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Vespa LML NV SPL 150



 

Zugegeben, die Farbe des Top Case ist krass, aber original Vespa - bis auf die Sissybar 

 

sieht so aber schon besser aus...

 


Inderin mit italienischen Wurzeln - und mit italienischem Herzen

Welcher Mann kann für sich in Anspruch nehmen - mit Zustimmung seiner Frau - eine fast zwanzigjährige Inderin sein Eigen nennen zu dürfen? Und das mit einer jungfräulichen Fahrleistung von gerade einmal 6.923,7 km.

 

 

Mehr über diesen Umstand - demnächst hier ;-)

Unter Lizenz und in Kooperation mit Piaggio wurde meine Vespa im Jahr 1994 von der Lohia Machines Limited in Kanpur im Bundesstaat Uttar Pradesh, Indien hergestellt und vom damaligen Importeur ........... nach Deutschland eingeführt.

 

 

 

 

An sich ist sie eine Mischung aus Vespa PX 150 und PX 150 Lusso mit einem in Richtung fuel efficiency, sprich Spritsparen, getrimmten Motor, der die Bezeichnung Mark II trägt. Auf dem Papier entsprechen die Leistungswerte mit 5 KW denen einer PX 80, allerdings bereits bei 4.800 U/min. Die Fahrleistungen entsprechen mit knapp 95 km/h laut Tacho denen einer PX 150.

Typisch Vespa PX alt sind z.B. das kleinere Handschuhfach, die Lenkkopfabdeckung mit kleinerem Tacho, allerdings ohne Zündschloß und die Gemischschmierung. Typisch PX Lusso sind z.B. der Innenverschluß der Seitenhauben, der modifizierte Motor noch mit Drehschieber, die Kaskade, das mit der Lenkrohrverriegelung kombinierte Zündschloß und die Benzinuhr. Typisch LML sind die breitere sehr bequeme Sitzbank, die offene Ablage auf dem Handschufach und die Gummimatte auf dem Trittbrett, wie bei der Vespa T5. Leider typisch LML ist aber auch die unlogische Verkabelung unter der Lenkkopfabdeckung, deren Defekt (Abblendlichtverkabelung) fast die TÜV Abnahme gefährdet hätte.

Mischmodelle hat es, wenn auch nicht offiziell, von italienischen Vespa PX auf dem deutschen Markt auch gegeben, besonders in den Jahren von Modellwechseln. Typisch Piaggio.

Das meine Vespa LML ein Modell ohne Batterie ist, sei ebenso erwähnt, wie die Tatsache, daß die spezielle Sitzbank eine auch für meine Körpergröße taugliche Sitzposition einschließlich sicherer Bedienung es Fußbremspedals ermöglicht.

In Folge eines Lagerschadens erhielt meine NV vom Vorbesitzer neue Lager und Dichtungen sowie einen gebrauchten PX 150 Zylinder und Kolben. Die magere originale Spritsparbedüsung, die schlechte Gasannahme beim Anfahren sowie beim Beschleunigen nach Gangwechseln verursachte hatte, wurde von Franz auf das richtige Maß angepaßt. Die genauen Werte für die Haupt- und Nebendüse orentieren sich hierbei an den Werten für die PX 150 Lusso. Wichtig ist hierbei vor allem das Gemischverhältnis, welches bei der original Bedüsung 3 beträgt und bei Veränderung der Bedüsung eingehalten werden sollte. Die Kontrolle der Zündkerze, nach Anpassung der Bedüsung, erbrachte eine lehrbuchmäßige rehbraune Farbe der Kerze.


März 2014

Obwohl ich ein Freund von original belassenen Vespa bin, habe ich mich, aus Gründen der Fahrbarkeit bzw. Betriebs- und Verkehrssicherheit, von einigen Originalteilen getrennt, bzw. diese durch Neuteile ersetzt.

Da mir die Soziafußrasten sehr viel Platz für meine Füße genommen haben und ich dadurch auch das Fußpedal der Hinterrradbremse nicht mehr sicher bedienen konnte, habe ich die Fußrasten sowie die daran befestigten Seitenbügel abgeschraubt. Die Stoßstange am vorderen Kotflügel habe ich hingegen aus ästhetischen Gründen demontiert, dafür aber einen Frontgepäckträger sowie ein original Top Case in original Brombeerfarbe (echt "porno") - von Franz - montiert.

Als Ersatz für die original Continental Modi aus Indien, die bereits im Jahr 1992 gebacken wurden sowie den hinteren Michelin SM 100 aus dem Jahr 2004 werde ich Heidenau K38 aufziehen. In Bezug auf die Reifen habe ich lange überlegt.

Leider gibt es den Michelin City Grip, anders als den Michelin City Grip Winter, nicht in der Dimension 3.50-10. Warum es ausgerechnet den Winterreifen, nicht aber den Sommerreifen von Michelin gibt, ist mir ein Rätsel. Gehe davon aus, daß nicht einmal die Verantwortlichen bei Michelin wissen, warum das so ist. Ist auf jeden Fall eine Nachfrage bei Michelin in Karlsruhe wert.

Da ich von den Heidenau K38 als Reifen mit klassischem Blockprofil nur gute Bewertungen gelesen habe, fiel meine Entscheidung zu Gunsten der Heidenau aus. Bin mal auf deren Performance gespannt.

Als Rückspiegel werde ich die runden Spiegel von Bumm montieren. Die nierentischförmigen gefallen mir zwar besser, allerdings habe ich mit diesen kaum Rücksicht, da deren Spiegelfläche deutlich kleiner ausfällt, als bei den runden.

Dank der originalen Spritzlappen hat meine Vespa NV SPL kaum Steinschläge vom Vorderrad am Unterboden. Auch sonst ist leichter Flugrost nur an zwei, drei Stellen bzw. Kanten zu finden. Diesem werde ich mit Owatrol zu Leibe rücken.

Da der originale Blinkerschalter ausgeleiert war und ich bei jeden zweiten Rückstellen des Blinkers in die Gegenrichtung geblinkt habe, wurde der Schalter kurzer Hand durch einen Blinkerschalter einer Vespa PK mit ebenfalls drei Anschlüssen ersetzt. Jetzt geht das Anzeigen der Fahrtrichtungsänderung wieder sicher von der Hand.

Die ersten knapp 200 km haben meine Vespa  LML NV SPL 150 und ich bereits erfolgreich absolviert. Spritverbrauch auf den ersten 100 km 3,88 Liter. Bei 100ml Zweitaktöl auf 5 Liter Benzin ergibt dies einen Verbrauch von etwa 1 Liter auf 1.250 km. Gefahren wird wie immer mit dem guten mineralischen Motul 100 2T.

So langsam aber sicher komme ich mit der Handschaltung sowie der Fußbremse gut zurecht und wenn die neuen Reifen montiert sind, werde ich mal ausprobieren, was so alles an Reserven in meinem alten Blech schlummert.

Als Ersatz für die verbaute Zündkerze habe ich eine NGK B7HS im Handschufach. Original ist eine Champion P2 8 M, noch mit Piaggioschriftzug, verbaut.

Das ich die neue Zündkerze so schnell brauchen würde, hätte ich nicht gedacht. Aber bei km 7.156,4 - knapp 50 m von zu Hause entfernt - ging meine 150er einfach aus und wollte nicht mehr starten. Nach Überprüfung des Zündkabels sprang meine indische PX zwar an, soff aber beim Gasgeben gefühlt ab. Erst nach Wechsel der Zündkerze war / ist der Spuk zu Ende - hoffentlich.

Bei etwa 7.132 km - werde langsam etwas schlampig mit meiner Fahrtenbuchführung ;-) - hat meine NV drei neue Heidenau K38 sowie drei neue Schläuche erhalten. Wie die K38 fahren, konnte ich noch nicht so richtig testen, da zum einen neu (DOT 1413) und zum anderen nasse Straßen - deshalb erstmal langsam und vorsichtig einfahren.

Wenn es mit dem Spritverbrauch so weitergeht, dann schafft meine SPL gut 150 km mit 5 Liter Benzin, was wiederum 1 Liter Zweitaktöl auf 1.500 km bedeuten würde.

Das heftig Schlagen des Hauptständers an das Trittbrett beim Abbocken sowie die leichte Wackeligkeit im aufgebockten Zustand, ist dem Umstand geschuldet, daß bei der indischen PX ein Blech zwischen Karosserie und Hauptständer fehlt, welches die genannten Malässen untedrückt. Wird bei Gelegenheit nachgerüstet - Franz sei Dank.

Das es die Zündkerze nicht ist, war spätestens klar, als meine Vespa bei etwa km 7.177 dreimal hintereinader während der Fahrt einfach ausging und schließlich partout nicht mehr starten wollte. Nach allen möglichen Überprüfungen, einschließlich des Durchblasens der Haupt- und Nebendüse, fand sich der Fehler in Gestalt eines defekten Zündkerzensteckers. Das ich es damit noch bis zum Franz geschafft habe, ist eher dem Zufall, als tatsächlicher Fehlerfindung und -beseitigung zu verdanken. Allerdings dreht meine PX im Stand nun derart hoch, daß sowohl eine Überprüfung der angepassten Bedüsung, als auch eine Feineinstellung der Standgasschraube durch einen Fachmann angesagt ist. Dies umso mehr, als meine indische Freundin bergauf im vierten Gang keine Wurscht vom Teller zieht.

Positiv bei alledem ist der Verbrauch von nur 3,81 Liter Benzin auf 100 km. 150 km pro Tankfüllung sind somit allemal drin. 

Auch von der Reifenfront ist Positives zu vermelden. Die Heidenau K38 fahren sich prima und vermitteln sehr viel Vertrauen in die Schräglagenfähigkeit meiner LML Vespa - zumindest auf trockenen Straßen.

Übrigens, die ersten gemeinsamen 300 km sind, trotz der aufgetretenen Probleme, absolviert.

Seit km 7.239,9 ist es traurige Gewissheit, daß all die von mir vermuteten Fehlerursachen nichts waren / sind als reine Mutmaßungen. Langer Rede kurzer Sinn - der Motor ist tot.

Ursache hierfür war / ist der, wie auch immer, mit der Kurbelwange in Kontakt gekommene Kurbelwellensimmerring. Durch diesen Kontakt ist ein Stück des Simmerrings herausgebrochen und hat sich regelrecht in den Drehschieber gefräst. Da der Drehschieber ein fester Bestandteil der hinteren Motorenhälfte ist, ist zumindest eine neue Motorhälfte von Nöten, besser ein neuer Motor. 

Ob ehedem beim der Montage des Kurbelwellensimmerrings im Auftrag des Vorbesitzers unsauber gearbeitet wurde, ist reine Spekulation. Keine Spekulation hingegen ist die Tatsache, daß der gleichzeitig verbaute gebrauchte Zylinder legitimer Weise nicht mehr hätte verbaut werden dürfen, da er seine besten Zeiten zum Zeitpunkt des Einbaus schon hinter sich hatte. Alle anderen Lager- und Abdichtarbeiten hingegen wurden ordentlich und sauber ausgeführt.

Bei all dem Pech kommt mir das Glück in Person von Franz www.vespa-prima.de entgegen. Franz hat nicht nur einen passenden Ersatzmotor aus einer PX 125 alt, sondern hat diesen in einer Notoperation breits in meine NV verpflanzt.

Damit wird meine indische Vespa immer mehr original Vespa PX denn Vespa LML NV SPL. Morgen soll die Operation erfolgreich abgeschlossen sein, dann werde ich weiter berichten.

Der Ersatzmotor läuft prima. Viel kraftvoller, als der alte. Allerdings muß er erst noch behutsam eingefahren werden - neuer Zylinder und Kolben. Mit km-Stand 7.249,9 beginnt am 21.03.2014 das zweite Leben meiner ehedem indischen Vespa,  jetzt mit original italienischem Herz - Danke Franz.


Gedanken

Warum ich mir all die Malässen mit meinen Vespa und den hieraus resultierenden Frust antue - siehe auch Kapitel Vespa / LX 50 2T FL und Kapitel Vespa /  ET4 125 M04 - läßt sich rationell nicht beantworten. Ich will aber auch nicht so pathetisch sein und hier von der großen Vespa Liebe reden und schreiben. Wobei es mit Sicherheit etwas damit zu tun hat, ebenso mit der Faszination für die Vespa und dem Lebensgefühl, das mit Vespa einhergeht sowie der Gemeinschaft, die mit Vespa verbunden ist.

Es war auf jeden Fall ein tolles Gefühl, als ich heute, nach erfolgreicher Motortransplantation, bei leichtem Regen mehr als 130 km mit meiner Vespa unterwegs war, nur um den neuen Zylinder und Kolben behutsam einzufahren und gleichzeitig eine Besorgung für meine schwangere Frau zu machen.

