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Vespa ET4 125 M04



 

 


Meine dritte Vespa

In Kürze hier mehr über meine dritte Vespa, die ich mir ursprünglich für die geplante, tägliche Hin- und Rückfahrt zur Arbeit gekauft habe. Zuerst warte ich noch die komplette Wartung durch meine Vespa Werkstatt www.reinhardt-kfz.de ab, denn obwohl im Serviceheft die 5.000er Wartung bei km 6.041 von einem anderen Vespahändler dokumentiert wurde, bestehen massive Zweifel, ob diese Wartung auch tatsächlich durchgeführt wurde - einfach zuviele offensichtliche Mängel, die bei ordnungsgemäßer Arbeit hätten auffallen und entsprechend beseitigt werden müssen.

Ausgestattet ist meine ET4 mit dem Original Vespa Top Case in Fahrzeugfarbe, dem mittelgroßen Windschild (German Style) und den extra Beifahrerfußrasten, welche ich sofort demontiert habe, da mir diese den Platz auf dem Trittbrett unangenehm einschränken.

Farbbezeichnungen Vespa ET in Silber

Laut Motorroller-Info http://www.motorroller-info.de/ET_4.pdf ist meine ET4 125 in Silber Excalibur 738/A lackiert. Wenn auch es sich bei vorliegendem Datenblatt um eine Vespa ET4 125 mit Leader Triebwerk eines späteren Baujahres handelt. Die Farbe der Baujahre 1996/97 hieß 729 Grigio / Silber Grau.

Vespa ET4 Video

Ein sehr schönes Video über die Vespa ET4 - für wirklich harte Jungs - ist hier //youtube.com/watch?v=tH9SWI5pUwA zu finden ;-)

Gegenüberstellung Vespa ET mit Vespa LX

Eine, wenn auch nicht sehr tief gehende, Gegenüberstellung der Vespa ET Baureihe mit der Vespa LX Baureihe ist in der Ausgabe 3/2005 der Zeitschrift Scooter & Sport www.scooterundsport.de zu finden. Entgegen der Aussage, daß die LX nur ein facelift der ET sei, kann man bei genauerer Betrachtung der Karosserien beider Modelle nicht nur optische, sondern auch konstruktive Änderungen, wie z.B. zusätzliche Verstrebungen bei der Vespa  LX im Vergleich zur Vespa ET oder ein kleiners Batteriefach der ET im Vergleich zur LX feststellen. Das um ein auf 11" vergrößerte Vorderrad der Vespa LX fand zumindest Erwähnung.

Bremsbeläge für Vespa ET2 / ET4 / LX / LXV / S

Ein Vergleichstest betreffend Bremsbeläge für die Vespa ET2 / ET4, dessen Ergebnis auch auf die Vespa LX, LXV und S übertragbar ist, findet sich in Scooter & Sport Ausgabe 6/2004 www.scooterundsport.de. Auch der Bremsbelagwechsel wird anschaulich dargestellt, allerdings nicht ohne den Sicherheitshinweis, daß Arbeiten an Bremsen nur vom Fachmann vorgenommen werden sollten. Im Ergebnis erhalten die Bremsbeläge Brembo 07019 organisch, EBC FA260HH Sintermetall,  Ferodo-Argento FDB 057 S organisch, Lucas MCB 695 organisch,  SBS 142HF organisch eine Empfehlung. Auch wird er Verbau einer Stahlflexbremsleitung empfohlen. 


Juni 2012

Die ersten mehr als 100 km sind absolviert. Das original Vespa Windschild (German Style) verursacht zwar bisher ungekannte Turbulenzen, ermöglicht aber auch eine deutlich höhere Top Speed, als ohne Schild. Hinter einem LKW, der mich mit über 100 km/h überholt hat, beutelt es meine ET4 schon sehr stark. Wie hoch die Top Speed tatsächlich ist, werde ich demnächst per Navi überprüfen. Laut Tacho knapp 100 km/h, hinter besagtem LKW etwas über 100 km/h. Für meine Zwecke langt es alle mal, zumal meine ET4 auch steile Steigungen erstaunlich flott bewältigt.

Sehr erfreulich ist der Benzinverbrauch von knapp unter 3,6 Liter auf 100 km während der letzten 173 km und das bei gemischtem Betrieb - Stadt, Überland und Autobahn war alles dabei.

Die Empfehlung meines Mechanikers in Bezug auf das Motoröl lautet Motul Scooter Power 4T 5W40 www.motul.de, obwohl Piaggio 20W50 vorgibt. Werde vorerst das 5W40 fahren, mir aber das Motul 10W50 näher anschauen - siehe hierzu weiter unten unter Januar 2015.

Das Ergebnis der kompletten Wartung in meiner Vespa Werkstatt www.reinhardt-kfz.de folgt in den nächsten Tagen. Der Varioriemen und die Variorollen mußten erst bestellt werden.

Und hierrmit kommen wir zu den kleinen Schwachpunkten meiner ET4. Es handelt sich um das Modell mit dem Urmotor - Motornummer *M041M*  - erkennbar am Ölschauglas. Von dieser Version wurden deutlich weniger gebaut und verkauft, als von dem 125er Leader ab 2000. Deshalb sind einige Teile - z.B. der Ölfilterdeckel - nicht mehr über Piaggio erhältlich. Auch ist der Wechsel des Hinterradgetriebeöl sinnvoller Weise erst nach Demontage des Hinterrades und damit nach Montage des Auspuff möglich.

Der eigentliche Schwachpunkt ist aber der bekannte z.T. recht hohe Motorölverbrauch, der eine tägliche Kontrolle des Ölstandes anraten läßt. Dies ist, auf Grund des bereits erwähnten Ölschauglases, aber ohne Probleme möglich. Im kalten Zustand sollte der Ölstand nicht ganz bis zum oberen Rand des Ölschauglases reichen. Sollte der Motor dennoch mit zu wenig Öl laufen, droht ein kapitaler Motorschaden - oftmals durch Überhitzung des unteren Pleullagers. Aber auch bei korrektem Ölstand kann der Motor leichter überhitzen, als der 125er Leader, da beim Urmotor das Motorölvolumen geringer und der Ölkühler recht klein dimensioniert ist. Deshalb empfiehlt es sich, mit dem Urmotor nicht Dauervollgas zu fahren und regelmäßig - lieber etwas früher - das Motoröl zu wechseln.

Im Gegenzug läuft die Vespa ET4 125 mit Urmotor sehr ruhig und kräftig. Die Platzverhältnisse sind ausgezeichnet und gefühlt noch einen Tick besser, als auf meiner LX 50 2T FL - obwohl diese, meine erste Vespa, meine Lieblings Vespa ist und bleibt.

Einen weiteren bekannten Schwachpunkt der ET4 mit Urmotor stellt die manchmal dauerhaft streikende Wegfahrsperre dar. Ersatz bei S.I.P. ist unter http://www.sip-scootershop.com/de/products/cdi+piaggio+fur+vespa+et4+_pi294071 zu finden. Über Piaggio soll die CDI um einiges teurer sein. Wer nicht in die original CDI investieren möchte und auf den Schutz durch die Wegfahrsperre vezichten kann, der kann auch die CDI der Sfera 125 mit gleichem Motor verbauen. Näheres hierzu unter  http://www.wms-online.de/pdf/VespaET4WegfahrsperreDeaktivierung.pdf. Angeblich soll sich durch den Verbau der Sfera CDI auch die Leistungscharakteristik / - ausbeute der ET4 125 M04 verbessern. Dies allerdings wohl etwas zu Lasten der Laufkultur. Preislich liegt die Sfera CDI auf dem Niveau der CDI für die Vespa ET4 125 mit Urmotor- siehe hierzu auch  http://www.sip-scootershop.com/de/products/cdi+piaggio+_pi294150.

Wie bereits vermutet, wurde die dokumentierte 5.000er Wartung nicht durchgeführt. Eine rechtliche Würdigung dieses Sachverhaltes, die sehr eindeutig ausfallen würde, erspare ich mir an dieser Stelle.

Im ersten Teil der Wartung wurden folgende Arbeiten durchgeführt: Die komplett überalterte Bremsflüssigkeit wurde ebenso gewechselt, wie das nicht mehr ganz taufrische Motor- und Hinterachsgetriebeöl. Erneuert wurde auch die Zündkerze, der Ölfilter und sämtliche Leuchtmittel des Frontscheinwerfers. Nach Einsetzen einer neuen Batterie funktioniert auch die Uhr im Cockpit wieder. Das die Tachowelle geölt, sämtliche Züge und Hebel sowie das obere Lenkkopflager geschmiert wurden, versteht sich ebenso von selbst wie die Reinigung des Luftfilters, die Säuberung und die Einstellung der Hinterradbremse. Für eine gute Werkstatt und einen erstklassigen Mechaniker eine Selbstverständlichkeit - Danke Nobs. Neben der Kontrolle des Ventilspiels wurden auch die vorderen Bremsbeläge geprüft und beides für in Ordnung befunden. Genau wie die montierten Reifen - vorne Schwalbe Power Track in der Dimension 100/80-10 und hinten Rich Way in der Dimension 120/70-10. Sind zwar nicht unbedingt Spitzenreifen und mit Sicherheit nicht meine erste Wahl, aber bisher besser als erwartet - bei Regen fahre ich dennoch lieber etwas langsamer.

Weiterhin wurde der leicht nach rechts stehende Lenker wieder gerade gerichtet und die fehlerhafte Klemmung des Windschildes korregiert, wie das gesamte Windschild. Das falsch montierte original Top Case habe ich selbst richtig befestigt.

Der ursprünglich starkt hakelige Bremshebel der Vorderradbremse funktioniert, nach Austausch der Bremsflüssigkeit, wieder tadellos und vermittel endlich ein sicheres Bremsgefühl. Wie der TÜV derartiges durchgehen lassen konnte, ist mir ein Rätsel.

Da es weder den Michelin Pilot City noch den Michelin City Grip in der Dimension 100/80-10 für das Vorderrad gibt, habe ich mich, mit etwas Zögern, dazu entschieden, mir einen Satz Heidenau - K58 vorne und K62 hinten - zu kaufen. Werde ich im Herbst montieren lassen. Leider sind die Heidenau Reifen unverschämt teuer.

Da mich der Michelin SM 100 als Hinterreifen in der Dimension 120/70-10 auf meiner LX 50 bei Nässe und Kälte aber nicht überzeugt hat, wollte ich auf meiner ET4 keine Mischbereifung - vorne Michelin SM 100 und hinten Michelin Pilot City bzw. Michelin City Grip - fahren, zumal meine ET4 doch deutlich schneller ist. Auf meiner LX 50 werde ich aber weiterhin Michelin Pilot City bzw. Michelin City Grip fahren. Vielleicht gibt es einen von beiden demnächst auch in der Vorderraddimension für die ET4. Dann wird auch meine ET4 auf Michelin Reifen rollern.

Soweit zur Technik meiner ET4. Habe im Netz einen fast schon euphorischen Artikel über die Vespa ET4 mit Urmotor gefunden (http://www.bma-magazin.de/fahrberichte/piaggio--vespa/vespa-et-4.html /ursprüngliche URL), der inzwischen unter folgender Adresse abrufbar ist http://www.kradblatt.de/2013-11-02-09-27-53/fahrberichte/82-piaggio--vespa/398-vespa-et-4. Aber auch folgender Artikel unter http://www.motorradonline.de/gebrauchtberatung/im-check-vespa-et4/327905 ist sehr lesenswert, zumal wenn man, so wie ich, eine ET4 mit dem verbesserten Urmotor ab Seriennummer M041M 22261 besitzt. Dieser ab 1997 verbaute Motor erhielt verbesserte Dichtungen und einen modifizierten Zylinderkopf, was das Ölproblem verringerte und damit der Haltbarkeit und Langlebigkeit diente.

Unter http://www.vespaforum.de/viewtopic.php?f=11&t=30872 ist das PDF der Ausgabe 6/1996 des Motorrad Roller Spezial mit einem exklusiven Fahrbericht  der neuen Vespa ET4 zu finden. Wegweisend der Titel: Neue Vespa Blech für morgen. Danke Sibylle - Vespamaus.

Ein zeitgenössischer Testbericht über ein Jahr - an genau 340 Tagen von März 1997 bis März 1998 - und 7.000 km mit dem  Urmotor ist unter http://www.sueddeutsche.de/auto/vespa-et-ein-jahr-das-tage-dauerte-1.558165 zu finden. Einzig die Kritik an dem, durch einen Konstruktionsfehler angeblich schlecht ablesbare Ölschauglas, kann ich, zumindest bei meiner ET4 mit modifizierten Urmotor, nicht nachvollziehen.

Ebenso wenig wie den, unter http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/461983.html dokumentierten Spritverbrauch einer 1998er Vespa ET4 125. Meine ET4 benötigte über die 4.200 km im Jahr 2012 mindestens 0,3 bis gut 1,0 Liter Sprit mehr auf 100 km - leider.

Wie erwartet, waren sowohl Riemen als auch Variorollen noch die Erstausrüstung ab Werk. Der Riemen war verhärtet und hat 1 mm in der Breite eingebüßt. Die Rollen waren noch in Fett montiert und entsprechend am letzten Ausdrehen gehindert, was bei einigen Rollen zu deutlichen Abplattungen geführt hat. Die neuen Rollen wurden ohne Fett montiert.

Wie gut das neue Setup funktioniert, werde ich nach der "Einfahrzeit" von etwa 50 km feststellen. Danke Nobs für Deine erstklassige Wartung meiner ET4.

Trotz neuer Batterie hat sich die Uhr im Cockpit nach zwei Tagen verabschiedet. War wohl schon vorher defekt - darf sie nach 14 Jahren auch.

Nach den ersten gut 250 km habe ich das Windschild demontiert, da die Turbulenzen dahinter einfach unerträglich waren. Der Winddruck auf dem Oberkörper ist zwar etwas stärker, aber meine ET4 kaum langsamer. 92 km/h gemessen mit dem Autotacho sind in Ordnung, zumal ich den Gashahn dabei nicht voll aufgedreht habe. Der Tacho meiner ET4 zeigt hierbei knapp 100 km/h an. Sollte mir eine Sportscheibe über den Weg laufen, werde ich diese montieren. Funktioniert bei meiner Vespa LX 50 ganz hervorragend.

Vielleicht tausche ich beide im nächsten Jahr gegen eine größere Vespa ein.

Bei der zweiten Tankfüllung nach weiteren 189 km, mit viel Stadtanteil, bestätigte sich der Benzinverbrauch mit knapp über 3,6 Liter auf 100 km. Über 200 km sind damit leicht möglich, auch wenn die Tankanzeige bereits nach 160 km zu leuchten beginnt. 

