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Vespa Anhänger



Historische Einspur-/ Einradanhänger

 

 

 

Schwerpunktmäßig möchte ich mich hier auf Einspur-/ Einradanhänger nach historischem Vorbild konzentrieren, zumal ich mir vorstellen könnte, mir einen Einspuranhänger für meine Vespa LX 50 2T FL zu zulegen. Auf Anregung von Franz www.vespa-prima.de, habe ich mir Gedanken über einen Eigenbau aus einer alten oder Unfall 50er Vespa gemacht.

Nach ersten, eingehenden Recherchen im Netz und Nachfragen bei Vespa Händlern befürchte ich allerdings, dass das Projekt Vespa Anhänger im Eigenbau an einem verfügbaren und dann bezahlbaren Organspender scheitern könnte. Parallel hierzu bin ich auf der Suche nach einem gut erhaltenen und möglichst originalen PAV 40 / 41 oder einem ebensolchen IWL Campi.

Habe im Netz auch einen Anbieter zweier PAV 40 und eines PAV 41 in Tschechien gefunden. Die Preise für die Anhänger, komplett mit zwei Schlüsseln und tschechischen Papieren, liegen, wie inzwischen marktüblich, im mittleren dreistelligen Bereich. Da auf den zugesandten Bildern bei jedem der Anhänger leichte Schäden zu sehen waren und die wichtigen Bilder vom Unterboden und vom Innenraum nicht dabei waren, wollte ich das Angebot des Postversandes nicht annehmen, sondern mich selbst auf die 600 km einfache Strecke machen, um nach Besichtigung vor Ort, dort zu kaufen. Seitdem leider kein Lebenszeichen des Anbieters mehr!

 

 

 

Per Zufall habe ich zwischenzeitlich eine sehr interessante, weil bezahlbare ET 2 50 Iniezione im Netz gefunden. Springt zwar nicht an, ist sonst wohl aber in einem guten Zustand - genau der richtige Organspender für einen Vespa Anhänger. Nach langem überlegen, bin ich aber zu dem Entschluß gekommen, dass es diese ET 2 verdient hat, gemäß ihrer Bestimmung, weiter für italienische Momente zu sorgen und es ein Frevel wäre, sie zum Aufbau eines Anhängers zu schlachten.

Rettbare Vespa sollten restauriert bzw. instandgesetzt und wieder in den Verkehr gebracht werden.

 



Mein Vespa Anhänger


... so wie ich ihn gekauft hatte - in 6 Volt Ausführung

 

 

... zwischendurch im Winterquartier ...

 

 

... und so nach der Umrüstung auf 12 Volt, TÜV Abnahme und amtlicher Zulassung

 

 

Wie für meine drei Vespa möchte hier eine Art Projekt- und Techniktagebuch für meinen Vespa Zweispur Anhänger, auf Vespa PK Basis, einrichten. 


Dezember 2011

Seit dem 07.12.2011 gehört er mir - mein Vespa Anhänger. Gebaut im Jahr 2008 von Thomas Zeitner - siehe auch Kapitel Menschen & Kontakte. Der Organspender war eine PK mit Rahmenschaden. Entdeckt habe ich den Anhänger beim Stöbern im www. unter dem Suchbegriff Vespa Anhänger. Und da war sie, die Verkaufsanzeige von Tom im GSF. Zu meinem Glück gab es allerdings mehr ablehnende Kommentare, wegen der fehlenden Ladekapazität für einen Bierkasten, und deshalb kein richtiges Kaufinteresse, sonst wäre der Anhänger schon längst weg gewesen. Klar hat ein PAV 40 / 41 eine größere Ladekapazität - siehe weiter unten, aber in Bezug auf Originalität und Einmaligkeit schlägt mein Vespa Anhänger jeden PAV um Längen ;-)

Technisch sehr interessant durch die doppelte Radaufhängung mit je einem Vespa Steuerohr und einer Vespa Kurzschwinge. Die Aufnahmeplatte mit dem Kugelkopf für die Anhängerkupplung werde ich am Gepäckträger meiner PK 50 XL Automatik verschweißen lassen. Da Tom den Vespa Anhänger mit einer Vespa 50 Spezial als Gespann gefahren hat, ist der Hänger mit einer 6 Volt Beleuchtung ausgerüstet. Werde ihn deshalb auf 12 Volt umrüsten und mit dem Rück- und Bremslicht sowie den Blinkern der Vespa PK 50 XL ausstatten. Ändert zwar etwas das Aussehen, dient aber der Sicherheit. Der Rest des Anhängers bleibt so wie er ist, zumal er bereits bei den Vespa World Days 2009 in Zell am See dabei war.

