Idee zu Vespa-Coburg
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Vespa GT 200 L - Blau Imperiale 204/A



 

 

 

Die beiden standen alternativ zur Wahl, einmal in der Lieblingsfarbe meines Großen ...

und einmal in einer meiner favorisierten Farben für eine große Vespa ...

... nur einmal zu teuer und einmal kam der Verkäufer nicht in Schwung


Noch ist sie nicht da. Dennoch findet sie Niederschlag auf meiner Homepage. Zumindest ist sie bereits bezahlt. Gekauft auf für mich ganz ungewöhnliche Art und Weise per Internet, E-Mail, Telefon und Vorabüberweisung. Geliefert wird per Spedition - das erste und das letzte Mal!

Warum ich nicht mehr per Spedition liefern lassen würde, steht weiter unten (siehe Dezember 2016 und Februar 2017).

Nur eines ist jetzt schon klar - mein Vespa Fuhrpark ist komplett und das nicht nur weil die Garage nun voll ist ;-).

Warum noch eine Vespa? Und warum nicht die LML Star 125 Automatica (siehe Kapitel Idee zu Vespa-Coburg)? Es ist nicht so, daß meine vier Vespa mich in den letzten 6 Jahren und über 78.000 km nicht überall dahin gebracht hätten, wo ich hin wollte. Aber sei es auf dem Weg zur Arbeit (70 km einfach) oder auf Touren mit der Familie, es kam nicht selten der Wunsch auf, zumindest auf Bundesstraßen, doch etwas schneller und damit sicherer unterwegs zu sein als mit den maximal 90 km/h, die meine bisherigen Vespa gefahren sind.

Darüber hinaus hatte ich schon lange den Wunsch nach einer großen Vespa, den ich mir jetzt bewußt in Form meiner GT 200 L erfüllt habe. Bewußt auch deshalb, weil sie noch die Vergaserversion mit dem L.E.AD.E.R Motor (Low Emission ADvanced Engine Range) ist und nicht die Version mit dem QUA.S.A.R Motor (QUAter Liter Smooth Augmented Range) mit Einspritzung der späteren GTS Modelle - wobei der Quasar Motor auf dem wassergekühlten 4 Ventil Leader Motor mit langem Motorgehäuse aufbaut und anfangs auch noch mit Vergaser bestückt war. Darüber hinaus steht der 200er Motor dem 250er und dem 300er Motor in Sachen Fahrleistungen kaum nach.

Mehr über diese beiden Motorengenerationen ist unter https://de.wikipedia.org/wiki/LEADER_(Motor) sowie unter https://de.wikipedia.org/wiki/QUASAR_(Motor) zu finden.

Das es keine neue GTS 300 i.e. geworden ist, liegt zu einem nicht geringen Teil aber auch an dem hierfür aufgerufenen Preis, der (unverhandelt) fast dreimal so hoch ist. Und so habe ich 5 Vespa :-).


Dezember 2016

Inzwischen ist der Termin für die Abholung sowie der Zeitraum für die Anlieferung bekannt. Es heißt noch etwas Geduld zu haben - bis kurz vor Weihnachten. Hoffe, daß meine GT in genau dem Zustand ankommt, wie sie beschrieben und bebildert ist und daß sie die Transporttour von gut einer Woche ebenso gut übersteht.

Um die Zeit bis dahin nicht zu lange werden zu lassen, habe ich bereits das Kennzeichen für meine GT prägen lassen sowie über einen Forumskollegen aus dem Vespaforum.de eine originale Sportscheibe nebst Montagematerial in gutem gebrauchten Zustand gekauft. Ein Topcase habe ich noch aus der Zeit von Jane´s LX 50. Hat zwar eine andere Farbe, denke aber, daß der Kontrast im Zusammenwirken mit der klaren Sportscheibe und dem Rücklicht ganz gut zur Farbe meiner GT 200 passen wird. Die Farbe sollte Blau Imperiale 204/A sein.

Jetzt gilt´s. Meine GT 200 L ist aufgeladen und auf ihrer langen Reise von Harrislee an der dänischen Grenze nach Coburg. Da die Spedition nicht direkt durchfährt, sondern noch weitere Kundenladungen aufnimmt, wird meine GT erst in der Woche vor Weihnachten ihr neues zu Hause in Coburg erreichen. Ihr erstes zu Hause hatte sie auf halber Strecke in Coppenbrügge.

Anhand der vorab gelieferten Wartungsunterlagen ist klar, daß erstmal ein großes Wartungsprogramm ansteht u.a. mit Ventilspielkontrolle, Motor- und Getriebeölwechsel sowie Wechsel der Variomatikrollen. Obwohl Bremsflüssigkeit, Variomatikriemen und Zündkerze erst jüngst erneuert wurden, werden ich diese dennoch im gleichen Atemzug prüfen und zusätzlich die Kühlflüssigkeit wechseln lassen.

Auch steht die Konservierung der Hohlräume mit Fluidfilm sowie das Anbringen von Steinschutzfolie an. Vermutlich werde ich auch die Reifen erneuern und hierbei die Michelin City Grip aufziehen lassen. Für die Vespa GT/GTS hat Michelin einen speziellen Vorderreifen mit der Zusatzbezeichnung GT entwickelt, um deren Tendenz zum Lenkerflattern im Geschwindigkeitsbereich von ca. 50-60 km/h entgegen zu wirken.

Da beim Reifenwechsel der Auspuff demontiert und bei dessen Wiedermontage unter Umständen die Krümmerdichtung erneuert werden muß, habe ich mir vorsorglich die entsprechende Dichtung bei Louis besorgt (Bestellnummer 10042962). Die originale Dichtung von Piaggio ist etwa 4-6 mal teurer und gilt als nicht sonderlich robust.

Meine GT 200 L ist da und hat den Transport bis auf drei ärgerliche, weil vermeidbare Beschädigungen gut überstanden. Eine davon kann man (hoffentlich) auspolieren und die anderen beiden mit Lackstift austupfen. Nicht schön und bei minimaler/m Sorgfalt und Verstand auch vermeidbar, aber (hoffentlich) reparabel. Auch wenn aufwendiger und teurer, werde ich zukünftig wieder selbst vor Ort abholen. Alles in allem ist Moto Cargo Bamberg leider nicht zu empfehlen. Offensichtlich unqualifiziertes Personal, ein Armutszeugnis für eine angeblich spezialisierte Spedition.

Bei der Ankunft hatte meine neue Vespa mit 13.728,6 km gut 600 km mehr auf dem Tacho, als in der Verkaufsanzeige angegeben. Hoffentlich bleibt dies die einzige negative Überraschung.