Warum gibt man Geld für eine alte 2 Takt Schalt Vespa aus, bei der es spannend ist, unter welchen Wetterbedingungen sie 80, 90, 95 oder gar 100 km/h schnell läuft, wenn man für das gleiche Geld - hierbei ist der Ersatzmotor bereits eingerechnet - ein ausgewachsenes, wenn auch gebrauchtes, Motorrad bekommt, welches, angefangen bei den Bremsen, weitergehend über die Fahrleistungen bis hin zu den Fahrwerksqualitäten jeder Vespa überlegen ist?

Vielleicht einfach deshalb, weil (mir) Vespa Fahren viel mehr Spaß bereitet - was natürlich im Auge des Betrachters liegt.

Bei mir ist es wohl so. Denn wie sonst ist es zu erklären, daß mir Jochen, beim gemeinsamen Besuch einer Motorradmesse, auf den Kopf zu sagte, daß ich, egal auf welchem Bike ich Platz genommen hatte, nur auf der Vespa ein Lächeln auf dem Gesicht hatte. Mimik, Gestik und Köpersprache können schwerlich lügen - und ich bin ein schlechter Schauspieler ;-)


Bedingt durch das Einfahren liegt der Spritverbrauch bei phantastischen 3,46 Litern auf 100 km und dies bei einer etwas fetteren und damit optimalen Einfahrbedüsung.

Da meine Vespa beim Gaswegnehmen zum Teil aber deutlich pröttelt, werde ich noch die Gemischschraube am Vergaser überprüfen lassen und, so notwendig, durch eine neue ersetzen, bzw. den Vergaser tauschen.

Die NGK B7HS ist die optimale Zündkerze für den Motor und ist, wie bei einer Einfahrbedüsung gewünscht, leicht dunkel, ohne verrust zu sein. Ebenso hat sich das Motul 100 2T als das ideale 2 Takt Öl für meine indisch - Italienische NV / PX bestätigt.

Und so ganz nebenbei sind die ersten gemeinsamen 500 km absolviert. Die Heidenau K38 sind Top Reifen für die Vespa PX.

Die runden Spiegel von Bumm haben sich, wie bereits bei meiner Vespa PK, als absolutes Plus für meine Rücksicht und gleichzeitig für meine Verkehrssicherheit erwiesen. Seitdem diese Spiegel montiert sind, nehmen die meisten Autofahrer deutlich mehr Abstand beim Überholen. Ein Phänomen, welches ich bereits bei meiner Vespa PK im Vergleich zu meiner Vespa LX erlebt habe. Liegt wohl daran, daß diese Spiegel mit dem langen Auslegern meine Vespa deutlich breiter erscheinen lassen.

Ich bin wieder ein glücklicher Vespa Fahrer und hoffe, daß meine Vespa LX sowie meine Vespa ET4 bald in gute Hände kommen.

Da meine indische Italienerin oder italienische Inderin? bei km 7.456,0 anfängt ihr Revier zu makieren, müssen die Schrauben der beiden Motorhälften nochmals mit dem Drehmomentschlüssel nachgezogen werden. Dauerhafter Verlust von Getriebeöl ist weder für das Getriebe, noch für die Umwelt so richtig prickelnd.

Der Verbrauch ist erneut gesunken und liegt zur Zeit bei lediglich 3,42 Liter auf 100 km und ist inzwischen bei 3,14 Liter auf 100 km angekommen :-).

Bei km 7.646,7 hat meine indische PX (wieder) einen neuen original PX 150 Zylinder und Kolben erhalten. Jetzt heißt es erneut behutsam einfahren. Danach werden die Zündeinstellung sowie die Vergaserbedüsung überprüft und bei Bedarf angepaßt. Das Zündkerzenbild paßt schon mal - leicht dunkel rehbraun - ideales Einfahrbild.

Die beiden Motorhälften sind nachgezogen und eine neues Federblech für den Hauptständer ist montiert. Somit hat das Ständerwackeln und Klappern beim Abbocken ein Ende. Auch der leichte Ölverlust sollte nun ein Ende haben.

Jetzt noch ein neues Lager und Bolzen für die Aufnahme des Stoßdämpfers und meine indische PX sollte fit für die nächsten 40.000 km sein. Vorausgesetzt, die Vorderradbremse läßt sich nochmal nachstellen. Sonst sind vorne neue Bremsbeläge fällig.

Die ersten 7.777 km sind absolviert. Kaum zu glauben, wieveil knapp 2 Nm Drehmomentplus des 150er Motors gegenüber dem 125er Derivat ausmachen. Obwohl der 150er und der 125er PX Motor über die gleiche Motorbasis verfügen und sich lediglich um etwas mehr als 25 ccm Hubraum unterscheiden, ist der 150er deutlich kräftiger und läßt sich dadurch schön untertourig fahren.

Das Kleckern des Getriebeöls ist zwar nicht ganz verschwunden, wird aber, nach Montage des Kunststoffmotorschutzes, die Umwelt nicht mehr belasten. Gleichzeitig wird noch die Dämmatte in die rechte Seitenhaube eingeklebt. Dadurch sollte das Motorgeräusch deutlich leiser nach draußen dringen.

Die Nebendüse muß auf jeden Fall angepaßt werden, da der 150er Zylinder in Bezug hierauf deutlich weniger fett bedüst werden muß, als der 125er, sprich der Düsenwert muß tendenziell größer werden.


Vergaserbedüsung

 

Näheres über die Bedüsung der Dell´orto SI Vergaser ist unter http://www.govespa.de/index.php/vbb-si-vergaser sowie unter http://wiki.germanscooterforum.de/index.php/Vergaser_Dell'orto_SI_Einstellung zu finden.

 

Wichtig zu wissen ist, je höher der Wert der Hauptdüse (HD), desto fetter ist die Bedüsung. Hingegen bedeutet eine größere  Ziffer bei der Hauptluftkorrekturdüse (HLKD), daß diese magerer ist. Ebenso, je größer der Düsenwert der Nebendüse (ND), desto magerer ist das Gemisch. Das gleiche trifft auf das Mischrohr (BEx) zu, je größer die Nummer (x), desto magerer wird gemischt


Trotz der zu fetten Einfahrbedüsung (ND Wert 2,69) lag der Spritverbrauch auf den letzten 158 km bei 2,97 Liter auf 100 km.

Bei km 7.957 habe ich eine magerere Nebendüse mit einem Düsenwert von 3,2 verbaut und damit für meinen PX Motor die ideale Fahrbedüsung gefunden. Die anderen Düsenwerte waren bereits auf den normalen Fahrbetrieb, nach Einfahrzeit, ausgelegt. Die Einfahrzeit ist bei km 8.000 dann auch vorüber. Bin mal auf den Spritverbrauch bei normalem Fahrbetrieb gesapnnt.

Die oben bereits erwähnte Geräuschdämmung tut genau, was sie soll - Geräusche effektiv eindämmen.


April 2014

Die 8.000 km Marke ist geknackt - meine NV / PX macht richtig Spaß.

Die erste komplette Tankfüllung, nach Anpassung der Bedüsung, hat einen Spritverbrauch von 3,23 Liter auf 100 km ergeben, sprich auf 150 gefahrene km etwas weniger als 5 Liter. Damit ergibt sich ein Verbrauch von 1 Liter 2 Taktöl auf 1.500 km. Die zweite Tankfüllung bestätigt den Verbrauch von etwa 3,25 Liter Benzin auf 100 km.

Km 8.362,4 das neue Lager für die Stoßdämpferaufnahme am Motorgehäuse ist, mit einigen Tricks von Franz, montiert. Ebenso der neue Bolzen. Läuft gefühlt angenehmer und vermittelt mehr Stabilität.

Da  beim Herunterschalten die Gänge teilweise nicht mehr einlegbar waren, hat Franz bei ca. 8.533 km den Kupplungszug nachgestellt, wodurch sich die Schaltbarkeit, auch bei warmem Motor, wieder deutlich verbessert hat. Allerdings läßt sich der Kickstarter beim Starten regelmäßig ohne großen Widerstand durchtreten. Deshalb liegt die Vermutung nahe, daß die Kupplung getauscht werden muß, da entweder die Federn erschlafft oder Beläge verschlissen sind.

Bei höherem Anteil Stadtverkehr und größerem Vollgasanteil außerorts steigt der Spritverbrauch auf 3,60 Liter auf 100 km, was immer noch in einem akzeptablen Rahmen liegt.

Nach Ausbau der Kupplung war klar, daß die Beläge zwar nicht verschlissen, aber im Fahrbetrieb bereits durchgerutscht sein mußten, was an der leicht schwarzen Färbung der Beläge erkennbar ist. Im Austausch bei km 8.757 die original LML Kupplung mit 22 Zähnen verbaut. Im Ergebnis ist ein deutlich klarerer Druckpunkt zu spüren, das Schalten geht mit weniger Geräusch von statten und meine indisch - italienische PX zieht beim Beschleunigen kräftiger durch und vor allem startet sie jetzt wieder mit dem ersten Tritt auf den Kickstarter. Die Kupplungsfedern hingegen waren intakt.

Bei km 8.757,7 war kurz ein metallisches Kratzgeräusch zu hören, worauf der Tacho komplett seinen Dienst eingestellt hat. So ganz ohne Geschwindigkeitsanzeige zu fahren war zwar etwas ungewohnt, nach 14 km war diese orientierungslose Zeit, durch Einbau einer neuer Tachwelle, wieder vorbei. Grund für die gebrochenen Tachowelle war das Festbacken des Tachoeingangsritzels direkt am Tachogehäuse. An der Stelle, an der die Tachoummantelung bereits eingerissen / gebrochen war, brach dann auch die Seele der Welle. Im Ergebnis habe ich jetzt eine wackelfreie Geschwindigkeits- und eine wieder funktionierende Kilometeranzeige. 100 km/h laut Tacho sind nun mehr drin :-).

Bin mal auf die nächste außerplanmäßige Reparatur gespannt. Übrigens, lieber Günther, spätestens jetzt habe ich Vespa wohl richtig verstanden ;-).

Auch bei nur drei Grad Außentemperatur und feuchten / nassen Straßen vermitteln die Heidenau K38 viel Vertrauen durch einen guten Grip. Fahre mit meiner PX / NV zur Zeit allerdings noch etwas verhaltener, als mit meiner LX,  ET4 oder PK.

Wobei ich meine anderen drei Vespa aktuell überhaupt nicht mehr fahre. Eine PX reicht aus und ersetzt alle meine anderen Vespa - war Anfang März diesen Jahres alles andere als vorstellbar.

Nicht nur die km Marke von 8.888,8 geknackt, sondern auch die ersten gemeinsamen 2.000 km absolviert, davon 1.300 km mit neuem Herzen.

So ganz nebenbei ist die 9.000 km Grenze gefallen. Der Spritverbrauch hat sich, je nach Leistungsabforderung bzw. Belastung, zwischen 3,2 und 3,6 Liter auf 100 km eingependelt.


Mai 2014

Laut Tacho läuft meine indisch - italieinische PX knapp 110 km/h - ohne den Gashahn voll aufgedreht zu haben. Die heutigen Witterungsbedingungen waren offensichtlich ideal, um diese Geschwindigkeit zu erreichen. Wie schnell sie tatsächlich ist, ist eine andere Frage. Habe diese Geschwindigkeit zweimal für je einen Überholvorgang abgerufen und gleich wieder reduziert, um meine Vespa nicht zu überdrehen bzw. mir keinen Kolbenfresser einzuhandeln.

Bei km 9.400,0 hat der TÜV den Austauschmotor abgenommen und stellt für meine NV neue Fahrzeugpapiere aus, die dann noch der Zulassungsstelle vorgelegt werden müssen.

Der Spritverbrauch liegt im Mischbetrieb mit einem größeren Anteil Langstrecke bei 2,99 Liter auf 100 km - Toleranzen beim Betanken eingeschlossen.

Der Austauschmotor ist von der Zulassungsstelle, zusätzlich zu dem ursprünglichen Motor, in die neuen Fahrzeugpapiere eingetragen. Der Fahrzeugschein wurde um eine Seite (Allonge) ergänzt.

Damit ist meine Inderin mit italienischen Wurzeln mehr Italienerin indischer Herkunft aber mit original italienischem Herzen - der deutschen Bürokratie sei Dank. Fast schon philosophisch - deshalb belasse ich es dabei ;-).