Die Original Blinkleuchten der PK 50 XL werde ich wohl nicht verbauen, da hierfür die Karosserie großflächig aufgeschnitten werden müßte. Auch muß ich erst beim TÜV klären, ob die Schlußleuchte der PK 50 XL verbaut werden kann, oder ob zwei Schlußleuchten vorgeschrieben sind. Hierfür sind die Spurweite und die Gesamtbreite des Anhängers sowie die Abstände der Beleuchtungselemente zueinander und in Relation zu den Abmaßen der Karosserie von Bedeutung. 

Die Nachfrage beim TÜV Süd in Coburg hat erfreuliche Ergebnisse, im Rahmen einer sehr freundlichen und kompetenten Beratung, gebracht. Da beim Verbau von zwei Rückleuchten der Abstand zwischen beiden kleiner als 400 mm wäre, habe ich die Freigabe erhalten, eine Original Vespa PK 50 XL Rückleuchte verbauen zu dürfen.

Die notwendige Betriebserlaubnis sollte ebenfalls kein Problem darstellen, da beim Bau des Anhängers Vespa PK Serienteile verwendet und die Schweißarbeiten ordentlich ausgeführt worden sind. Dies ist die Grundlage für eines der Hauptprüfkriterien - die Stabilität des Anhängers. Auch die Anhängelast des Zugfahrzeuges (= Summe aus Fahrzeugleergewicht plus 75 kg dividiert durch 2) - meine Vespa PK 50 XL Automatik Elestart - stellt kein Problem dar.

Die geplante Montage der Aufnahmeplatte mit dem Kugelkopf für die Anhängerkupplung durch Verschweißen am Gepäckträger meiner PK 50 XL, sowie eventueller Verstrebungen, ist ebenfalls genehmigungsfähig.

Sobald meine PK 50 XL läuft und der Anhänger die erforderliche Beleuchtung aufweist, werde ich beide beim TÜV vorführen, um die Betriebserlaubnis für meinen Vespa Anhänger zu erhalten. Vielleicht klappt es noch vor Weihnachten.

Für die Blinker schwanke ich zwischen runden Seitenblinkern von Hella www.hella.de mit 35 mm Leuchtendurchmesser und selbstklebenden Verkleidungsblinkern von Louis www.louis.de. Für den Einbau der Seitenblinker könnte ich die Löcher, durch die die Kabel der bisherigen 6 Volt Rückleuchten gezogen waren, verwenden. Die Löcher müßten lediglich etwas aufgebohrt werden. Die Verkleidungsblinker hätten den Vorteil, daß keine weiteren Karosseriearbeiten anfallen würden. Nach dem ersten Anhalten ist es klar, es werden die Verkleidungsblinker von Louis - passen wie angegossen und verdecken zugleich die Löcher, in denen die bisherigen Rückleuchten verschraubt waren. Auch vom Design gefallen sie mir am besten, da die Original Vespa PK XL Blinker leider ausscheiden - siehe oben. Die gut 100 km nach Bamberg und zurück haben sich gelohnt.

Die notwendigen Vorder-, Seiten- und Rückstrahler mit E - Prüfzeichen, die ich bei der Firma Leise www.leise.de gekauft habe, stammen von Hella und sind selbstklebend. Beim Verbau der Rückstrahler hilft mir wiederum der zu geringe Abstand zwischen den sehr großen dreieckigen Rückstrahlern, die eigentlich vorgeschrieben sind, so daß ich auf deutlich kleinere und runde Rückstrahler zurückgreifen kann.

Über meine weiteren Ideen in Bezug auf Schriftzüge, Reserverad, Auskleidung des Innenraums, zusätzlicher Gepäckträger, etc. später mehr.

An dieser Stelle möchte ich mich schon einmal ganz herzlich bei Franz www.vespa-prima.de, sowie Rainer und Erik www.baetzoldt.com für deren Hilfstellung bei der Umsetzung meines Vespa Anhänger Projektes bedanken.

Das Ladevolumen meines Vespa Anhängers beträgt etwa 41 Liter und damit gut 2,5 mal weniger als das eines PAV 40 / 41 mit etwa 103 Liter. Das Leergewicht hingegen ist mit gewogenen exakt 50 kg - siehe weiter unten - genau 2,5 mal höher, als das eines PAV mit 20 kg. 

Für die Berechnung der Nutzlast ist, entgegen ursprünglicher Annahme, die Formel für die Anhängelast des Zugfahrzeuges alles andere als dienlich, sie ist hierfür schlicht und ergreifend falsch. Relevant für die Berechnung der Nutzlast ist die Bremsleistung des Zugfahrzeuges, welches widerum vom zulässigen Gesamtgewicht des selben abhängt. Konkret für mein Gespann aus Vespa PK 50 XL Automatik Elestart und Vespa PK Anhänger bedeutet dies:

Zulässiges Gesamtgewicht Vespa 290 kg minus 94 kg Leergewicht Vespa minus 100 kg Gewicht Fahrer - der Mann beginnt ab 2 m und 2 Zentnern ;-) - minus 50 kg Leergewicht Anhänger ergibt eine maximale Nutzlast Anhänger von 46 kg. Diese ist gut 1,5 mal höher, als die Nutzlast eines PAV. Aus Sicherheitsgründen hat mit der TÜV eine Zuladung von 25 kg genehmigt.