Im warem Zustand springt meine ET4 per E-Starter schlecht bis gar nicht an. Mit Kickstarter habe ich es noch nicht probiert. Erst wenn ich das Licht ausstelle, startet der Motor per Elektrostarter. Es liegt die Vermutung nahe, daß der Ladestrom der Batterie zum Starten nicht ausreicht. Werde deshalb die Batterie mal ans Ladegerät hängen.

Nach weiteren 202 km, gefordert hauptsächlich auf Strecke, lag der Spritverbrauch wieder deutlich unter 3,6 Liter auf 100 km.  Ölverbrauch ist nach mehr als 450 gefahrenen km, nach dem letzten Ölwechsel, nicht zu verzeichnen.

Habe bei km 6.660 versucht meine ET4 per Kickstarter zu starten. Leider mußte ich feststellen, daß ebendieser defekt ist. Rattert ohne großen Widerstand einfach nach unten durch. Was die Ursache hierfür ist und ob sich eine Reparatur lohnt, werde ich spätestens bei der nächsten Wartung prüfen lassen.


Juli 2012

Asche auf mein Haupt - nicht der Kickstarter war defekt, ich habe beim Kicken einfach einen Fehler gemacht. Geht nicht so einfach, wie bei meiner LX 50 2T, aber mit einer kurzen Einweisung hat es dann sofort geklappt - Danke Nobs.

Übrigens, meine ET4 hat sich, aus meiner Sicht, klar und deutlich gegen eine ganze Reihe von Mopeds durchgesetzt - z.B. Yamaha XT 660 Tenere, MZ 250/0, Hercules K 180 BW oder Royal Enfield Bullet - um nur einige zu nennen ;-)

Aber auch gegenüber der Vespa GTS 300 i.e. habe ich ihr den Vorzug gegeben, da der Anschaffungspreis der GTS mein Budget einfach gesprengt hätte. So haben meine drei Vespa zusammen weniger gekostet, als eine neue GTS.


August 2012

Immer noch Zwangspause wegen der Folgen des unsäglichen Unfalls. Habe gestern zumindest den Motor gestartet und etwas laufen lassen, nur um den Klang und damit das Feeling zu geniesen ;-)

Da mich mein Wehklagen - siehe Vespa / LX 50 2T FL - auch nicht weiter bringt, habe ich es nach gut fünf Wochen gewagt und bin mit meiner ET4 einen km um den Block gefahren :-) ausbaufähig!

Nicht nur die 7.000 km sind geknackt, sondern auch die ersten gemeinsamen 1.000 km geschafft. Der Spritverbrauch liegt um die 3,6 Liter auf 100 km, Ölverbrauch ist nicht feststellbar. Gut, die ET könnte etwas schneller laufen - echte 100 km/h wären schön - und ab 70-80 km/h etwas besser beschleunigen. Aber bei meiner Körpergröße und meinem Gewicht geht die gebotene Leistung allemal in Ordnung.

Nach 219 km  lediglich 7,27 Liter nachgetankt, ergibt einen phantastisch niedrigen Verbrauch von nur 3,3 Liter auf 100 km. Bei diesem  Verbrauchsniveau und einem Tankinhalt von 9 Liter - laut Bordbuch - ergibt sich eine theoretische Reichweite von 272 km - im gemischten Betrieb. Nicht schlecht für einen 14 Jahre alten Vergasermotor.

Bei höheren Geschwindigkeiten - ab 90 km/h - wird deutlich spürbar, daß die aktuell aufgezogene Reifenmischkombination (siehe Juni 2012) nicht sehr harmonisch ist - hier wirkt der Vorderreifen unruhig, nicht wirklich stabil. Bei Nässe hingegen schmiert der Hinterreifen rasch weg, auch mag er keine gefrästen Spurrillen, obwohl er diesen nachläuft, dabei aber rasch ins Schlingern gerät. Alles in allem wenig vertrauenserweckend. Da wurde in der Vergangenheit an der falschen Stelle gespart. Werde deshalb bald möglichst die eingelagerten Heidenau aufziehen lassen und bis dahin, nicht nur bei Nässe, etwas verhaltener fahren. Leider gibt es die von mir bevorzugten Michelin nicht in der benötigten Dimension des Vorderrades.

Übrigens, nach längerer Standzeit oder kalten Außentemperaturen, einfach den Gashahn zweimal langsam bis zum Anschlag aufdrehen. Anschließend Zündung an und starten. Die Batterie hat die Standzeit zum Glück ohne Probleme überstanden.


September 2012 

Offensichtlich passen das aktuelle Fahrprofil sowie die Witterungsverhältnisse sehr gut, was abermals zu einem Verbrauch von nur 3,3 Liter auf 100 km geführt hat.

02.09. die 7.500 km geknackt.

Nach 1.500 gefahrenen km kann man, mit viel gutem Willen, minimalen Ölverbrauch feststellen. Bin mal gespannt, wie sich dieser weiterhin darstellt. Von Ölwechsel zu Ölwechsel sollte kein Nachfüllbedarf bestehen.

Wie bei meiner LX 50 2T FL verhält sich auch bei meiner ET4 125 die Tankanzeige nicht proportional zum Benzinverbrauch. Vollgetankt zeigt die Tankanzeige über max. an. Bei Tankanzeige ½ sind bereits 120 km gefahren und noch gut 80-100 km Restreichweite zu erwarten, wobei, je nach Verbrauch, bereits nach 160-180 gefahrenen km die Reservelampe aufflackert.

Nach 1.600 km in meinem Besitz scheint meine ET4, nach der kompletten Wartung durch Nobs, nun auch richtig eingefahren zu sein. Gut, sie ist immer noch keine Racer, wird sie auch nie werden. Dafür hält sie am Berg lange, solide ihre Speed und erfreut aktuell mit einem traumhaften Spritverbrauch von nur 3,15 Liter auf 100 km. Höchstgeschwindigkeit in der Ebene laut Tacho knapp 100 km/h. Mehr wäre nur durch eine längere Sekundärübersetzung zu erreichen.

Über 8.000 Gesamt- und mehr als 2.000 gemeinsame km am 07.09.. Die Ursache für den unruhigen Lauf des Vorderrades ab Tempo 90 liegt in deutlichen Auswaschungen des Vorderreifens und dadurch entstandene Sägezähne, was durch das grobe Pfeilprofil des Reifens begünstigt wird. Bin gespannt, wie sich die hochgelobten Heidenau Reifen verhalten werden.

Nach etwas mehr als 2.500 von mir gefahrenen km zeigt die aktuelle Reifenkombination deutliche Verschleißerscheinungen. Der Vorderreifen mehr, als der Hinterreifen, der aber auch gut die Hälfte seiner Profiltiefe eingebüst hat. Wobei ich hierüber nicht mal so böse bin, da ich dann auf den Satz Heidenau wechseln kann.

Ölverbrauch ist zwar inzwischen feststellbar, bietet aber noch keinen Anlaß zum Nachfüllen. Noch gut 2.000 km, dann werde ich sowohl die Reifen, als auch das Motoröl wechseln lassen - sollte so Anfang November der Fall sein.

Der direkte Vergleich mit meiner LX 50 macht deutlich, wieviel besser diese auf einem Komplettsatz Spitzenreifen - Michelin Pilot City - läuft, statt auf Mischbereifung. Deshalb werde ich in spätestens 2.000 km - dann ist wieder ein Motorölwechsel fällig - auf einen Komplettsatz Heidenau wechseln, da es die von mir favorisierten Michelin als Komplettsatz leider nicht für meine ET4 gibt.  Auch die bei meiner LX 50 aufgepolsterte Sitzbank bietet ein entspannteres und bequemeres Sitzen und mehr Variabilität in Bezug auf die Sitzposition. Werde die Sitzbank meiner ET4 deshalb während der Winterpause ebenfalls aufpolstern lassen. Sollte laut www.markisen-weichelt.de unter Verwendung des Originalsitzbezuges möglich sein.

Mit etwas Glück habe ich das Problem mit dem seltenen Ersatzteil - siehe Juni 2012 - in den nächsten Tagen erfolgreich gelöst. Mehr dazu in den nächsten Tagen hier.


Oktober 2012

Da es den Ölfilterdeckel für die ET4 125 mit dem Urmotor M04 nicht mehr über Piaggio zu bestellen gibt und auch das Lager meiner Vespa Werkstatt www.reinhardt-kfz.de in Bezug auf dieses Teil ausgeplündert war, habe ich mein Glück zuerst bei den üblichen Verdächtigen, wie Scooter Center und Sip Scootershop, versucht, was ebenfalls zu keinem postiven Ergebnis geführt hat. Gott sei Dank war meine Recherche bei verschiedenen Vespa Händlern in ganz Deutschland und Österreich von Erfolg gekrönt. So halte ich aktuell zwei original verpackte Ölfilterdeckel in den Händen und erwarte einen weiteren, allerdings gebrauchten, in den nächsten Tagen. Und wie in vergangenen, sozialistischen Tagen, kostet das gebrauchte Teil mehr als das Doppelte der Neuteile  - schon skurril - aber in der Not schluckt der Vespa Fahrer auch diese Kröte. Mein Dank geht an dieser Stelle an Frau Petra Oberender von www.kallis-motorradschmiede.de auch für die tolle und nette Beratung sowie an Herrn Johannes Fuchs, Inhaber von www.piaggio-center-bleisteiner.de für die prompte und kostengünstige Zusendung. Jetzt können die nächsten Ölfilterwechsel getrost kommen - mein Lager ist gut gefüllt ;-)

Tag der deutschen Einheit. Nicht nur die 9.000 km Marke ist geknackt, sondern auch mehr als 3.000 km in weniger als drei Monaten - ohne die unfallbedingte Zwangspause - absolviert und damit halb soviele km wie in den 14 Jahren zuvor.

Die 100 km/h laut Tacho auf der Geraden erreicht meine ET4, ohne Scheibe, deutlich leichter als zu Beginn - siehe Juni. Bisher kein Nachfüllbedarf in Bezug auf Motoröl, Spritverbrauch ebenfalls im grünen Bereich.

Bei dem gebrauchten Ölfilterdeckel von www.kuebler-bonn.com handelt es sich um die Ausführung mit dem schmalen Dichtring für den Urmotor M04, vor dessen Modifizierung - verbaut bis Fahrgestellnummer ZAPM04 19962. Noch seltener und deshalb auch teurer. Da meine ET4 bereits über das modifizierte Triebwerk verfügt, sollten die Ölfilterdeckel mit der breiten Dichtung passen.

9.500 km - der unruhige Lauf des Vorderreifens ist in fast allen Geschwindigkeitsbereichen mehr oder minder deutlich zu spüren - keine Empfehlung. Deshalb kommt der Schwalbe Power Track spätestens nach weiteren 1.000 km auf den Müll.

Gut 3.500 km nach dem letzten Ölwechsel hat meine ET4 sichtbar - Ölschauglas - Motoröl verbraucht. Bis zum Ölwechsel nach 5.000 gefahrenen km sollte allerdings kein Nachfüllbedarf bestehen.

Kaum klopft der Winter zaghaft an die Türe, sehen sich einige Kommunen offenbar bemüßigt, derart viel Streusalz auf den Straßen zu verteilen, als gelte es, eine unmittelbar bevorstehende Eiszeit abzuwehren - absolut tödlich für die Karosserie einer Vespa, zumal in Kombination mit feuchten Straßen. Mußte deshalb eine geplante Tour über die Bergdörfer abbrechen und meine ET4 erstmal von einem leichten Streusalzfilm befreien - mit viel klarem Wasser. Werde in den nächsten Tage den Unterboden vorsorglich mit Wachs imprägnieren. Hoffe aber noch auf einige Fahrtage ohne Streusalz, bevor die unsägliche Winterpause endgültig eintritt - mit etwas Glück in der eigenen Garage.

Dennoch habe ich auf einer trockenen und weitgehend salzfreien Strecke nicht nur die 10.000 km, sondern auch die ersten 4.000 gemeinsamen km abgespult. 

Bei km 10.056 habe ich neben dem Motoröl auch die Reifen wechseln lassen. Ein Schritt, den ich schon früher hätte machen sollen. Mit den Heidenau K58 vorne und K62 hinten ist das Fahrwerk meiner ET4 125 klar aufgewertet und wirkt deutlich erwachsener und stabiler, als mit der vorherigen Mischbereifung aus Schwalbe PowerTrack vorne und Rich Way hinten, wobei der Rich Way noch deutlich besser als der Schwalbe war. Die Heidenau sind zwar nicht so geschmeidig, agil und laufruhig wie die von mir favorisierten Michelin Pilot City oder Michelin City Grip, die es leider nicht in der Vorderraddimension der ET4 gibt, aber vom Grip her sind sie noch einen Tick besser, als die Michelin Pilot City auf meiner LX 50. Wegrutschen in Kurven scheinen die Heidenau absolut nicht zu kennen. Die Michelin zumindest zeigen ihren Grenzbereich etwas früher an. Für ihre hohe Präzision und Spurtreue sowie Stabilität in Kurven benötigen die Heidenau einen bewußter und deutlicher gesetzten Lenkimpuls, als die Michelin. Welcher Charakter mir besser gefällt? Eine Mischung aus beiden. Vielleicht erfüllt ja der Michelin City Grip all diese Anforderungen - nur geben müßte es ihn, nicht nur für die LX, sondern auch für die ET4. Größtes Manko der Heidenau - sie sind fast doppelt so teuer wie die Michelin.

Das Motoröl war nach dessen Ablassen - aus den beiden vorhandenen Ablaßschrauben - nach knapp 4.000 km noch in einen guten Zustand und hatte keinerlei auffällige Verunreinigungen oder Abrieb beinhaltet. Ein sehr gutes Zeichen für einen offensichtlich gesunden Motor. Der Verbrauch mit ca. 0,1 Liter auf 1.000 km ist ebenfalls im Rahmen. Nachgefüllt wurden exakt 0,8 Liter frisches Motul Scooter Power 4T 5W40. Der Ölfilter wird nur bei jedem zweiten Ölwechsel ausgetauscht.


November 2012

Nach den ersten fast fünfzig gefahrenen km komme ich nicht umhin, den Heidenau K58 und K62 ein sehr gutes, um nicht zu sagen ein exzellentes Zeugnis auszustellen. Bei hohen Geschwindigkeiten läuft meine ET4 jetzt fast wie auf Schienen. In Kurven erfahre ich eine bisher nicht gekannte Präzision und Stabilität. Der Grenzbereich meiner ET4 liegt mit den Heidenau Pneus um einiges höher. Auch bei Nässe bieten die Heidenau hervorragende Haftung und vermitteln damit eine Sicherheit, die subjektiv noch einen Tick über der der Michelin Pilot City liegt. Einfach Top Reifen, die Heidenau. 