Juni 2014

Inzwischen ist der km-Stand meiner "Memsahib" fünfstellig plus Kommastelle. Dies bedeutet gleichzeitig etwas mehr als 3.000 gemeinsame km. Der Spritverbrauch liegt bei gut 3,3 Liter auf 100 km. Der Hinterreifen hat nach knapp 2.900 km gut Profil eingebüst. Werde demnächst, so es vom Profil her noch Sinn macht,  den Hintereifen mit dem Vorderreifen tauschen. Sonst wird der Hinterreifen zum Ersatzrad umfunktioniert.

Nach etwas mehr als 3.000 gefahrenen km ist klar, daß der Hinterreifen nur noch als Ersatzrad taugt. Folglich werden beiden den Platz tauschen. Ein neuer Heidenau K38 ist bereits bestellt, da diese Reifen bei Regen einfach prima haften.

Ebenso wie der Hinterreifen hat der Spritzlappen am Kotflügel des Vorderrades sein Leben fast ausgehaucht. Ersatz in Form von Meterware habe ich bei EIBA Industriebedarf www.eiba-online.de in Ebersdorf gefunden. Danke für die nette Betreuung :-). Werde den 2 mm starken,  geriffelten Gummi entsprechend zuschneiden und damit den original indischen Spritzlappen ersetzen.

Der Austauschmotor hat auch bereits fast 3.000 problemlose km hinter sich gebracht. Bei ca. 5 Liter Benzin, die alle 150 km nachgetankt werden müssen, ergibt sich bis dato ein Verbrauch an 2 Taktöl in Höhe von zwei Liter.

Seit km-Stand 10.151,9 verrichtet das bisherige Ersatzrad als Hinterrad seinen Dienst.

Während der letzten 180 km ruckelt meine NV beim Gasgeben über 80 km/h teilweise bzw. wird beim Aufdrehen des Gashahnes darüberhinaus langsamer. Dies deutet auf mangelhafte Spritzufuhr unter Vollast hin.

Nach Erneuerung des Feinsiebes im Vergaser bei km 10.472,3 ist oben beschriebene Problem nicht mehr aufgetreten. Das Feinsieb war, durch was auch immer, komplett deformiert und hat wohl zeitweise die Spritzufuhr erschwert. Darüber hinaus wurden die Haupt- und Nebendüse einschließlich deren Düsenstöcke sowie der Luftfilter gereinigt.

Da meine NV bei dem aktuellen Außentemperaturen von über 30 Grad sowie an Steigungen spürbar an Leistung verliert, hat Franz probeweise den originalen indischen Auspuff gegen einen originalen Piaggioauspuff ersetzt.

Im Ergebnis spricht meine Vespa bei niedrigen Drehzahlen etwas verhaltener an, um bei höheren Touren freier und kräftiger auszudrehen. Der indische Auspuff war offensichtlich auf die gegenteilige Leistungscharakteristik ausgelegt. Inwieweit die Vergaserbedüsung angepasst werden muß, werden die nächsten km ergeben. Auch muß ich die Leistungsentwicklung an Steigungen noch testen.

Bei km-Stand 10.633,0 hat sich der Benzinverbrauch auf knapp über 3 Liter pro 100 km eingependelt. Mit entsprechender Drehzahl läuft meine PX, mit dem originalen Piaggio Auspuff, bergauf etwas schneller als mit dem indischen Auspuff. Auch beim Anfahren benötigt meine Vespa nun eine etwas höhere Anfahrdrehzahl, da sie sonst "absäuft" - zumindest bei sehr heißen Außentemparaturen. Bei Temperaturen deutlich unter 30 Grad läuft meine Vespa hingegen wieder ohne Probleme.

Die letzten 100 km unter Abruf der maximal möglichen Leistung haben den Spritverbrauch auf 3,37 Liter pro 100 km erhöht.

Ganz nebenbei haben wir die 11.000 km überschritten und nach dem letzten Tanken einen Verbrauch von nur 2,70 Liter auf 100 km errechnet. So kann das gerne weitergehen :-)


Juli 2014

Km-Stand 11.111,1 einfach schön :-)

Auch bei heißen Temperaturen um die 30 Grad sowie an Steigungen läuft meine NV mit dem originalen PX Auspuff besser - sprich schneller - vorausgesetzt ich bleibe mit höheren Drehzahlen "hart" am Gas.

Offenbar zuviel gelobt. Bei km 11.230 ging meine PX während der Fahrt (Tacho ca. 90 km/h) einfach aus. Fast so, als hätte man vergessen, den Bezinhahn zu öffnen. Nur dem war nicht so. Rechtzeitig den Kupplungshebel gezogen und langsam auf der Bundesstraße ausgerollt. Nach einigen Versuchen sprang sie wieder an und fuhr in Folge bis jetzt knapp 140 km ohne Probleme. Nach der ersten kurzen Überprüfung kann ein Kolbenfresser wohl ausgeschlossen werden. Werde in den nächsten Tagen die Vergaserbedüsung mal überprüfen.

Das ich bei km 11.232,4 nach nur 2.280 km erneut eine neue Rücklichtbirne gebraucht habe fällt im Vergleich hierzu kaum ins Gewicht, genauso wie die Tatsache, daß auch das Bremslicht eine zu geringe Wattzahl aufgewiesen hat.

Bei gewittriger Witterung läuft meine NV / PX wie vom Teufel gejagt. Nach Tacho leicht und locker 100 km/h und noch mehr. Auch den Judenberg mit 18% Steigung rennt sie mit Tacho 60 hinauf. Bei sehr warmen Temparturen und schwülem Wetter hingegen schafft sie dies mit gerade einmal Tempo 40 laut Tacho.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie witterungsabhängig so ein Zweitakter (gut oder schlecht) läuft. Ungewöhnlich auch, zumindest für eine Inderin bzw. Italienerin, daß sie bei heißen Außentemperaturen eher schlechter als gut läuft.

Km 11.728 erneutes Vollgasruckeln, ohne das der Motor diesmal ausgeht. Ursache?

Ebenso wie für das Versagen der hinteren Blinker bei ca. 11.695 km. Sämtliche Kontakte, auch Masse, gereinigt und dabei festgestellt, daß in den Blinkern Lampen mit zu geringer Wattzahl verbaut waren. Derzeit funktionieren die Blinker wieder.

Der neue Ständerfuß rechts bei km 11.635 sei der Chronistenpflicht geschuldet ;-).

Inzwischen zeigt der km-Zähler mehr als 12.000 km, was gleichbedeutend mit mehr als 5.000 gemeinsamen indisch-italienischen km ist.


August 2014

Bei km 12.189,x steht erneut, wenn auch nur kurz, Vollgasruckeln auf dem Plan. Wie bei den vorangegangenen Malen ist es aufgetreten, als der Motor zwar noch etwas warm war, auf Grund der Standzeit von mehr als einer Stunde aber den Choke zum Starten gebraucht hat. Die ersten km läuft meine NV / PX absolut top, um dann beim Gasgeben (Tacho etwas über 80 km/h), nach vorheriger Gaswegnahme, zu ruckeln, als ob die Spritzufuhr kurzfristig unterbrochen wäre. Kupplung ziehen, leicht Gasgeben (dies zwei bis dreimal wiederholen) und meine Vespa läuft wieder rund.

Da im Herbst ohnedies eine Wartung ansteht, werde ich folgende Punkte prüfen. Benzinschlauch, Vergaserbedüsung (Nebendüse) sowie Funktion des Chokezuges.


Oktober 2014

Km-Stand 13.000 - meine PX läuft nach Tacho locker 110 km/h. Bei Tacho 100 zeigt der Tacho einer Millenium PX (von Franz) zum Vergelich Tacho 85 an, was nach GPS reellen 82 km/h entspricht. Folglich läuft meine PX gut 90 km/h plus X und dies bei sehr moderaten Drehzahlen - da wäre laut Franz noch Luft nach oben.

Bei km 13.113 springt meine LML im lauwarmen Zustand nicht nur widerwillig an, sondern behält beim Zudrehen des Gashahnes die vorherige Drehzahl bei. Die Ursache hierfür war, Gott sei Dank, kein defekter Simmerring, sondern ein Kunststoffaden, der die Nebendüse verstopft hatte. Nach erfolgtem Durchblasen der Düsen bei km 13.120 läuft meine itlanienische Inderin wieder problemlos.


November 2014

Beim direkten Umstieg von meiner ET4 merke ich doch, um wieviel stabiler das Fahrwerk im Vergleich zur PX ist. Aber auch des Fahrwerk meiner PK scheint stabiler zu sein. Liegt wohl aber nur an der deutlich geringeren Geschwindigkeit. Nach ein paar km mit meiner PX ist von alledem nichts mehr zu spüren.

Nachdem ich km-Stand 13.333,3 heute hinter mir und meiner PX gelassen habe, hat sich der hintere Heidenau K38 deutlich der gesetzlichen Mindestprofiltiefe angenähert. Gut 3.200 km mit einem Hinterreifen auf einer 150er PX scheinen zwar ok und ein neuer K38 liegt auch schon bereit, doch überlege ich, nach weiteren 3.000 km auf die Michelin City Grip Winter zu wechseln. Haben zwar eine eine M+S Kennung, nur sind die "normalen" Michelin City Grip nicht in der Dimension 3.50-10 lieferbar. Was sich Michelin bei den verfügbaren Dimensionen seiner Rollerreifen denkt, ist leider nicht nachvollziehbar - siehe nur die Herausnahme des Michelin Pilot City aus dem Produktprogramm im letzten Jahr.

Möchte einfach mal erfahren, wie sich der Lamellen Pneu im Sommer so fahren läßt. Michelin zumindest bescheinigt eine hohe Laufleistung. Vielleicht mehr als beim Heidenau K38, bei hoffentlich guter Performance.

Lange Strecken und das nicht im Bummeltempo belohnt meine PX 150 mit einen Spritverbrauch von knapp unter 3 Liter auf 100 km. Da ist es auch egal, daß Tacho 110 reell der eingetragenen Höchstgeschwindigkeit von gut 90 km/h entspricht.

Bei km-Stand 13.381,3 habe ich hinten nochmals einen Heidenau K38 aufziehen lassen. Da der Schlauch noch gut war, unter Verwendung eben dieses Schlauches. Nach 3.229,4 gefahrenen km taugt der alte Hinterreifen aber nicht einmal mehr als Ersatzrad. Übrigens, einmal aufgezogen, sind die Heidenau sehr anhänglich, zumindest an der Felge. Daher bedarf es schon einiger Tricks und Kniffe (z.B. Seifenwasser), um mit Hilfe von Schraubstock und Montiereisen, den Heidenau von der Felge zu lösen. Bei der Montage hingegen flutschen die Sachsen Pneus fast von alleine auf die Felge.

Streusalz kennt man in Indien nicht und auch in Italien ist es in vielen Regionen nicht im Einsatz. Ganz im Gegenteil zu unseren Gefilden. Auch wenn es in dieser Saison erst recht spät, vor gut einer Woche, zum Einsatz kam, heißt jetzt die Winterpause für meine NV SPL einzuläuten. Nach 6.616,8 gemeinsamen km geht es mit km-Stand 13.542,1 nun in den Winterschlaf. Bin mal gespannt, wie lange er diesmal dauert. Freue mich auf jeden Fall schon jetzt auf die neue Saison.


Januar 2015

Nach längerer Standzeit ist es ratsam, Zweitakter mit Gemischschmierung vor Wiederinbetriebnahme vorsichtig zur Seite zu kippen, um das eventuell auf den Boden des Tankes abgesunkene Zweitaktöl wieder ausreichend mit dem Benzin im Tank zu vermischen. Empfehlenswert ist es auch, etwas frisches Zweitaktöl dem Gemisch zuzufügen, auch wenn die Vespa damit auf den ersten km mit einem etwas fetteren Benzin-/ Ölgemisch läuft.


März 2015

Meteorologischer Frühlingsanfang und Schneefall - kein Vespa Fahrwetter :-(

... und Schnee und Eis und immer noch Unmengen an Streusalz ... .

Etwas frisches Zweitaktöl in den Tank gefüllt und vorher die PX vorsichtig nach links und rechts gekippt, um das Gemisch wieder zu vermischen und auf den dritten Kick ist meine LML NV SPL aus dem Winterschalf erwacht :-).

Die Schlauchreifen haben während der Standzeit deutlich mehr Luft verloren, als die schlauchlosen auf meiner ET4. Sprit hingegen ist, anders als bei den Kunststofftanks meiner LX und ET4, aus dem Blechtank meiner Inderin kaum verdunstet.

Der Spritverbrauch nach der Winterpause liegt bei 3,21 Liter auf 100 km :-).