Alles in allem gar nicht so schlechte Leistungswerte im Vergleich mit einem PAV. Darüber hinaus ist und bleibt mein Vespa PK Anhänger im Vergleich zu den in Serie gefertigten Anhängern einzigartig - ein Unikat.

Dieses Unikat besteht, wie vorstehend erwähnt, im wesentlichen aus den Komponenten einer Vespa PK, die von 1982 bis 1988 produziert und ab 1985 schrittweise von der Vespa PK XL abgelöst wurde. Unterscheiden lassen sich die Hinterteile von Vespa PK und Vespa PK XL durch die Tiefe der jeweiligen Seitenhauben - von der Seite betrachtet. Die Seitenhauben der PK XL sind je zwei Zentimeter tiefer, als die der PK, sprich das Heck der PK XL ist breiter - von hinten betrachtet.

Nach der Konstruktion und dem Bau im Jahr 2008 wird die Umrüstung u.a. auf 12 Volt im Jahr 2011 und die Erteilung der Betriebserlaubnis ebenda, spätestens aber im Jahr 2012 den vorläufigen Abschluß der Produktionshistorie meines Vespa Anhängers darstellen.

Eine Serien- bzw. Fahrgestellnummer für meinen Vespa Anhänger habe ich auch schon. Mehr dazu beim nächsten Vespa Treffen in Kaltenbrunn ;-)  Die Nummer wird zusammen mit dem Typ, dem Leergewicht und dem Namen des Herstellers auf ein Typschild gelasert, welches nach Erteilung der Betriebserlaubnis fest mit der Karosserie verbunden wird. Auch das Gespann, zusammen mit meiner Vespa PK 50 XL, hat bereits einen Namen.

29.12.2011 die erste Probefahrt mit meinem Vespa Anhänger, im Gespann mit meiner Vespa PK 50 XL Automatik Elestart. Zwar nur einige hundert Meter, aber nach erfolgreichem Anpassen und Montage der Aufnahmeplatte mit dem Kugelkopf für die Anhängerkupplung am Gepäckträger meiner PK 50 - siehe Kapitel Vespa / PK 50 XL AE - hat dies zur Erprobung der wichtigen Stabilität und Kurvengängigkeit sowie des allgemeinen Fahrverhaltens ausgereicht - Ergebnis: alles prima, läuft hervorragend und macht sehr viel Spaß. Allein dafür hat sich der Kauf des Versicherungskennzeichens noch für 2011 gelohnt.

Ein wesentliches Element bei der 12 Volt Verkabelung des Anhängers war, neben dem technischen Wissen und Können von Franz www.vespa-prima.de, ein fünfpoliges, wasserdichtes Flachsteckersystem von Hella, welches mir Erik www.baetzoldt.com empfohlen und besorgt hat. Gebe es offen zu, alleine hätte ich mir beim Zusammenbau des Steckersystems "das Leben geholt" ;-)

Für die Verkabelung mußten lediglich zwei Löcher, die zur Durchführung von Kabeln der bisherigen 6 Volt Lichtanlage in die Karosserie gebohrt waren, für die neuen fünfadrigen Kabel etwas aufgebohrt werden. Zwei weitere Löcher waren noch für die Verschraubung des Original Vespa PK XL Rücklichtes notwendig.

Komplettiert wird mein Vespa Anhänger noch mit einem Original Vespa PK 50 XL Schriftzug auf der linken Haube unten und, so irgendwann mal zu bekommen, einem ebenfalls Original automatik Schriftzug von Vespa auf der rechten Seite oberhalb der Haube. Darüber hinaus kommt das ursprüngliche Piaggio Emblem zentral über das Rücklicht. Nicht nehmen lassen werde ich mir auch die Montage des Original Piaggio Vespa Wimpels in grün mit Fahnenstange - ob am Anhänger oder an der Vespa wird sich zeigen - find ich einfach cool, wie früher am Fahrrad ;-)

Desweiteren mache ich etwas Werbung in eigener Sache und versehe die Vorder- und Rückseite des Anhängers mit je einem Schriftzug meiner Homepage www.vespa-coburg.de, die ich mir bei www.plot4u.de habe produzieren lassen. Klappt bestens, nach Vorkasse kommt die Lieferung promt und in guter Qualität. Auch unsere Interessensgemeinschaft Vespa Prima Franken wird Verewigung auf dem Hänger finden. Hierzu erhalten die Seitenbacken je einen Aufkleber in Form und Design der Logos, die bereits die Vespa T-Shirts, die Andrea und Franz haben produzieren lassen, zieren. Und das ganz ohne Verletzung eines Copyright.