Als idealer Reifenluftdruck hat sich bei meiner ET4 125, wie auch schon bei meiner LX 50 und bei meiner PK 50 XL, 2,0 bar vorne und 2,5 bar hinten erwiesen.

Der Spritverbrauch wähernd der letzten fast 4.200 gefahrenen km liegt zwischen knapp über 3,10 und knapp unter 3,90 Liter auf 100 km. Als Durchschnitt damit akzeptable 3,50 Liter auf 100 km, auch wenn die Fahrleistungen in Bezug auf die Höchstgeschwindigkeit etwas zu wünschen übrig lassen.

Die Heidenau Reifen haben sich als die absoluten Volltreffer erwiesen. Habe mich in Kurven und bei Nässe auf noch keinem motorisierten Zweirad so sicher gefühlt und bin entsprechend entspannt gefahren. Regenfahren macht inzwischen richtig Spaß ;-)

Da bereits Ende Oktober, bei den ersten zaghaften Schneeflocken, von den Kommunen unnötiger Weise mit Streusalz um sich geworfen und dies ab Mitte November noch intensiviert wurde, habe ich meine Vespa Saison 2012 gut zwei Wochen früher beendet, als die Saison 2011. In Kombination mit der unsäglichen Zwangspause im Sommer betrug meine Fahrleistung in diesem Jahr - mit allen meinen drei Vespa - lediglich 13.211,1 km. Hiervon mit meiner ET4 125 genau 4.220 km.

Bei der Einwinterung habe ich am Unterboden, genau an der Schräge zur Triebsatzschwinge, auf Grund der noch nicht angebrachten Steinschlagschutzfolie, ebensolche Steinschlagschäden festgestellt, die zum Teil bereits leicht angerostet waren. Dank Owatrol hoffe ich, daß diese Stellen nun nicht weiter rosten. Im Frühjahr werde ich die Steinschläge mit Klarlack ausbessern und an den gefährdeten Stellen anschließend Schutzfolie anbringen.

Nach dem üblichen Prozedere - Batterie ausbauen; Waschen; Versiegeln mit Motul Wash & Wax; Einölen der nicht lackierten Teile der Triebsatzschwinge - harrt meine ET4 dem Saisonstart 2013 - in eigener Garage :-)


Dezember 2012 / Januar 2013

Hatte ich bereits erwähnt, daß ich den Winter nicht mag, trotz Weihnachten :-(

Wenn das Wetter weiterhin so mild und trocken bliebe und nächtens nicht wieder mit Streusalz um sich geworfen wird, würde ich meine ET4 glatt wieder auswintern. Ist nur die Frage, ob sich das wirklich lohnt. Und darüber hinaus das no go Streusalz.

Erneut ein kleiner Wintereinbruch und wieder gut Streusalz auf den Straßen - meine ET4 bleibt in der Garage.

Stelle mir seit geraumer Zeit die Frage, ob ich mit einem gut gebrauchten Roller mit Kunststoffkarosse tatsächlich auch bei Nässe und Streusalz fahren würde. Ich glaube aber eher nicht, da wären mir meine "Kandidaten" auch zu schade. Nehme also auch weiterhin die einzig existente Schwäche der Vespa Karosserie in Kauf und fahre im Winter nur bei trockenen Straßen - mit meiner PK XL. Meine ET4 und meine LX bleiben eingewintert.


Februar 2013

Inzwischen hat sich etwas in Bezug auf den von Piaggio nicht mehr lieferbaren Ölfilterdeckel getan - zumindest in England. Um die Vespa ET4 125 M04 Baujahr 1996 seiner Tochter mit 6.000 Milen auf den Tacho wieder fahrbereit zu machen hat sich scooterboystu@aol.com an Carl Pennington carlpennington@hotmail.co.uk gewandt, der den Ölfilterdeckel aus TE30 Aluminium nachgebaut hat. Kosten für einen Ölfiltedeckel 25 £ plus Versand. Einzel- wie Sammelbestellungen wären unter den angegebenen E-Mail Adressen möglich und erwünscht. Zu finden ist das ganze unter http://www.ebay.co.uk/itm/200876205537?ru=http%3A%2F%2Fwww.ebay.co.uk%2Fsch%2Fi.html%3F_from%3DR40%26_sacat%3D0%26_nkw%3D200876205537%26_rdc%3D1. Quelle dieser Information ist www.vespaforum.de.

Leider hat der Versuch der Kontaktaufnahme per mail, an oben genannte mail accounts, zu keinem Ergebnis, außer einer Fehlermeldung wegen Unzustellbarkeit, geführt.


März 2013

Nach mehr als 4 Monaten Winterpause kam meine ET4 nun endlich auch wieder zum Einsatz. Anders als bei meiner LX 50, ist aus dem Tank meiner ET4 über den Winter weniger Sprit verdunstet. Liegt wohl daran, daß meine ET4 über keine zusätzliche Entlüftungsbohrung im Tankdeckel verfügt. Dafür haben die Heidenau den Luftdruck etwas schlechter gehalten, als die Michelin. Nach drei Starversuchen, jeweils mit etwas Pause zwischendrin, ist meine ET4 angesprungen und nach wenigen Sekunden auch schön rund gelaufen. Auf der anschließenden Tour lagen dann, gut warmgefahren, stellenweise Tacho 102 km/h an, was gemäß recht genauem Autotacho 98 km/h entsprochen hat. Über längere Zeit hat sie reelle 95 km/h auf den Asphalt gezaubert.

Bin mit meiner ET4 auf dem Rückweg von einer Tour für 20 km in leichten Regen geraten. Hoffe zwar, daß kaum noch bzw. nicht schon wieder Streusalz auf die Straßen aufgebracht wurde, habe aber vorsorglich den Unterboden, den Auspuff und die Triebsatzschwinge mit reichlich klarem Wasser abgewaschen - sollte helfen, Salzkorrosion zu vermeiden.


April 2013

10.500 km auf dem Rückweg vom Spalier zum 65. Hochzeitstag von unserem Vespa Opa. So langsam kommt die Saison in Schwung.  


Mai 2013

Km 11.111 am 14.05.. Ölverbrauch kaum meßbar, je nach Standuntergrund meiner ET4. Das Motul Scooter Power 4T 5W40 Öl scheint die Anforderungen zu erfüllen.

Der Spritverbrauch liegt zwischen gut 3,5 auf 100 km bei Langstrecke und etwas über 3,8 Liter auf 100 km bei häufigem Kurzstreckenverkehr.

In manchen Situationen könnte meine ET4 etwas mehr Kraft und Geschwindigkeit an den Tag legen, aber im Großen und Ganzen paßt das Leistungsvermögen.


Juni 2013

Auf komplett ebenem Untergrund steht der Ölstand in Ölschauglas immer noch auf Maximum. Dies bedeutet demnach null Ölverbrauch auf etwas mehr als 1.500 km, die hauptsächlich auf Strecke absolviert wurden.

Die Heidenau K58 / K62 sind zwar sehr gute Reifen, mit einer Superhaftung bei Nässe, laufen im direkten Vergleich zu den Michelin Pilot City aber etwas rauher und federn zum Teil knüppelhart. Werde es mit etwas weniger Luftdruck versuchen, um den Effekt der steifen Karkasse etwas abzumildern. Auch kommt mir der Fahrstil auf meiner ET4 etwas eckiger, als auf meiner LX 50 vor. Liegt wohl an der höheren Geradeausstabilität der Heidenau Reifen, die einen stärkeren Lenkimpulsbeim Kurvenfahren erfordern. Da mir der geschmeidigere und agilere Fahrstil auf meiner Michelin bereiften LX 50 besser gefällt, überlege ich, meine ET4 auf ein 11 Zoll Vorderrad umzurüsten, um dann ebenfalls Michelin Pilot City bzw. Michelin City Grip fahren zu können.

Die Bremsen meiner ET4 hingegen sind, im direkten Vergleich zu meiner LX 50, deutlich knackiger und verzögern besser.

Inzwischen ist der Reflektor des Frontscheinwerfers fast komplett erblindet, da sich dessen Beschichtung fast vollständig aufgelöst hat. Die an sich sehr gute Lichtausbeute ist fast auf Bilux Niveau gesunken.

Die Cockpituhr hat zwischenzeitlich mal wieder eine Uhrzeit angezeigt - allerdings über eine Stunde hinweg immer die gleiche. Durch die Erschütterung beim Fahren hat sich das Aufflackern der Uhrzeit alsbald aber wieder verabschiedet.

Habe meine ET4 125 auf dem Hauptständer stehend gestartet - ohne vorher den Gashahn 2-3 mal aufgedreht zu haben. Sprang auch sofort an, um beim Abbocken schlagartig auszugehen. So etwas ähnliches habe ich vor einiger Zeit im Netz gelesen und dunkel in Erinnerung, daß es hierfür unterschiedliche Ursachen geben kann - von einem geknickten Benzinschlauch über zu kurze oder geknickte (Zünd-) kabel bis hin zu einem lockeren Zündkerzenstecker - werde mal Nobs fragen. Vielleicht paßt etwas mit der Spritzufuhr nicht und meine ET4 läuft nach Behebung des Fehlers echte 100 km/h ;-)

Eine weitere Fehlerursache könnte auch ein geknickter Unterdruckschlauch sein - danke Franz.


Juli 2013

Nicht nur die ersten 12.000 km sind geknackt, sondern auch die ersten gemeinsamen 6.000 km absolviert sowie in 13½ Monaten mehr km gefahren, als in den ersten 14 Jahren, bevor ich meine ET4 gekauft habe.

Bei km 12.142, nach gefahrenen knapp 2.100 km seit dem letzten Ölwechsel, habe ich vorsorglich 50 ml Öl nachgefüllt. Damit zeigt das Ölschauglas wieder Maximum an und der Motor ist auch bei hohen Temperaturen gut geschmiert und gekühlt.

Bei der Kontrolle des Reifenluftdrucks habe ich festgestellt, daß das Spiel des Hinterrades in Längsrichtung deutlich größer ist, als das meiner LX 50. Die Überprüfung hat ergeben, daß dies bei der ET4 125 völlig normal ist und sich im üblichen Rahmen bewegt - danke Nobs.

Kilometerstand 012345 - ein schönes Bild. Nur startet meine ET4 sehr widerwillig erst beim dritten Versuch.


September 2013

Km 13.000 - die Heidenau Reifen erweisen sich immer weniger als Offenbarung. Zum einen ist der Hinterreifen nach etwas mehr als 3.000 km  in der Mitte gut abgefahren, zum anderen läuft der Vorderreifen alles andere als ruhig. Mit diesen Reifen macht das Fahren keinen richtigen Spaß, zumal die Heidenau bock hart sind. Einzig die Haftung der Heidenau ist immer noch super. Leider gibt es weder die Michelin Pilot City, noch die Michelin City Grip in der, für das Vorderrad benötigten Dimension - 100/80-10. Werde deshalb entweder Mischbereifung - hinten Michelin Pilot City oder City Grip und vorne den Heidenau K 58 - oder vorne wie hinten den Metzeler ME 7 Teen fahren. Die neue Roller Reifen Generation von Continental - Move - wurde bis dato noch nicht getestet, ebenso wenig die neuen Dunlop Scoot Smart.

Die bisher längste Tagesetappe mit einer meiner Vespa habe ich am 07.09.13 erfahren - 302 km. Zusammen mit meiner PK 50 XL und meiner LX 50 2T waren es an diesem Tag genau 398,8 km.


Oktober 2013

Da der unruhige Lauf des Vorderreifens immer deutlicher wurde, habe ich die ganze Vorderradaufhängung kontrolliert, ohne jedoch einen Fehler feststellen zu können. Zu guter Letzt noch den Reifenluftdruck kontrolliert und dabei festgestellt, daß der Vorderreifen etwa 0,5 bar zu wenig Druck hatte und dies obwohl der Reifen nach einer Fahrstrecke von knapp 20 km nicht mehr ganz kalt gewesen sein kann. Da aber weder äußere Beschädigung festzustellen sind und der Ventileinsatz dicht ist, scheint die letzte Kontrolle des Reifenluftdrucks vor gut vier Wochen, bei ehedem deutlich höheren Temperaturen, ursächlich für die Luftdruckdifferenz zu sein.

Werde jetzt wieder in kürzeren Abständen, spätestens alle 14 Tage, den Reifenluftdruck kontrollieren. Die Laufruhe hat sich zwar verbessert, wobei die Heidenau nicht wirklich als laufruhig bezeichnet werden können - zumindest nicht im direkten Vergleich zu den Michelin auf meiner LX 50. Allerdings kann man mit den Heidenau extrem schräg fahren ;-)

Die 14.000 km Marke überschritten und gleichzeitig mehr als 8.000 km in den ersten gemeinsamen 16 Monaten zusammen erfahren.

Im Rahmen der Wartung bei km 14.455 wurden das Motoröl gewechselt, der Ölfilter und die Zündkerze erneuert, der Luftfilter gereinigt, die Variomatikrollen, der Variomatikriemen sowie die Gleitstücke der Variomatik erneuert, das Antriebsgehäuse gereinigt, die Kupplungsbeläge angeschrägt und die Hinterradbremse nachgestellt. Der rissige Ansaugstutzen des Vergasers wird in den nächsten Tagen ausgetauscht.

Dann ist meine ET4 wieder fit für die nächsten 8.000 km. Zwischendurch, nach etwa 4.000 km, steht erneut ein Ölwechsel an. Vor dem TÜV im Juni 2014 lasse ich den Frontscheinwerfer erneuern. Das Hinterachsgetriebeöl wird beim nächsten Wechsel des Hinterreifens gewechselt. Bei etwa km 23.000 steht wieder die Kontrolle des Ventilspiels sowie der Steuerkette an.

Der Hinterreifen weist nach knapp 4.500 km noch etwas mehr als die gesetzliche Mindestprofiltiefe auf. Wird vermutlich noch gut 1.000 km halten.

Nach der durchgeführten Wartung und dem eingefüllten Benzinzusatz (25 ml) werde ich meine ET4 wohl waschen, konservieren und einwintern.