Km 13.777,7 nicht nur einfach so, sondern auf der ersten gemeinsamen Ausfahrt mit Jochen und seiner nagelneuen Vespa PX 150. War eine schöne Jungfernfahrt und hat richtig Spaß gemacht - Jochen, herzlichen Glückwunsch sowie allzeit gute und unfallfreie Fahrt mit Deinem ersten "richtigen Moped" ;-). Freue ich mich auf viele weitere gemeinsame Touren :-).


April 2015

Schon wieder Schnee- und Graupelschauer - die Saison kommt dieses Jahr nicht so richtig in Schwung. 

Kaum sind bei vorliegenden Witterungsbedingungen leichte Minustemperaturen für die Nacht vorhergesagt, werden wieder Unmengen an Streusalz auf die Straßen aufgebracht. Ich frage mich, ob das wirklich notwendig ist?!

Die 14.000 km sind geknackt. Damit habe ich in knapp 13 Monaten mehr km mit meiner LML Vespa zurückgelegt, als alle Vorbesitzer in den vorangegangenen 20 Jahren.

Der probeweise Austausch des Tachoritzels bei km 14.143,8 erbrachte leider keine genauere Anzeige der gefahrenen Geschwindigkeit. Nach wie vor eilt der indische Tacho etwa 20 km/h vor. Wenn man es weiß, kann man sich darauf einstellen. Da der Austausch jedesmal sehr fummelig ist, habe wir das Austauschritzel kurzer Hand drin gelassen - danke Franz.

Bei km 14.178 ein leider bekanntes Gefühl. Der Motor drosselte bei Konstantfahrt mit Tacho 100 kurz ab und wurde dabei knapp 10 km/h langsamer, so als hätte er kurzfristig keinen Sprit bekommen. Nach Ziehen der Kupplung und zweimaligem kurzen Gasgeben, war das Problem vorerst beseitigt. Allerdings fährt anschließend ein leicht mulmiges Gefühl in Richtung Kolbenklemmer oder gar -fresser mit. Deshalb wird morgen erstmal der Vergaser sowie der Luftfilter gereinigt - nicht, daß sich wieder ein Stück Kunststoffaden in einer Vergaserdüse verirrt oder das Benzinfeinsieb erneut aufgelöst hat.


Mai 2015

Auf Grund der langen Übersetzung läßt die Bergleistung meiner PX leider etwas zu wünschen übrig. Es gilt folglich, mehr Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen zu erzeugen. Überlege deshalb, den Originalauspuff durch den Sip Road 2 Auspuff zu ersetzen. Dieser bringt nicht nur etwa 10% mehr Leistung, sondern soll bei niedrigen Touren auch mehr Drehmoment auf die Kurbelwelle stemmen.

Sternenklare Nacht, kühle Luft (ca. 10 bis 12 Grad Celcius) und 120 km/h laut Tacho, was reellen 100 km/h entspricht. Dieses Wetter mag meine PX.

Die letzten 152,3 km mit hohem Vollgasanteil und weitem Ausdrehen der Gänge hat meine NV mit einem Spritverbrauch von 3,46 Liter auf 100 km quittiert - ein akzeptabler Wert. Bin mal gespannt, wie sich der Verbrauch entwickelt, wenn der Sip Road 2 montiert ist.

Nach der Demontage des vorderen Gepäckträgers, um unter dessen Gummifüßen Klarsichtfolie anzubringen, mußte ich leider feststellen, daß die Gummifüße bereits leichte kreisrunde Kratzer bzw. Eindrücke im (Klar-) Lack des Beinschildes hinterlassen haben.

Werde vorerst ohne den vorderen Gepäckträger fahren und versuchen, die Kratzer heraus zu polieren. Bin allerdings skeptisch, ob dies von Erfolg gekrönt sein wird.


Juni 2015

05.06.2015 - km 14.958,6 und damit genau 8.034,9 km seit dem 12.04.2014. Somit nur knapp einem Drittel der Zeit, die meine PK 50 XL für die gleiche Distanz benötigt hat.

Die letzten knapp 100 km ausschließlich im Stadtverkehr fordern ihren Tribut in Form von 3,65 Liter Sprit auf 100 km.

Die ersten 15.000 km stehen auf dem Tacho. Die Zeiten der geringen Spritverbräuche scheinen der Vergangenheit anzugehören - zumindest wenn ich meiner indischen Italienerin etwas flottere Fahrleistungen abverlange.

Erneut 3,65 Liter Benzin auf 100 km verbraucht.

Nachdem die Bergleistung meiner NV SPL immer noch zu wünschen übrig läßt, wird es Zeit, daß der Sip Road 2 unter das Trittbrett kommt. Hoffentlich hält er das, was ich mir von ihm verspreche.


Juli 2015

Von den 6.668,8 km in diesem Jahr hat meine PX 150 bisher genau 1.836,4 km abgespult.

Seit km 15.399,3 hängt der SIP Road 2 unter dem Trittbrett meiner italienischen Inderin. Die Montage gelang, dank Nachdruck von Franz, nach einigen Anläufen. Da der Motor ehedem bereits etwas fetter bedüst war, habe ich die Hauptdüse vorerst nicht geändert.

Der letzte Spritverbrauch mit dem "alten" Auspuff lag bei 3,22 Liter auf 100 km.

Meine PX zieht in allen Drehzahlbereichen spürbar kräftiger. Es sind, auf ebener Strecke, keine drehzahlabhängigen Leistungslöcher mehr zu spüren. Schalten vom dritten in den vierten Gang - früher idealerweise bei Tacho 60,  jetzt bei Tacho 80 - bedeutet, daß sich die Gänge leichter und weiter ausdrehen lassen. Bergauf mit 18% Steigung ist im dritten Gang jetzt Tacho 60 möglich - vorher zum Teil nur Tacho 40, was ein Runterschalten in den zweiten Gang erforderlich gemacht hatte.

Auf Grund der langen Getriebeübersetzung ist die Bergleistung noch nicht optimal. Dazu müsste die Übersetzung um einen Zahn verkleinert werden, was mehr Anzug beim Beschleunigen und etwas mehr Stabilität bei der Geschwindigkeit bergauf bedeuten würde.

Der Klang der Auspuffanlage ist dumpfer, nicht zu laut und ohne Dröhnen, was mit dem alten Auspuff in manchen Geschwindigkeitsbereich zum Teil leicht auftrat.

Obwohl die Farbe der Zündkerze nach 30, 50 und 100 gefahrenen km hellbraun war, habe ich bei km 15.505 die Hauptdüse (HD) des Vergasers von 102 auf 104 getauscht und damit das Gemisch fetter gemacht. Da meine PX mit der größeren HD nicht besser läuft, als mit der kleineren HD, erübrigt sich der Versuch mit einer 106er Hauptdüse. Die Farbe der Zündkerze ist etwas dunkler geworden - jetzt schön rehbraun.

Der Spritverbrauch lag nach den ersten 151 km mit der 102er Hauptdüse bei 3,67 Liter auf 100 km. Auf den folgenden 60 km mit der 104er Hauptdüse bei 3,40 Liter auf 100 km.

Nach gut 300 km mit dem neuen Auspuff steht fest, daß meine NV SPL in Bezug auf die Beschleunigung mit original übersetzten PX 150 mithalten kann. Als Tribut an die lange Getriebeübersetzung muß bergauf zwar hie und da noch ein Gang zurückgeschaltet werden, dafür ist die erreichbare Geschwindigkeit auf der Geraden geringfügig höher und das Drehzahlniveau hierbei niedriger. Bei anhalltenem, kräftigerem Gegenwind wird meine PX immer noch spürbar langsamer, bricht aber nicht mehr so stark ein, wie vorher. Werde das aktuelle Setup meiner indischen Italienerin vorerst so belassen.

Die erste komplette Tankfüllung mit der größeren Hauptdüse (104) brachte einen akzeptablen Spritverbrauch von 3,60 Liter Benzin auf 100 km zu Tage. Wenn ich nicht das letzte Quäntchen Leistung abfordere, dann liegt der Verbrauch bei 3,07 Liter Benzin auf 100 km - erfahren auf den letzten 91,7 km im gemischten Betrieb.

Wie zuletzt im August 2014 zeigt meine PX erneut "Abdrosseln". Nachdem sie ca. 6 km ohne erkennbare Probleme gelaufen ist, hat sich meine Vespa beim Gasgeben, nach vorheriger Gaswegnahme wegen einer Geschwindigkeitsbegrenzung, selbst abgedrosselt, so als ob sie kurzfristig keinen Sprit bekommen würde. Dies war zwar durch Ziehen der Kupplung und dabei Gas geben kurzfristig behoben, trat auf den folgenden 12 km, auch ohne vorherige Gaswegnahme, allerdings noch weitere drei- bis viermal auf. Und dies um Mitternacht bei leichtem Regen auf der Autobahn - ein sehr unangenehmes Gefühl. Gehe davon aus, daß meine PX irgendwie Feuchtigkeit gezogen hat.


August 2015

Mit 3,90 Liter Benzin auf 100 km hat meine PX einen Negativrekord aufgestellt :-(. Es waren zwar großteils recht widrige Fahrbedingungen mit extrem kräftigem und böigem Wind, aber dennoch scheint mir der Spritverbrauch etwas zu hoch.

Die 16.000 km sind geknackt - auf einer schönen Tour während unseres monatlichen Vespazierens. Die Freude hierüber ist allerdings etwas getrübt, da meine PX bei km 15.98x erneut Vollgasaussetzer hatte. Ein Durchblasen der Vergaserdüsen brachte bis km 16.05x Besserung, dann traten die Aussetzer bei diesmal unterschiedlichen Geschwindigkeiten massiv auf. Also nochmal den Vergaser komplett mit Druckluft durchgeblasen und bei km 16.070 die Zündkerze, die seit gut 9.000 km ihren Dienst versehen hatte, ausgetauscht - danke Franz. In Folge lief meine Vespa wieder prima, um nach gut vier Stunden Standzeit erneut zweimal während der Fahrt auszusetzen. Die anschließenden 20 km lief sie dann wieder problemlos.

Sollten weitere Aussetzer auftreten, bliebe nur noch ein Austausch der Zündbox und / oder des Pickup.

Was auch immer die Ursache war / ist, der Spritverbrauch hat sich wieder auf ein normales Maß vom 3,00 Liter Benzin auf 100 km reduziert :-).

Ich will es nicht beschreien und weiß auch nicht, ob es am heutigen Hochzeitstag oder dem erwarteten Erfolg der letzten Schrauberei zusammen mit Franz liegt - meine italienische Inderin lief heute besser, als je zuvor. Tacho 120 auf der Geraden, leichte Steigungen und anhaltender Gegenwind schienen nicht zu existiern. So kann es tendenziell weitergehen. Aber, wie gesagt, ich will es nicht beschreien ;-).

Über die letzten drei Tankfüllungen variiert der Spritverbrauch meiner Inderin um knapp einen Liter Benzin auf 100 km. Letzter Benzinverbrauch 3,95 Liter auf 100 km und damit ein neuer Nagativrekord. Allerdings läuft meine Vespa, wie  der "Teufel".

Km-Stand 16.400,2 - der Hinterreifen (Heidenau K 38) ist etwas mehr als 3.000 km gelaufen und mit sehr viel Glück noch für weitere knapp 10% Laufleistung gut. Dann erfolgt endlich der Tausch auf die Michelin City Grip Winter.

Das Auf und Ab beim Spritverbrauch setzt sich fort. Aktuell sind es 3,46 Liter Benzin auf 100 km.


September 2015

Bei km 16.624,5 km, nach exakt 3.243,2 gefahrenen km ist der Hinterreifen reif für den Austausch. Im gleichen Atemzug rüste ich meine indische PX vorne und hinten auf Michelin City Grip Winter um. Der ehemalige Vorderreifen (Heidenau K38) wird zum Ersatzrad umfunktioniert. Die Schläuche der alten Reifen sind noch in Ordnung und finden deshalb weiter Verwendung.

Gleichzeitig erhält meine Vespa den zweiten neuen Spritzlappen für den vorderen Kotflügel sowie neues Getriebeöl. Der Vergaser wurde unlängst gereinigt und die Zündkerze erneuert. Damit ist die Wartung nach knapp 10.000 gefahrenen km komplett erledigt.

On the top hat meine Vespa noch eine Hohlraumversiegelung mir Fluidfilm erhalten - danke Franz :-).