Nachdem sie beim ersten Druck auf den Startknopf sofort angesprungen ist, lief meine Vespa GT 200 L, wie erwartet, mechanisch etwas präsenter als meine ET4. Das sie jetzt nur 13.728,7 km auf dem Tacho hat, ist den aktuell gut gesalzenen Straßen geschuldet. Aber immerhin 100 m probegefahren ;-).

Die Farbe Blau Imperiale 204/A ist im Original noch schöner, als auf den Photos. Ein strahlendes Blau, elegant und sportlich zugleich. Für das Alter (EZ 06/2004) und die Laufleistung gut in Schuß und soweit bisher feststellbar auch rostfrei. Wenn sich dies bei der Demontage des Handschuhfaches und des Trittbrettes (im Rahmen der Konservierung der Hohlräume) fortsetzt, dann habe ich eine in Bezug auf die Karosserie und den Lack wirklich gute Vespa gekauft, an der ich noch lange Freude haben werde. Gleiches gilt in Bezug auf die Technik, die ich im Rahmen einer großen Wartung vor dem Start in die neue Saison komplett überprüfen lasse. Die Bremsen greifen auf jeden Fall sehr gut ;-) .

Der montierte Michelin Pilot City (DOT 4107) vorne sowie der hintere Schwalbe Raceman (DOT 1009) haben vom Profil her nicht nur ihre besten Tag hinter sich, sondern sind für sicheres Rollern deutlich zu alt und ausgehärtet. Darüber hinaus sind Rollerreifen von Schwalbe, sei es der Weatherman oder der Raceman, wegen gefährlicher Blasenbildung in der Lauffläche, äußerst negativ in Erscheinung getreten. Nicht umsonst hat Schwalbe die Produktion von Rollerreifen eingestellt. Unabhängig davon bin ich kein Freund unterschiedicher Reifenfabrikate und damit Reifenphilosophien auf motorisierten Zweirädern (siehe auch Kaptiel Vespa ET4 125 M04). Erstklassiger Ersatz in Form der Michelin City Grip, für das Vorderrad (120/70-12) in der GT Ausführung und für das Hinterrad in der Dimension 130/70-12, liegt bereits im Keller.

Jetzt gilt es nur noch, das neue Kennzeichen anzubringen und auf trockene und salzfreie Straßen im Januar zu hoffen. Dann wird meine GT 200 L startklar für die neue Saison gemacht. Als Motoröl wird meine große Vespa das Motul Scooter Power 4T 5W40 MA bekommen.

Nach dem Ausbau der Batterie aus dem Mitteltunnel, hat sich der gute äußere Eindruck meiner GT 200 L bestätigt. Soweit einsehbar sind die Hohlräume in einem guten und vor allem rostfreien Zustand. Wenn sich dies unterhalb des Handschuhfaches an der Karosserienaht zwischen Trittbrett und Beinschild fortsetzt, dann gibt es allen Grund zur Freude.

Die Batterie (Yuasa YB 10 L - B) hängt, nach dem Auffüllen der Zellen mit destilliertem Wasser, nun am Ladegerät. Da die Batterie über seitliche Anschlüsse für die Plus-/ Minuskabel verfügt, habe ich mir bei Louis 2 Batteriepoladapter gekauft, mit denen die Montage der Batteriekabel nun von oben möglich ist. Ohne diese Adapter werden die Batteriepole vom Mitteltunnel verdeckt und die Batterie muß beim Aus- und Einbau jeweils schräg gestellt werden, was bei einer Standard Batterie nicht so schön ist.


Januar 2017

Habe mich entschieden, den Gepäckträger meiner GT 200 L doch nicht für die Aufnahme meines LX Top Case anzupassen. Sattdessen habe ich im Netz ein originales Vespa GT Top Case zu einem guten Preis gefunden. Es benötigt zwar etwas Liebe und hat auch eine andere Farbe (Anthrazit Smoky 731/A), aber es paßt ohne Bearbeitung des Trägers und faßt auch meinen Klapphelm, was beim LX Top Case leider nicht gegeben ist.

Ob das Anthrazit 731/A und das Blau 204/A ebenso gut miteinander harmonieren, wie das Blau 204/A und das LX-Silber, werde ich feststellen, nachdem ich die letzten Aufkleber entfernt habe. Mit Geduld, einem Fön und Lackpolitur sind auch die hartnäckigsten Reste sämtlicher Aufkleber, ohne Kratzer oder stumpfe Stellen zu hinterlassen, vom Top Case verschwunden - danke Franz für Deinen Tip.

Die Montage des GT Top Case gestaltet sich genauso einfach, wie das der ET 4 und der LX. Einfach auf den originalen Träger schieben (bei GT und ET4 verbleibt die schwarze Abdeckplatte auf den Trägern) und mit der zentralen Bügelschraube festziehen - danke Nobs für eben diese.

Da es der alte Schriftzug hinter sich hat, werde ich dem Top Case im Sommer noch einen neuen Vespa Schriftzug spendieren. Ist der gleiche, der auch auf dem Beinschild angebracht ist.

Sobald es etwas wärmer ist, werde ich die Sportscheibe sowie größere Lenkerendgewichte verbauen. Letztere sind bei Montage eines Top Case notwendig, um auftretendem Lenkerflattern im weiter oben genannten Geschwindigkeitsbereich entgegen zu wirken.


Februar 2017

Die großen Lenkerendgewichte sind montiert, ebenso das Top Case. Die originale Cruiserscheibe folgt in den nächsten Tagen.

Im Vergleich zu den originalen kleinen Lenkerendgewichten (je 282g) habe ich nun pro Lenkerseite etwa 190 g mehr Gewicht zum Ausgleich von eventuell auftretendem Lenkerflattern. Die originalen großen Lenkerendgewichte werden (bei SIP) einmal mit 470g und einmal mit 474g angegeben.

Ein Indiz für die gute Pflege meiner GT ist die Tatsache, daß die Schrauben der Lenkerendgewichte mit Kupferpaste montiert waren.

Freue mich auf die erste Fahrt und auf das neue Vespa Fahrgefühl mit meiner großen Vespa. Wenn nur endlich das ganze Streusalz von den Straßen weg wäre.

Die geladene Batterie eingebaut und auf den 1. Versuch ist meine GT angesprungen und sofort rund gelaufen. Allerdings gehören demjenigen, der das Batteriefach im Mitteltunnel mit den seitlichen Battrieanschlüssen konstruiert hat, nachträglich verbale Prügel - derart verbaut.

Im Stand sind die Laufgeräusche der Rollen in den Kulissen der Variomatik deutlich zu hören - typisch Vespa GT / GTS. Ebenso wie der hakelige Blinkerschalter, der die Präzision im Vergleich zu denen meiner Vespa LX / ET4 vermissen läßt.