November 2013

Anders als bei meiner LX 50 hat meine ET4 125 die heutige Wäsche sehr nötig gehabt. Die Regenfahrten während dieser Saison, ohne Wäsche / Pflege zwischendurch, haben massive Verschmutzungen hinterlassen. Ein Einwintern in diesem Zustand wäre dem Werterhalt nicht besonders zuträglich. Mit 4.204 km liegt die Fahrleistung meiner ET4  125 in dieser Saison auf dem Niveau der letzten Saison. Wird aber wohl wieder von der meiner LX 50 übertroffen werden - vorausgesetzt es gibt noch einen schönen Fahrtag in dieser Saison.

Der Vergaseransaugstutzen ist erneuert. Offensichtlich gibt es bei diesem Originalteil von Piaggio eine Serie, bei der der Anschluß für den Unterdruckschlauch nicht freigebohrt ist. Bei dem Austausch des Ansaugstutzens folglich darauf achten, sonst bleibt die Vespa nach wenigen km unvermittelt stehen, da der Motor einfach abstirbt.

Da bereits erneut Streusalz auf die Straßen aufgebracht wird, ist die aktuelle Saison für meine ET4 125 nach 4.211 km vorerst beendet.

Übrigens, das ehedem schlechte Startverhalten - siehe auch Juni 2013 - ist passé, seit ich beim Starten, egal ob im kalten oder warmen Zustand, den Gasgriff leicht geöffnet halte - hat auch einiges an Zeit und Fehlversuchen gebraucht.


Januar 2014

Nach über 8 Wochen Schlechtwetterpause - es ist trotz der milden Temperaturen einfach zuviel Streusalz auf den Straßen und leider sind diese auch noch überwiegend feucht - steht derzeit Akkupflege an. Ausbauen, aufladen und anschließend die Zellen des Akkus mit destilliertem Wasser auffüllen. Bei Nichtgebrauch der Vespa idealer Weise alle 6 Wochen die Batterie aufladen bürgt für eine lange Lebensdauer des Stromspenders.

Anders als der Michelin Pilot City oder der Michelin City Grip, wäre der Heidenau K62 als Hinterreifen für meine ET4 lieferbar. Da die neue Saison, laut aktuellem Wetterbericht, aber noch auf sich warten läßt, werde ich die Hinterreifen für meine LX und meine ET im Paket bestellen. Der Heidenau ist immer noch sehr teuer, der Abstand zu den Michelin schmilzt aber, da die Michelin teurer geworden sind. Die gute Nachricht, es sind keine Preiserhöhungen für Rollerreifen angekündigt.


Februar 2014

Wie bei meiner LX lasse ich auch bei meiner ET4 die Sitzbank bei www.markisen-weichelt.de aufpolstern. Bei längeren Touren hat die kleine Stufe zum Soziusplatz mächtig aufs Gesäß gedrückt, was nach einiger Zeit sehr unbequem, weil schmerzhaft war. Das Aufpolstern des vorderen Sitzbereiches sollte unter Verwendung des originalen Sitzbezuges gelingen und etwa 3 bis 4 cm mehr Sitzhöhe auf einer dann ebenen Sitzfläche ergeben. Bei dieser Gelegenheit lasse ich gleich den Soziushalteriemen entfernen. Als Haltegriff fungiert zukünftig der Träger des Top Case - was so auch TÜV konform ist.  Wobei ich bei meiner Größe ohnedies keine Mitfahrer mitnehmen könnte.


März 2014

Die Batterie ist voll geladen. Jetzt fehlt nur noch die aufgepolsterte Sitzbank, dann kann es in die Saison gehen. Das Wetter zum meterologischen Frühlingsanfang war zumindest Vespa  geeignet.

Das schöne Frühlingswetter hat meine ET4 allerdings nicht dazu animiert, nach fast vier Monaten Winter- bzw. Streusalzpause, zu starten. Auch die neu aufgepolsterte Sitzbank war offensichtlich kein Anreiz für meine 125er zum Frühlingserwachen.

Nachdem alle Startversuche einschließlich sämtlicher Tricks zu keinem Erfolg geführt hatten und die schlimmste aller möglichen Diagnosen - defekte Wegfahrsperre - eine neue CDI gedanklich auf den Plan gerufen hatte, ging es auf zur Fehlersuche.

Der Not gehorchend habe ich diesmal - unterstützt durch Hinweise von Nobs und Franz sowie das Vespa Buch von Hans J. Schneider - selbst geschraubt. Und das erfolgreich - soviel sei vorab verraten.

Die erste Ursache für die beharrliche Weigerung zu starten war schnell gefunden, nachdem ich die Vergaserklappe abgeschraubt hatte. Das Zündkabel war aus der Zündspule herausgedreht und so konnte kein Funke überspringen. Da sich das Zündkabel nicht in die montierte Zündspule eindrehen lies, musste ich die Zündspule ausbauen und hierzu meine ET4 halb zerlegen. Sprich Handschufach und Trittbrett demontieren. Wie das geht, steht im Buch von Hans J. Schneider - siehe Kapitel Literatur & Kleidung. Dann die Zündspule abschrauben, das Zündkabel eindrehen. Der ultimative Test, ob eine Zündfunke überspringt und damit auch die Funktionsfähigkeit der Wegfahrsperre gegeben ist, empfiehlt sich nicht zur Nachahmung - man sollte beim Startversuch niemals den Zündkerzenstecker in der Hand halten, auch wenn man anschließend sicher weiß, ob es gefunkt hat oder nicht ;-)

Obwohl ein Zündfunke vorhanden war und damit die CDI einschließlich Wegfahrsperre in Ordnung zu sein schien, sprang meine ET4 immer noch nicht an. Also Zündkerze rausschrauben und siehe da, diese war salztrocken. Hätte ich von Franz nicht den Tip mit dem Fluten des Vergasers über den Unterdruckschauch des Unterdruckbenzinhahns sowie die genaue telefonische Beschreibung erhalten, wie und wo ich anpacken muß, würde meine ET4 immer noch nicht laufen - danke Franz. Das die Batterie durch die unzähligen Startversuche inzwischen leer genudelt war, sei nur am Rande erwähnt.

Nachden der Vergaser geflutet und die Batterie am Ladegerät angeschlossen war, sprang meine ET4 zum Glück an. Zuvor hatte ich mir beim Versuch, den Motor per Kickstarter zum Leben zu erwecken, ebendieses fast genommen.

So war meine Schrauberprämiere am Ende dennoch von Erfolg gekrönt :-).

Zu früh gefreut. Kaum habe ich oben beschriebene Schäden behoben, macht sich bei KM 14.560 ein mahlendes Geräusch aus dem Bereich der Getriebewelle lautstark bemerkbar. Im günstigsten Fall ist nur das hintere Radlager, im schlimmsten Fall aber die Getriebewelle defekt. Übermorgen bin ich schlauer. Momentan scheint irgendwie der Wurm drinn sein - Murphy´s Gesetz.

Erst hatte ich kein Glück, dann kam noch Pech dazu. Es hätte ja auch ein kleiner Schaden sein können, aber nein, es muß eine abgescherte Getriebeeingangswelle - Primärwelle - sein. Ein Teil, so es über Piaggio zeitnah zu beziehen ist, richtig teuer sein soll. Versuche eine gut gebrauchte aufzutreiben, was hoffentlich gelingt und werde meine Vespa ET4 125 M04, nach erfolgreicher Reparatur, zum Verkauf anbieten.

Ob ich mir wieder eine Vespa zulege, steht ebenso in Frage, wie der Fortbestand von www.vespa-coburg.de.

Für eine Vespa PX bin ich eigentlich zu groß, wegen der Bedienung des Fußbremspedals, eine Vespa GTS ist inzwischen richtig teuer, dafür bekäme ich aktuell eine sehr gut gebrauchte Suzuki GSX 1400, bei der das Thema Leistung außer Frage steht. Ob und wie es weitergeht - demnächst hier.

Nach einigen Tagen der Irrungen und Wirrungen geht es weiter - sowohl mit Vespa, als auch mit meiner homepage. Und sollte mir das Glück hold sein, so bekomme ich eine gut gebrauchte Getriebeeingangswelle zu einem bezahlbaren Preis.

In diesem Zusammenhang danke Matthias und Frank für Eure aufmunternden Worte in meinem Gästebuch.

Meine 125er Vespa harrt noch immer ihrer Reparatur. Die gebrauchte Getriebeeingangswelle sollte in den nächsten Tag per Post eintreffen und so alles passend und i.O. ist, von Nobs fachmännisch eingebaut werden.

Die gebrauchte Getriebeeingangswelle ist per Post eingetroffen und wird Anfang der nächsten Woche eingebaut. Und dann steht meine ET4 erstmal zum Verkauf.

Die Getriebeeingangswelle paßt leider nicht, da deren Verzahnung eine andere Steigung aufweist. Damit ist klar, daß meine ET4 125 M04 noch über das alte Getriebe bis Baujahr 06/1998 verfügt. Das ab 06/1998 verbaute Getriebe ist offensichtlich mit einer anderen Steigung der Verzahnung ausgestattet. Glücklicher Weise ist das Getriebe, aus dem die Ersatz Getriebewelle stammt, noch verfügbar und wird nun komplett getauscht.

An dieser Stelle mein herzlicher Dank an Rita aus dem Vespaforum  www.vespaforum.de, die mir die benötigten Getriebeersatzteile gut gebraucht verkauft hat.

Km 14.564 das Ersatzgetriebe ist eingebaut und meine ET4 läuft laut Nobs wieder prima. Morgen werde ich sie abholen und erstmal eine kleine Runde drehen. Eventuell ist das überarbeitete Getriebe, nach Baujahr 6/1998, etwas länger übersetzt, was sich in einer höheren Endgeschwindigkeit niederschlagen könnte.


April 2014

Meine ET 4 läuft wirklich prima, wenn auch nicht schneller. Das Fahrwerk ist deutlich besser, als das meiner PX, und bietet deutlich mehr Reserven. Allerdings kommt sie weder an den Komfort, die Platzverhältnisse noch das Fahrgefühl / -erlebnis meiner PX heran. Deshalb werde ich mich dennoch, wenn auch etwas wehmütig, von meiner ET4 trennen.

Oder vielleicht doch nicht?! Bei Familienausflügen - Papa mit der Vespa voraus, die Familie im Auto hinterher - hat meine ET4 meiner PX einen entscheidenden Vorteil voraus - sie riecht nicht nach 2 Taktabgasen.

Seit etwa km 14.890 verliert meine ET4 deutlich sichtbar Getriebeöl. Ob dies mit der Getriebereparatur zusammenhängt und wo das Öl herkommt, wird ein Werkstattbesuch offenbaren. Auf jeden Fall ist die komplette linke Reifenflanke des Hinterrades sowie der hintere Teil des Motorgehäuse untenherum verölt. Beim Reifen könnte dies böse enden. Hoffentlich ist es nur eine Kleinigkeit, wie ein defekter Dichtungsring. Oder sollte sich meine ET4 zum Groschengrab entwickeln? So es von der Reparatur des Getriebes herrührt, sollte es für mich kostenneutral sein.

Ganz nebenbei hat sich der Spritverbrauch bei knapp unter 4 Liter auf 100 km eingependelt.

Das Getriebeöl drückt aus der Entlüftung heraus - somit Entwarnung, es war nur etwas zuviel Öl eingefüllt. Vorsorglich den Reifen reinigen, um in Schräglage nicht weg zu rutschen.

Nicht nur die 15.000 km sind geknackt, sondern auch die ersten gemeinsamen 9.000 km gerollert - davon etwas mehr als 500 km mit dem "neuen" Austauschgetriebe.

Wie leicht und locker meine ET4 in den letzten beiden Tagen in Richtung Tempo 100 km/h laut Tacho gelaufen ist, überrascht mich dann doch. Offenbar sind nicht nur die 2 Takt Vespa bzw. deren Fahrleistungen witterungsabhängig, sondern auch die 4 Takter - oder liegt es daran, daß unsere Vespa doch beseelte Wesen sind?! Nein, unanhängig aller okulten Vermutungen, mit einem gut abgefahrenen Hinterreifen noch Tacho 100km/h, laut Autotacho 91 km/h, zu erreichen, hätte ich nicht erwartet.


Mai 2014

Auf Grund des Reifenabriebbildes werde ich zukünftig den Luftdruck für den Hinterreifen von 2,5 auf 2,3 bar absenken. Zumindest mit den Heidenau K62, da deren Verschleiß in der Laufflächenmitte, im Vergleich zu den Außenseiten der Lauffläche einen krassen Unterschied in Bezug auf die Profiltiefe aufweist. Da haben sich die auf meiner LX 50 gefahrenen Michelin Reifen jeweils gleichmäßiger abgefahren, bei gleichem Luftdruck (2,5 bar).

Motoraussetzer beim Anfahren und im Schiebebetrieb ab km 15.500. Die Ursache hierfür lag in einem lockeren Zündkerzenstecker.  Eventuell bei der (Eigen-) Reparatur der Zündspule im März nicht richtig draufgesteckt und damit während der letzten 1.000 km locker gerüttelt.

Das modifizierte Austauschgetriebe verrichtet seit knapp 1.000 km seinen Dienst ohne Beanstandungen - lediglich das Laufgeräusch ist vermeintlich etwas vernehmlicher, als beim alten Getriebe. Liegt vermutlich an der anderen Steigung der Getriebezahnräder.

So schnell sich der Heidenau K62 während der ersten 4.500 km abgefahren hat, so wenig hat sich die Profiltiefe während der letzten 1.000 km minimiert. Dennoch wird der Hinterreifen für den TÜV in Juni durch einen neuen K62 ersetzt.

Ebenso wird der Scheinwerfer ausgetauscht und die Bremsflüssigkeit erneuert. Darüber hinaus spendiere ich meiner ET4 eine neue Uhr.

Knapp 1.200 km nach dem letzten Ölwechsel ist, trotz Verwendung von 5W40 Motoröl, kein Ölverbrauch feststellbar :-).

Allerdings hat meine ET4 bei km-Stand 15.614 mit 5,06 Liter auf 100 km einen astronomisch hohen Spritverbrauch erreicht. Gleichzeitig ist mir nach dem Abstellen des Motors zweimal der Vergaser übergelaufen,  jeweils relativ kurz, nachdem ich vollgetankt hatte. Zuletzt ist bei km-Stand 15.632 etwa ein Liter Benzin aus dem Überlaufschlach des Vergasers geflossen. Nach erfolgter Überprüfung des Benzinhahnes, der nach Abstellen des Motors keinen Sprit mehr fördert, sollte dieser an sich in Ordnung sein. Bleibt nur noch ein defektes Schwimmernadelventil als Ursache übrig. Habe erstmal Reiniger ins Benzin geschüttet, in der Hoffnung, daß sich hierdurch eventuelle Verharzungen im Vergaser lösen. Sollte dies keinen Erfolg zeigen und der Vergaser erneut überlaufen, ist ein neues Schwimmernadelventil und vorsorglich ein neuer Bezinhahn fällig. Ärgerlich, aber nach knapp 16 Jahren durchaus im Rahmen.