Die Michelin City Grip Winter sind deutlich komfortabler, als die Heidenau Pneus und überzeugen durch ihre hohe Eigendämpfung. Genau das, was ich auf einer Vespa mag. Auf den ersten Metern ist das sehr leichtfüßige Handling der Michelin zwar etwas gewöhnungsbedürftig, doch nach kurzer Zeit ist genau dies eine Wonne. Man muß eine Kurve nur denken und schon fallen die Michelin von allein in Schräglage. Dabei ist die Haftung bombig. Zumindest bei trockenem Wetter. Bei Nässe gilt es, dies noch zu erfahren. Ob sich der Luftdruck mit 2,0 bar vorne und 2,2 bar hinten ebenfalls als optimal erweist, wird sich nach den ersten 100 km zeigen. Eventuell muß ich um je 0,1 oder 0,2 bar mit dem Reifenluftdruck nach unten gehen. Bin auf jeden Fall happy mit den Michelin City Grip Winter. Wenn der Verschleiß noch paßt, sind dies meine absoluten Nr. 1 Reifen für meine NV SPL 150.

Habe den Reifenluftdruck vorne auf 1,9 bar und hinten auf 2,1 bar abgesenkt - paßt vom Laufbild her prima. Durch die Schräglagenwilligkeit der Michelin Reifen hat meine PX deutlich gewonnen. Gleichzeitig sind die Michelin deutlich stabiler und führiger im Kurvenverlauf. Lediglich bei böigem Seitenwind wirkt die PX etwas kippeliger als mit den Heidenau. Die Haftung bei Nässe ist ebenfalls bombig. Die Michelin City Grip Winter vermitteln sehr viel Vertrauen und Sicherheit. Von Fräsrillen oder Kanten im Asphalt lassen sich die Michelin, anders als die Heidenau, absolut nicht beeindrucken.


Oktober 2015

Nach den ersten 135 gefahrenen km mit den Michelin City Grip Winter habe ich den Reifenluftdruck erneut angepaßt. Fahre nun vorne 1,6 bar und hinten 2,1 bar. Hoffe damit der Kippeligkeit bei starken Seitenwind entgegenzuwirken. Auch vom Lauflbild des Vorderreifens paßt der neue Luftdruck besser.

Nach 3.345,0 gefahrenen km in dieser Saison wird es bei km 16.887,1 erstmal eine Fahrpause geben, die vermutlich nahtlos in die Winterpause übergehen wird.

Dank des "goldenen" Oktober zum Ende des Monats werden es wohl noch ein paar Mehrkilometer. Mit den heute zurückgelegten 52,1 km bin ich mit meiner NV SPL seit dem 12.03.2015 genau 10.015,5 km gerollert.

Die ersten 17.000 km sind absolviert. Und wie sollte es anders sein, als auf dem Heimweg von unserem "Padrone" Josef von Kaltenbrunn nach Coburg.

Die Michelin City Grip Winter können deutlich mehr, als ich mir auf meiner PX in manchen Situationen zutraue.


November 2015

Eine Malaise zieht sich durch, wie ein roter Faden. Und um diese auf keinen Fall zu vergessen, trat sie bei km 17.199 erneut auf - Vollgasruckeln. Warum? Keine Ahnung. Nur das Muster scheint irgendwie immer ähnlich. Erst eine längere Strecke recht flott gefahren und nach einer Pause ebenso zügig zurück. Vespa läuft dabei prima, bis plötzlich bei Tacho über 100 km/h (reel über 80 km/h) erst das Gefühl aufkommt, man würde Wellenreiten und dann kommt es auch schon zu spürbaren Aussetzern bzw. Ruckeln, so als ob der Motor keinen Sprit bekommt. Dann hilft nur Kupplung ziehen und behutsam Gasgeben und wieder Einkuppeln. Nach ein paar km war der "Spaß" diesmal wieder vorbei. Blöd nur, daß dieses Ruckeln erneut bei fast Vollgas auf der Vierspurigen nach Coburg hinein aufgetreten ist.

Nach einer erneuten Pause scheint der Spuk ab km 17.222,2 vorerst wieder eingedämmt.

Da Jochen zum Saisonende des öfteren mal etwas Vernünftiges fahren wollte ;-), ist noch der eine oder andere km auf den Tacho meiner indischen PX gekommen. Unsere Touren haben richtig Spaß gemacht.

Nach 3.694,5 km in dieser Saison geht es in den Winterschlaf. Mangels Batterie ist der Ausbau einer solchen entbehrlich. Für die schönen Wintertage steht Jane´s Liberty bereit.

In der nächsten Saison muß meine NV SPL ihre Zuverläsigkeit unter Beweis stellen. Dann geht es, im Wechsel mit meiner ET 4, regelmäßig zur Arbeit und zurück - so an die 140 km täglich. 

Wie zur Bestätigung der von mir eingeläuteten Winterpause, wurde in der letzten Nacht zum ersten mal in diesem Herbst mit Salz gestreut. Auch der heute gefallene Schnee blieb liegen.

Jetzt beginnt das Warten auf die nächste Saison.


Dezember 2015

Trotz des milden Wetters mit zum Teil trockenen und salzfreien Straßen, bin ich seit über einem Monat nicht mehr mit meiner NV SPL gerollert. Der tägliche Weg zur Arbeit in der dunkeln Jahreszeit erscheint mir wenig sinnvoll - jeweils 70 km hin und zurück bei Dunkelheit ist, trotz einer tollen Vespa Strecke, kein Ausgleich, sondern pure Anstrengung.

Das Warten auf die neue Saison macht sehnsüchtig.


April 2016

Nach fast genau fünf Monaten Winterpause erfolgte beim Auswintern eine unangenehme Überraschung - nach etwas mehr als 600 km auf den Michelin City Grip Winter war der Vorderreifen meiner PX platt.

Erste Gedanken, ich habe mir kurz vor der Winterpause etwas in den Reifen eingefahren oder der bei der Montage des Reifens wiederverwendete Schlauch (siehe September 2015) hält die Luft über einen langen Zeitraum nicht, weil vielleicht bei der Montage unbemerkt eingezwickt.

Nach der Überprüfung der Ursachen für den platten Reifen wurde aus der unangenehmen leider eine böse Überraschung - der Ventileinsatz des vorderen Schlauches war fast komplett herausgedreht. Derartiges passiert nicht von alleine und auch nicht beim Fahren, da muß jemand nachgeholfen haben. Ebenso beim Hinterreifen, nur lag da der Luftdruckverlust lediglich bei erwarteten 0,3 bar - wobei, der Ventileinsatz hier auch nicht soweit herausgedreht war, wie am Vorderrad.

Bei km 17.253,1 hat meine NV SPL ohne Beanstandungen frischen TÜV bekommen und ich dabei einen Monat "gut gemacht" - die grüne Plakette steht ihr gut :-).

Um dem immer wiederkehrenden Problem des Vollgasruckelns bei warmem Motor entgegenzuwirken, haben wir gleich nach dem TÜV die originale Zündspule und den Pickup der indischen Zündung gegen Neuteile getauscht. Nicht der schlechteste Gedanken nach 22 Jahren Laufzeit. Ob das Problem damit auch gelöst ist, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten herausstellen.

Was jetzt schon positiv zu vermelden ist, der Motor meiner PX läuft gleichmäßiger, beschleunigt besser und hält die Leistung am Berg konstanter. Jetzt kann ich mit Jochens PX 150 wohl auch besser mithalten als bisher.

Übrigens, so ganz nebenbei ist meine indische Italienerin nach der Winterpause, wie gewohnt, auf den dritten Kick angesprungen. Habe wegen der Gemischschmierung vorher allerdings etwas Zweitaktöl in den Tank gegeben und das Gemisch durch leichtes Hin- und Herkippen der Vespa wieder vermischt.

Die Michelin City Grip Winter fahren sich traumhaft - sehr geschmeidig und komfortabel, gepaart mit erstklassiger Haftung und prima Handling.

Nach fünf Tagen Standzeit ist der vordere Reifen erneut platt. Das Gute dabei ist, es kann diesmal keiner nachgeholfen haben. Scheint also ein Defekt des Schlauches zu sein. Morgen bin ich schlauer.

Erst ein Wasserbad hat den Defekt am Schlauch offenbart. Die Vulkanisierung des Ventils war an einer klitzekleinen Stelle defekt und an dieser Stelle ist die Luft schleichend aus den Schlauch entwichen. Ein neuer Schlauch bei km 17.285,0 montiert und gut ist es.

Das Faszinierende dabei war, als kurz nach der Feststellung des Defektes, Findus, der Kater von Franz und Andrea, an dem aufgepumpten Schlauch herangeschlichen ist und dann zielgenau an der defekten Stelle geschnüffelt hat - er hat die entweichende Luft vorher gehört.

Der neue Pickup scheint die Ruckelns Lösung gewesen zu sein. Gleichzeitig hat die erste Tankfüllung mit neuer Zündspule und neuem Pickup einen Minderverbrauch von 0,3 l Gemisch auf 100 km erbracht. Langsam war ich dabei wahrlich nicht unterwegs.


Mai 2016

Es ist immer wieder erstaunlich, wie der 2 Taktmotor meiner PX auf auf Temperaturunterschiede reagiert. Bei sommerlichen 26 Grad waren es laut Tacho gut 10 km/h weniger, als bei den deutlich kühleren Temperaturen am frühen Morgen.

Voll gefordet hat sich meine italienische Inderin auf einer Strecke von knapp 160 km 3,50 Liter Benzin auf 100 km gegönnt.

Die Michelin City Grip Winter sind seit 1.137,4 km montiert und fahren sich prima. Sie liegen mit 1,6 bar vorne und 2,1 bar hinten satt auf der Straße und lassen sich auch durch böigen Seitenwind nicht aus der Ruhe bringen. Die anfängliche Kippeligkeit gehört, dank des angepaßten Luftdrucks, der Vergangenheit an. Das Reifenlaufbild ist erstklassig und verspricht mehr Laufleistung als mit den Heidenau K38.

Kommt der Wind, wie in den letzten Tagen mit Windstärke ab 8 aufwärst, frontal von vorne, ist auch in der Ebene Herunterschalten in den 3. Gang angesagt. Die lange Getriebeübersetzung meiner PX tut hier ihr Übriges. Auf einer Strecke von knapp 70 km hatte dies gut 10 min. mehr an Fahrzeit zur Folge.

Dennoch abschließend alles kein Grund, weiterhin auf ein Motorrad zu schielen. Wie sagt Franz so treffend - Vespa reicht. Recht hat er :-).

Seit km 17.850 ist beim Gaswegnehmen, unterhalb von 35 km/h,  ein schabendes Geräusch aus dem Vorderbau meiner Inderin zu hören, welches sich beim Verzögern mit der Vorderradbremse noch verstärkt. Das Geräusch scheint aus dem Antrieb oben am Tacho zu kommen. Bei Geschwindigkeiten über 35 km/h ist das Geräusch nicht vorhanden / hörbar.

Die Tachowelle war, nach Demontage des Lenkkopfoberteils, fest mit dem Tacho verschraubt. Ob hier etwas Fett / Oel hilft, die Tachowelle erneuert werden muß oder der Tacho bald seinen Geist aufgibt?

Die Tachowelle und das Tachoritzel selbst zu ölen, sollte das schabende Geräusch, welches inzwischen weniger deutlich zu Tage tritt, beseitigen - danke Franz. Der originale Tacho an sich scheint in Ordnung zu sein. Deshalb war es auch möglich die ersten gemeinsamen 11.000 km von dort abzulesen, ebenso wie die ersten 18.000 Gesamtkilometer.

Bei der letzten Kontrolle hatte der hintere Reifen deutlich mehr Luft verloren, als der vordere. Dies gilt es zu beoabachten, nicht das auch hier der Schlauch schlapp macht.


Juni 2016

Da bei km 18.500 und bei km 18.624 erneut Vollgasruckeln sowie "Verschlucken" beim Hochschalten aufgetreten ist, wenn auch nicht so heftig, wie in der Vergangenheit, blieb als Lösungsmöglichkeit nur noch der Austausch der Zündkerze. Da die NGK B7HS ganz leicht schwarz war, fahre ich nun mit einer NGK B8HS. Ob dies nun die endgültige Lösung ist, werden die nächsten Touren bei ähnlich hohen Außentemperaturen (deutlich jenseits der 20 Grad Marke) zeigen.

Momentan liegt die Vermutung darin, daß meine PX durch die lange Übersetzung unter Vollast einfach zu untertourig und damit auf Strecke zu fett läuft.

Die neue Zündkerze tut sowohl den Fahrleistungen, als auch dem Spritverbrauch gut - 2,94 Liter Benzin auf 100 km.

Die Michelin City Grip Winter sind seit 2.227,5 km montiert und fahren sich auch bei Temperaturen um die 30 Grad Celcius erstklassig. Das Reifenlaufbild ist prima und das Restprofil verspricht nochmal die gleiche Laufleistung.