Die genaue Begutachtung bei gutem Licht hat die Freude an meiner Vespa GT etwas gedämpft. Zum einen durch die Schrammen, die von der Spedition verursacht wurden und zum anderen durch drei Roststellen an exponierten Stellen am Unterboden meiner GT, die durch kleine Steinschläge während der letzten 13 Jahre verursacht wurden. Alles nicht schlimm, sollte aber zeitnah behandelt werden, um keine weiteren bzw. größeren Rostschäden entstehen zu lassen.

Die Abdeckung des rechten Bremsflüssigkeitsbehälters wurde bereits einmal repariert. Offenkundig hat jemand das Gewinde beschädigt, so daß die Abdeckung nur noch durch die Verwendung einer größeren Schraube hält. Ist zwar nicht sonderlich schön, wird aber nach der Montage der Sportscheibe fast nicht mehr zu sehen sein. Genauso wenig, wie die ausgebrochene Verschraubung der vorderen Lenkerver-kleidung links unten. Diese kann hoffentlich mit Sekundenkleber wieder eingeklebt werden. Die hintere Lenkerverkleidung wurde ebenfalls bereits ausgetauscht, zumindest aber neu lackiert.

Leider eindeutig mehr Macken, als in der Internetverkaufsanzeige ehedem angegeben.

In Konsequenz sollte man bei Kauf via Internet auf Detailphotos bestehen oder doch besser live vor Ort besichtigen. Wobei ich hier niemandem Absicht unterstelle. Manch einer hat nun mal kein Bewußtsein für derartige Macken und wähnt sich, ein einwandfreies Exemplar zum Verkauf anzubieten.

Bei Vorortbesichtigung hätte ich, trotz Unterstützung beim Versand, nicht den geforderten Verkaufspreis gezahlt, sondern gut 10% Preisabschlag gefordert und auch bekommen.

Trotz der Montage der großen Lenkerendgewichte ist um 50 km/h deutliches Lenkerflattern zu spüren. Darüber hinaus "eiert" bei gleicher Geschwindigkeit in Rechtskurven das Vorderrad. Hoffe, daß dies zum größten Teil dem inzwischen 10 Jahre alten vorderen Michelin Pilot City in Kombination mit dem 8 Jahren alten hinteren Schwalbe Raceman geschuldet ist.

Die Beschleunigung war nach einem etwas ruppigen Anfahren sehr gut, obwohl ich noch nicht voll am Gas war. Die Wartung mit Austausch des Hinterachsgetriebeöls und der Variomatikrollen wird aber auch eine Kontrolle der Kupplung sowie des Variomatikriemens beinhalten. Kurioser Weise wurden die Rollen der Variomatik bis dato noch nicht, deren Gleitstücke hingegen bereits des öfteren gewechselt.

Auf kurzer Strecke mit krätigem Gegenwind war bei 100 km/h Schluß. War vermutlich ein untauglicher Versuch, zumal ich hoffe, daß da noch deutlich mehr an Höchstgeschwindigkeit möglich ist.

Die Sitzposition ist gut und die Sitzbank bequem, wenn leider auch sehr rutschig. Beim Bremsen rutscht man immer wieder in eine kleine Kuhle. Dies passiert auf den Sitzbänken der GTS, die etwas niedriger bauen, nicht.

Alles in allem ist an meiner großen Vespa GT 200 L noch das ein oder andere zu tun. Hoffe, daß sie mir anschließend genauso viel Freude bereitet, wie ihre kleineren Schwestern.


März 2017

Die drei kleinen Roststellen am Unterboden sind mit Owatrol behandelt und versiegelt - danke Franz. Demnächst erfolgt noch die Hohlraumversiegelung mit Fluidfilm sowie die Anbringung der Steinschlag-schutzfolie hinter dem Vorderrad.

Trotz einer rupfenden Kupplung beim Anfahren läuft meine GT 200 prima. Locker Tacho 110 ohne den Gashahn ganz aufzudrehen und trotz ordentlichem Gegenwind. Damit verlieren drängelnde LKW ihren Schrecken. Es macht einfach nur Spaß.

Die Sitzbank ist bei meiner Körpergröße allerdings nur kurzfristig angenehm. Wie bei meiner LX / ET4 werde ich die Sitzbank im vorderen Bereich aufpolstern lassen, um eine ebene Sitzfläche zu erhalten.

Auf der rechten Seite im Handschuhfach hat einer der beiden Vorbesitzer eine Zigarettenanzünder- / Normsteckdose verbaut. Im Gegensatz zu dieser "Sonderausstattung" fehlt leider das originale Vespa Bordwerkzeug.

Im Vergleich zu ihren kleineren Geschwistern fühlt sich meine große Vespa etwas "schwerfällig" an. Gehe aber davon aus, daß dies mit der Montage der Michelin City Grip der Vergangenheit angehört.

Die Sitzbank ist aufgepolstert - wie immer schnell und gut gemacht von der Firma Markisen Weichelt. Auf der neuen Sitzfläche sitze ich jetzt, wie bei meiner LX / ET, zum Teil auf dem Soziusplatz ;-). Unter Verwendung des originalen Bezuges läßt sich die GT Sitzbank zwar aufpolstern, nur wird die Sitzfläche hierbei nicht ganz waagerecht. Es verbleibt eine leichte Schräge nach vorne. Dies, im Zusammenspiel mit dem rutschigen Bezug, läßt mich beim starken Abbremsen immer noch etwas nach vorne rutschen. Abhilfe würde hier nur nochmaliges Aufpolstern sowie ein neuer Sitzbezug schaffen.

Auch der neue Blinkerschalter von Minda (zu beziehen über sip-scootershop.com) ist da, ebenso das originale Bordwerkzeug. Der Blinkerschalter von Minda ist eine Empfehlung von Scooter & Sport aus Heft 1/2011 - Dauertest der Vespa GTS 300i.e.

Die ersten 168 Vespa km in diesem Jahr sind gerollert.

Bis auf die höhere Endgeschwindigkeit stehen meine "kleinen" Vespa meiner GT in nichts nach - ganz im Gegenteil. Sollte sich im Laufe der aktuellen Saison kein wirklicher Einsatzzweck für meine GT ergeben, werde ich meinen Fuhrpark entsprechend wieder verkleinern. Das Vespa Fahrgefühl, wie bei meiner LX, PK, ET und PX mag bis dato nicht so recht aufkommen.

Auf Strecke hat meine GT eindeutig ihre Berechtigung - zügig von A nach B, ohne durch LKW bedrängt zu werden. Ohne den Gashahn voll aufzudrehen Tacho 120. Was meine GT tatsächlich schafft, werde ich erst nach der Wartung im April ausprobieren.