Km-Stand 15.646 das Ruckeln beim Anfahren ist wieder da. Ebenso verliert meine ET4 bei ausgeschaltetem Motor permanent kleine Mengen Benzin - es tropft aus dem Überlaufschlauch des Vergasers. Nach Herausnahme des Helmfaches ist keine Leckage bzw. Kraftstoff am Motor oder Vergaser sichtbar. Seit km-Stand 15.660 "saut" meine ET4 nicht mehr aus dem Vergaser. Dies ist aber eher dem Umstand zu verdanken, daß der Tank inzwischen halb leer ist, als daß das Problem sich von selbst gelöst hätte. Werde den Tank dennoch erstmal relativ leer fahren und den Benzinhahn erneuern.

Sollte dies keinen Erfolg bringen, was nach einschlägigen Berichten im www. (Suchbegriffe: Schwimmernadelventil Vespa ET4 125) durchaus zu befürchten ist, dann ist das komplette Programm mit Erneuerung des Schwimmernadelventils sowie Austausch des Sitzes der Schwimmernadel notwendig. Letzteres ist entsprechend aufwändig und teuer. Spannend wird es beim ersten Volltanken nach Austausch des Benzinhahns - quasi die Stunde der Wahrheit. Mit etwas Glück ist es aber nur ein defekter O-Dichtring oder eine falsch justierte Schwimmernadel. Nur da muß letztendlich ein Fachmann ran.


Juni 2014

Bei km-Stand 15.758 hat meine ET4 125 einen neuen Benzinhahn erhalten - danke Franz. Ob damit das Problem mit dem aus dem Vergaserüberlauf tropfenden Benzin behoben ist, stelle ich spätestens morgen früh fest, nachdem ich meine Vespa heute noch vollgetankt habe. Der neue Benzinhahn scheint über eine größere Membran zu verfügen, die die Unterdruckfunktion steuert.

Subjektiv läuft meine ET4 jetzt besser und nimmt wieder ruckfrei Gas an.

Allerdings hat sie, wohl auf Grund der höheren Außentemperaturen, wieder etwas Getriebeöl aus der Getriebeentlüftung gedrückt.

Km-Stand 16.042, die ersten gemeinsamen 10.001 km sind geschafft. Der neue Benzinhahn hat nicht nur das Problem mit dem Spritverlust aus dem Vergaserüberlauf behoben, sondern auch gleichzeitig den Benzinverbrauch um gut 0,5 Liter auf 100 km reduziert.

Bei km 16.210 erhielt meine ET4 125 nicht nur eine neue Uhr für das Cockpit, sondern auch einen Ersatzscheinwerfer vorne und einen Wechsel der Bremsflüssigkeit. Bei km 16.231 km noch einen neuen Heidenau K62 auf die Hinterachse und meine M04 ist fit für den TÜV. Nach knapp 6.200 km war der K62 hinten gut an der Verschleißgrenze angelangt.

Km 16.432, wie erwartet, ohne Beanstandungen oder Mängel neu getüvt :-).  Der neue Hinterreifen ist inzwischen auch eingefahren. Immer wieder erstaunlich, welche Schräglagen mit den Heidenau möglich sind.


Juli 2014

Bereits während der letzten beiden Tage hat sich meine ET4 hart getan anzuspringen - egal in welchem Zustand, um sich bei km 17.005 am 01.07. jedem Startversuch zu verweigern. Warum sie eine gute halbe Stunde wieder gestartet hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Tippe auf Probleme entweder mit der Zündspule oder der Wegfahrsperre. Mal schaun, was sie in den nächsten Tagen tut.

Das schlechte Anspringen hat sich noch einige Tage fortgesetzt, gepaart mit ruckeliger Gasannahme bei warmem Motor und höherer Geschwindigkeit. Auch hat sie kaum mehr als 80 km/h laut Tacho erreicht. Könnte auf einen Defekt am elektronischen Coke hinweisen.

Da sie die letzten beiden Male aber problemlos angesprungen und 50 km ebenso gelaufen ist, bin in Bezug auf die Ursache für die aufgetretenen Fehler allerdings immer noch ratlos.


Oktober 2014

Auf der Fahrt zum Vespa Stammtisch beim Josef die 18.000 km punktgenau geknackt. Ohne es beschreien zu wollen, derzeit läuft meine ET4 problemlos. Das zähe Startverhalten nach längerem Stillstand ist geblieben. Auch wenn auf gerader, langer Strecke etwas mehr Top Speed schön wäre, im kurvigen Geläuf macht sie riesig Spaß und hängt so manchen Autofahrer ab, vorausgesetzt er fährt nicht auf der letzten Rille.


November 2014

Trotz mehr als zügiger Fahrweise, hält sich der Spritverbrauch mit 3,42 Liter auf 100 km in annehmbaren Grenzen.

Da ich in dieser Saison bis dato ca. 4.000 km gefahren bin, steht vor der Winterpause noch der Wechsel des Motoröls an. Diesmal eventuell in Eigenregie. Mal schaun, ob sich das zeitlich ausgeht. Diesmal wird der Ölfilter nicht erneuert, steht erst nach weiteren 4.000 km an. Dann, bei etwa 22.000 km auf dem Tacho, muß auch das Ventilspiel wieder kontrolliert werden, was wieder ein Fall für die Werkstatt ist.

Nach knapp 2.000 gefahrenen km scheint der Hinterreifen, Heidenau K62, in der Mitte weniger Profil eingebüst zu haben, als der vorher montierte K62. Liegt vermutlich daran, das ich zunehmend mehr Schräglage fahre. Mit den Heidenau Reifen, K58 vorne und K62 hinten, wird sogar eine brave ET4 125 zur "Kurvensau" ;-)

Km-Stand 18.169, frisches Motoröl, wie oben bereits geschrieben, ohne Filterwechsel. Beim nächsten Wechsel ist nicht nur der Filter sowie die Ventilspielkontrolle fällig, sondern auch der Riemen und die Rollen.

Ohne Filter gehen ca. 710 ml Öl rein, vorausgesetzt, die ET4 wird am Unterboden hoch gebockt, so daß die Vespa auf dem Hinterrad sowie dem Hauptständer steht und so das alte Öl gut abfließen kann. Beim Hochbocken nicht vergessen ein Stück Holz unterzulegen.

In Bezug auf die Kontrolle des Ventilspieles gibt es zwei verschiedene km-Angaben. Im Wartungsheft sind Intervalle von 20.000 km, in der Bedienungsanleitung hingegen "nur" 16.000 km angegeben. Gehe lieber auf Nummer sicher und lasse die Kontrolle alle 16.000 km durchführen. Im Vergleich zu manchem Motorrad sind 16.000 km Kontrollintervall schon ein sehr guter Wert.

Der Tacho meiner ET4 geht fast 100% genau. Wenn Franz mit seiner Millenium PX Tacho 95 fährt, was reel 92 km/h entspricht, zeigt der Tacho meiner ET4 auch in etwa 92 km/h an. Unter idealen Bedingungen läuft meine ET4 laut Tacho etwa 97 km/h. Ein doch beachtlicher Wert. Das sie hierbei zwischen 3,4 und 3,5 Liter auf 100 km verbraucht ist mehr als angemessen für einen 16 Jahre alten luftgekühlten 4 Takter mit zwei Ventilen. Neuere Konstruktionen können dies auch nicht viel besser. Bei minimal weniger Gas sinkt der Spritverbrauch um gut 10%.

Das einzige Ärgernis, trotz der gefahrenen Geschwindigkeit von knapp über 90 km/h, ist, daß fast ausnahmslos sogar 40 Tonner an einem vorbeiziehen, als würde man stehen. Kontrollen von Seiten der Polizei - Fehlanzeige. Stattdessen werden lieber 50er Fahrer, deren Roller schneller laufen, als es die lebensgefährliche Drosselung nach EU-Recht auf 45 km/h erlaubt, aus dem Verkehr gezogen. Auch die ehemaligen DDR Mopeds mit Uraltbremstechnik dürfen legal 60 km/h laufen. Verkehrssicherheit sieht anders aus. Leider wird dieser Schwachsinn von sämtlichen Politikern quer durch alle politischen Lager getragen. Hauptsache, sich hinter der EU-Bürokratie verstecken, als Rückgrat zu zeigen und gesunden Menschenverstand walten zu lassen.

Da vor gut einer Woche, wie zu erwarten war, wieder Streusalz auf die Straßen aufgebracht wurde, heißt es nun Jahresbilanz ziehen. Alles in allem sind in dieser Saison, trotz der Zwangspause wegen der abgescherten Getriebeeingangswelle, 4.008 km zusammengekommen. Hiervon hat das Ersatzgetriebe inzwischen 3.917 km problemlos abgespult.

Mit km-Stand 18.481 geht es erneut in die Winterpause. Wahnsinn, wie schnell dieses Jahr in Bezug auf Vespa vorübergegangen ist. Freue mich auf die neue Saison.


Januar 2015 

Obwohl ich unter Verwendung des Motul 5W40 keinerlei Probleme oder nennenswerten Ölverbrauch mit meiner ET4 hatte / habe, werde ich beim nächsten Ölwechsel auf das Motul 10W50 Motorenöl wechseln. Zum einen entspricht dies mehr der Empfehlung von Piaggio (synthetisches 20W50), zum anderen stehen Motoröle mit Leichtlaufeigenschaften im Verdacht, bei Motoren ohne Freigabe für die Verwendung von Leichtlaufölen, langfristig Motorschäden verursachen zu können, da unter gewissen Betriebszuständen eine ausreichende Schmierung nicht gewährleistet ist. Dies hängt mit der abgesenkten High-Temperature-High-Shear-Viskosität (HTHS kleiner 3,5 mPaxs) von Leichtlaufölen zusammen, die durch Absenkung der Fließzähigkeit des Motoröls im Hochtemperaturbereich für einen geringeren Spritverbrauch sorgen soll, im Gegenzug aber eine geringere Scherstabilität zur Folge hat.

Nach gut zwei Monaten Standzeit war es an der Zeit, den Akku an das Ladegerät zu hägen, um ihn für die kommemde Saison fit zu halten. Zu meiner Überraschung hatte die Batterie aber kaum Ladebedarf.


März 2015

Meteorologischer Frühlingsanfang und Schneefall - der Saisonauftakt verschiebt sich immer weiter nach hinten :-(

... und Schnee und Eis und immer noch Unmengen an Streusalz ... .

Nach der üblichen Startprozedur ist meine ET4 beim dritten Starversuch per Elektrostarter angesprungen. Der Luftdruckverlust in den Reifen betrug, nach dreieinhalb Monaten Standzeit, lediglich 0,2 bar. Allerdings ist während der Winterpause wieder einiges an Sprit verdunstet - geschätzt für ca. 40 bis 50 km Reichweite.

Ganz nebenbei nicht nur die 18.500 km Marke übersprungen, sondern auch mehr als 4.000 km mit dem modifizierten Austauschgetriebe absolviert. Bis auf das seit Anbeginn deutlicher wahrnehmbare mechanische Arbeitsgeräusch scheint alles zu passen.

Kalendarischer Frühlibgsanfang, km-Stand 18.630 - erneute Schrecksekunde. Wieder Benzingeruch und nach einer kurzen Standzeit eine Benzinlache unter meiner ET4. Erster Gedanke - erneut der Benzinhahn oder nun doch Vergaser bzw. Schwimmernadel und -sitz. Glücklicher Weise war es nur der Benzinschlauch, der knapp unterhalb des Benzinhahns eingerissen war. Ob wegen des vermuteten Alters des Benzinschlauches oder wegen des Benzins in Deutschland, läßt sich schwer sagen. Laut Nobs verursacht aber bereits Super E5 gehäuft derartige Schäden. Auch Franz kann davon ein leidlich Liedlein singen. Die "Ökoplörre", die uns die Politik verordnet, ist ein aggressives Gemisch.


April 2015

Ostern ist in Sicht - und erneut Schnee- und Graupelschauer. Der Saisonstart könnte besser ausfallen.

Kaum sind bei vorliegenden Witterungsbedingungen leichte Minustemperaturen für die Nacht vorhergesagt, werden wieder Unmengen an Streusalz auf die Straßen aufgebracht. Ich frage mich, ob das wirklich notwendig ist?!

Km 19.001 - trotz aller witterungsbedingten Hindernisse ;-). Und damit, bis auf 40 km, genau 13.000 km mit meiner ET4 125 M04 seit dem 06.06.2012.

Km 19.111 - wenn meine ET4 ohne Probleme startet, läuft sie anschließend deutlich besser, als wenn sie sich zum Anspringen erst überreden lassen muß. Dies deutet auf ein Problem mit dem elektrischen Choke hin. Eine Vermutung, die bereits während der letzten Saison im Raum stand. Werde ich zukünftig etwas im Auge behalten müssen ... .

Trotz ihrer super Haftung werde ich die Heidenau K58 / K62 Reifen bei nächster Gelegenheit durch die Metzeler ME 7 Teen ersetzen. Die Karkasse der Heidenau ist mir einfach zu hart und die Reifen, nicht nur im direkten Vergleich zu den Top Michelin City Grip, dadurch sehr unkomfortabel. Paßt nicht wirklich zur Vespa. Leider bietet Michelin immer noch keinen Top Reifen in der Demension 100/80-10 für das Vorderrad der ET Vespa an.

Der Spritverbrauch meiner ET4 125 beträgt zur Zeit 3,35 Liter auf 100 km. Ölverbrauch ist nach 969 gefahrenen km kaum feststellbar.


Mai 2015

Ausgerechnet während unseres Vespa Prima Franken Anrollers ab km-Stand 19.188 funktionierten zuerst die Blinker nicht, kurz darauf streikte das Abblendlicht und die Benzinanzeige fiel auf Null - nicht gerade prickelnd für den Schlußfahrer.

Erste Vermutung, ein Kontaktproblem im Lichtschalter, da nach mehrmaligem Betätigen des Schalters das Licht immer mal wieder anging, die Blinker immer mal wieder funktionierten und die Benzinanzeige auch mal wieder korrekt anzeigte. Nachdem meine ET4 allerdings zweimal nicht mehr anspringen wollte, mußte die Ursache anderswo zu finden sein.