Juli 2016

Die letzten 600 km ging das Rücklicht mal, mal nicht. Bei km 19.064 dann doch mal aufgeschraubt und sofort war klar, die Birne hat es hinter sich. Jetzt ist auch alles wieder klar und leuchtet wieder kräftig durch die Nacht.


August 2016

Seit nun mehr 2.846 km verrichten die Michelin City Grip Winter tadellos ihren Dienst. Gut 1.000 km sollten sie noch halten. Das wären dann gut 20 % mehr Laufleistung als mit den Heidenau K38.

Die Aussetzer unter Vollast sind, trotz anderer Zündkerze, bisher noch zweimal aufgetreten, zuletzt bei km 19.465. Zwar nicht mehr ganz so stark wie bisher, aber immer noch wahrnehmbar.

Das Lichtproblem bei meiner PX geht in die nächste Runde. Nach dem Starten auf dem Hauptständer leuchten alle Lampen, wie gewohnt. Beim Abbocken erlöschen sowohl die Tachobeleuchtung, als auch das Rücklicht. Ob es nur ein Wackelkontakt oder ein durchgescheuertes Kablel ist, konnte ich noch nicht feststellen. Denn wann passiert so etwas? Genau, dann wenn´s dunkel ist. Übrigens seit km 19.590 - für Jochen ;-).

Die Fehlersuche durch Franz bei km 19.613,5 war dann doch einfacher als von mir vermutet. Geholfen hat hierbei der Umstand, daß die Tachobeleuchtung und das Rücklicht bereits beim Drehen des Lenkers von links nach rechts ausgefallen ist und beim Zurückdrehen wieder geleuchtet hat - allerdings nur auf dem Hauptständer. Grund für den Lichtausfall waren zwei Kabel im Lenkkopf (gelb und braun), die an jeweils zwei Stellen durchgescheuert waren. Da ausreichend lange Kabel verlegt waren, konnten diese, um jeweils die Bruchstellen gekürzt, verlötet und ummantel werden. Neue Kabel einziehen war somit entbehrlich. Danke Franz!

Im gleichen Zusammenhang habe ich festgestellt, daß bei meiner indischen PX bereits ab Werk ein Blinkerpiepser verbaut ist. Klingt zwar etwas gewöhnungsbedürftig, wurde aber dennoch reaktiviert.

Allerdings nicht für lange, denn das Gepiepse nervt schon gewaltig.

20.000 km laut Tacho sind überschritten und damit mehr als 13.000 km mit meiner indischen Italienerin gerollert. Erfahren haben wir diese Laufleistung bei der Rückfahrt von meiner Begleittour unserer Vespa Gardaseefahrer (Franz, Michael, Joe, Tom, Harry und Kimi - gute Fahrt und viel Spaß).

Die Michelin City Grip Winter sind seit nun mehr 3.380 km montiert und haben damit die Laufleistung der Heidenau K38 bereits egalisiert.


September 2016

So ganz kann meine indische Italienerin das Beschleunigungsruckeln unter Vollast doch nicht lassen, so bei km 20.131 sowie abermals 3 km später. Diesmal erneut beim Beschleunigen von Tempo 80 auf 90.

Bei km 20.290,x - auf halber Strecke unseres Vespa Prima Franken Ausrollerns - ging bei meiner NV SPL nichts mehr. Kein Zündfunken. Nachdem die Zündkerze als Fehlerquelle ausgeschlossen werden konnte war die Ursache recht rasch gefunden und provisorisch repariert. Zum einen war das Kabel auf der Zündspule nicht richtig fest und zum anderen hat sich die Steckverbindung des Massekabels gelöst.

Vielleicht ist damit auch die Ursache für die gelegentlichen Aussetzer beim Beschleunigen gefunden.


Oktober / November / Dezember 2016

Da meiner NV SPL, nach zwei Wochen Standzeit, bei km 20.315,3 erneut kein Zündfunke zu entlocken war, konnte meine provisorische Reparatur des Massekabels nicht des Übles Wurzel beseitigt haben.

Der Startversuch mit einer provisorisch montierten, neuen Zündspule, die mir Franz dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hatte, offenbarte den Defekt der alten Zündspule. Danke Franz für Deine anschauliche Anleitung, mit der ich auf meine alten Tage noch zum Vespa Schrauber geworden bin ;-).

Das Provisorium hatte zumindest solange gehalten, bis ich Franz Werkstatt erreicht und Franz den Austausch der Zündspule sowie die Reparatur des Massekabels professionell erledigt hatte.

Jetzt läuft meine Vespa gefühlt auch etwas kräftiger.

Zu guter letzt hat mich meine indische PX in dieser Saison bis zur Winterpause über 3.407,1 schöne km begeleitet.

Mangels einer solchen entfällt die Batteriepflege während der Winterpause. Dafür steht hie und da das Durchmischen des Benzin-Ölgemisches im Tank an.


Februar 2017

Das Benzin-Ölgemisch durch hin- und Herschaukeln vermischt und dann ist meine PX, wie immer, auf den dritten Kick angesprungen. Macht mit dem kräftigen 2-Takter und Handschaltung am meisten Spaß. Freue mich auf die hoffentlich baldige Saison.


März 2017

Nach fast genau fünf Monaten Winterpause haben die beiden Reifen lediglich 0,3 bar Luftdruck verloren.

Zur Sicherheit noch 50 ml 2 Taktöl in den Tank gegeben und nach gut 500 m war nichts mehr von der Winterpause zu spüren.

Werde demnächst eventuell noch die originale Sportscheibe montieren und einen schwarzen Lampenring (wie bei meiner PK). Die Teile liegen montagefertig bereit.

Die erste Tankfüllung in der neuen Saison erbrachte einen Benzinverbrauch von 3,64 Liter auf 100 km - mit viel Stadtverkehr und ordentlichem Angasen.

Die Michelin City Grip Winter verrichten bereits seit 4.187 km ihren Dienst. Und dies zu meiner ganzen Zufriedenheit. 500 bis 1.000 km traue ich dem Hinterreifen noch zu. Dies ist und wäre ein tolles Ergebnis in Bezug auf Laufleistung, bei gleichzeitig top Performance, wie Agilität, Haftung, Komfort und Laufruhe.

Als ob drei von fünf nur eingeschränkt fahrfähige Vespa nicht ausreichen würden, macht meine PX zur Zeit auch Mucken. Beim Bremsen mit der Fußbremse erlischt, bis auf wenige Ausnahmen, das Fahrlicht. Irgendwie scheint beim Bremsen ein Masseschluß zu entstehen. Es könnte aber auch der Anfang vom Ende des Gleichrichters sein. Wenn es keine eindeutige Fehlerursache gibt, wird es ein "lustiges" Fehlersuchen.


April 2017

Der Fehler mit dem Erlöschen des Fahrlichtes beim Betätigen der Fußbremse ist bis dato nicht wieder aufgetreten. Scheint offensichtlich ein Massefehler gewesen zu sein, der sich selbst repariert hat.

Kaum habe ich die Baustellen an meiner GT 200 L beseitigt, hat meine indische PX bei km 20.897,4 erneut keinen Zündfunken.

Nach mehreren Versuchen mit verschiedenen Zündspulen ist meine PX dann doch angesprungen, um beim Umstecken auf die vorhandene Zündspule bei km 20.914,x auch mit dieser zu starten. Bei den indischen PX Modellen sind CDI und Zündspule zwei getrennte Teile. Was die Fehlerursache war - ?.

Als Fehlerquellen kommen vorrangig die indische CDI, das Zündschloß oder ein Massefehler am grünen Kabel in Frage. Pickup und Zündgrundplatte sollten in Ordnung sein. Franz baut den indischen Kabelbaum auf eine originale italienische Zündeinheit (CDI und Zündspule als ein Teil) um. Damit wäre in Folge die vorhandene CDI als Fehlerquelle ausgeschlossen. Vielleicht hatten aber auch nur einige der Kabelsteck-verbindungen keinen ausreichenden Kontakt. Es bleibt spannend.

Vielleicht erfolgte die Arbeitsverweigerung auch aus Eifersucht auf die Neue im Stall ;-).


Mai 2017

Leider zu früh gefreut. Bei km 20.975,5 hat meine Inderin erneut den Dienst verweigert. Egal wie, es ist ihr kein Zündfunke mehr zu entlocken. Offensichtlich kommt irgendein Bauteil, vermutlich die indische CDI, nicht mit Feuchtigkeit zurecht und stellt in Folge die Funktion ein.

Auch bei trockenem Wetter macht sie keinen Muks - Totalausfall.

Wie vermutet, ist die indische CDI defekt. Deshalb hat meine indische PX bei km 20.977,4 eine originale, italienische CDI/Zündspuleneinheit erhalten. Hierzu hat Franz die indische Verkabelung auf italienisch umgestrickt - danke schön. Jetzt läuft meine PX wieder und hat kurz drauf die ersten 21.000 km "voll" gemacht. Das bedeutet gleichzeitig, die ersten gemeinsam gerollerten 14.000 km.

Einzig beim Beschleunigen, nach dem Hoch- bzw. Runterschalten in den 2. und 3. Gang, hat meine NV jetzt Aussetzter. Fast so, als würde sie zu fett laufen. Kann auch sein, daß nach vorgenanntem Umbau die Zündung nachjustiert werden muß.

Der hintere Michelin City Grip Winter wird vorausichtlich 5.000 km Laufleistung schaffen und dann immer noch als Ersatzreifen tauglich sein.


Juni / Juli 2017

Irgendetwas scheint aktuell nicht zu passen. Denn 4,57 Liter Benzin, hochgerechnet auf 100 km, sind inakzeptabel, weil deutlich zu hoch.

Nach 5.036,7 km ist der hintere Michelin City Grip Winter reif für den Austausch, taugt aber immer noch als Ersatzrad. Anders als das Getriebeöl, welches bei km 21.661,2 (nach 21 Monaten) ebenfalls gewechselt wurde.

Der Grund für die Bergschwäche lag in der bis dato verbauten 22 Zahn Kupplung. Nach Wechsel auf eine 20 Zahn Kupplung passen nicht nur die Ganganschlüsse besser, auch Gegenwind oder Steigungen haben ihren Schrecken verloren. Meine NV SPL fährt ohne Geschwindigkeitseinbruch unbeeindruckt und kräftig weiter. Auch die 18% Steigung am Judenberg meistert sie nun souverän im dritten Gang.

Die erreichbare Höchstgeschwindigkeit hat trotz der verkürzten Übersetzung nicht abgenommen, was zum Teil wohl auch an der montieren originalen Cruiserscheibe liegt. Der Hauptgrund dürfte allerdings das erhöhte Drehzahlniveau sein, welches meine Vespa nun in einem optimaleren Drehmomentbereich laufen lässt.

Ob und wie sich dies auf den Benzinverbrauch auswirkt, der sich übrigens wieder normalisiert hatte, wird sich nach der nächsten Tankfüllung zeigen.

Meine Empfehlung für einen sehr langlebigen, äußerst agilen, höchst komfortablen und haftstarken Reifen für die Vespa PX / NV SPL ist der Michelin City Grip Winter. Egal ob trocken oder naß, kalt oder heiß - er fährt immer tadellos.

Was meine PX, abgesehen von gelegentlichen (Zünd-)aussetzern (?) beim Beschleunigen, hauptsächlich im zweiten und dritten Gang, auch tut. An die Zündeinstellung müssen wir aber wohl nochmal ran.

Die Reinigung des Vergasers, seiner Düsen und des Luftfilters haben das Ruckeln beim Beschleunigen leider nicht eleminieren können. Das Zündkerzenbild könnte einem Lehrbuch entstammen.

Der Kraftstoffverbrauch hat von der Verkürzung der Getriebeübersetzung profitiert. Trotz deutlich verbesserter Fahrleistungen hat sich der Spritverbrauch auf 3,37 Liter Benzin auf 100 km reduziert.

Die Aussetzer beim Beschleunigen scheinen eher mit der Kraftstoffzufuhr denn mit der Zündung zu tun zu haben. Gehe inzwischen davon aus, daß durch die neue Zündeinheit das Kraftstoffgemisch unter Teillast zu fett ist. Sprich die Nebendüse zu klein ist.

Dennoch stehen die ersten 22.000 km auf dem Tacho und damit mehr als 15.000 gemeinsame km.


August 2017

Die Anpassung der Nebendüse beim km 22.198,2 - entgegen meiner Erwartung noch kleiner, also noch fetter - hat eine gewisse Besserung in Bezug auf das Beschleunigungsruckeln gebracht. Optimal ist das Ergebnis leider noch nicht. Meine Vermutung geht inzwischen in Richtung Auspuff. Der SIP Road 2 passt eventuell nicht mehr so richtig zu der geänderten Zündung.

