft.

Jetzt noch eine kleine Geburtstagsrunde vor den nächsten drei vespalosen Tagen (Dienstreise nach Rumänien), trotz Bombenwetter. So wird das nichts mit fünfstellig in dieser Saison.


August 2019

Da Schnee und Eis Anfang Mai den Saisonstart nach hinten verlagert haben, so ist erst jetzt - Anfang August - tatsächliche Saisonhalbzeit (alles eine Frage der Perspektive).

Mit 4.748,5 km - relativ gleichmäßig auf 4 meiner 5 Vespa verteilt (meine PK läuft leider immer noch nicht) - ist rein theoretisch noch immer ein fünfstelliges Saisonergebnis möglich. Dies setzt allerdings voraus, daß bis Ende Oktober uneingeschränkt Vespa Fahrwetter vorherrscht.

Übrigens, mit der Geburtstagsrunde ist es leider nichts geworden - zuviele andere private wie berufliche Verpflichtungen.

Km-Stand 41.450 so langsam läßt die Kraft beim Beschleunigen und das Erreichen der Höchst-geschwindigkeit nach. Mag nach dieser Laufleistung für einen 50 ccm 2T-Motor nicht schlecht sein. Da ich aber 50.000 km mit dem ersten Kolben und Zylinder erreichen möchte, paßt die vermutlich nun spürbar nachlassende Kompression so gar nicht in meine Planung.

Ende August und keine 6.000 km gerollert. Es ist eine schwache Vespa Saison - fünfstellig utopisch.

Werde das kommende, für mich lange Wochenende (Jahresurlaub), mit Genehmigung meiner Familie, dazu nutzen, den km-Rückstand etwas abzubauen. Sobald der Kopf etwas frei ist, fallen mir Ziele ein, die es mal wieder Wert sind, angefahren zu werden - freue mich darauf.


September 2019

Die ersten 42.000 km sind gemeinsam gerollert. Außer einer inzwischen deutlich spürbaren Leistungseinbuße ist alles im grünen Bereich. Meine LX 50 2T FL macht richtig viel Spaß.

Mitte September, gerade zirpen, während des Abendspaziergangs, noch die Grillen, da wird regional bereits der erste Bodenfrost angekündigt. Wenn das so weiter geht, dann wird es eine kurze Vespa Saison. Als nächstes droht wieder Streusalz auf den Straßen.

Wo ist bei all dem Arbeiten nur die Zeit geblieben?

Dank des neuen Feiertags in Thüringen und dem glücklichen Umstand, daß Jochen Zeit hat, werden am kommenden Wochenende wieder ein paar km mit meinen Vespa dazukommen.

So sind es zu Ende September mit allen meinen Vespa in Summe 7.986,2 km geworden.


Oktober 2019

Nach knapp zwei Wochen Standzeit bei km-Stand 42.183,4 die große Überraschung - nichts ging mehr, zumindest mit dem E-Starter. Die Batterie war platt, was auch dazu führte, daß die Kontrolleuchte für das 2-Takt-Öl nicht mehr von alleine ausging. Die Überprüfung der Batterie brachte lediglich zu Tage, dass sich die Hauptsicherung aus Ihrer Halterung gelöst hatte.

Gestartet mit dem Kickstarter und knapp 40 km gerollert, war die Batterie wieder soweit geladen, daß der Start per E-Starter wieder funktionierte - und das auch noch gut sechs Stunden später.

Mal schaun, wie lange das noch gut geht, bevor eine neue Batterie fällig wird - was nach gut neuen Jahren auch durchaus sein darf.

Da meine LX 50 in den letzten Tagen problemlos mit dem E-Starter angesprungen ist, gehe ich davon aus, daß nicht die Batterie platt war, sondern daß lediglich das Anlasserrelais gehangen hatte.

Leider zu früh gefreut. Nach 4 Tagen Standzeit ist die Batterie bei ersten Startversuch per E-Starter zusammengebrochen.

Im Laufe der letzten 2-3 Monate habe ich bei all meinen Vespa etwas mit der Kontrolle des Reifenluftdrucks geschlampt. Dies hat zwar zu einem zunehmend komfortableren, aber auch schwammigeren Rollern geführt. Wieder mit dem korrekten Luftdruck in den Pneus unterwegs, zeigt sich ein präzises und sicheres Fahrverhalten. Zukünftig ist hier wieder etwas mehr Disziplin angesagt.

Als würde mich meine erste Vespa Lügen strafen wollen, lief sie vor Erreichen der ersten 42.500 km so schnell, wie zu ihren besten Zeiten. Es fehlen auch nur noch 1.034,8 km bis zum fünfstelligen Saisonziel.


November 2019

Ich hoffe zwar, daß der Reformationstag (Halloween für meine Kids) nicht der letzte Fahrtag in dieser Saison war, dennoch gilt es, ein vorläufiges Fa(hr)zit für die laufende Saison ziehen.