Nach gut 70 gefahrenen km, zum Teil ohne Licht und Blinker, bei Nieselregen haben wir den Fehler gefunden. Beim Einbau der Batterie nach der Winterpause hatte ich das kleine Pluskabel unter dem großen Pluskabel an die Batterie angeklemmt. Anders herum wäre es richtig gewesen, so daß sich die beiden Kabel nicht lockern können. Meine ET4 hatte also zeitweise keine ausreichende Stromzufuhr.

Meine Vespa ist rehabilitiert. Blame on me und vor allem Dank an Franz :-).

Km-Stand 19.363 nach 155 gefahrenen km fließen fast unglaubliche 6,07 Liter Benzin in den Tank. Dies ergibt einen Spritverbrauch von 3,91 Liter auf 100 km :-(. Allerdings springt meine ET4 zur Zeit besser an, als je zuvor. Scheint aber inzwischen doch etwas Motoröl zu verbrauchen.

Die genaue Kontrolle auf einem nivellierten Untergrund hat allerdings einen Motorölstand auf Höhe der Maximalmarkierung ergeben. Dafür verliert meine ET4 erneut etwas Sprit, scheint aus dem Überlaufschlauch der Schwimmerkammer des Vergasers zu stammen. Könnte ein Hinweis auf ein undichtes Schwimmernadelventil sein. Werde ich mal beobachten und einen Fachmann zu Rate ziehen.

Zu meiner großen Freude startet meine ET4, auch nach knapp 14 Tagen Standzeit, auf den ersten Knopfdruck :-).


Juni 2015

Der Freude, daß meine ET4 125, nach 14 Tagen Standzeit, erneut beim ersten Druck auf den Startknopf angesprungen ist, was sie die letzten knapp 13.500 km nicht getan hat, folgt bei km 19.470 der Schock - nach 107 gefahrenen km 5,82 Liter Benzin nachgetankt - dies ergibt einen Spritverbrauch von 5,44 Liter auf 100 km.

Mögliche Ursachen:

• Das Schwimmernadelventil bzw. der Schwimmernadelsitz sind ausgeleiert. Doch dafür müßte Benzin aus dem Überlaufschlauch des Vergasers tropfen. Ob dies immer noch der Fall ist, gilt es zu prüfen.

• Der bereits ausgetauschte Benzinhahn ist erneut defekt, was wiederum zum Überlauf der Schwimmerkammer des Vergasers führen müßte - siehe Schwimmernadelventil.

• Der bereits erneuerte Benzinschlauch ist erneut undicht. Hab ich noch nicht geprüft.

• Der elektronische Choke ist defekt und schaltet nicht ab. Doch dafür müßte meine ET4 schwarz aus dem Auspuff rauchen. Dies ist nicht der Fall.

• Meine ET4 saugt zusätzlich Benzin aus den Unterdruckschlauch des Vergasers an. Doch der Unterdruckschlauch ist innen trocken.

• Meine ET4 verliert während der Fahrt unbemerkt Benzin. Doch dies konnte ich bisher nicht verifizieren.

• Der Benzintank meiner ET4 weist einen Haarriß auf, was ich bisher auch nicht verifizieren konnte.

Da sich meine ET4 schwer tut, Tempo 90 oder gar mehr zu erreichen, erhärtet sich die Vermutung, daß der elektrische Choke die Fehlerursache sein könnte.

Allerdings hat es in den letzten Tagen in der Garage deutlich nach Benzin gerochen. Dies wiederum wäre ein Hinweis auf ein defektes Schwimmernadelventil und dessen Sitz bzw. einen defekten Benzinhahn.

Werde die nächsten Tage doch mal einen Fachmann an den Vergaser meiner Vespa lassen.

Obwohl es das Schwimmernadelventil und den Schwimmernadelsitz des Mikuni Vergasers noch als Ersatzteil gibt, ebenso wie den elektrischen Choke, besteht das Problem wohl eher darin, die Schwimmerkammer des Vergasers, nach deren Demontage, wieder dicht zu bekommen, da hier keine Dichtung verbaut ist.

Sollten alle Stricke reißen, muß ich den Mikuni Vergaser meiner ET4 eventuell durch einen billigen Nachbau aus chinesischer Produktion austauschen, da die Keihin Vergaser späterer ET4 Modelle nicht mit dem M04 Ur-Motor kompatibel sind.

Nach einer Nacht Standzeit erhärtet sich der Verdacht in Richtung Schwimmernadelventil und Schwimmernadelsitz. Unter dem Ablaufschlauch des Vergasers haben sich zwei deutliche Benzinflecken auf einer untergelegten Zeitung gebildet.

Auf den nachfolgenden 182 km konsumierte meine ET4 wieder recht angemessene 3,57 Liter auf 100 km. Allerdings tropft immer noch Benzin aus dem Überlaufschlauch der Schwimmerkammer. Auch ist deutlicher Benzingeruch wahrnehmbar.

Nach einer weiteren Woche Standzeit hat meine ET4 erneut etwa 1 Liter Benzin über den Überlaufschlauch der Schwiimerkammer des Vergasers verloren. Ein neues Schwimmernadelventil und dessen Sitz sind bereits bestellt.

Näheres zur anstehenden Vergaserrevision demnächst hier - sobald die Ersatzteile eingetroffen sind. So der im Juni letzten Jahres bei km 15.758 erneuerte Benzinhahn ordentlich funktioniert, sollte mit dem Austausch der Schwimmernadeleinheit die Problematik mit dem auslaufenden Benzin erledigt sein. Da während längerer Standzeiten - siehe oben -  aber namhafte Mengen Sprit verloren gehen, liegt die Vermutung nahe, daß auch der Benzinhahn erneut austauschreif ist.

Der Spritverbrauch von 4,39 Liter auf 100 km, ermittelt über die letzten 146 gefahrenen km, scheint diese Vermutung zu bestätigen.


Juli 2015

An den 6.668,8 in diesem Jahr gefahrenen Vespa km hat meine ET4 einen Anteil von 1.454 km.

Bei Tacho 95 auf der Autobahn hat sich der Kilometerzähler dazu aufgeschwungen, 20.000 km anzuzeigen :-).

Kurz zuvor bei km 19.946 war es klar, daß der vor gut einem Jahr erneuerte Benzinhahn nach nur knapp 4.200 km definitiv defekt war. Der Sprit ist auch bei ausgestelltem Motor "schön" gleichmäßig aus dem Benzinschlauch geflossen.

Die Überprüfung, ob das Schwimmernadelventil noch voll funktionsfähig war, hat sich nach über 18 Jahren und fast 20.000 km erübrigt. Da als Ersatzteil noch verfügbar, wurde die Schwimmernadel und deren Sitz vorsorglich ausgetauscht. Darüber hinaus hatte es in der letzten Zeit nicht gerade unerhebliche Mengen Sprit über den Überlaufschlauch der Schwimmerkammer ins Freie gelassen.

Wie sich der Benzinverbrauch zukünftig entwickelt, wird sich nach Leerfahren der aktuellen Tankfüllung zeigen.

Die ersten 14.000 km sind gemeinsam gerollert :-).

Der Spritverbrauch hat sich mit 3,39 Liter Benzin auf 100 km wieder auf ein normales Level eingependelt :-).


August / September 2015

Bei km 20.393 hat die Vorderbremse angefangen zeitweise zu schleifen und zum Teil zu ruckeln. Die Überprüfung bei km 20.624 brachte die Ursache hierfür schnell zu Tage. Die Bremsbeläge waren total verschlissen. Der innere Belag sogar bis auf die Trägerplatte abgenutzt. Somit hat bereits Metall auf Metall gebremst. Da die Scheibe noch in Ordnung war, wurden nur die Bremsbeläge gewechselt und etwas Bremsflüssigkeit abgelassen. Danke Nobs für die schnelle Hilfe.

Übrigens, bis auf 3 km sind die ersten 14.000 km gemeinsam gemeistert - trotz einiger Malaisen - siehe oben.

Eine gemütliche 200 km Tour über Bamberg in die Fränkische, auch zur Kathi Bräu und zurück über Staffelstein erbrachte einen Spritverbrauch von nur 2,91 Liter Benzin auf 100 km. Das Schöne an der Tour war, daß ich sie zusammen mit meinem großen Bruder, er voraus mit seinem Polaris Sportsman 570 EPS, gerollert bin. Trotz des deutlichen Leistungsunterschiedes 44 PS zu 10,7 PS, konnte ich mit meiner ET4 125 gut mithalten, spätestens in Kurven. Ursächlich hierfür ist das nur unwesentlich höhere Leistungsgewicht meiner Vespa.

Das Schöne nach Ende der Tour ist, daß meine ET4 auf der Garaden wieder Tacho 100 läuft und auch die Beschleunigung und der Durchzug deutlich besser geworden sind. Hat sich wohl wieder schön freigefahren.

Nach 4.637 gefahrenen km ist der Hinterreifen (Heidenau K62) noch gut für weitere 1.500 km und sollte damit bis zur großen Wartung bei km 22.500 halten.

Zum Ende dieser Saison steht nur der Wechsel des Motoröls und des Ölfilters an.


Oktober 2015

Bei km 21.227 habe ich, nach nur 3.058 gefahrenen km, das Motoröl gewechselt und den Ölfiltereinsatz erneuert. Erstmals habe ich Motul 7100 10W50 einfüllen lassen. Habe hierbei ein besseres Gefühl, als mit dem Motul 5W40, besonders bei höheren Außentemperaturen. Vespa schreibt für die ET4 125 M04 ursprünglich 20W50 Motoröl vor.

Nach 2.809 gefahrenen km in dieser Saison wird es bei km 21.290 erstmal eine Fahrpause geben, die vermutlich direkt in die Winterpause übergehen wird.


November 2015

Da sich, nach dem letzten Öl- und Filterwechsel, mangels passender Gelegenheiten, die km Laufleistung meiner ET4 nicht mehr erhöht hat, geht es, nach Ausbau der Batterie, nahtlos in die Winterpause.

In der nächsten Saison wird sich die Fahrleistung meiner ET4 wohl aber deutlich erhöhen, da sich mich dann, im Wechsel mit meiner NV SPL, regelmäßig zur Arbeit und wieder nach Hause tragen wird.

Wie in der Vergangenheit wird meine ET 4 auch an schönen Wintertagen in der Garage bleiben. Hierfür steht ab dieser Saison Jane´s Liberty "Gewehr bei Fuß".

Endlich ist der Michelin City Grip auch in der Vorderraddimension 100/80-10 für meine ET 4 erhältlich.

Da der aktuelle Vorderreifen Heidenau K58 aber noch für einige tausend km gut ist, habe ich mir (leider) noch einen Heidenau K62 für das Hinterrad zugelegt, der bei km 22.500 aufgezogen wird. Wenn dieser nach gut 6.000 km runter ist, wird auch meine ET 4 endlich auf die erstklassigen Michelin umgerüstet. Vorbei ist es dann mit den viel zu harten Heidenau.

Damit hat sich das angedachte Experiment mit den Metzeler ME 7-Teen erübrigt - siehe April 2015. 

Wie zur Bestätigung der von mir eingeläuteten Winterpause, wurde in der letzten Nacht zum ersten mal in diesem Herbst mit Salz gestreut. Auch der heute gefallene Schnee blieb liegen.

Jetzt beginnt das Warten auf die nächste Saison.


Dezember 2015

Trotz des milden Wetters mit zum Teil trockenen und salzfreien Straßen, bin seit über zwei Monaten nicht mehr zum Fahren mit meiner ET4 gekommen. In der dunklen Jahreszeit macht die tägliche Strecke zur Arbeit keinen Sinn - jeweils 70 km hin und zurück bei Dunkelheit ist mehr Anspannung denn Ausgleich.

Warte sehnsüchtig auf die neue Saison.

Die Startprozedur nach mehr als zweieinhalb Monaten Fahrpause gestaltete sich erwartungsgemäß. Also fünf- bis achtmal ohne Zündung den Gashahn langsam auf- und zudrehen und nach fünf Startversuchen ist meine ET4 125 dann doch angesprungen.

Die Reifen haben lediglich je 0,3 bar Luftdruck verloren. Mit den 10W50 Motoröl läuft meine ET4 125 prima.

Auch der Alt-Jahres-Vespa-Run war ein Volltreffer. Bis auf wenige km auf thüringer Gebiet zwar zum Teil feuchte, aber salzfreie Straßen.

Im Ergebnis haben die zurückgelegten 103 km die Jahresfahrleistung meiner ET 4 auf 2.912 km erhöht.


März 2016

Nach knapp 3 Monaten Winterpause ist meine ET4 125 beim dritten Starversuch, nach dem üblichen fünfmaligen Gashahnaufdrehen bei ausgeschalteter Zündung, angesprungen. Der Luftdruckverlust in den Reifen war mit 0.2 bar erfreulich gering. Verdunstung von Benzin war kaum feststellbar.

Die anschließenden 48 km haben (zwar) richtig Spaß, dennoch bin ich (mal wieder) am überlegen, mir etwas Schnelleres zuzulegen, da meine ET4 gefühlte 10-15 km/h zu langsam ist.

Zur Auswahl steht eine Suzuki GR 650, die mich seit geraumer Zeit ob ihres Designs und ihrer Motorchrakteristik interessiert. Hätte einfach gerne etwas Druckvolleres, mit dem ich auch auf der Landstraße gut mitschwimmen kann, was in dieser Saison tagtäglich für knapp 150 km ansteht. Nur, ob sich dann meine Vespa noch lohnen?!

Und drei meiner Vespa verkaufen, eine behalten und ein Motorrad zusätzlich? Auch schwer vorstellbar. Vielleicht paßt (mir) die GR 650 gar nicht (zu mir), weil zu klein bzw. die Kniewinkel zu eng?! Dann hätte sich die Frage (vorerst) erledigt. Weiß grad nicht, was ich mir wünschen soll. Vielleicht war die Winterpause einfach zu lange.

Egal, wie und ob die GR (zu) mir passen würde, ich möchte eine neue Vespa Rekord Saison erfahren, daß heißt mehr als 16.500 Vespa km in einem Jahr. In dieser Saison hätte ich die Gelegenheit dazu, vorausgesetzt, das Wetter läßt es endlich zu und fordert nicht noch mehr Streusalz auf den Straßen.


April 2016

Die erste Tankfüllung nach der Winterpause hat einen Spritverbrauch von 3,35 Liter Benzin auf 100 km ergeben.

Das die tägliche Strecke Arbeit und zurück ohne körperliche "Beschwerden" funktionieren kann, hat die heutige Tour über 162 km zusammen mit meiner Familie ergeben. Und ja, meine ET4 könnte etwas schneller laufen. 