Das Sitzen auf meiner GT ist immer noch suboptimal. Bin in dieser Hinsicht nicht glücklich. Die Macher von Scooter & Sport haben Recht, es läßt sich auf der Vespa LX besser sitzen und entspannter fahren, als auf der Vespa GT / GTS.

Die Kraftstoffreserveleuchte mahnt nach 180 km zum Nachtanken. Nach gut 211 km passen 8,90 Liter Benzin in den Tank, was einen Verbrauch von 4,21 Liter auf 100 km ergibt.

Außer einer rupfenden Kupplung gibt es beim normalen Anfahren aus dem Stand neuerdings ein äußerst unangenehmes Geräusch, was vermutlich auch von scharfkantigen Kupplungsbelägen herrührt. Wobei auch das Stützlager der Getriebewelle im Variomatikgehäuse ursächlich sein könnte, wenn nicht gar das Getriebelager. Bis zur Wartung nach Ostern hilft nur ganz behutsames Gasgeben bzw. Fahren mit einer meiner anderen Vespa.

Hoffe, daß meine GT nach dem großen Wartungsdienst, einschließlich Reifenwechsel, endlich so läuft, wie ich es mir von Anbeginn vorgestellt habe.


April 2017

Die ersten 14.000 km stehen auf dem Tacho. Bin mir sicher, wenn die alte Mischbereifung den neuen Michelin City Grip gewichen ist, gehört das aktuell eigenwillige Einlenkverhalten der Vergangenheit an.

Der Grundrahmen der Sitzbank, der zum Soziussitz hin leicht ansteigt ist offensichtlich der Grund für das etwas unangenehme Sitzgefühl, da diese Steigkante durch das Polster hindurch zu spüren ist.

Im direkten Vergleich zu meiner PX / ET fällt die höhere Endgeschwindigkeit und das bessere Beschleunigungsvermögen sehr positiv auf, vor allem auf Bundes- und Schnellstraßen.

Der Motor- und Getriebeölstand sind geprüft und i.O.

Nach der ersten längeren Tour steht fest, daß die GT Sitzbank (m)einer Granturismo in keinster Weise gerecht wird. Touren sind, zumindest mit meinen 2 m Körperlänge, eine Qual. Zu sehr drückt die Kontur der Rahmenstruktur am Übergang zum Soziusplatz durch das Sitzpolster hindurch, was bereits nach kurzer Zeit sehr schmerzhaft ist.

Abhilfe kann jetzt nur noch die originale Sportsitzbank für die Vespa GTS schaffen. Um nach deren Montage das Top Case nutzen zu können, ist noch die Gepäckbrücke der GTS Modelle erforderlich. Ebenso muß die Abdeckung hinter dem Helmfach der GTS montiert werden.

Die ersten knapp 600 km sind gerollert. Der Motor ist eine Wucht. Jetzt noch das Sitzarrangement meiner Körpergröße anpassen und die alten Pneus wechseln, dann macht meine GT jede Menge Spaß.

Seit km 14.320,9 hat meine GT nicht nur ein anderes Aussehen, sondern verfügt mit der originalen GTS Sportsitzbank auch über ein ganz anderes Sitzgefühl. Die Sitzhöhe ist zwar etwas niedriger, was einen anderen Kniewinkel zur Folge hat, aber ich fühle mich mehr in die Vespa integriert, als auf ihr sitzend. Die GTS Abdeckung hinter dem Helmfach ist allerdings nur mit etwas Anpassung mit der Gepäckbrücke von FA Italia kompatibel.

Dank Franz hat aber nicht nur dieser Umbau geklappt, sondern auch die Reparaturen der vorderen wie hinteren Lenkkopfverkleidung, die durch unsachgemäße De-/ Montage im Vorbesitz Schäden erlitten hatten. Darüber hinaus sind die Hohlräume und Falze meiner GT großteils mit Fluidfilm konserviert. Die noch ausgesparten Bereiche werden nach dem nächsten Wartungsdienst in Angriff genommen.

Die Cockpituhr funktioniert mit neuer Batterie ebenso einwandfrei, wie der neue Blinkerschalter, der die Blinker - ohne Kontrollblick - jetzt wieder zuverlässig schaltet. Wie man all die Arbeiten rund um den Lenkkopf allerdings mit nur zwei Händen bewerkstelligen soll, ist mir, nach der Mithilfe an meiner GT, zum Teil etwas schleierhaft.

Ebenso, warum sowohl der Vorder- als auch der Hinterreifen an der jeweils rechten Schulter stärker abgefahren ist, als linksseitig. Werde ich mit den neuen Pneus beobachten müssen.

Nach gut 100 km habe ich meine Sitzposition auf der Sportsitzbank meiner GT gefunden. Ich sitze in Summe etwas weiter vorn in Richtung Lenker und somit etwas versammelter als zuvor.

Bei km 14.417,4 habe ich das originale Vespa Sportschild montiert. Dessen Wirkung ist verblüffend, schafft meine GT nun, unter gleichen Bedingungen, locker 10 km/h laut Tacho mehr als ohne Schild. Allerdings nimmt die Windempfindlichkeit etwas zu, ebenso die Geräusche am Helm.

Nach 235 km hat meine GT 9,48 Liter Sprit gebunkert, was einen Verbrauch von 4,03 Liter Benzin auf 100 km ergibt. Das Standgas war übrigens viel zu hoch eingestellt. Das unsägliche Rupfen der Kupplung beim Anfahren ist allerdings geblieben.

Mein bisheriges Resümee ist für mich eher etwas ernüchternd, zumal meine GT bei stark bögigem Seitenwind deutlich mit dem Vorderrad flattert. Habe mir von meiner GT mehr erwartet.

Nach knapp 750 gefahrenen km ist der Hinterreifen an der Verschleißgrenze angelangt.

Meine erste Fahrt steht zwar noch aus, aber der große Wartungsdienst war erfolgreich - die Kupplung rupft beim Anfahren nicht mehr. Das Ventilspiel hat prima gepaßt. Die Variomatikrollen waren zwar kaum abgeplattet, dafür haben sich deren Stahlkerne von der Kunststoffummantelung gelöst und auf Grund dessen die Rollen in den Kulissen geklappert. Deshalb wurden sie ebenso durch Originalteile ersetzt, wie der Variomatikriemen. Zündkerze und Hinterachsgetriebeöl waren noch bestens, lediglich das Motoröl und der Filter wurden gewechselt. Das Motoröl hat bereits leicht nach Sprit gerochen. Die Bremsbeläge sind, wie die Bremsflüssigkeit ebenfalls in Ordnung. In Summe kann meiner GT 200 ein guter technischer und gepflegter Zustand attestiert werden, auch wenn einige Schrauben viel zu fest angezogen und zuviel Bremsflüssigkeit eingefüllt war. Mit den neuen Michelin City Grip läuft meine GT hoffentlich endlich so, wie ich es mir immer ertäumt habe.