Trotz nur noch weniger Gelegenheiten zum Rollern sind es bis zur Weihnachtsfeier unserer Vespa Gemeinschaft in Summe 9.114,8 km geworden, die sich nahezu gleich auf meine LX 50 (2.325 km), meine ET4 (2.208 km), meine PX 150 (2.154,8 km) und meine GT 200 (2.427 km) verteilen. Meine gut versicherte PK hat in diesem Jahr noch keinen km gesehen.


Dezember 2019

Die Gesamtfahrleistung ist auf 9.125,3 km gestiegen, die meiner Inderin auf 2.165,3 :-)


März 2020

Die Winter sind zwar mild, aber leider wird noch recht lange ordentlich Streusalz ausgebracht. Damit kommt Vespa Fahren für mich aktuell noch nicht in Frage.

Also die Zeit nutzen und meiner LX 50 2T FL eine neue Batterie spendieren, da die erste nach zehn Jahren Ihr Leben ausgehaucht hat. Nach unterschiedlichen Erfahrungen mit Varta und Saito Batterien, wird es wieder eine Yuasa werden. Ist zwar etwas teurer, aber wenn sie wieder 10 Saisons hält, dann ist sie den Mehrpreis allemal wert.

Für meine anderen Vespa mit Batteriezündung heißt es Akkupflege mit Füllstandsprüfung und Aufladen via Ladegerät. Habe ich auf Grund Zeitmangel im zu Ende gehenden Winter erstmals vernachlässigt.

Ein neues schwarzes Versicherungskennzeichen prangt bereits am Heck und wartet sehnsüchtig auf die erste Ausfahrt.

Bevor im Rahmen der notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona Virus auch die Werkstätten geschlossen werden, muß ich schleunigst die bestellte Batterie abholen sowie meinen Vorrrat an 2 Taktöl auffrischen.

Der neue Akku von Yuasa ist eingebaut. Als Funktionstest muß einige Sekunden nach dem Einschalten der Zündung die Kontrolleuchte für das 2-Taktöl erlöschen, was bei defekter Batterie nicht passiert.

Das gute Motul 100 2T ist bestellt - der Vorrat aufgefüllt - danke Erik, auch für den prima Preis. Jetzt fehlt nur noch der erste ride der neuen Saison.

Der Reifenluftdruck ist geprüft und die ersten 500 Meter 2020 sind gerollert. Angesprungen ist meine LX 50 beim ersten Startversuch.

Habe mich entschieden, gerade in der aktuellen Situation, so etwas wie Normalität aufrecht zu erhalten. Auch wenn meine Kilometerzählerei manch einem nicht ganz normal erscheinen mag.

Trotz aller notwendigen Ausgangsbeschränkungen konnte ich, im Rahmen des Erlaubten, in dieser jungen Saison bis dato 392,8 km rollern - aufgeteilt auf meine LX, NV SPL, ET4 und GT.

Dabei ist mir aufgefallen, daß sich der Riß in der Scheibe des Tachos meiner LX 50 in der Länge nahezu verdoppelt hat. Eine neue Scheibe für den Tacho wird die nächste Investition in meine LX 50 werden. In der letzten Saison war eine derartige Scheibe als Ersatzteil noch bestellbar.

Auch das Startverhalten meiner ersten Vespa läßt aktuell etwas zu wünschen übrig. Im kalten Zustand springt sie nur per Kickstarter an. Ich vermute einen Defekt an der Kaltstartautomatik. Vielleicht hilft aber auch hier eine Vergaserreinigung.


April 2020

Super Wetter zum Vespa Fahren - eigentlich. Allerdings geht der Schutz unser aller Gesundheit vor - im Kampf gegen die weitere Ausbreitung der Corona Virus Pandemie. Macht alle mit - am Ende werden wir es schaffen und später im Jahr die Vespa Saison umso mehr genießen.

Die 1.642,5 km bis zu meinem Saisonziel werden halt einfach etwas mehr Zeit brauchen.

Nach 1.715,7 km hat die Ölkontrolleuchte durch ein zaghaftes Aufflackern auf sich aufmerksam gemacht. Damit lag der 2-Taktölverbrauch, festgestellt bei km-Stand 42.806,1 bei 0,58 Liter des guten Motul 100 2T auf 1.000 km.

Ausschließlich im Rahmen erlaubter Fahrten durfte ich mit 4 meiner 6 Vespa (2 sind aktuell nicht fahrtüchtig) in dieser Saison bereits über 1.400 km rollern. Alles etwas ungewöhnlich, da reine Zweckfahrten.