So stehen ruckelnder Weise 22.222,2 km auf dem indischen Tacho und meine NV SPL 150 auf neuen Ständerfüßen wieder sicher.


September 2017

Nach einem Monat Stillstand hat meine Inderin vier Kicks bis zum Starten gebraucht, um dann beim ersten Gasgeben auszugehen. Erste Vermutung - abgesoffen. Im Ergebnis war der bisher verbauten NGK B8HS allerdings kein Zündfunke mehr zu entlocken. Mit einer gebrauchten B7HS ging es dann wieder.

Aktuell ist meine PX etwas zu fett bedüst und verbraucht knapp 4 Liter Gemisch auf 100 km, läuft dafür aber kräftig und manierlich. Allerdings nervt inzwischen der harte und laute Klang des SIP Road 2.

Nach 22.555 km und 23 Jahren zeigt die Sitzbank die ersten Verschleißerscheinungen in Form von leichten oberflächlichen Rissen im Bezug. Erfahrungsgemäß hält der Sitzbankbezug jetzt nicht mehr lange.


November 2017

Der erste Schneefall und damit ist die Saison beendet. Meine italienische Inderin steht aber bereits seit einem Monat in der Garage und wartet darauf, in der neuen Saison wieder den Original Auspuff und die originale Vergaserbedüsung zu erhalten.


Januar 2018

Während ich bei meinen anderen Vespa die Batterien zur Erhaltungsladung ausgebaut habe, habe ich meine NV SPL vom Ständer geholt und das Benzin- / Ölgemisch durchgemischt.


März / April 2018

Nach knapp fünf Monaten Winterpause das Gemisch in bewährter Form vermischt und auf den vierten Kick ist meine indische PX gestartet, um anschließend die ersten 13,5 km der neuen Saison zu rollern.

Der Sip Road 2 nervt inzwischen mit seiner Lautstärke und wird deshalb zeitnah durch einen gebrauchten Originalpott ersetzt, was eine Umbedüsung des Vergasers auf die originalen Düsenwerte zur Folge hat.

Auf dem Tacho meiner Inderin stehen inzwischen 23.076,8 km. Wie passend zum 50ten ;-).

Trotz einiger Unzuläglichkeiten sind dies mehr als 16.000 gemeinsam gerollerte Vespa km.

Des Chronisten Pflicht ruht, wenn´s der Tacho nicht mehr tut - oder so ähnlich ;-).

So geschehen während unseres Vespa Prima Franken Anrollerns in das schöne Meiningen, als bei km 23.206,1 Geschwindigkeits- und km-Zähler ihren Dienst eingestellt haben.

Diagnose: wahrscheinlich Tachowelle gebrochen.

Da es aber noch andere Verrückte gibt, die sich den km-Stand ihrer Vespa notieren, kann ich meine Buchführung in Richtung meiner ersten 100.000 Vespa km recht exakt nachvollziehen.


Juli 2018

Die Diagnose der gebrochenen Tachowelle war leider falsch. Der Tacho selbst ist fest und läßt sich nicht mehr reparieren. Durch die Blockade des Tachos hat sich in Folge die Tachoschnecke im Vorderrad abgeschert.

Wenn auch nicht mehr so schön bunt, so gibt es dennoch Ersatz in Form dieses Tachos: 

https://www.scooter-center.com/de/tacho-lml-vespa-oe-85mm-px-alt-bis-bj.-1984-120km/h-mit-tankanzeige-7673511

https://www.sip-scootershop.com/de/products/tachometer+lml+fur+vespa+p80_50030000

Übergangsweise hat mir Franz den Tacho einer PX alt eingebaut. Leider hat dieser weder Benzinstands- noch Blinkeranzeige. Aber der Chronist kann wieder km zählen. So kann es morgen zum TÜV gehen - danke Franz.

Mit dem defekten Tacho ist meine Inderin ca. 130 km gerollert.

Da nach dem Einbau des Ersatztachos dessen Nadel leicht zittert, ist davon auszugehen, daß die Tachwelle auch irgendwo geknickt ist. Wird im Zuge des Einbaus des neuen LML Tachos ausgetauscht.

Übrigens laut PX alt Tacho läuft meine NV SPL 85-90 km/h.

Mit frischem TÜV bei ca. km 23.450 (auf Basis des defekten Tachos berechnet) rollert meine Inderin in die nächsten zwei Jahre.


August 2018

Der neue Tacho war leider nicht funktionsfähig, da kein Masseanschluß herzustellen war. Auch die neue Tachowelle hat erst mit Nacharbeit am Tacho in diesen gepaßt.

Glücklicher Weise hat Franz den alten Tacho mit viel Geduld und WD-40 doch wieder gangbar machen können - danke Franz.

Mit neuer Tachowelle zeigt der Tacho zwar wieder utopische 125 km/h Höchstgeschwindigkeit an, die Nadel zittert aber nicht mehr und sowohl km-Zähler, als auch Tank- und Blinkeranzeige funktionieren wie gehabt.

Inzwischen ist meine Inderin 24.145 km gerollert, davon 809 km mit dem Ersatztacho.

Ab sofort verwende ich den abgelesenen km-Stand des Originaltacho, auch wenn auf diesem, durch den zwischenzeitlichen Defekt, gut 920 km Laufleistung fehlen.

Km 23.284,9 - während der letzten 50-60 km wird meine italienische Inderin immer weniger fahrbar.

Bei kühleren Außentemperaturen nimmt sie ab Tempo 80 kein Gas an. So, als wäre sie zu fett bedüst, oder würde kein Gemisch bekommen. Gefühlt eine Mischung aus sich selbst drosseln oder einen Kolbenklemmer haben. Mehr als Tempo 70 ist dann nicht drin.

Bei heißeren Außentemperaturen fährt sie sich hingegen besser. Nur beim Gasgeben nach dem Hoch- oder Runterschalten nimmt sie in vier von fünf Fällen kein Gas an. Sie ruckelt und bockt mit zum Teil heftigen Aussetzern - richtig gefährlich, wenn hinter mir jemand fährt und unaufmerksam beschleunigt.

Werde vermutlich wieder auf den Original Pott sowie die originale Bedüsung wechseln. Darüber hinaus den Tank, Benzinschlauch sowie den kompletten Vergaser prüfen.

So macht PX-Fahren keinen Spaß, zumal der Spritverbrauch teilweise über 4 Liter auf 100 km liegt.

Auch nach einigen Tagen Fahrpause hat sich an der Unfahrbarkeit, unter oben genannten Umständen, nichts geändert.


Oktober 2018

Der Grund für die temporäre Unfahrbarkeit könnte in einem defekten Pickup gelegen haben, der knapp 1 km vor meinem Freundlichen seinen Dienst quittiert hat.

Dank der Hilfe von Nobs, der mir einen gebrauchten Pickup auf die Zündgrundplatte gelötet hat, läuft meine italienische Inderin seit km 23.784,5 wieder einwandfrei.

Macht richtig Spaß, wenn das Ruckeln nach dem Abbiegen und Beschleunigen einfach nicht mehr vorhanden ist.

Inzwischen ist meine NV SPL, wieder problemlos, über 25.000 km gerollert, auch wenn der Tacho etwas weniger anzeigt.


Februar 2019

Drei Tritte auf den Kickstarter und nach genau drei Monaten Winterpause, allerdings deutlich früher als erwartet, war heute die erste kleine Tour über 24,5 km in der neuen Saison möglich - trotz Streusalzresten auf trockenen Straßen. Ob es jetzt schon das lang ersehnte Ende der Winterpause und der Start der neuen Saison, oder nur ein kurzes Intermezzo ist, wer weiß ...

Vor dem Starten, wie üblich meine Vespa mehrfach über ihre Längsachse hin- und her geschwenkt, um das Gemisch im Tank wieder zu vermischen, den Luftdruck sowie die Beleuchtung geprüft und los gings.

Und wie zum Ende der letzten Saison, die Idioten (in ihren Blechbüchsen) auf den Straßen waren auch wieder da.

Diese erste kurze Fahrt hat mir wieder deutlich vor Augen geführt, warum ich lieber Vespa, als Motorrad fahre - obwohl ich machmal gerne schneller unterwegs wäre. Das Fahren mit einer Vespa ist viel entspannter, vor allem auf Grund des angenehmeren, weil viel weiteren Kniewinkels, den mir bei meiner Körperlänge kaum ein auf dem Markt befindliches Motorrad bietet.

Es wird Zeit, dass es endlich richtig losgehen kann - ohne Salz auf den Straßen.


März 2019

Obwohl die ein oder andere Fahrt im Februar möglich gewesen wäre - es hat einfach die Zeit dazu gefehlt. Könnte zeitbedingt eine maue Vespa Saison werden.

Noch/erneut blockt die "Streusalzsaison" den Vespa Spaß.

Mit ganz kleinen Schritten scheint die Saison so ganz langsam in Schwung zu kommen - wenn nur endlich nicht mehr gestreut werden müsste/würde.

Die Temperaturen liegen tagsüber deutlich über 0°C. Dennoch ist in den Landkreisen SON / HBN immer noch eine weiße Streusalzschicht auf den Straßen zu sehen. Im Vergleich hierzu scheint im Coburger Land sichtbar verantwortungs- und umweltbewußter mit Streusalz umgegangen zu werden. Eine Beobachtung, die ich bereits seit Jahren mache. Die Salzschicht auf den Straßen in Kombination mit Regen läßt eine aggressive Salzlauge entstehen - Gift für die Vespa.


April / Mai 2019

Dennoch stehen die ersten knapp 500 km der jungen Saison auf den Tacho.

Die bei km 24.796 festgestellte defekte Rücklichtbirne (12V 5W) habe ich bei km 24.826 durch eine neue ersetzt. Die vorhandene Ersatzlampe war, wie soll es anders sein, auch defekt - eigentlich zu profan, um Erwähnung zu finden.

Warum meine Vespa auf den ersten 500 km zwischen 3,4 und 4,3 Liter Sprit auf 100 km verbraucht hat, wissen die Götter.

Demnächst ist wieder ein neuer Spritzlappen am vorderen Kotflügel fällig - reißt immer an der in Fahrtrichtung linken Seite ein.

Pünktlich zu Ostern hat sich auch das Abblendlicht verabschiedet - Ersatzbirne, wie sollte es anders sein, Fehlanzeige ;-). Dank Bilux funktioniert aber das Fernlicht.

Nach Schneeregen und Streusalz auf den Straßen Anfang Mai, hat meine Inderin pünktlich zum Muttertag die ersten 25.000 km auf dem Tacho übersprungen (in Wahrheit etwa 920 km mehr). Wenn die Eisheiligen vorüber sind, wird die Saison hoffentlich endlich volle Fahrt aufnehmen.


Juni / Juli 2019

Nach einer Woche auf meiner GT 200 L vermittelt das Fahren mit meiner indischen PX wieder das originäre Vespa-Feeling - leicht und unbeschwert. Etwas langsamer zwar als meine GT, dafür aber wunderbar zweitaktend.

Bei km 25.195,0 habe ich die Scheinwerferbirne (12V Bilux 35/35W von Osram) getauscht. In dem indischen Lenkkopf sind zahlreiche Kabelklemmen verbaut, die den Zusammenbau des Lenkkopfes etwas fummelig gestalten. Leider ist hierbei, trotz aller Vorsicht, ein Stück des Oberteils gebrochen, was aber wieder geklebt werden kann. Der Lenkkopf muss ohnedies noch einmal demontiert werden, da die passenden Birnchen (12V 2W) für die Beleuchtung des Tacho nicht verfügbar waren.

Nach der Demontage der Lenkerverkleidung ist mir aufgefallen, dass der Scheinwerfer nur noch mit einer Schraube befestigt war. Die andere Schraube (M5) hatte sich gelöst und lag im Unterteil der Lenkerverkleidung. Nur der Sägering ist verloren gegangen.

Der Hinterreifen ist knapp 4.500 km gelaufen und vermutlich für noch weitere 1.000 km gut. Werde spätestens zum Ende der Saison wieder einen Michelin City Grip Winter montieren.

Da der vordere Spritzlappen fast bis zur Hälfte eingerissen ist, muss dieser zeitnah ersetzt werden - die effektivste Methode, den Unterboden vor Steinschlägen zu schützen.

Nach der Präsentation von Vespa Lizenzbauten bei unserem 12. Vespa- und Ape- Treffen in Kaltenbrunn, hat meine indische PX auf dem Nach-Hause-Weg wieder mit dem unsäglichen Motor-Ruckeln auf sich aufmerksam gemacht - zumindest temporär. Vielleicht ist doch eine neue Zündgrundplatte fällig.