Im direkten Vergleich zu meiner mit Michelin City Grip Winter bestückten LML PX fallen die Heidenau Reifen auf meiner ET4 durch ihre viel zu harte Karkasse und den damit einhergehenden mangelhaften Komfort sowie den inzwischen sehr unruhigen, zum Teil rumpeligen Lauf des vorderen Reifens negativ auf. Der Grund für diesen unrunden Lauf des vorderen Heidenau K58 liegt an den deutlichen Auswaschungen des Profils. 

Hätte ich mir nicht schon einen hinteren Heidenau K62 gekauft, würde ich sofort auf die Michelin City Grip umrüsten. So gilt es noch etwa 7.000 km mit den Heidenau auszuhalten.

Seit etwas mehr als 7.000 km und damit einem Drittel ihrer Laufleistung läuft meine ET 4 völlig unauffällig mit dem Ersatzgetriebe.

Übrigens auf der Familientour hat meine ET4 3,33 Liter Benzin auf 100 km verbraucht.

Km 21.914 neben der Kontrolle des Ventilspiels, welches auch nach knapp 16.000 km noch erstklassig war, hat meine ET4 125 folgende Teile neu erhalten: Variomatikriemen und -rollen sowie die Gleitstücke der Variomatik, Zündkerze, Hinterachsgetriebeöl und einen Heidenau K62 für das Hinterrad - obwohl bei einer Laufleistung von 5.683 km noch Profil für gut 500 km vorhanden gewesen wäre. Daß die Kupplungsbeläge angeschrägt, der Luftfilter, das Antriebsgehäuse sowie die Trommelbremse gereingt und die Bowdenzüge geschmiert wurden, versteht sich von selbst - danke Nobs.

Da meine ET4 nach dem Kaltstart, auf den ersten 2 km, bei der Gasannahme hie und da ruckelt bzw. Aussetzer hat, steht die Vemutung im Raum, daß die Kaltstartautomatik einen Defekt hat. Dies könnte unter Umständen  einen neuen Vergaser erforderlich machen, den es aber leider nicht mehr neu zu kaufen gibt. Ein Defekt der Kaltstartautomatik wäre auch eine Erklärung für die zum Teil magere Höchstgeschwindigkeit vom 80 km/h.

Die nächsten Wochen werden Klarheit bringen.

Mit steigenden Temperaturen verbessern sich auch die Fahrleistungen meiner M04. Gut 10 km/h mehr als bei sehr kühlen Morgentemperaturen von nur 3 Grad Celcius. Und auf einmal macht das Fahren auch wieder Spaß.

Es stehen nicht nur die ersten 22.000 km auf dem Tacho, sondern es sind gleichzeitig auch die ersten 14.000 gemeinsamen km zurückgelegt. Weitere 6 - 8.000 km in dieser Saison peile ich auf jeden Fall noch an.

Das Abfordern von 10 km/h mehr fordert knapp 0,3 Liter und damit 10 % mehr Benzin auf 100 km.

Ganz nebenbei stehen mehr als 22.222 km auf dem Tacho.

Frust, da Frost statt Frühling - mit den bekannten Nebenwirkungen: Streusalz auf den Straßen. Und noch ist kein Ende in Sicht - die Eisheiligen stehen noch aus. Somit rückt die von mir angepeilte Rekordsaison in immer weitere Ferne.

Entsprechend bescheiden fällt die bisherige Vespa Saison aus. LX 299,9 km, PK 396 km, ET 1.140 km, PX 147,1 km, im Summe gerade mal 1.983 km. Folglich fehlen mir noch 14.518 km. Und wir sprechen hier bereits von Ende April. Wird sportlich - 2.419,66 km pro Monat bis Ende Oktober.


Mai 2016

Langstrecke tut ihr gut und wenn dann noch etwas Rückenwind dazu kommt, läuft sie mit Dreiviertelgas und nur 3,23 l Benzinverbrauch auf 100 km locker Tacho 90. Der Tacho im Übrigen geht recht genau. So macht das Spaß. Auch an steilen und langgezogenen Steigungen sinkt unter diesen Rahmenbedingungen die Geschwindigkeit kaum unter 80 km/h laut Tacho.

Obwohl ich in diesem Jahr bereits etwas mehr als 3.500 km mit meinen Vespa gefahren bin, habe ich das Gefühl, daß die Saison noch gar nicht richtig begonnen hat. Für mein Saisonziel fehlen mir darüber hinaus gefühlt noch viel zu viele km.

Inzwischen stehen mehr als 23.000 km auf dem bereits zitierten Tacho, was, um der Chronistenpflicht zu genügen, 15.000 gemeinsamen km entspricht. Motorölverbrauch auf den letzten 2.000 km seit dem letzten Ölwechsel ist kaum feststellbar.


Juni / Juli 2016

Nur 0,4 Vol. % CO2 bei erlaubten 4,5 Vol.%. - und neuer TÜV ohne Mängel bei km 23.623 :-).

Km-stand 23.768 - nicht nur für Jochen ;-).

Bei km 23.967 50 ml 10W50 nachgefüllt. Und was soll ich schreiben - sie läuft und läuft und läuft.


August 2016

Da die ET4 125 M04 sehr sensibel nicht nur auf die ausreichende Menge Motoröl, sondern auch auf die penible Einhaltung der Ölwechselintervalle reagiert, hab ich die Gunst der Stunde ergriffen und etwas vorfällig bei km 25.149 das Motoröl wechseln und wieder das gute Motul 10W50 einfüllen lassen - diesmal ohne Filter. Der Ölfilter ist nur alle 8.000 km fällig und wird dann vor der Winterpause mitgewechselt.

Das Motoröl war noch in gutem Zustand und hätte wohl noch einige hundert km gut geschmiert, aber wie schon geschrieben - sicher ist, im Fall der ET4 M04, sicher.

Inzwischen haben meine ET4 und ich die ersten gemeinsamen 20.000 km gerollert. Der hintere Heidenau K62 ist seit 4.144 km montiert und wird voraussichtlich noch etwa 1.000 km halten. Langstrecke fordert Profil.


September 2016

Seit km 26.842 ist die Aera der Heidenau Reifen auf meiner ET4 125 M04 (endlich) Geschichte.

Zwar hätte der hintere K62 etwas mehr als die 4.928 km gehalten und auch der vordere K58 war mit 16.786 km noch nicht am Ende seiner Laufleistung angekommen. Ich hatte allerdings keine Lust, mit den harten (Karkasse) und zuletzt teilweise auch rumpeligen und bockigen Heidenau (vorne) weiter zu rollen.

Die Michelin City Grip laufen sehr ruhig und geschmeidig, haften prima und sind äußerst agil. Da konnten die Heidenau nur in Bezug auf die Haftung mithalten.

Endlich fährt meine Vespa so, wie ich es mir seit Anbeginn gewünscht hatte. Sie scheint förmlich zu schweben. Du mußt Kurve nur denken und schon fällt sie angenehm leicht und präzise in Schräglage. Die Michelin City Grip sind eine wahre Offenbarung für die Vespa - einfach traumhaft.

Zeitgleich zum Reifenwechsel wurde die Bremsflüssigkeit, die nach 2 ¼ Jahren bereits deutlich gealtert war, gewechselt. Ebenso die Bremsbeläge der hinteren Trommelbremse. Diese hatten zwar noch ausreichend Fleisch, waren aber ausgehärtet und stellenweise verglast. Dies erklärt auch das Quietschen beim Bremsen, welches jüngst hie und da aufgetreten war.

Die Prüfung des Lenkkopflagers erbrachte keine Beanstandung und wurde mit dessen Schmierung erfolgreich abgeschlossen.


Oktober / November / Dezember 2016

Nach 175 km mußte die hintere Bremse nachgestellt werden, da sich die neuen Bremsbeläge eingebremst haben.

Kaum ist die eine Baustelle beseitigt (siehe Zündprobleme bei meiner PX) ist die nächste Baustelle da. Und leider eine altbekannte. Meine ET4 hat während zweier Tage Standzeit gut 2 Liter Benzin aus dem Überlaufschlauch des Vergasers ins Freie befördert. Und dies obwohl vor 1¼ Jahren und gut 7.000 km sowohl der Benzinhahn, als auch die Schwimmernadel und deren Sitz erneuert wurden.

Und zu allem Überfluß ist zeitgleich ein deutlicher Motorölverbrauch am Ölschauglas feststellbar. Gefällt mir momentan alles gar nicht :-(.

Vielleicht ist es ja jeweils nur eine Kleinigkeit, aber es nervt - und bei meinem Glück ... .

Was auch immer im nächsten Frühjahr zur Reparatur ansteht, meine ET4 hat mich in dieser Saison 5.660 km weit getragen.

Die Batterie ist ausgebaut und wird während der Winterpause im Abstand von 6-8 Wochen für jeweils einen Tag ans Batterieladegerät gehängt. Das Auffüllen mit destilliertem Wasser entfällt bei wartungsfreien Batterien.


Februar 2017

Die geladene Batterie eingebaut und nach der üblichen Startprozedur (ohne Zündung 5 - 7 mal den Gashahn langsam aufdrehen) ist meine ET4 dieses Jahr bereits beim 4. Startversuch angesprungen. Mehr als 100 Meter auf dem Garagenvorplatz waren aber leider nicht möglich. Auf das die neue Saison bald beginnen möge.


März 2017

Nach einem weiteren Monat Fahrpause sprang meine ET4 125 nur äußerst unwillig an. Die kurze Fahrt auf dem Garagenvorplatz war wohl kontraproduktiv. Wenn auch deutlich langsamer als meine GT, so fährt sich meine ET4 doch viel angenehmer, weil ruhiger und agiler. Die Reifen haben gut 0,6 - 0,8 bar Luftdruck verloren.

Wie bereits zum Ende der letzten Saison vermutet, ist der Unterdruckbenzinhahn defekt. Ob das Schwimmer-nadelventil intakt ist, wird sich nach Einbau eines neuen Benzinhahns und anschließender Tankfüllung zeigen.


April / Mai 2017

Neuer Benzinhahn bei km 27.144 verbaut - und er hält dicht. Gleichzeitig die Hinterradbremse richtig nachgestellt.

Immer dann, wenn der Benzinhahn einwandfrei funktioniert, tut sich meine ET4 M04 mit dem Starten besonders schwer. Zur Zeit springt sie, nach mehr als einem Tag Stillstand, erst nach dem fünften Startversuch an, läuft dann aber sehr schön und erreicht nicht selten Tacho 95-97 km/h. Diese besseren Fahrleistungen kosten aktuell einen Benzinzuschlag in Höhe von 0,3 Liter auf 100 km.

Mit 27.800 km auf dem Tacho läuft meine ET4 besser als je zuvor.


Juni 2017

Die ersten 28.000 km stehen auf dem Tacho.

Bis auf die Tatsache, daß die Kaltstartautomatik bzw. der elektrische Choke manchmal nicht wissen, ob sie noch "auf" oder schon "zu" machen sollen, was teilweise zu einem Rucklen (ähnlich wie Kostantfahrruckeln) führt, fährt meine ET4 top und macht reichlich Spaß. Hoffentlich kündigt sich nicht so langsam das Ende des Vergasers an. Ersatzvergaser von Mikuni sind weder für Geld noch für gute Worte zu bekommen.


August 2017

Inzwischen stehen mehr als 29.000 km auf dem Tacho und damit über 23.000 gemeinsam gerollerte km. Bis auf gelegentliche Start- und Kaltlaufschwierigkeiten läuft meine ET4 prima. Der Motorölverbrauch hält sich mit 50 ml auf knapp 4.000 km mehr als nur im Rahmen. In etwa 3.000 km steht der nächste Wartungsdienst an.


September 2017

Bei km 29.377, nach gut 4.200 km, Motoröl- und Filterwechsel gemacht. Beim 125er M04 Motor der ET4, mit nur 850 ml Motorölvolumen, empfiehlt es sich, die Intervalle nicht zu lange auszudehnen, sondern der ursprünglichen Empfehlung von 4.000 km Wechselintervall zu folgen, obwohl im Lauf der Serie das Intervall auf 5.000 km verlängert wurde. Der übrige Wartungsdienst hat noch gut 2.500 km Zeit.


November 2017

Der erste Schnee beendet meine Vespa Saison. Meine ET4 steht aber bereits seit über 2 Monaten unbewegt in der Garage.


Januar 2018

In der Hoffung, daß die Batterie meiner ET4 auf Grund der langen Standzeit noch nicht tiefentladen ist, kommt sie etwas verspätet ans Ladegerät. Da sie wartungsfrei ist, ist der Säurestand der einzelnen Zellen nicht überprüfbar.


März / April 2018

Nach der bisher längsten Winterpause von etwas mehr als sechs Monaten hat meine ET4 ihre Batterie wieder erhalten. Die ersten km in dieser Saison stehen aber noch aus.

Beim ersten Startversuch, nach weiteren drei Wochen Standzeit, hat es die Batterie nicht geschafft, den Anlasser durchdrehen zu lassen. Entweder ist die Batterie defekt, oder der Anlasser hat ein Problem. Das Zündkabel von der Zündspule zur Zündkerze ist in Ordnung. Eventuell ist der Anlasserfreilauf nach knapp sieben Monaten Pause einfach nur verharzt.

Trotz Nachladens hat der Akku nach drei Startversuchen erneut schlapp gemacht. Unterstützt durch das Ladegeräte, ist meine ET4 sofort angesprungen. Werde mir jetzt eine Saito Batterie (CTX 9-BS) kaufen. Diese gelten in Fachkreisen als sehr preiswert und gleichzeitig sehr gut. In Tests besser als (ehemalige) top Batteriemarken wie Varta. Würde zwar gerne regional kaufen, doch leider sind die Moll Batterien (Bad Staffelstein) unverhältnismäßig teuer.

Die Leichtfüßigkeit und der für mich optimale Sitzkonfort meiner ET4, genau wie meiner LX, macht immer wieder Spaß. Jetzt noch der Motor meiner GT und fertig wäre meine Traum Vespa. Die GT hat einfach ein paar Pfunde zuviel auf den Rippen und sitzen tut es sich auf den small frame Automaten (LX und ET4) solo deutlich besser und entspannter als auf den GT(S)en - gerade mit 2 m Körperlänge.


Mai 2018

Wie erwartet hat die Batterie meiner ET4 nach knapp 2 Wochen Standzeit während des dritten Startversuchs erneut schlapp gemacht. Damit steht fest, daß es der alte Bosch Akku endgültig hinter sich hat. Bin mal gespannt, wie sich der hochgelobte Akku von Saito in der Praxis schlägt. Das Einfüllen der Säure hat sich schon mal langwieriger gestaltet, als bei der Varta für meine PK 50.