Der Grund für die rupfende Kupplung waren verglaste und nicht angeschrägte Kupplungsbeläge. Die Kupplungsglocke läuft wunderbar rund. Ebenso die Räder/Reifen, die lediglich 10g Auswuchtgewichte benötigt haben. Der Luftfilter ist nahezu neuwertig. Um den Variomatikriemen (von Athena) als mit ursächlich für das Rupfen beim Anfahren auszuschließen, habe ich auf Empfehlung von Nobs einen originalen Piaggioriemen verbauen lassen.

Wie erhofft, läuft meine GT mit den neuen Reifen super. Das eigenwillige Einlenkverhalten sowie das Lenkerflattern sind eleminiert. Wie bei meiner ET4 haben die Michelin Wunder bewirkt. Meine große Vespa läuft endlich so, wie es von Anbeginn hätte sein sollen.

In Bezug auf die Kosten für den großen Wartungsdienst sollte man sich allerdings im klaren darüber sein, daß eine große Inspektion beim Auto im Ø günstiger ist und in größeren Abständen erfolgt.

Als "(Lang-)streckenbomber" erwirbt sich meine Granturismo ihre Meriten. Da brauche ich keinen 278er oder 330er Motor in der Vespa und schon gar kein Motorrad. So macht das Fahren mit meiner großen Vespa richtig Spaß und ich bin versöhnt mir ihr.

Das erste Volltanken nach dem großen Wartungsdienst ergab einen Verbrauch von 3,72 Liter Benzin auf 100 km.


Mai 2017

Die ersten 1.000 km sind gemeinsam gerollert. Nach anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten entsteht so langsam aber sicher eine Symbiose zwischen meiner GT und mir. Aber ganz offen, die Leistung der 200er im Chassis der LX, das wäre ein Traum.

Irgendwie leidet meine GT unter gebrochenen Plastiknasen - siehe Lenkerverkleidungen. Jetzt hat es die Abdeckung des Variodeckels erwischt, den ich in Fahrt beinahe verloren habe. Eine von drei Nasen zum Teil abgebrochen und schon hält der Deckel nicht mehr fest. Da scheinen in der Vergangenheit einige Mechaniker wenig Feingefühl bei den fälligen Wartungsarbeiten an den Tag gelegt zu haben.

Die neue Abdeckung des Variodeckels ist montiert. Anders als beim defekten Altteil sind die Befestigungsnasen geändert, die nun drei Gummistopfen zur Montage auf dem Variodeckel benötigen.

Die ersten 15.000 km stehen auf  dem Tacho. Der Benzinverbrauch hat sich um die 3,6 Liter auf 100 km eingependelt.


Juni / Juli 2017

Die Windanfälligkeit der GT ist, auf Grund der größeren Stirnfläche, deutlich ausgeprägter als bei meinen Smallframe Vespa. Bei stark böigem Wind und Geschwindigkeiten ab 100 km/h schon eine Herausforderung.

Mit der richtigen Spannung, wie beim Mopedfahren, sind auch längere Touren ohne schmerzhafte Sitzprobleme zu meistern. Auf einer 200 km Tour im Geschwindigkeitsbereich um die 110 km/h laut Tacho und 50% Autobahnanteil lag der Ø-Verbrauch bei 3,91 Liter Bezin auf 100 km.

Inzwischen stehen 16.000 km auf dem Tacho, wovon die letzten 2.000 km überwiegend auf Langstrecke gerollert wurden - sollte mal die ganzen Insektenleichen entfernen.


August 2017

Was manche Zeitgenossen dazu veranlaßt, eine ordnungsgemäß auf einem extrem breiten Bürgersteig abgestellte Vespa wohl vorsätzlich zu beschädigen, entzieht sich meiner Kenntnis. Erwischen dürfen hätte ich dieses A....l... allerdings nicht.

Seit dem letzten Ölnachfüllen (100 ml) ist meine GT etwas mehr als 1.400 km gerollert. Ölverbrauch ist nicht feststellbar, trotz Langstrecke und entsprechendem Tempo.

Wird auf Strecke eine Geschwindigkeit um die 110 km/h abgefordert, liegt der Spritverbrauch zwischen 3,80 und 3,90 Liter Benzin auf 100 km. Bei Geschwindigkeiten zwischen 80 und unter 100 km/h liegt der Verbrauch bei etwa 3,35 Liter Benzin auf 100 km.


September 2017

Auf einer "endgeilen" kurvenreichen Strecke quer über den Thüringer Wald mit einigen 100 Metern Höhenunterschied lag der Spritverbrauch bei 3,53 Liter Benzin auf 100 km. Dabei ist auch bergauf die Geschwindigkeit meiner GT nie unter 80 km/h gefallen. Nicht so schlecht für einen 20 PS starken Roller mit Variomatik. Kurvenfahren macht mit der GT unendlich Spaß.

So ganz nebenbei hat meine 200er Granturismo die ersten 17.000 km abgespult und im direkten Vergleich gegen eine Suzuki DL 650 bestanden - ich bleibe bei Vespa!

Im gemischten Verkehr schafft meine GT 200 L 250 km bei einem Verbrauch von 3,71 Liter auf 100 km, wobei nach dem ersten Aufflackern der Reserveleuchte noch gut 50 km gefahren werden können.


November 2017

Habe vor Saisonende leider keinen Motorölwechsel mehr geschafft. Jetzt hat der erste Schneefall die Saison erstmal beendet. Wenn es zeitnah einen salzfreien Tag gibt, werde ich versuchen, noch einen Ölwechseln machen zu lassen.


Januar 2018

Bis auf eine Zelle, die einen minimal geringeren Füllstand aufweist, sind alle Zellen "Rand voll". Jetzt noch ans Ladegerät und dann sehnsüchtig auf die neue Vespa Saison warten, die zweite mit meiner GT 200 L.


März / April 2018

Nach fast fünf Monaten Winterpause habe ich die Batterie in meine Granturismo eingebaut. Entgegen dem ersten Mal ging es diesmal, mit ein wenig Übung aus dem letzten Jahr, einfach und schnell.

Nach weiteren drei Wochen Standzeit ist meine GT auf den zweiten Versuch gestartet. Läuft, wie gewohnt, im Leerlauf mechanisch recht laut - typisch 200er Vespa Vergasermotor - macht aber auf Strecke richtig viel Laune.