Januar 2012

Das Sortiment von Louis www.louis.de entpuppt sich für mich und meinen Vespa Anhänger als Fundgrube. Neben den selbstklebenden Verkleidungsblinkern habe ich im neuen Katalog einen Gepäckträger für Top Cases gefunden. Dieser paßt perfekt auf den Deckel des Anhängers und wird von unten verschraubt. Für die Verkleidung des Innenraumes habe ich eine rutschfeste Universal Schutzmatte gefunden. Auf Grund des Gutscheines, den ich als Inhaber der Louis Fun Card zusammen mit dem neuen Katalog erhalten habe, praktischfür lau - und ein Geschenk für meine Frau war auch noch drin :-)Das Kabel der Stromversorgung aus der Vespa heraus für den Anhänger findet, bei nicht Benutzung, Unterschlupf und Schutz in einer Heckgepäcktasche, ebenfalls von Louis. Wenn die ganze Werbung nicht einen extra Gutschein wert ist ;-)

Nach dem Zuschneiden der Schablone für die Innenraumverkleidung konnte ich das Volumen des Anhängers recht genau berechnen - siehe weiter oben. 

Dank Franz sitzt, paßt und wackelt der Gepächträger ganau da, wo er es soll. So, als wäre er extra für meinen Anhänger gebaut worden. Freu mich riesig. Dabei ist es schon erstaunlich, wie sich so ein Blechgestell bei Temperaturunterschieden von etwa 20 Grad Celcius verwindet bzw. seine Paßform verändert. Aber mit etwas Nacharbeit haben wir es geschafft.

Übrigens das gesamte Gespann - PK 50 XL und Vespa PK Anhänger - wird im Rahmen unseres 5. Vespa und Ape Treffen getauft - siehe Kapitel Termine & News. Und dies wird nicht die einzige Überraschung sein.

Wie bereits oben angegeben wiegt der Anhänger Strich 50,0 kg. Habe es offiziell bei der BayWA in Coburg wiegen lassen. Absolut freundliche uns zuvorkommende Damen und Herren dort - danke Euch! Die Wiegebestätigung ist notwendig für die Erteilung der Betriebserlaubnis. Als dann für morgen früh bitte die Daumen drücken. Werden auf Grund des Gewichtes des Anhängers eventuell die Aufnahme der Hängerkupplung am Gepäckträger meiner PK 50 XL verstärken müssen.

Neben dem Leergewicht interessieren noch die Abmessungen, die Radaufhängungen, die Bereifung, die Beleuchtung, die Befestigung der Deichsel, der Kupplung und der Kupplungspfanne. Und genau da könnte das Problem liegen. Habe zwar eine Kupplung von Hebie (M1 bzw. F3, die baugleich sind), doch es gibt keine Typgenehmigung für diese Kupplungen bzw. Kupplungspfannen. Die M1 hatte zwar ne ABG mit 10 kg Stützlast und 100 kg Anhängelast für Zweiräder bis 125 ccm, doch diese Kupplung wird nicht mehr hergestellt. Die baugleiche F3 besitzt ähnliche Leistungsdaten - 10 kg Stützlast und 60 kg Anhängelast - aber keine Typgenehmigung für Geschwindigkeiten über 25 km/h. Die Kupplungspfannen für die Kupplungen sind identisch. Es gibt lediglich unterschiedliche Breiten für unterschiedliche Deichseldurchmesser. Bin mal auf das Ergebnis gespannt.

Sollte es hierfür keine Lösung aus Sicht des TÜV geben, so muß ich auf eine gängige PKW Anhängerkupplung ausweichen. Mit etwas Glück kann ich das Problem aber mit einer origialen M1 Kupplung sowie entsprechender Kupplungspfanne jeweils mit eingeprägten Typnummern lösen.

Zu verdanken habe ich die erfolgreiche Umsetzung mit der Hebie M1 Anhängerkupplung einem Hinweis von Nobs - danke Nobs - es doch mal Theo Däschlein zu versuchen. Herr Däschlein - siehe Beiwagen - gab mir dann den Hinweis auf die Firma Hebie und die von diesen ehemals vertriebene Kraftroller Anhängerkupplung. Die Recherche in Netz brachte dann sehr schnell den Erfolg in Form des Kontaktes zu Herrn Kalettka aus Bielefeld - Kontaktdaten bitte bei mir erfragen - der mir per Vorauskasse eine Hebie M1 mit Kuppungspfanne je mit eingeprägten Nummern sowie eine Kopie der originalen ABG - Allgemeine Betriebsgenehmigung - zugesendet hat. Die vorherge Nachfrage beim TÜV Coburg brachte die Zusage einer in Folge zu erteilenden Betriebserlaubnis für meinen Vespa Anhänger.