Das Austauschgetriebe im Endantrieb versieht bereits länger seinen Dienst, als das originäre Teil. Dies läßt auf die ersten 30.000 km Laufleistung schließen, die meine ET4 heute überschritten hat.


August 2018

Mit frischem TÜV bei km 31.172 kann meine ET4 getrost in die nächsten zwei Jahre rollern.

Nach 2.231 km hat meine ET4 ca. 45 ml Motoröl verbraucht. Dies sind etwa 5% des gesamten Motorölvolumens.

Bei km 31.941 war der Tausch von Variorollen, -riemen und -gleitstücken fällig. Der Riemen war unauffällig, die Rollen nicht abgeflacht, aber zum Teil hat sich Ummantelung vom Kern gelöst, was den Kulissen der Variomatik auf Dauer nicht gut bekommt. Die Steigscheiben der Vario sind noch gut in Schuß, auch wenn die vordere ganz leichte Laufspuren am oberen Rand aufweist.

Mit angeschliffenen Kupplungsbelägen und gereinigtem Luftfiltereinsatz geht es weiter bis zum nächsten Reifenwechsel (in der nächsten Saison), bei dem dann auch das Hinterachsgetriebeöl gewechselt wird, auch wenn diese dann über 10.000 km Laufleistung hinter sich hat.

Bis zum Motorölwechsel zu Saisonende sind noch gut 1.500 km Luft. Dann spendiere ich meiner ET4 auch eine neue Zündkerze.

Inzwischen stehen die ersten 32.000 km auf dem Tacho und meine ET4 geht ins 21. Jahr. Auf Empfehlung von Nobs werde ich mir eine Ersatz CDI besorgen, da die Originale mit Wegfahrsperre dazu neigt, irgendwann ganz unvermittelt den Dienst zu versagen.


Oktober 2018

In den letzten Wochen und Monaten hat meine ET4 des Öfteren mit Konstantfahrruckeln auf sich aufmerksam gemacht.

Bei km 32.832 dann die Überraschung, daß meine ET4 125 überhaupt noch gefahren ist. Nicht, daß das Motoröl gefehlt hätte, welches gewechselt wurde - diesmal ohne Austausch des Ölfilters.

Nein, die Gewindeelektrode war aus der Zündkerze herausgebrochen und wurde nur noch durch den Gummiring des Kerzensteckers mit dem Porzellan der Kerze in Kontakt gehalten. 

Es hat sich hierbei um eine Champion Zündkerze gehandelt, die durch eine NGK Kerze ersetzt wurde.

Seither läuft meine ET4 wieder einwandfrei.


März / April / Mai 2019

Die erste Aufladung der Batterie zum Jahresbeginn hat ein leider erschreckendes Ergebnis gebracht - laut Ladegerät ist die Batterie, nach nur einer Saison, defekt. Demnächst die zweite Aufladung und dann einen Startversuch unternehmen, um im Defektfall rechtzeitig vor Saisonstart eine neue Batterie zu kaufen bzw. die aktuelle zu reklamieren.

Die zweite Aufladung hat wiederum eine intakte Batterie "ergeben". Leider fehlt, mangels Zeit, der erste Startversuch in der neuen Saison - ganz zu schweigen von der ersten Fahrt. Werde langsam schwermütig.

Nach weniger Startversuchen als erwartet sprang meine ET4, nach fast 5½ Monaten Standzeit, problemlos an und lief gleich wunderbar rund. Im direkten Vergleich fährt sich meine LX allerdings angenehmer und passt auch ergonomisch besser.

Bis auf ein Konstantfahrtruckeln im kalten Zustand bei ca. 40 km/h läuft meine ET4 125 auch nach den ersten 27.000 gemeinsam gerollerten km wunderbar - aktuell nicht selten Tacho 100 km/h. Das der Benzinverbrauch dabei um ca. 0,3 Liter auf 100 km erhöht ist, fällt dabei nicht ins Gewicht. Aktuell stehen 33.077 km auf dem Tacho.

Das Konstantfahrtruckeln und die Tatsache, daß meine ET4 manchmal nur Tacho 80 und dann wieder knapp Tacho 100 schafft, läßt vermuten, dass die Membran im Vergaser verhärtet ist und damit der Schieber im Vergaser manchmal nicht ganz öffnet. Ein bekannter Defekt, zumal nach fast 21 Jahren auf dem Buckel.


Juni 2019

Zwischen Rottmar und Malmerz hat meine ET4 jungfräuliche 33.333 km "vollgemacht" :-)

Demnächst wird der Hinterreifen, das Hinterachsgetriebeöl und die Bremsflüssigkeit erneuert/gewechselt sowie der Vergaser überprüft und dessen Kaltstartautomatik wieder gangbar gemacht.

Bei km 33.751, war es auch soweit - neuen Hinterreifen (Michelin City Gip), neues Hinterachsgetriebeöl und neue Bremsflüssigkeit. Gleichzeitig noch den Hauptständer, das obere Lenkkopflager und die beiden Bremshebel geschmiert sowie die hintere Trommelbremse gereinigt und nachgestellt.

Nur der Vergaser hat sich jeder Öffnung widersetzt, da sich sämtliche Schrauben, trotz sanfter Gewalt, keinen einzigen Millimeter drehen ließen. Also, never change a running system und hoffe darauf, das die leichten Hammerschläge eine eventuell hängende/klemmende Startautomatik wieder gangbar gemacht haben und damit das Konstantfahrtruckeln im kalten Zustand Geschichte ist.

Die Bremsflüssigkeit hatte nach knapp 3 Jahren 2 Volumen-% Wasser gezogen und war damit reif zum Austausch. Ebenso der Hinterreifen (Michelin City Grip), der nach 6.909 km in der Mitte ganz gut abgefahren war und nur an den Flanken minimal mehr Profil aufzuweisen hatte - anders bei meiner LX 50, da sind die Flanken mehr abgefahren, als die Mittelspur. Das Hinterachsgetriebeöl sah nach 11.837 km noch gut aus und hat keinerlei Hinweis auf Verschleiß im Getriebe gegeben. Also auf bis zum nächsten Motorölwechsel (mit Filter) bei ca. 37.000 km bzw. zum Saisonende.

Bei 37.000 km muß auch das Ventilspiel wieder kontrolliert werden, um dann bei ca. 41-42.000 km wieder ein komplettes Programm mit Motorölwechsel, neuen Variorollen und -riemen sowie Gleitstücken durchführen zu lassen. Dann wird neben einem neuen Hinterreifen und dem Wechsel des Hinterachsgetrieböls auch ein neuer Vorderreifen fällig werden - nicht weil dessen Profil dann verschlissen sein wird, sondern rein aus Gründe der Haftung, auf Grund der Alterung des Reifens.

Ein Wartungsprogarmm für die nächsten 1-2 Jahre. Bis dahin hoffe ich auf viele unbeschwerte km mit meiner ET4.


Juli / August 2019

34.000 km und es könnten, auf Grund des guten Wetters, noch mehr werden. Nur leider geht es dienstlich für mehrere Tage ins Ausland - ohne Vespa. So bleibt es vorerst bei den ersten gemeinsamen fast 28.000 km mit meiner 3. Vespa.

Bin mal wieder "fremdgefahren", diesmal mit einer BMW K 100 RS. Einziger Grund hierfür ist die mit gerade mal 90 km/h doch recht bescheidene Höchstgeschwindigkeit meiner ET4 und damit das relativ oft grenzwertige Fahrverhalten einer Großzahl von "Dosenfahrern". An sich kein schlechtes Moped die BMW, nur leider zu klein (wegen der Frontverkleidung) und ein eigenartiges Einlenkverhalten des Vorderrades in normalen Kurven. Kein Vergleich zu meiner 3. Vespa, bei der fast alles paßt, bis auf die Höchstgeschwindigkeit und die Beschleunigung. Dann doch lieber etwas langsamer, dafür aber mit einer meiner Vespa unterwegs.


September / Oktober 2019

Nach 1.963 km bei km 34.795 habe ich etwa 50 ml Motoröl nachgefüllt - ein akzeptabler Verbrauch.

Die Startprobleme nach längerer Standzeit sowie die Kaltlaufprobleme (Ruckeln) zwischen 30 und 40 km/h, nach dem morgentlichen Start, sind geblieben. Je nach Tagesform aber unterschiedlich stark ausgeprägt - meine Vespa lebt.

Ob ich nach gut 2.000 km zum Saisonende einen Motorölwechsel machen lasse, oder dies über die Winterpause ziehe, werde ich zu gegebener Zeit und nach den noch folgenden Fahrtagen entscheiden. Der goldene Oktober zumindest läßt noch die ein oder andere weitere Fahrt erhoffen. Aus zeitlichen Gründen werde ich den Motorölwechsel aber wohl in die nächste Saison verschieben.

Sieben Fehlversuche beim Starten sind der Negativrekord. Dennoch stehen inzwischen mehr als 35.000 km auf dem Tacho (Ortsausgang Bachfeld zwischen Eisfeld und Schalkau).

In der nächsten Saison werde ich um eine Vergaserrevision nicht herum kommen.


März 2020

In den nächsten Tagen steht zuerst die Akkupflege an, um dann auf dauerhaft salzfreie Straßen für den Saisonstart zu hoffen/warten.

Darüber hinaus ist zeitnah eine Vergaserrevision eingeplant, um dann auch zu wissen, ob die Ersatz CDI, die ich über das Vespa Forum erworben habe, zum Einsatz kommen muß, um die bereits im letzten Jahr beschriebenen Start- und Kaltlaufprobleme zu beheben.

Der Akku ist geladen und das Wetter lädt zu den ersten Touren ein. Wird vorerst allerdings nur zwischen zu Hause und der Firma stattfinden - zumindest solange es der Corona Virus noch zuläßt.

Wie erhofft, ist meine ET4 beim 6. Versuch angesprungen. Die ersten Meter nach der Kontrolle des Reifenluftdrucks bin ich abwechselnd mit drei meiner vier Kinder gerollert. Man hatten wir einen Spaß. Hoffe, wir bleiben alle gesund.

Das schlechte Start- und Kaltlaufverhalten hat sich leider wieder eingestellt.


April 2020

Super Wetter zum Vespa Fahren - eigentlich. Allerdings geht der Schutz unser aller Gesundheit vor - im Kampf gegen die weitere Ausbreitung der Corona Virus Pandemie. Macht alle mit - am Ende werden wir es schaffen und später im Jahr die Vespa Saison umso mehr genießen.

Bis auf die, zum Teil nicht kalkulierbaren, Start- und Kaltlaufeigenschaften, die ich aktuell nicht in den Griff bekomme, läuft meine ET 4 prima.

Km-Stand 35.353 :-).


Mai 2020

Die Aggressivität einiger Verkehrsteilnehmer war heute beispiellos. Scheinen einige unter massivem Corona Koller zu leiden. Oder ist es einfach nur die alte Weisheit: Zum Befolgen von Regeln bedarf es einer gewissen Einsichtsfähigkeit und Verantwortung. Beides wiederum bedingt ein Mindestmaß an Intelligenz und Vernunft. Was ich heute (üb)erlebt habe, zeigt deutlich, wo das eigentliche Problem dieser Verkehrsrowdies liegt ... .

An den Startschwierigkeiten meiner ET4 war ich großteils wohl selbst schuld, indem ich bemüht war, durch Stützgas den Startvorgang zu unterstützen. Stattdessen ist der Vergaser dadurch abgesoffen. Es kostet schon etwas Überwindung, den Anlasser länger als normal orgeln zu lassen, bis die Vespa startet.

Die Prozedur gestaltet sich wie folgt. Erster Starversuch ohne Erfolg - sechsmal langsam Gas aufziehen und wieder zumachen (ohne Zündung) - 30 sec. warten und dann mit längerem Druck auf den Anlasserknopf (ohne Stützgas) die Vespa zum Starten bringen.


Juni / Juli 2020

Seit gut sechs Wochen nicht mehr bewegt. Jetzt eine Woche mit sommerlichen Temperaturen und kaum Niederschlag gemeldet. Es wird Zeit, meine ET4 mal wieder zu bewegen. Eigentlich dekadent, eine derart tolle Vespa solange nicht bewegt zu haben.

Trotzdem sind leider weitere 2 Wochen mit nichts, außer Stillstand und Reifenluftdruck prüfen, für meine ET4 ins Land gegangen.

Als ob sie das Lob über sich gelesen hätte, springt meine ET4 125, nach 8 Wochen Standzeit, tadellos an und läuft dannach ohne Kaltstartruckeln. Überland z.T. Tacho 105 km/h und noch etwas mehr.

Hoffe, es bleibt so - nur nichts beschreien.

Noch genau 80 km, dann haben meine ET4 125 M04 und ich die ersten 30.000 km gemeinsam gerollert.

Anfang September steht der nächste Service für meine ET4 125 an - mit Motorölwechsel einschließlich Filter, Kontrolle des Ventilspiels und der Bremsbeläge sowie TÜV und AU.


August / September 2020

Sie fährt einfach toll zur Zeit - traumhaft - Tacho 100 keine Seltenheit. Spritverbrauch 3,50 Liter Benzin auf 100 km.

"Bald hebt sich auch das Herbsten an ..." zumindest, wenn man den frühmorgentlichen Nebel der letzten beiden Tage betrachtet.

Habe ich vor Kurzem noch die inzwischen guten Start- und Kaltlaufeigenschaften meiner ET4 gelobt, so sehr musste ich heute kurbeln, bis sie schließlich angesprungen ist. Jetzt steht sie mit 36.650 km bei meinem Freudlichen, um morgen einen Wartungsdienst zu durchlaufen.

Neben Motorölwechsel mit Filter, wurde das Ventilspiel kontrolliert. Hierbei mußten die Auslassventile eingestellt werden, da diese etwas zu eng waren. Auch die vorderen Bremsbeläge waren reif für den Austausch. TÜV und AU neu und den vorsorglich bestellten neuen Scheinwerfer als Ersatzteil mit nach Hause genommen.

Je nach Außentemperatur macht das Starten und das Kaltlaufverhalten erneut die bekannten Probleme. Dies läßt recht sicher auf ein Problem mit der Kaltstartautomatik schließen.

 

 


 

Meine ET4 125 M04 ist in besten Händen von Nobs sowie den Kollegen/innen von www.reinhardt-kfz.de.

 



Letzte Aktualisierung: 12.09.2020 - Vespa roll!

 



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