Auch Autobahn kann meine große Vespa. Auf der thüringer Waldautobahn via Erfurt hat meine GT nach 175,7 km nach 7,09 Liter Superbenzin verlangt. Dies entspricht einem Verbrauch von 4,03 Liter auf 100 km. Der Tacho bewegte sich dabei stets um die 110 km/h. Das es hierbei stetig bergauf ging, habe ich auf dem Rückweg gemerkt, als der Tacho meiner 200 L ohne Anstrengung locker 120 km/h anzeigte. Der Tacho meiner GT geht im übrigen sehr genau.

Dennoch steht erneut die Überlegung im Raum, meine Vespa zu Gunsten nur eines Motorrades zu verkaufen - einer Suzuki DL 650. Vielleicht ist es an der Zeit, das Kapitel Vespa zu beenden. Meine Zeit neben Familie, Haus und Beruf läßt für mehr als 1 motorisiertes Zweirad kaum noch Raum. Ich muß mir die Zeit zum Vespa Fahren regelrecht einplanen. Dabei geht der ganze Spaß und die Leidenschaft in Bezug auf Vespa Stück für Stück verloren.

Trotz meiner Gedankenspiele bin ich mit meiner GT die ersten knapp 4.500 km gerollert und habe dabei die 18.000 km auf den Kilometerzähler "gebrannt".

Und wie so oft haben einige Runden auf verschiedenen Motorrädern, u.a. meinem ehemaligen Fahrschulmoped ausgereicht, um wieder einmal festzustellen, daß mir meine Vespa, trotz ihrer konstruktiven Eigenheiten, im direkten Vergleich, mit egal welchem Motorrad, doch mehr Spaß bereiten - und das nicht nur, weil mir die meisten Mopeds vom Kniewinkel her nicht taugen.


Mai 2018

Gut warm gefahren und möglicher Weise durch etwas Rückenwind beflügelt, läuft meine fünfte Vespa nach Tacho 130 km/h. Ein Verbrauch an Motoröl, welches in gut 2.000 km zum Wechsel ansteht, ist nicht feststellbar.

Dafür hat sich der Stand der Kühlflüssigkeit minimal reduziert. Ob bei meiner GT 200 L in der Vergangenheit das richtige Kühlmittel (silikatfrei) Verwendung gefunden hat, ist allerdings fraglich. Das im Ausgleichsbehälter befindliche Kühlmittel ist farblos, müsste aber rot gefärbt sein.

Werde folglich mit dem nächsten Motorölwechsel auch gleich das Kühlmittel austauschen und das silikatfreie Motul Facotry Line Motocool Organic+ verwenden.


Juni / Juli 2018

Fast ausschließlich auf "Langstrecke" bin ich mit meiner GT die ersten 5.000 km gerollert und habe dabei die ersten 19.000 km auf den Tacho gefahren.


August 2018

Bei km 19.931,6 neuer TÜV und demnächst noch Motor- und Getriebeölwechsel sowie Wechsel der Kühlflüssigkeit und meine GT ist fit für die nächsten zwei Jahre.

Keine 30 km später bei km 19.960,2 hat meine GT 200 neues Motoröl (1,1 l) mit Filter sowie neue Kühlflüssigkeit (1,4 l) bekommen. Das Hinterachsgetriebeöl ist immer noch in bestem Zustand und bleibt bis zum nächsten Wechsel des Hinterreifens im Endgetriebe.

Seit dem Kühlflüssigkeitswechsel zeigt die Kühlmitteltemperaturanzeige bisher nie erreichte Werte an - auch bereits bei kühlen Außentemperaturen, bei denen sich die Anzeige in der Vergangenheit nicht bewegt hatte.

Trotz minimalem Kühlmittelverlust an der neuen Schlauchstelle unten an der Wasserpumpe, hat der GT-Tacho die ersten 20.000 km überschritten. Die Schlauchschelle vorsichtig etwas nachziehen und beobachten, ob sich dadurch das Leck schließt. Und vorsorglich etwas Kühlflüssigkeit zum Nachfüllen im Helmfach mitnehmen.

Da mehrmaliges Nachziehen der Schlauchschelle die Leckage nicht abdichten konnte, wurde bei km 20.301,4 eine schmalere Schelle montiert, um durch den gleichen Druck auf geringerer Fläche die Abdichtung zu erreichen. Hat geklappt - Danke Nobs.


Dezember 2018

Heute ist sie seit genau 2 Jahren in meinem Vespa-Stall, steht aber bereits seit fast vier Monaten still. Außer auf langen, schnelleren Etappen macht meine große Vespa weniger Spaß als meine 4 kleineren. Im direkten Vergleich nicht wuselig genug und trotz deutlich mehr Power etwas schwerfällig. Auch in punkto Ergonomie sind meine Smalframe für 2 m Körperlänge angenehmer zu fahren.

Unabhängig davon steht bei vier meiner fünf Vespa das Nachladen der Batterien an.


März / April 2019

Ein zweites Mal die Batterie aufladen und dann darauf warten, dass die Saison endlich startet.

Bald steht meine große Vespa seit 8 Monaten. Die zwischenzeitlich zur Probe gefahrenen Mopeds wie DL 650 oder V85 TT haben aber, vor allem ergonomisch, auch nicht überzeugt - vom Windschutz ganz zu schweigen.

Beim zweiten Versuch ist meine große Vespa gestartet und lief kurze Zeit später schön rund im Leerlauf. Die erste Fahrt folgt.


Mai 2019

Nach 8 Monaten Standzeit hat meine GT 200 L am 1. Mai ihre ersten km in der neuen Saison abgespult.

Der Spritverbrauch seit dem letzten Tanken lag bei 3,92 Liter Bezin auf 100 km.

Im direkten Vergleich mit meinen small frame Vespa fällt die relativ harte Federung meiner großen Vespa auf. Da an den Verkleidungsteilen des Lenkers, durch unsachgemäßes Hantieren in Vorbesitzerhand, bereits einige Plastikhaltenasen abgebrochen sind, gibt es, besonders auf schlechten Straßen, leider unschöne Klapper- und Knarzgeräusche aus dem Lenkerbereich.

Durfte vor kurzem die neue Vespa GTS 300 hpe Super Sport in schwarz fahren - danke Luca. Absolut tolle Beschleunigung und prima abgestimmte Variomatik sowie Top-Hinterradbremse. Da kommt meine GT 200 L nicht ganz heran - hängt aber auch nicht wirklich weit zurück und braucht sich, trotz weniger PS und Drehmoment, nicht zu verstecken.


Juni 2019

Die letzte Juni-Woche mit vorausgesagten bis zu 38°C wird zur Bewährungsprobe für die Wasserkühlung meiner GT. Freue mich auf die nächsten km.

38°C waren es zwar nicht ganz aber auch bei 36°C im Schatten und an der Ampel ist die Kühlwasseranzeige bis etwa zur Hälfte der Skala angestiegen.