 

*** Es ist erschreckend und frustrierend zu sehen, wie sich der Verkehr auf den Straßen im Vergleich zum Samstag der Vorwoche potenziert hat. Ich stelle hierbei in Frage, daß all die Menschen, die mit geschätztem Faktor 10 jetzt unterwegs sind, wirklich nur die notwendigen Dinge im Rahmen des Erlaubten erledigen. Als Vater von vier Kindern, dessen Frau in der Pflege arbeitet und der seit 8 Wochen (an sechs Tagen in der Woche) versucht, ein Unternehmen mit über 250 Beschäftigten am Überleben zu halten, bin ich enttäuscht, dieses unsolidarische Verhalten von nicht wenigen Menschen zu sehen. Wir sind leider auf dem direkten Weg, die Errungenschaften der letzten Wochen, zur Eindämmung der Corona Virus Pandemie, aufs Spiel zu setzten. Nur was dann kommt, wird unkontrollierbar sein. Hierfür fehlt mir jegliches Verständnis. ***

 

Geduld ist das Schwerste und das Einzige, was zu lernen sich lohnt. Alle Natur, alles Wachstum, aller Friede, alles Gedeihen und Schöne in der Welt beruht auf Geduld, braucht Zeit, braucht Stille, braucht Vertrauen

Hermann Hesse

 

So versuche ich im Vertrauen und mit Geduld alles Erdenkliche zu tun, um meine Familie zu schützen und mit dem wirklich Notwendigen zu versorgen.

Auch im Rahmen des Legalen und Notwendigen stehen die erste 43.000 km auf dem Tacho meiner LX 50 2T FL. Im Zweifelsfall, z.B. in Bezug auf die Abholung von Essen von einer der Lieblingskneipen außerhalb des direkten Wohnumfeldes, im Vorfeld mit der Polizei sprechen und den jeweiligen Sachverhalt abklären.


Mai 2020

Es ist schon ein etwas anderes Gefühl, wenn die Fahrten mit meinen Vespa keinen triftigen Grund zu deren Rechtfertigung mehr brauchen, obwohl ich nach wie vor nur die absolut notwendigen Fahrten im Rahmen des ehedem Erlaubten absolviere.

Ich hoffe inständig, daß all die raschen Lockerungen nicht zu einem bösen Erwachen führen.

19. Mai - das erste Drittel der laufenden Saison ist Geschichte - 2.085 gerollerte km stehen zu Buche - verteilt auf vier meiner Vespa.

Vatertag - fahr doch eine Runde mit der Vespa - genieße das gute Wetter - morgen wird es schlechter. Gut, also los - so nen Freibrief erhältst Du nicht alle Tage.

3 Landkreise - 2 Bundesländer - 1 Vespa - ergibt genau 111,1 gerollerte km über wunderschöne Wegstrecken und durch herrliche Landschaften - Heimat eben.

Nach 128,1 km sind lediglich 4,44 Liter Benzin in den Tank geflossen.

Bei all der Euphorie muß uns immer gewahr sein, die Pandemie ist noch lange nicht vorrüber.

Ende Mai sind 2.787,6 km gerollert - davon genau 988 km mit meiner LX 50 2T FL.


Juni 2020

Das zweite Trimester dieser doch etwas anderen, besonderen Saison startet mit 2.848 km.

4 Landkreise, 2 Bundesländer, 1 Vespa und am Ende des Tages 138,5 km mehr auf dem Tacho. Das Schöne dabei ist, dass ich alle Besorgungen für die Familie erledigt, einen lieben Vespa Freund und Kameraden besucht und den ersten Biergartenbesuch seit der Cornona Virus Pandemie absolviert habe. Alles etwas ungewöhnlich, aber alles andere als befremdlich.

Unterwegs eine schöne und offensichtlich jüngst restaurierte ET2 in einem schönen Orange gesehen - etwas heller, als das Orange meiner LX 50, aber wunderschön.

Der heutige Tag läuft unter dem Motto, das Leben genießen, so gut es geht.

Bin immer wieder begeistert von den Michelin City Grip (mit richtigem Luftdruck in den Reifen). Einfach Kurve denken und schon fällt meine LX 50 2T FL in eben diese.

Wenn es nur bessere und hochwertigere Austausch-Stoßdämpfer für meine LX 50 2 T FL gäbe. Die aktuellen machen, auf schlechten Wegstrecken, alles andere als Freude.

Die laufende Saison hat in ihrer ersten Hälfte fast ausschließlich Alltagsfahrten gesehen. Rechne ich die bisherige Fahrleistung hoch und addiere die ein oder andere Freizeitfahrt gedanklich dazu, dann laden wir zum Saisonende irgendwo zwischen 7.500 und ..... km.


Juli 2020

Noch knapp 500 km, dann steht die nächste Schnapszahl auf dem Tacho meiner ersten Vespa.

Vorerst sind die ersten 44.000 km gemeinsam gerollert - erreicht zwischen Gehegsmühle und Gemünda.



 

So ich von meiner Vespa Werkstatt schreibe, ist diese unter www.reinhardt-kfz.de zu finden. Der Vespa Schrauber dort - Nobs - ist allererste Sahne. Auch die Beratung und der Service sind prima.

 



Letzte Aktualisierung: 05.07.2020 - Vespa roll!

 



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