30.01.2012 - ein denkwürdiger Tag - die Erteilung des Gutachtens für meinen Vespa Anhänger durch den TÜV in Coburg sowie die Eintragung der Stütz- und Anhängelast als Ergänzung zur Betriebserlaubnis meiner Vespa PK 50,XL Automatik Elestart - danke den Damen und Herren des TÜV in Coburg für deren zuvorkommende, freundliche und kompetente Beratung und Dienstleistung. Zur Betriebserlaubnis wurde das Gutachten durch den Eintrag bzw. Registrierung des Anhängers bei der Zulassungsstelle der Stadt Coburg - Dank an meine kompetente wie freundliche Kollegin.

Alles in allem zwar nicht wirklich billig - habe den Wert meines Vespa Anhängers gut verdreifacht - Gebühren und Teile. Ganz zu schweigen von den vielen Arbeitsstunden, die Franz in mein, in unser Vespa Anhänger Projekt gesteckt hat.

Allen, die mir bei meinem Vespa Anhänger Projekt geholfen und dieses ermöglicht haben - allen voran Franz - meinen herzlichen Dank.

Und morgen hole ich meine Vespa PK ab und fahre dann das erstemal offiziell mein Vespa Gespann, obwohl der Anhänger noch nicht ganz fertig ist.

Die ersten 40 km hat der Anhänger als Gespann mit meiner PK 50 XL prima gemeistert. Es sind zwar noch Kleinigkeiten zu erledigen sowie der linke Blinker betriebsfähig zu machen, was aber nichts an den Qualitäten des Anhängers ändert, der im Fahrbetrieb fast nicht zu spüren ist.


Februar / März 2012

Als idealer Reifenluftdruck bis max. 40 km/h haben sich je 1,5 bar erwiesen. Die Birne des linken Blinkers war bereits ab Kauf defekt und wurde durch eine neue ersetzt - verdammt teuer so ne Halogenblinkerbirne. Louis zeigt sich aber kulant und bietet mir einen Ausgleich beim nächsten Einkauf an. Und brauchen tut der Vespa Fahrer ja immer was ;-)

Ab 45 km/h fängt der Anhänger an etwas zu sprigen. Nach Absenken des Reifenluftdrucks auf je 1,0 bar fährt der Anhänger spürbar ruhiger und das Reifenlaufbild sieht prima aus.


Juli 2012

Mein Anhänger ist regelmäßig im Einsatz, meist zum Einkaufen - 24 Liter Milch für meine Kinder schluckt er locker. Das Fahrverhalten bei voller Zuladung ist auch in Ordnung. Lediglich beim Überfahren von Bordsteinen oder Wasserrinnen ist Vorsicht geboten - zu schnell angegangen, schaukelt sich der Anhänger unkontrollierbar auf.


November 2012

Mit Erschrecken habe ich festgestellt, daß mein Anhänger an einigen Stellen Rost ansetzt bzw. dieser zu blühen beginnt. Offensichtlich wurde speziell bei den nachträglich eingebrachten Blechen keinerlei Wert auf Rostvorsorge gelegt. Dem werde ich im nächsten Frühjahr zu Leibe rücken müssen, wenn nicht sogar eine neue Lackierung fällig wird. Bis dahin versuche ich mit Hilfe von Owatrol die weitere Ausbreitung des Rostes wo immer möglich zu verhindern.

Die Fahrleistung mit meinem Anhänger in der Saison 2012 betrug 446 km und hat viel Spaß gemacht.


März 2013

Die Winterpause in der trockenen Garage hat dem Anhänger gut getan. Owatrol hat der Rostausbreitung entgegen gewirkt. Die Reifen haben den Luftdruck bis auf 0,3 bar ebenfalls gehalten. Die ersten 18 km sowie der erste Großeinkauf der neuen Saison sind absolviert.


August 2013

Minimal zu schnell und mit 20 kg vollbeladen, davon 10 kg auf dem Gepäckträger, hat meinen Anhänger beim schrägen Überfahren einer Wasserrinne zum Kippen gebracht. Die Schleifspuren sind zwar ärgerlich, aber mit Owatrol inzwischen gut versiegelt. An der Struktur der Karosserie gab es keine Beschädigungen. Lediglich die Verkabelung hat noch Schaden genommen, da die Kabel aus dem Kabelschuh gerissen wurden. Da die Kupplung sauber gelöst hat, gibt es auch keine Beschädigungen an Kupplung und Kupplungspfanne.