Inzwischen stehen mehr als 21.000 km auf dem Tacho und damit knapp 7.500 gemeinsam gerollerte km. Ø-Verbrauch 3,6 bis 3,9 Liter Benzin auf 100 km. Ölverbrauch null.

Das insgesamt ambivalente Verhältnis zu meiner großen Vespa ist geblieben - starker Motor aber etwas schwerfällig und träge im Vergleich zu meinen kleinen Vespa. Auf Absätze im Asphalt reagiert die Federung harsch und trocken, durch die abgebrochenen Haltenasen der Lenkerverkleidung entstehen dabei unschöne Klappergeräusche. Das Windschild, welches für etwas mehr Topspeed sorgt, erzeugt ab Tempo 100 nervige Windgeräusche.


Juli 2019

Je mehr ich mit meiner GT unterwegs bin, desto mehr lerne ich, ihre Vorteile zu schätzen und den Nachteilen nicht so viel Gewicht beizumessen. Im direkten Vergleich wirken meine kleinen Vespa, zumindest auf Strecke, doch etwas (arg) langsam.

So bleibt meine große Vespa, mangels Alternativen aus dem Mopedbereich, doch mein Vespa "Langstreckenbomber", auch wenn ich dadurch, bei erneuter gemeinsamer Ausfahrt, meinem Freund Jochen etwas Geduld auf einem seiner Bikes abbedingen muß.


August 2019

"Fremdfahren" wird offensichtlich auf dem Fuß bestraft. Nach der Probefahrt mit einer Honda CB 750 sevenfifty, die mir, entgegen zeitgenössischen Testberichten, mit 2 m Körperlänge doch nicht passt (Kniewinkel zu eng), ist mir auf der Heimfahrt bei km 21.975,5 die Lenkerverkleidung meiner GT 200 L vollends kaputt gegangen. Nachdem schon einige Haltenasen abgebrochen waren, haben die Schläge, von unserem super Straßenzustand ausgehend, die restlichen Haltenasen nun auch abbrechen lassen. Provisorisch mit Steinschlagschutzfolie von Louis geklebt, werden demnächst wohl folgende Ersatzteile fällig:

 

 

Plus Lackierung kommen mal schnell 500,00 € zusammen - nur weil in Vorbesitzerhand ausgesprochene Grobmotoriker als Mechaniker am Werke waren, oder waren es doch die unfähigen Motorradspediteure? So oder so - eine teure Schlamperei.

Sollte die Steinschlagschutzfolie allerdings halten, dann spare ich mir die Investition vorerst. Morgen bin ich schlauer.

Als Übergangslösung taugt die Klebung mit Schutzfolie, die Lenkerverkleidung ist fest und klapperfrei. Dauerhaft wird es vermutlich aber nicht halten.

Da bei dem Shop (siehe Auszug oben) über 2 Tage (abends) leider niemand ans Telefon geht, obwohl nach deren Bandansage bis 19.00 Uhr Geschäftszeit ist, habe ich bei Niemann + Frey bestellt. Ist zwar etwas teurer als z.B. SIP Scootershop, aber ich bekomme dort 3 der 4 Verkleidungsteile bereits in dem Farbton 204/A meiner Granturismo lackiert. Kleiner Wehmutstropfen, die Teile müssen z.T. direkt in Italien bestellt werden, was eine Lieferzeit von ca. 2- 3 Wochen zur Folge hat.

Freue mich schon auf die tip top neue Lenkerverkleidung für meine GT 200 L.

Die Zeit der Irrungen und Wirrungen - weg von allen meinen Vespa hin zu nur einem Moped - sind glücklicher Weise vorbei. Habe meiner GT 200 L heute die Sporen gegeben. Soviele Autos wie heute habe ich in den letzten mehr als zwei Jahren mit einer meiner Vespa nicht mehr überholt. Scheiße, hat meine große Vespa Potential / Reserven. Was alles habe ich in den letzten 2½ Jahren (nicht) getan. Einfach den Gashahn ein bißchen weiter aufgedreht. Mag etwas mehr Sprit kosten, bringt dafür mehr Spaß bei deutlich souveräneren Fahrleistungen und damit mehr Sicherheit.

So ganz nebenbei stehen die ersten mehr als 22.000 km auf dem Tacho.


September 2019

22.222,2 km in Wilhelmsthal nähe Eisenach (Wartburg - ein Kleinod mittelalterlicher Geschichte - meine Lieblingsburg).

Auf dieser family tour habe ich gemerkt, daß ich schon sehr lange keine längere Strecke mehr gerollert bin. Nach etwa der Zeit bzw. Strecke von Coburg nach Sonneberg / Malmerz tat mir mein Hintern derart weh, daß ich am liebsten jeweils Pause gemacht hätte.

Meine Granturismo hingegen hat die knapp 240 km hin und zurück souverän gemeistert - mehr (bike) braucht es nicht, auch wenn es immer noch "juckt" (GR 650).

Den Trip durch die fränkische Schweiz zur Kathi-Bräu ist meine große Vespa ebenso toll gerollert, wie auf der Tour durch die Röhn nach Obereisenheim (Kulturherbst), auch wenn ich mir bergauf hie und da etwas mehr Geschwindigkeit und Power wünsche.

Auf schlechten Wegstrecken, die leider immer mehr/häufiger werden, stößt die Federung meiner GT 200, auf Grund ihres und meines Gewichtes, an ihre Grenzen. Da schlägt es manchmal hart durch, was mir jedesmal durch Mark und Bein geht.

Ungeachtet dessen stehen inzwischen 2.255,6 km in dieser Saison auf dem Tacho.

Motorölverbrauch ist nicht feststellbar. Der Spritverbrauch auf den letzten Touren, über 711,1 km, lag zwischen 3,24 und 3,46 Liter Benzin auf 100 km (ohne Berücksichtigung von Meßungenauigkeiten, die beim Tanken entstehen).


Oktober 2019

Die neue Lenkerverkleidung ist da und die nicht lackierten Teile sind in Blau Imperiale 204/A lackiert. Kosten für die Teile 304,60 €. Die Rechnung für die Lackierung steht noch aus, ebenso der Umbau der Verkleidung.

Vor dem drohenden Saisonschluß nochmal kurz zur Kathi-Bräu gerollert und mächtig Spaß dabei gehabt. Mal schaun, wieviele schöne Fahrtage es in diesem Jahr noch gibt.

Werde demnächst mit einer gebrauchten GTS 250 Sitzbank, die ich auf eine Ebene aufpolstern lassen werde, ausprobieren, ob ich schmerzfreier unterwegs sein kann. Die verfügbare Sitzfläche sollte dann länger sein, was eine variablere Sitzposition für mich ermöglicht.