August / September 2019

Nach mehr als 5 Wochen Standzeit ist meine Italo-Inderin prima gestartet und in Folge über 200 km nicht nur ohne Probleme, sondern 1a gelaufen. Von der bekannten Bergschwäche, trotz kürzerer Übersetzung, abgesehen, war die gemeinsame Tour mit meinem Bruder (mit seinem 65 PS Quad) zur Kathi Bräu ein reines Vergnügen. Und einige Steigungen bis dahin sind ja auch nicht ohne - zumindest für eine originale 150er Vespa. Und wirklich wegfahren konnte mir mein Bruder auf der kurvenreichen Strecke auch nicht. Durchschnittsverbrauch meiner NV SPL 3,5 Liter Benzin auf 100 km.

Die ersten 26.000 km stehen auf dem Tacho (+ 920 fehlende km durch den ehedem defekten Tacho).

Der Hinterrradreifen ist, nach 5.279,9 km, nahezu reif zum Austausch. Ebenso das Getriebeöl sowie die Zündkerze. Darüber hinaus muss die Hinterradbremse nachgestellt und sämtliche Züge geölt sowie der Luftfilter gereinigt werden. Hoffe, daß Franz bei Gelegenheit Zeit dafür hat und ich mir diese auch frei von Arbeit nehmen kann.


Oktober 2019

Nach weiteren 340 gerollerten km nähert sich das Profil des Hinterreifens dem absoluten Minimum, was einen Einsatz als Ersatzreifen nicht mehr sinnvoll erscheinen läßt.

Von den Michelin City Grip Winter bin ich nach wie vor absolut begeistert. Nicht nur in Bezug auf die Laufleistung, sondern in Bezug auf deren gesamte Performance.

Auch wenn die Heidenau K80 SR vieler Orts gelobt werden, werde ich dennoch nicht wechseln, da ich, wie für Heidenau typisch, eine sehr steife und damit wenig komfortable Reifenkarkasse vermute, was mir absolut nicht liegt.

Bei km 26.442,5 und damit nach 5.701,3 km hat Franz an meiner italienischen Inderin folgende Wartungsarbeiten durchgeführt:

– Getriebeöl und Hinterreifen (Michelin City Grip Winter) sowie Zündkerze (NGK B8 HS, nach ca. 5.000 km) gewechselt.

– Hinterradbremse nachgestellt und Tachobeleuchtung sowie Scheinwerferbirne (nach lediglich 1.247,5 km) erneuert.

– SIP Road 2 gegen originalen PX Auspuff getauscht und Vergaser neu bedüst (Mischrohr BE3, HLKD 160, HD 104, ND 140/52 = 2,7). Die Bedüsung ist etwas fetter als die originale PX 150 Bedüsung.

– Den Spritzlappen des vorderen Kotflügels gekürzt und neu vernietet.

Die richtige Vergaserbedüsung hat knapp 20 km Probefahrt und eine dreimalige Kontrolle des Zündkerzenbildes erforderlich gemacht.

Mit dem originalen Piaggioauspuff läuft meine NV SPL 150 nicht nur angenehm leise und nicht mehr so pubertär brüllend und laut, sondern sie dreht auch freier und leichter aus und bricht an Steigungen nicht mehr so drastisch mit der Geschwindigkeit ein. Die Gangwechseln erfolgen nun leicht und locker mindestens 10 km/h später.

Zur Sicherheit nochmal das Zündkerzenbild kontrollieren und dann auf zu den nächsten 5.000 km.


November 2019

Trotz der Reinigung des Kontaktes der rechten Seitenhaube in der Karosserie funktioniert der hintere rechte Blinker nicht. Die Blinkerbirne sollte allerdings in Ordnung sein. Also nochmal die rechte Backe ab und den Kontaktdorn gereinigt - und der Blinker tut es wieder.

Schönes Wetter - Sonnenschein und bis zu 10ºC - nur leider etwas feuchte Straßen und eine Unmenge an Streusalz aufgebracht - als ob die nächste Eiszeit kurz bevorsteht. Damit ist die diesjährige Vespa-Saison beendet. Die nicht gestreuten Straßen sind staubtrocken und keine Spur von Reif- oder Straßenglätte. Nur erübrigt sich hierzu, wie in jedem Jahr, jedweder Kommentar.


Dezember 2019

Nach der Wartung nebst Umbedüsung meiner indischen PX durch Franz läuft diese einfach traumhaft, so daß ich jeden trockenen Moment nutze, um noch einige Vespa km zu rollern.

Der aktuelle Kraftstoffverbrauch bei Kurzstreckenbetrieb liegt bei 3,36 km Benzin auf 100 km. Die Laufleistung ist auf 2.165,3 km geklettert.


März 2020

Obwohl erst im Oktober letzen Jahres neu aufgezogen, habe ich mir 3 Sätze Michelin City Grip Winter bestellt, da Michelin diesen Topreifen für die PX leider aus dem Programm genommen hat. Da ist Heidenau besser aufgestellt. Allerdings gefällt mir die Philosophie von Heidenau mit den steifen und harten Karkassen und den damit sehr unkomfortablen Reifen nicht. Schade, würde gerne made in Germany kaufen.

Am Tag der bayerischen Kommunalwahl bzw. am Vorabend der verschärften Maßnahmen zur Eindämmung des Corona Virus habe ich die Saison 2020 für mich gestartet.

Ich hoffe, daß beides nur zufällige Daten sind und wir alle gesund eine schöne Saison erleben.

Die ersten 50,2 km haben mir ein gutes Gefühl gegeben. So als wäre ich erst gestern zum letzten mal gerollert.

Nach dem Vermischen des 2 Taktgemischs im Tank ist meine NV SPL auf den 4. Kick gestartet. Die Überprüfung des Reifenluftdrucks und die Kontrolle von Blinkern, Bremsen und Licht haben ein positves Ergebnis gebracht.

Nachdem ich 3 Satz, sprich 6 Reifen, Michelin City Grip Winter besorgt und 2-Taktöl bestellt habe, kann ich jetzt anfangen km zu schrubben.

Allerdings muß ich vorher den Scheinwerfer justieren, der etwas zu niedrig eingestellt ist.


April 2020

Super Wetter zum Vespa Fahren - eigentlich. Allerdings geht der Schutz unser aller Gesundheit vor - im Kampf gegen die weitere Ausbreitung der Corona Virus Pandemie. Macht alle mit - am Ende werden wir es schaffen und später im Jahr die Vespa Saison umso mehr genießen.

Bei km 26.750 habe ich festgestellt, daß meine Inderin erneut die Scheinwerferbirne gefressen hat. Die Glühlampe hat gerade mal 300 km durchgehalten bis sie vermutlich durchgebrannt ist. Könnte eventuell am Spannungsregler liegen.

Der Spritverbrauch liegt aktuell bei 3,28 Liter auf 100 km - Gemisch 1:50.


Mai 2020

Die ersten 27.000 km stehen auf dem Tacho (ohne die 920 fehlenden km wegen des ehedem defekten Tachos). Damit haben meine Inderin und ich 21.000 km gemeinsam gerollert. Vespa und 2 Takter und dann noch mit Handschaltung gehören einfach zusammen.

Wären nicht soviele rücksichtslose Blechdosenfahrer unterwegs, bei denen man immer auf der Hut sein muss, nicht von der Straße gefegt zu werden, wäre die Leistung meiner Vespa voll und ganz ausreichend. Um diesen Zeitgenossen aber (sicher) davon zu fahren, dafür ist meine NV SPL leider deutlich zu langsam. Das trifft im Grunde auf alle meine Vespa zu und ist, um ehrlich zu sein, der einzige Grund, warum ich immer wieder einmal nach einem Moped schiele.

Handschaltung, 2-Takter, schönes Wetter und freie Straßen - so macht Vespa Fahren richtig viel Spaß. Sie fährt einfach herrlich, zieht kräftig an und ist gut eingestellt - danke nochmals Franz.

Bei km 27.275,7 hat meine Inderin eine neue Scheinwerferbirne erhalten, die ihren Dienst aber erst aufnahm, nachdem Franz die Kontakte der Fassung gesäubert hatte. Da der Lenkkopf ohnedies geöffnet war, haben wir gleich noch den Tacho und dessen Welle sowie die Seilzüge für Kupplung / Schaltung und Vorderradbremse geölt. Danke Franz.


Juni / Juli 2020

Könnte sie Tag und Nacht fahren, auch wenn die Ergonomie für meine Körperlänge von 2 m, im Vergleich zu meinen modernen Vespa - vor allem LX 50 und ET4, nicht ideal ist.

Aber der neu abgestimmte Vergaser läßt meine Inderin einfach traumhaft und kraftvoll laufen. Scheiß auf die geringe Höchstgeschwindigkeit.

Bei km 27.725,2 habe ich ein deutlich spürbares axiales Spiel am Hinterrad festgestellt. So bekomme ich keinen neuen TÜV.

Ich hoffe, daß nicht die Verzahnung der Antriebswelle defekt ist, was ein Spalten des Motors zur Folge hätte. Im Idealfall ist "nur" die Radmutter gelockert - der Splint der Kronenmutter ist noch intakt. Möglich wäre auch, daß die Verzahnung der Bremstrommel ausgenudelt ist.

Leider steht es um meine Schrauberkenntnisse und -fähigkeiten nicht zum besten, von meiner Werkstattausrüstung ganz zu schweigen. Deshalb bleibt meine Inderin vorerst in der Garage.

3 meiner 6 Vespa aktuell nicht fahrfähig - das es ausgerechnet meine 3 ältestens Vespa sind, macht die Sache auch nicht besser :-(.


August 2020

Dank eines Tips von Nobs konnte ich prüfen, was der Grund für das Radlagerspiel hinten ist. Wenn die Fußbremse getreten und das Radlagerspiel nicht mehr feststellbar ist, dann hat sich lediglich die Achsmutter gelockert. Mit Hilfe meines großen Sohnes konnten wir genau dieses Ergebnis feststellen.

Wenn es nicht mehr so heiß ist, wie heute, dann die Staubkappe abhebeln, den Splint aus der Kronenmutter herausziehen, Kronenmutter abziehen und die Achsmutter wieder festziehen. Dannach die Montage von Kronenmutter, Splint und Staubkappe in umgekehrter Reihenfolge.

Tatsächlich hatte sich die Achsmutter gelöst. Festgezogen (Ratsche mit 25er Stecknuß), den neuen Splint rein (danke Nobs), umgebogen, Probefahrt gemacht, Radlagerspiel geprüft und hoffentlich ist jetzt alles in Ordnung. Noch den Kontakt der rechten Seitenhaube sowie in der Karosserie gereinigt, um den rechten hinteren Blinker wieder funktionsfähig zu machen. Jetzt sollte der TÜV kein Problem mehr zu sein.


September 2020

Mit 27.755,2 km (auf dem Tacho + 920 km mit Ersatztacho) ohne Probleme TÜV und AU bis September 2022 bekommen.

Kaum habe ich frischen TÜV erhalten, hat sich bei km 27.824 der Tacho erneut verabschiedet. Diesmal aber der Gestalt, daß der Kilometerzähler funktioniert, der Geschwindigkeitsanzeiger allerdings Phantasiewerte anzeigt. Hoffe, daß der zweite Versuch mit dem Ersatztacho (Bild)

https://www.sip-scootershop.com/de/products/tachometer+lml+fur+vespa+p80_50030000

diesmal zu dem gewünschten Erfolg führt.

Freue mich darauf, wenn Franz etwas Zeit für mich und meine drei alten (Schalt-) Vespa hat, die seiner Zuwendung bedürfen. Bei allem Wollen, muß ich mir eingestehen, nicht unbedingt der begnadete Schrauber vor dem Herrn zu sein.

Seit km-stand 27.889,3 zeigt meine Inderin die Geschwindigkeit wieder in der bewährten Art und Weise an. Der Tacho hat sich offensichtlich selbst geheilt. Will gar nicht wissen wie und auch nichts beschreien. Hoffe nur, daß er jetzt dauerhaft wieder in Ordnung ist. Da alle meine Vespa eine Seele haben, gehe ich davon aus, daß es zwischenzeitlich nur ein Protest wegen zu langer Stillstandzeit war.

 



 

 

 

Angeleitet und unterstützt durch Franz www.vespa-prima.de, von dem ich auch sämtliche Teile für meine indische PX beziehen kann, versuche ich an meiner Vespa LML NV SPL 150 das eine oder andere selbst zu schrauben. Alte Schalt Vespa fordern den Fahrer/innen gewisse Schrauberkenntnisse und -fähigkeiten geradezu ab ;-)
  



Letzte Aktualisierung: 19.09.2020 - Vespa roll!

 



vespa-coburg.de | alexander.luthardt@web.de