Oktober 2013

Die erste Fahrt mit dem Anhänger, nachdem dieser umgekippt war. Ein etwas mulmiges Gefühl und jederzeit die Vermutung, er könnte wieder kippen. Die Verkabelung ist repariert. Ursache für das Kippen dürfte auch die Beladung von 10 kg auf dem Gepäckträger gewesen sein. Dadurch hat sich der Schwerpunkt ungünstig nach oben verlagert.


Oktober 2014

Inzwischen ist ein Jahr ins Land gegangen und mein Vespa Anhänger wurde keinen Meter bewegt. Schade, daß die Existens meiner beiden großen Vespa eben die meiner Fuffis sowie meines Anhängers in Frage stellt. Behalten oder doch verkaufen - es fehlt einfach die Zeit zur artgerechten Fortbewegung. Hätte ich mir ehedem nicht vorstellen können. Werde, wie in Bezug auf meine LX 50 und meine PK 50, die nächste Saison abwarten und dann eine Entscheidung treffen.


März 2015

Nach mehr als 16 Monaten habe ich meinen Anhänger erstmals wieder bewegt. War zwar nur zur Tankstelle, um den Luftdruck in den Reifen zu überprüfen und aufzufüllen, hat aber Spaß gemacht. Es haben lediglich 0,4 bar gefehlt.


Juli 2015

Entgegen der 446 km, die ich 2012 mit meinem Anhänger gefahren bin, erscheinen die heutigen 5 km zwar mickrig, aber ein erster Anfang ist wieder gemacht. Leider schwächelt meine PK 50 XL automatik als Zugfahrzeug zur Zeit ein bißchen. Um 100 % lagal unterwegs zu sein, war noch ein Folgekennzeichen notwendig. Deshalb eine Farbkopie des Versicherungs-kennzeichens einlaminiert und mit doppelseitigen Klebeband am Anhänger befestigt.

Es sind zwar nur noch 8 weitere km dazu gekommen, dennoch  bin ich gespannt, wieviele km es mit meinem Anhänger in dieser Saison werden - zumal unser 8. Vespa & Ape Treffen in einer Woche noch bevorsteht.


Januar 2016

Heute kommt mein Vespa Anhänger ins Museum. Genauer gesagt in das Vespa Museum von Josef.   Dort wird er einen Ehrenplatz erhalten und für Liebhaber zugänglich sein.

Viel zu selten kommt mein Vespa Anhänger in Betrieb, deshalb meine Entscheidung zur Ausstellung - danke Josef für diese Möglichkeit.

 



PAV 40 / 41


 

 

 

 

 

 

Ursprünglich für die Motorräder der tschechischen Marke Jawa gebaut, unterscheiden sich die vom Ende der 1950er bis zum Jahr 1972 gebauten Einspuranhänger PAV 40 und PAV 41 nur marginal. In konkreten Zahlen bedeutet dies für

PAV 40: Länge 910 mm, Breite 620 mm, Höhe 570 mm, Leergewicht 20 kg, Nutzlast 30 kg, Höchstgeschwindigkeit 70 km/h.

PAV 41: Länge 944 mm, Breite 620 mm, Höhe 645 mm, Leergewicht 20 kg, Nutzlast 30 kg, Höchstgeschwindigkeit 70 km/h.

Dies ergibt für PAV 40 / 41 gleichermaßen ein Ladevolumen von 103 Liter.

Zu berücksichtigen ist, daß im Anhängerbetrieb die zulässige Höchstgeschwindigkeit in Deutschland 60 km/h beträgt.

Die genauen Baujahre der PAV 40 und 41 muß ich noch recherchieren.

Was würdet Ihr tun, wenn Ihr von einem PAV in gutem Zustand für unter 300,-€ auf einer Messe wüßtet, den Ihr auf Grund zu später Info erst nach der Messe nicht kaufen konntet? Genau, nur bin ich nicht mehr gelenkig genung, mir eben da hin zu beißen.

Eine interessante Seite, den PAV betreffend, ist unter http://www.singlewheel.com/Scoots/PAVFR.htm zu finden.

 

 

 

 

 



IWL Campi


 

Von IWL - (VEB) Industriewerke Ludwigsfelde - wurde speziell für die Motorroller vom Typ Pitty, SR 56 Wiesel, SR 59 Berlin und TR Troll 1 ein Einradanhänger mit Namen Campi gebaut. Unter www.iwlroller.de gibt es sehr viel Wissenswertes in Bezug auf den Campi und die Motorroller, für die er ursprünglich als Sonderzubehör produziert wurde, zu lesen.