Habe voller Vorfreude bei km 22.988,5 die defekte Lenkerverkleidung wechseln lassen. Bei den letzten Montageschritten der neuen Verkleidung ist dann aufgefallen, daß der oben genannte Teilehändler zwar eine passende hintere Verkleidung für die GT, aber eine nicht dazu passende vordere Verkleidung für die GTS geliefert hatte (hier paßt der linke Punkt zur Verschraubung der beiden Lenkerhälften nicht mit der am Lenker angeschweißten Öse überein. Darüber hinaus verfügt die GT über runde Schalter für Hupe und E-Starter, die der GTS sind rechteckig). Ebenso wurde eine falsche Abdeckung (für die GTS) für den rechten Bremsflüssigkeitsbehälter geliefert. Meine Werkstatt hatte leider keine Möglichkeit diesen Fehler im Vorfeld zu erkennen, da das Hinterteil im Lieferverzug und somit die Zusammengehörigkeit der Teile nicht überprüfbar war. Hoffe, daß es die passenden Teile noch zu kaufen gibt, da der Mix aus GT und GTS Teilen an der Lenkerverkleidung für mich absolut nicht geht. Hätte vielleicht doch bei SIP bestellen sollen.

Auch wenn es erst ein paar Tage her ist und niemand etwas dafür kann, so nervt mich die ganze Sache ordentlich an :-(

Ist mal wieder so ein Moment, an dem ich darüber nachdenke, einen radikalen Schnitt zu machen und Vespa good bye zu sagen. Nur auf welches Moped wechseln?!

Irgendwie ist meine Frustrationsschwelle derzeit sehr niedrig - midlife crisis?! Gehe aber davon aus, daß nach Lieferung und Montage der richtigen GT-Teile die Welt wieder in Ordnung ist.


November 2019

Habe inzwischen von privat eine passende vordere Lenkerverkleidung gefunden, die zwar recht teuer und silberfarben, aber zumindest verfügbar ist. Über den Fachhandel ist eine komplette und passende Lenkerverkleidung für die Granturismo wohl nicht mehr zu bekommen.


Januar 2020

Dank der Hinweise sowie konkreter Zusendung aus dem Vespaforum habe ich die nicht mehr lieferbaren Originalersatzteile bekommen, wenn auch nicht in der Farbe meiner GT 200 L - danke Patrick.

Zukünftig nimmt die vordere Lenkerverkleidung die Farbe meines Top Case (Anthrazit Smoky 731/A) auf.

Jetzt mit meinem Freundlichen noch einig über die entstandenen Kosten für die leider bereits lackierte vordere Lenkerverkleidung (für die GTS) werden und dann wieder komplett in die neue Saison starten.


März 2020

Da mir mein Freundlicher mit der Batterie für meine LX 50 entgegengekommen ist, haben wir das Thema mit den Verkleidungsteilen für meine GT auch ad acta legen können.

Jetzt noch die Batterie laden und auf salzfreie Straßen warten, dann geht es mit dem Start in die neue Saison zum Wechsel der Lenkerverkleidungsteile.

Der Reifenluftdruck ist geprüft, der Akku hängt am Ladegerät. Ich hoffe, daß das Leben vor allem gesund und in einer gewissen Normalität weitergeht.

Das Wiederanklemmen der Batteriepole ist wie immer "a pain in the ass" ein Ärgernis.

Dann aber die erste Fahrt, nach über fünf Monaten Standzeit, und prompt komme ich in eine Kontrolle der Polizei betreffend die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona Virus Pandemie und gleichzeitig zu meiner ersten Atemalkoholkontrolle. Beides, wie erwartet, natürlich in Ordnung.

War übrigens erlaubter Weise auf dem Weg zur Tanke, um etwas Sprit zu fassen. Zurück in der heimischen Garage standen etwas mehr als 23.000 km auf dem Tacho.

Meine große Vespa ist, nach der langen Pause, auf den dritten Versuch hin angesprungen.


April 2020

Super Wetter zum Vespa Fahren - eigentlich. Allerdings geht der Schutz unser aller Gesundheit vor - im Kampf gegen die weitere Ausbreitung der Corona Virus Pandemie. Macht alle mit - am Ende werden wir es schaffen und später im Jahr die Vespa Saison umso mehr genießen.

Sie läuft prima, meine große Vespa und verkürzt die Distanz zur Arbeit und retour spürbar - zumindest im direkten Vergleich mit meinen kleinen Vespa.

Sturmböen mit bis zu 88 km/h (Windstärke 8 bis 9 laut Vorhersage) zeigen mal wieder sehr eindringlich, wie sehr Rückenwind beflügeln und Gegenwind ausbremsen kann. Besonders unsere nicht gerade sehr leistungsstarken Vespa. Kritisch wird es aber erst, wenn stark böiger Seitenwind die Vespa in Schräglage erwischt. Da ist Ruhe und Lockerheit beim Fahrer angesagt, sonst kommt die gesamte Fuhre leicht ins Schlingern.

Spritverbrauch, trotz stürmischem Wind und forcierter Fahrweise, 3,77 Liter Superbenzin auf 100 km. Motorölverbrauch ist nicht feststellbar.


Mai / Juni 2020

Km-Stand 23.456,7.

Seit knapp 5 Wochen nicht mehr gerollert und immer noch mit den falschen Verkleidungsteilen für den Lenker. Zwar die potenteste meiner Vespa, aber offensichtlich nicht "die" Vespa für mich.

Liegt, ähnlich wie bei meiner ET4 125 M04, am dem "Fehltakter-Motor". Zur Vespa gehört ganz einfach ein 2-Takt-Motor. Obwohl beide an sich traumhafte Vespa sind. Vielleicht habe ich beide Vespa gar nicht verdient, oder ich habe einfach zu viele Vespa in meiner Garage.

Auf jeden Fall ist Geschwindigkeit beim Zweiradfahren nicht das Maß der Dinge. Sonst hätte ich schon längst ein Moped, statt zweier meiner Vier-Takt-Vespa, in meiner Garage stehen.

Dies umso mehr, als aktuell eine Suzuki Freewind - ideal für meine Körpergröße von 2 m - bei meinem Freundlichen zum Verkauf steht.

Nach 245,5 ambitioniert gerollerten km sind 3,71 Liter Benzin auf 100 km durch den Vergaser gelaufen. Das sind, bei deutlich besseren Fahrleistungen, nur 0,05 Liter mehr, als bei meiner LX 50 2T FL. Meßtoleranzen beim Tanken außen vor.


Juli 2020

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Letzte Aktualisierung: 29.06.2020 - Vespa roll!

 



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