Auch unter www.iwl-stadtroller-berlin.de ist über den von 1960 bis 1964 in einer Stückzahl von ca. 5.700 Stück gebauten und bis 1965 ausgelieferten Campi sowie die Motorroller der Marke IWL alles Wissenwerte zu erfahren. Darüber hinaus sind dort auch die Termine der Interessensgemeinschaft und der Szene rund um die IWL Motorroller einschließlich des Campi zu erfahren.

Die Dritten im Bunde rund um den IWL Campi habe ich unter www.roller-promotionteam.de gefunden.

Während sich das Preisniveau für PAV 40 / 41 Einspuranhänger derzeit im mittleren bis oberen dreistelligen Bereich bewegt, muss man, so überhaupt im Angebot, für Campi Einradanhänger einen kleinen vierstelligen Betrag investieren.

Obwohl von der Baugröße her deutlich größer als ein PAV 40 / 41 bietet der IWL Campi nur unwesentlich mehr Ladevolumen, da das Rad des IWL in der Karosserie integriert ist. Die Nutzlast beträgt allerdings 40 kg bei einem Leergewicht von 34 kg.

 

 



Moderne Einspur-/ Einradanhänger 


Neben den historischen Einspur- bzw. Einradanhängern gibt es auch aktuell gefertigte Anhänger auch für Vespa & Co, wenn auch nicht speziell oder ausschließlich hierfür.

Unter www.motorrad-haenger.de bzw. www.wm-trailer.de gibt es mit dem WM-Trailer einen interessanten Anhänger. Nur der Preis für diesen, allein nur als Bausatz, ist jenseits von gut und böse. 

Etwas preiswerter, wenn auch nicht gerade mal im Vorbeigehen eingepackt und mitgenommen ist der unter www.kali-beiwagen.de zu findende Kali Gnom 1.

Wie der WM-Trailer ist auch der Kali Gnom 1 offensichtlich sehr von den historischen Vorbildern IWL Campi und PAV 40 / 41 inspiriert worden.

Unter www.h-schuring.nl findet sich ein holländischer Anbieter, der z.B. mit dem One-Wheel-Trailer einen interessanten Einspuranhänger im Programm hat, der mit der Standardhinterradbereifung einer Vespa LX 50 im Format 120/70 10 54 P ausgerüstet ist. Das Modell kostet fast soviel wie eine neue Vespa LX 50 2T und folgt ebenfalls klassischem Vorbild. Allerdings empfiehlt Henk Schuring für die Vespa LX 50 einen zweirädrigen Anhänger zunehmen, da auf Grund der Instabilität des Einspuranhängers die Belastung auf dem Rahmen der Vespa sehr hoch sei.

Von einem erfahrenen Vespa Fahrer und Vespa Mechaniker, der über einschlägige Erfahrungen im Anhängerbetrieb verfügt, habe ich erfahren, dass sich Vespa, auf Grund ihrer weich gelagerten Aufhängung, eher nicht für den Anhängerbetrieb eignen. Grundsätzlich sei ein Einspuranhänger angenehmer zu fahren, als ein zweirädriger, da ersterer Spurrillen weniger hinterher läuft. Für Vespa Treffen sei ein Anhänger eine schöne Sache, für den Alltag aber weniger zu gebrauchen. Ich kann es nun mit meinem Vespa Anhänger selbst testen - siehe oben und Kapitel Vespa / PK 50 XL AE.

Für den reinen Nutzbetrieb empfiehlt es sich, einen Fahrradanhänger, der auch für den Betrieb hinter einer Vespa zugelassen ist, zu verwenden. Allerdings gewinnt man damit keinen Schönheitspreis. Mehr dazu eventuell demnächst.

 



Vespa Top Case


Auf Grund oben geschilderter Recherchen hatte ich das Thema Vespa Anhänger vorerst auf Eis gelegt. Der finanzielle Aufwand stand für mich in keiner Relation zu dem Alltagsnutzen. Das sich dies durch Zufall und mit etwas Glück geändert hat, ist umso erfreulicher - siehe oben.

Neben einem Fahrradanhänger - siehe oben, bleibt als alltagstaugliche Alternative für mehr Stauraum ein Top Case für die Vespa. Im Vespa Magazin 1/2006 - 60 Jahre Vespa www.motoretta.de ist ein Vergleich von 16 Top Case für die Vespa GT zu finden. Als Anhaltspunkt und Orientierung auch für Vespa LX und GTS geeignet, da neben dem original Top Case von Vespa 15 Universal Top Case namhafter Hersteller als Vergleich dienen.

Auch wenn alles, was auf den ersten Blick die schöne Linie einer Vespa stört, nicht zwingend an eine Vespa montiert werden sollte, so kann man sich, wenn man seine Vespa uneingeschränkt im Alltag nutzen will, doch mit der Montage eines Top Case anfreunden. Dies umso mehr, wenn es sich hierbei um das komplett in Fahrzeugfarbe lackierte original Top Case von Vespa handelt. Das Fassungsvermögen des Top Case für die LX, LXV und S beträgt etwa 32 Liter, das für die GTS und GTV ca. 42 Liter. Für beide Varianten gibt es eine jeweils passende Innentasche. Während bei den large frame Vespa Lenkergewichte zum Ausgleich von möglichen Vibrationen der entlasteten Vorderradaufhängung, vor allem bei höheren Geschwindigkeiten, montiert werden sollten, ist dies bei den small frame Vespa, außer S, entbehrlich und damit auch nicht im Lieferumfang beinhaltet. Was im Lieferumfang beinhaltet ist, erschließt sich aus dem Original Zubehör Katalog von Piaggio Deutschland leider nicht von selbst. Deshalb sollte man sich besser bei seinem Vespa Händler ausführlich beraten lassen. Bei www.reinhardt-kfz.de haben sich Norbert und Nobs dafür jede Menge Zeit genommen - danke Euch beiden. Bestellbar ist auf jeden Fall zusätzlich eine Rückenlehne für das Tpo Case in der Farbe und dem Material des Bezuges der Sitzbank.

Wie gewohnt, ist das original Vespa Top Case kein Sonderangebot, aber wenn Top Case, dann das Original - siehe hierzu auch Kapitel Vespa - LX 50 2T.

 



Vespa Beiwagen


 

Obwohl für 50er Vespa nicht geeignet, wegen der geringen Motorleistung, beschäftige ich mich dennoch mit dem Thema Beiwagen für Vespa & Co.

Ein sehr schönes Vespa Gespann ist in der Ausgabe Nr. 17 (03/2011) des Rollerfahrer Magazin www.rollerfahrer-magazin.de zu finden. Bei diesem Gespann handelt es sich um eine Kombination aus einer Primavera 125 und dem Nachbau eines Steib 200 Bootes www.ideal-seitenwagen.de von der indischen Firma Globe Ltd..

Vorgenanntes Gespann stammt aus dem Haus Theo Däschlein www.daeschlein.de aus Bechhofen in Mittelfranken, die, wie die Firma Fritz Heigl www.heigl-fritz.de aus Ebersberg in Oberbayern als Spezialisten für den Gespannbau in Deutschland gelten. Auf den Webseiten beider Firmen sind eine Vielzahl Bilder von Roller- und Motorradgespannen zu finden. Auch einige sehr schöne Vespa Gespanne sind dort zu finden. Wenn ich es richtig erkannt habe, ist in der Bildergalerie auf der Seite von Theo Däschlein sogar ein Vespa LX 50 Gespann zu sehen. Werde mich diesbezüglich einmal etwas näher informieren.

Eine weitere im Gespannbau tätige Firma ist ebenfalls in Mittelfranken zu finden. Die Firma Motek Zwei- & Dreiradtechnik www.motek-gespannbau.de in Röttenbach, Landkreis Roth. Auch unter www.motek-sidecars.de zu finden.

Neben der Studie eines Beiwagengespanns, welche Vespa auf der EICMA 2009 präsentiert hatte, hat auf der EICMA 2011 LML nachgezogen und ebenfalls Beiwagengespann präsentiert. Vespa ist leider nicht in Serie gegangen, bei LML wäre ich mir da nicht so sicher. Das wäre erneut ein Pluspunkt für die Inder.



Vespa Bikeport


Warum ausgerechnet hier? Da spätestens nach Erwerb meines Vespa Anhängers, nach Kauf meiner Zweit Vespa, klar war, daß ich keinen Platz zum trockenen und sicheren Abstellen meiner drei Blechschätze habe. Und streng nach dem Verursacherprinzip - den letzten beißen die Hunde - findet sich das Thema Vespa Bikeport eben hier.

Inzwischen besitze ich vier Blechschätzchen - LX 50 2T FL, PK 50 XL automatic elestart, ET 4 125 M04 und meinen Vespa Anhänger. Nur der Bikeport steht noch nicht, wegen der unsäglichen Zwangspause nach der Fraktur des tuberculum majus im Sommer 2012. Gott sei Dank habe ich über Tommi eine Garage für die Winterpause 2012/13 mieten können. Diese macht den Bikeport im nächsten Jahr allerdings nicht entbehrlich oder gar überflüssig, zumal ich seit Monaten sämtliche Bauteile im Keller liegen habe. 2013 geht´s hier weiter.

30.01.2016 - noch immer liegt der Vespa Bike Port in meinem Keller und wird deshalb (demnächst) zum Verkauf angeboten - bei Interese bitte einfach melden. 

 



Letzte Aktualisierung: 06.01.2018 - Vespa roll!

 



vespa-coburg.de | alexander.luthardt@web.de